Ganz Nürnberg war in einem Rausch

Ganz Nürnberg war in einem Rausch von Fritsch,  Katharina, Rothenberger,  Manfred, Zimmermann,  Maren
2007 feierte der 1. FC Nürnberg seinen letzten großen Erfolg – unter Trainer Hans Meyer besiegte er in einem dramatischen Pokalfinale in Berlin den VFB Stuttgart und holte nach 39 Jahren erstmals wieder einen Titel. In dieser Pokalsieg-Saison des 1. FC Nürnberg gab es viele unvergessliche Momente – die kühne Auswechslung des Stammtorwarts Raphael Schäfer im Viertelfinale und die unglaublichen Paraden seines Stellvertreters Daniel Klewer beim anschließenden Elfmeterschießen, das Verletzungsdrama um den Nürnberger Fanliebling Marek Mintál und natürlich den sensationellen Final-Siegtreffer durch Jan Kristiansen, das einzige Tor, das dieser Spieler je für den 1. FC Nürnberg geschossen hat. Wie sehen die Erinnerungen der Pokalsieger, die besonderen Bilder und Momente der Trainer und Spieler, Funktionäre und Betreuer von damals aus? Maren Zimmermann und Katharina Fritsch haben die Pokalhelden von 2007 besucht und sich deren ganz persönliche Pokalgeschichten erzählen lassen. Die Nacht der Blutegel, weinende Männer und ein signiertes Pferd: Vom Elfmeterkiller bis zum Zeugwart ermöglichen 35 Protagonisten ebenso überraschende wie interessante Einblicke in das Innenleben einer Fußballmannschaft. Begleitet werden diese Geschichten von den liebevoll-ironischen Illustrationen verschiedener Künstlerinnen und Künstler sowie einer ausführlichen Fotostrecke, die den Weg des 1. FC Nürnberg von der ersten Pokalrunde in Cloppenburg bis zum Pokalsieg in Berlin detailliert nachzeichnet. Dramatisches und Trauriges, Skurriles, Amüsantes und natürlich viele große Emotionen finden sich wieder in diesem Buch über den Fußball und seine Leidenschaften. Ein Titel für Sport- und Kunstinteressierte, für Nostalgiker und Geschichtsfreaks – und natürlich für alle Fans des 1. FC Nürnberg.
Aktualisiert: 2018-11-15
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Bekennerschreiben

Bekennerschreiben von Falkner,  Gerhard, Lieb,  Constantin, Rothenberger,  Manfred, von Bismarck,  Julius
»Wie viele Dichter würden von ihren Gedichten umgelegt werden, wenn man der Sprache das Recht auf Selbstverteidigung einräumen würde.« Gerhard Falkner Seit der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes »so beginnen am Körper die tage« zählt der Schriftsteller Gerhard Falkner zu den bedeutendsten Lyrikern der Gegenwart. Seine Gedichte setzen Maßstäbe, weil sie klassische Begriffe, Themen und Sprechweisen auf ebenso irritierende wie intelligente Weise mit jenen der Gegenwart kombinieren und konfrontieren. Falkners Werk umfasst neben Lyrik, Prosa, Dramatik, Übersetzungen und intermedialen Arbeiten auch Essays, Reden, Kommentare und Polemiken zu Literatur und Kunst. Inten­siv beschäftigte er sich u.a. mit Malcolm Lowry, Gottfried Benn, Lautréamont, Cara­vaggio, Mark Z. Danielewski, Salvador Dalí, Rainer Maria Rilke und Friedrich Hölderlin, aber auch mit dem heutigen Zustand des Literaturbetriebs und der Literaturkritik, mit Kungelei und Nichtwissen, mit Voreingenommenheit und Fehlurteilen. Dabei be­dient sich Falkner stets eines ebenso scharfen wie amüsanten Sounds. 1986 beim Bachmann Preis in Klagenfurt verteilte er das Pamphlet »Wie man den alten Hasen« die Bücher erklärt, 2004 attestierte Gerhard Falkner der deutschen Literaturkritik ein ständiges »Schwanken zwischen Bücklingen und Fußtritten«, und 2016 rechnet er in seinem Aufsatz »Das Bosporus-Gleichnis« ab mit Smartphone­-Sucht und damit einher­gehender Erlebnisunfähigkeit. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kolleginnen und Kollegen nimmt Falkner kein Blatt vor den Mund und geht keiner Herausforderung aus dem Weg. Er kämpft mit dem Säbel, nicht mit dem Florett, und richtet das Brennglas seiner Essays und Polemiken auf die grundlegenden Probleme von Dichtung und Kunst in einer sich an Informations­- und Kommunikationsoverkill berauschenden Gesellschaft.
Aktualisiert: 2018-11-15
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Unterwegs in den Osten

Unterwegs in den Osten von Cudlín,  Karel, Profousová,  Eva, Rothenberger,  Manfred, Topol,  Jáchym
Unterwegs in den Osten, der zweite Band der Reihe starfruit publications, die aussergewöhnliche Formen der Zusammenarbeit zwischen zeitgenössischen Autoren und Künstlern präsentiert, ist eine Koproduktion des renommierten tschechischen Dokumentarfotografen Karel Cudlin und des Schriftstellers Jachym Topol, der 2010 mit dem bedeutendsten Literaturpreis Tschechiens, dem Jaroslav-Seifert-Preis, ausgezeichnet wurde. Roma beim Leichenschmaus; der Tag, als Gorbatschow in Prag war; die Pinkas-Synagoge: Cudlins Bilder zeigen zum einen Szenen aus der Zeit des »tiefen Sozialismus«, sie dokumentieren das Alltagsleben in der Tschechoslowakei der 1970er und 1980er Jahre, als diese noch Mitglied des Ostblocks war. Cudlin fotografiert nicht nur Bars und Stehimbisse, Maschinenfabriken oder Politveranstaltungen wie die Parade am 1. Mai – es gelingt ihm auch, mit seiner Kamera an Orte vorzudringen, die damals vielen verschlossen waren, wie zum Beispiel das Prager Viertel Žižkov mit seinen dort lebenden Roma-Familien. Oktober 1989, Deutsche Botschaft in Prag; eine Hochzeit in der Ukraine; die verlassenen ölfelder von Baku; Steppenkinder auf ihrem alten russischen Motorrad: Nachdem sich Tschechien der westlichen Welt geöffnet hat, wandert der Blick des Fotografen weiter in den Osten. Der zweite Teil des Buches versammelt Cudlins Aufnahmen von Reisen nach Polen, Rumänien, Bergkarabach und Aserbeidschan, nach Weissrussland, Moldawien und in die Ukraine, zur Wolga oder in die Mongolei. Diese Bilder sprechen von der langjährigen Herrschaft des Kommunismus, von archaischen Landschaften, von Armut und Not, aber auch von Widerstand und Autonomie, von Kraft und gesellschaftlicher Veränderung, von Reservaten der Menschlichkeit. Jachym Topol ist in diesem Buch die »Stimme« des Fotografen – seine ebenso präzisen wie poetischen Texte bringen die Bilder »zum Sprechen«: Topol erzählt die Geschichten hinter Cudlins Fotografien, erschliesst wichtige historische, politische und kulturelle Zusammenhänge und leitet den Leser auf den Pfaden der Sprache in eine Welt, die so vielleicht schon bald nicht mehr sichtbar sein wird.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Verbotene Verbesserungen

Verbotene Verbesserungen von Aumüller,  Heike, Dath,  Dietmar, Rothenberger,  Manfred
»Schneewittchen war übrigens transsexuell« weiß Dietmar Dath, der nimmermüde Headbanger der deutschen Gegenwartsliteratur, und Heike Aumüller, Performerin und Portraitistin paranormaler Bewusstseinszustände, gibt ihm ausnahmsweise Recht: Sie langt tief hinein in die Abgründe ihrer Bildertrommel und schlägt Daths Prosastücken mit ihren Fotografien den Takt. Heike Aumüllers fotografische Selbst-Inszenierungen konfrontieren den Betrachter mit absurden Handlungen, skurrilen Haltungen und rätselhaften Ritualen, machen ihn zum Voyeur eines ebenso intimen wie irritierenden Geschehens. Die Künstlerin nutzt das Medium der Fotografie, um mit ihren Körper-Choreographien ambivalente Stimmungen zu erzeugen und Bildräume atmosphärisch aufzuladen, bis sie den Betrachter ganz und gar in ihren Bann ziehen. In insgesamt 84 Texten setzt sich Dietmar Dath auf die Fährte der Fotografin und spinnt die in ihren Bildern ausgelegten Fäden weiter: Er stößt auf Zombiealarm und Feenzauber, auf Vorsokratiker und Waffenhändler, auf die Schwester des Teufels und das Telefonbuch von El Dorado, auf die Arroganz der ewigen Jugend, Adorno und den Firnis nackter Haut... In klassischer »Kalendergeschichten«-Manier erzählt Dietmar Dath merkwürdige Begebenheiten aus einem durchgeknallten Jahrhundert – amoralische Schnurren und Schwänke, anarchische Anekdoten und Parabeln. Germanistisch bzw, dialektisch gesehen: Johan Peter Hebel und Bertolt Brecht gekreuzt mit den Simpsons. Dath bemerkte einmal, er schreibe Texte, »die nicht davon handeln, wie es ist, sondern davon, wie es sein sollte, wie es hoffentlich nicht sein wird oder wie es ganz neutral sein könnte.« Dies gilt auch für Heike Aumüller, die in ihren Bildern das Unheimliche erforscht, die Ränder der Realität, und in der Drastik der Darstellung Wunsch- und Angstbilder des modernen Menschen gebiert. So bringen die Widerspenstigkeit in Daths Texten und das Ungezähmte in Aumüllers Bildern die Verhältnisse zum Tanzen – in einem Lese- und Bilderbuch voller überraschender Perspektiven, in einem Märchenbuch für Jung und Alt, für Schlank und Schlau, sehr welthaltig und sehr unerschrocken.
Aktualisiert: 2018-11-15
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Der Trost von Telefonzellen

Der Trost von Telefonzellen von Gerlach,  Philippe, Groß,  Joshua, Rothenberger,  Manfred
»Der Trost von Telefonzellen« verbindet den Debutroman von Joshua Groß mit Fotografien von Philippe Gerlach. Dieses Buch handelt von Freundschaft und Liebe, von der Suche nach Identität, von Zweifeln an der Erwachsenenwelt und an den bestehenden Verhältnissen. Zum Roman: An einem heißen Junitag brechen Emil Mino und Luca Tasso aus ihrem verfestigten Lebensalltag aus, was sie in der Folge von Studenten zu Kleinunternehmern, zu Gründern eines Musikfestivals (»Woodstock11«) und Pionieren einer rasch ausufernden Jugendbewegung, zu Störern der öffentlichen Ordnung und schließlich zu verfolgten Detektiven machen wird. Lucas Liebeskummer ist Auslöser für die Eröffnung eines Bücherverkaufstands an einer abgelegenen Landstraße in Franken (»Es wäre die Sympathisierung mit der Tragödie, hier den Kapitalismus zu testen, der in uns ist.«). Diese Aktion bringt nicht nur das Leben der beiden Protagonisten, sondern in der Folge auch das ihrer Umgebung gründlich durcheinander und erweist sich als Keimzelle immer mehr aus dem Ruder laufender Ereignisse, die schließlich in einem Ort namens Flashcity kulminieren … Der Text von Joshua Groß enthält zahlreiche Anspielungen auf Pop-Kultur (insbesondere Hip-Hop), auf B-Movies der 70er Jahre, auf die Literatur des Magischen Realismus und nicht zuletzt auf Richard Brautigan, den heute fast vergessenen Vertreter des amerikanischen Westküsten-Undergrounds der 60er und 70er Jahre. Zu den Fotografien: Philippe Gerlach dokumentiert das Lebensgefühl der jungen Generation. Mit luzider Lässigkeit spürt er jenen Momenten und Augenblicken hinterher, in denen Menschen, Räume oder Situationen ihre Besonderheit offenbaren. Es geht ihm dabei nicht um Schönheit im herkömmlichen Sinn, sondern um die Wahrheit des Augenblicks, die oft nur in Sekundenbruchteilen und an den Rändern des Geschehens aufscheint. Wie ein hellwacher Schlafwandler wandert Philippe Gerlach durch die Realität und fördert Bilder zutage, die den Betrachter ob ihrer Unverstelltheit, Intimität und Authentizität in ihren Bann ziehen. Zwischen dem Text von Joshua Groß und Gerlachs Fotografien entstehen überraschende und vielfältige Bezüge, die eine andere Sicht auf die Realität ermöglichen. Joshua Groß und Philippe Gerlach befragen und ergründen das diffuse Chaos unserer Epoche, stets begleitet von mystischer Lakonie und rebellischer Ironie.
Aktualisiert: 2018-11-15
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Giorgio Hupfer / Elia Hopper

Giorgio Hupfer / Elia Hopper von Herrmann,  Marion, Mayer,  Kathrin, Roggenthin,  Peter, Rothenberger,  Manfred, Schlecht,  Anke
Ausgangspunkt für die Herausgabe des Künstlerbuches Der Vierte Mann war ein handschriftliches Manuskript des Nürnberger Musikers, Dichters und Künstlers Giorgio Hupfer (1958 – 2012). Der Text entstand zu einer Zeit, als Giorgio Hupfer bereits unheilbar an ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) erkrankt war. Das unter diesen bedrückenden Umständen entstandene Langgedicht Hupfers wurde in den letzten zwei Jahren durch das Institut für moderne Kunst in Zusammenarbeit mit Marion Herrmann, der Witwe des Künstlers, transkribiert und für eine Veröffentlichung vorbereitet. Dieser Text – angesiedelt zwischen Lebensresümee, Abschiedsballade und Verzweiflungsschrei – ist von großer Intensität und dichterischer Kraft. Die Publikation Der Vierte Mann enthält außerdem Erinnerungen von Freunden und Weggefährten Giorgio Hupfers sowie Fotografien aus dessen verwaistem Atelier, die Peter Roggenthin kurz nach dem Tod des Künstlers aufgenommen hat. Auf diese Weise ist ein facettenreiches Künstlerporträt entstanden, das sich nicht als wissenschaftliche Nachlass-Aufarbeitung versteht, sondern als intimes Erinnerungsbuch an einen Ausnahmekünstler
Aktualisiert: 2018-10-01
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Magische Rosinen

Magische Rosinen von Gerlach,  Philippe, Groß,  Joshua, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Rothenberger,  Manfred
Der kleinkriminelle Musikfetischist Mascarpone und die stolz-kühne Sahra Wagenknecht, furchtlose Verfechterin einer radikalen gesellschaftlichen Sehnsucht, verfallen einander und erkennen, dass Utopien durchaus real werden können. 'Magische Rosinen' pendelt zwischen zeitkritischen Fragestellungen und comichaftem Trash – es ist der Versuch, durch inhaltliche Überspitzung die Bedingungen gesellschaftlicher Veränderung zu hinterfragen. Während Joshua Groß in seiner Novelle auf Untergrundmythen zurückgreift, auf Verschwörungstheorien, Splatter, William S. Burroughs, Surfmusik und Kapitalismuskritik, konfrontiert Philippe Gerlach den Betrachter mit Aufnahmen von sturmverwüsteten amerikanischen Städten, die sich ebenso unweigerlich wie unostentativ mit dem Text verbinden.
Aktualisiert: 2018-11-15
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Psychonautikon Prenzlauer Berg

Psychonautikon Prenzlauer Berg von Lippok,  Ronald, Papenfuss,  Bert, Rothenberger,  Manfred
Der Prenzlauer Berg im 21. Jahrhundert: Pißpott, Ex-Szenebezirk, Gebärgebiet. Weltraumpiraten und Paramilitärs, Kosmonauten und Glücksritter. Rotwelsch und Schwabenblagen. Marc Bolan und Franz Jung. Ein psychogeographischer Stadtplan aus Erinnerungen und Befürchtungen. Rumbalotte, Ornament & Verbrechen und andere Zentrifugalkräfte. Wucht, Hieb, Hacke und Hau. Mind-Mapping. Poesie.
Aktualisiert: 2018-11-15
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