Verteidigung des Elfenbeinturms

Verteidigung des Elfenbeinturms von Schuett,  Rolf Friedrich

MYSTISCHE SPIELE UND REFLEXIONEN Romane machen dick, Aphorismen schlank, doch je kürzer die Aphorismen, desto dicker die Aphorismenbände. Man guckt nur dumm aus der Gehirnwäsche. Du lebst von der Luft, die wir für dich sind. Krieg den Palästen, Friede den Luftschlössern! Frauen kommen nicht zur Welt, zu der sie bringen - schrei(b)en sie. Das beste Tun war immer ein Ruh´n und Lassen. Wissen ist nicht Macht über Mitwisser. Was vermag Vernunft gegen Rationalisierung? Geisteskrank ist, wer noch nach niemandem ganz verrückt war. Schwimmt gegen den Strom und verfehlt das Meer! Ich lüge nie. Außer, wenn ich wahrsage. Man denkt, es kommt immer ganz anders, als man denkt. (So kommt es doch noch so, wie man denkt.)

Aktualisiert: 2017-06-20
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Schlafmützen nennen uns Träumer

Schlafmützen nennen uns Träumer von Schuett,  Rolf Friedrich

Reflexionen und Sentenzen "Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung." (Heraklit, um 500 v. Chr.) I n h a l t : Häcksel und Hackfleisch (Urteilssprüche und Freisprüche) Zitatsachen : S e n i l i a (Vom Alter) Idealistischer Lebenslauf Vom "Lumpenproletariat" zum "BGE" Kurzlesebuch der deutschen Philosophie 500 Jahre reformierter Protest Fragment zu Selbstbewusstsein und Wahn Monolith, zertrümmert zu Monolithen "Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." (Friedrich Schlegel)

Aktualisiert: 2017-06-01
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Philosophische Überlegungen in psychologischen Auslegungen

Philosophische Überlegungen in psychologischen Auslegungen von Schuett,  Rolf Friedrich

Sigmund Freud meinte, "dass die Philosophie eine der anständigsten Formen der Sublimierung verdrängter Sexualität, nichts weiter, ist." Diese Arbeit bietet philosophische Überlegungen in tiefenpsychologischen Auslegungen, am Modellbeispiel einiger hellenistischer Philosophen der Spätantike, der drei "logischen Rationalisten" Spinoza, Leibniz und Wittgenstein wie der drei "moralistischen Existenzphilosophen" Schopenhauer, Jaspers und Sartre. Der philosophische Gedanke sollte dabei durchaus nicht verkürzt werden auf das psychische Rohmaterial, das in ihm auch mitverarbeitet ist, doch Tiefenpsychologie könnte helfen, die Objektivität von Gedanken vor der unreflektiert geheimen Subjektivität des Denkers und seiner Kunden zu schützen. Nicht die Philosophen werden dabei auf Freuds Couch gezerrt, sondern ihre explizit bewussten Ideen tunlichst von möglichen unbewussten Anteilen befreit, die deren Wahrheitsgehalt hinterrücks systematisch verzerren können: Die Ratio würde sonst zur bloßen Rationalisierung seelischer Abwehrmechanismen verkümmern. Die Arbeit geht aus von der These, dass Philosophie noch gar nicht recht ausgeschöpft hat, was sie von Psychologen profitieren könnte.

Aktualisiert: 2017-03-22
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Zwergrätsel, Satiren und Zwickmühlen

Zwergrätsel, Satiren und Zwickmühlen von Schuett,  Rolf Friedrich

Eine Auswahl aus mehreren Aphorismenbänden des Autors als Leseprobe. "Sprachkürze gibt Denkweite." (Jean Paul) "Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung." (Heraklit, um 500 v. Chr.) "Ein lakonisches Volk sind wir nicht." (Johannes Gross, 1996) "Alles Schreiben ist aphoristisch." (Jacques Derrida, 1979) "Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." (Friedrich Schlegel) "In die Geschichte gehen Sätze mit höchstens sieben Wörtern ein." (Hugo Steinhaus) "Der Aphorismus ist nur aus seiner Stellung zwischen Philosophie und Poesie beschreibbar." (Stefan Fedler, 1992) "Aber es gibt eine Anschauung der Welt, derzufolge das Paradox höher steht als jedes System." (Sören A. Kierkeggard) "Paradoxien beschämen immer - daher sie auch so verschrien sind." (Novalis) "Der Satz muss feine Manieren zeigen, aber Kanten haben und kurz sein." (N. Gómez Dávila) "Das Beste ist, das Rätsel zu vergrößern." (H. Mulisch)

Aktualisiert: 2017-01-05
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Dein Leben hat Sinn – für deine Ausbeuter

Dein Leben hat Sinn  –  für deine Ausbeuter von Schuett,  Rolf Friedrich

Wer Aphorismen schreibt, philosophiert ohne Argumente, weder gute noch schlechte. (Gut begründen oder widerlegen lässt sich schließlich fast alles.) Ihre beanspruchte Allgemeingültigkeit lässt sich auch daran erkennen, dass sie von der geltungssüchtigen Allgemeinheit gerade nicht anerkannt wird. Das aphoristische Gesamtwerk eines Autors bildet ein apodiktisches, ja, dogmatisches geistiges System, welches alle Gesellschaftssysteme anarchistisch in Frage stellt. Bei Lebensweisheiten der Weltklugheit geht es um den Witz bei der Ursache, um bewussten Esprit contra Geisteswissenschaft: Isolierbar vieldeutige und s(pr)achpointierte Mikroprosa zwischen Bild und Begriff, Metapher und Metaphysik, thematisiert den unschlichtbaren Konflikt zwischen rationaler Urteilskraft und ästhetischer Einbildungskraft, zwischen Allgemeinheit und Individuum.

Aktualisiert: 2016-12-28
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Sei zu klein, um zu herrschen, und zu groß, um beherrscht zu werden

Sei zu klein, um zu herrschen, und zu groß, um beherrscht zu werden von Schuett,  Rolf Friedrich

Ein Lehrer, der nicht dogmatisch ist, ist einfach ein Lehrer, der nicht lehrt, lehrte Gilbert K. Chesterton. Aphorismen schreiben: philosophieren ohne Argumente, kategorische Behauptungen und Versicherungen ohne Begründungen. Für jeden Satz braucht der Autor mindestens eine Stunde, der Leser höchstens eine Minute: Das ist die Ökonomie der Höflichkeit. Diese Aphorismen erheben den gewagten Anspruch, durch elaborierte Subjektivität eine dogmatische Objektivität zu erreichen. In einer Zeit der überschätzten Fragen und halbherzigen Problematisierungen werden hier doktrinäre Gewissheiten vorgetragen. Es wird nicht mehr wie sonst lobenswert gesucht und gezweifelt, sondern nur geantwortet, gefunden und gelehrt. "Eigene Meinungen" sind ja meist bloße Wahnideen, die sich selbst nicht durchschauen. Ein philosophisch substanzieller Gehalt in literarisch origineller Gestalt müsste das Niveau feuilletonistischer Wortspiele, windiger Witze und fader Gesinnungsethik spielend überwinden. Ist das lediglich „romantische Ironie“? Wenn Aphorismen den objektiven Wahrheitsanspruch aufgeben und nicht mehr als eigen(willig)e Gedanken bleiben wollen, werden sie belanglos, beliebig oder verrückt. Und sie sind weder emotionaler noch intelligenter oder gar existenzieller als andere Literaturformen, sondern nicht besser als ihre S(pr)achpointen.

Aktualisiert: 2016-12-30
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Gewinner heißen Spielverderber

Gewinner heißen Spielverderber von Schuett,  Rolf Friedrich

„In die Geschichte gehen Sätze mit höchstens sieben Wörtern ein.“ (Hugo Steinhaus) "Wie liest man eine Sammlung kleiner, weiter Sätze? Klappt man nach jedem ´Treffer´ das Buch zu und denkt über den Satz nach? Nein, man liest ein paar Seiten, prüft, was einem das Merkwürdigste war, nimmt die Stelle wieder auf. Man arbeitet an der Aneignung. Konsumieren ist unmöglich. Nichts für Leseratten. Nichts für Besserwisser. Etwas anderes als Zustimmung lässt der Stil nicht zu." (Botho Strauß) „Poesie und Philosophie sind gleichberechtigte Eltern des Aphorismus. Von der Philosophie hat er das Gebot des präzisen Denkens, von der Poesie das Gebot der präzisen Form geerbt … Der Aphorismus unterscheidet sich oft von der philosophischen Definition eben nur durch seine künstlerische Mehrdeutigkeit.“ (Gabriel Laub) „Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie.“ (Friedrich Schlegel) „Toute écriture est aphoristique.“ (Jacques Derrida, 1979) „Ein lakonisches Volk sind wir nicht.“ (Johannes Gross, 1996)

Aktualisiert: 2016-12-28
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Kurz und klein – klein, aber fein

Kurz und klein – klein, aber fein von Schuett,  Rolf Friedrich

APHORISMEN "Wie liest man eine Sammlung kleiner weiter Sätze? Klappt man nach jedem ´Treffer´ das Buch zu und denkt über den Satz nach? Nein, man liest ein paar Seiten, prüft, was einem das Merkwürdigste war, nimmt die Stelle wieder auf. Man arbeitet an der Aneignung. Konsumieren ist unmöglich. Nichts für Leseratten. Nichts für Besserwisser. Etwas anderes als Zustimmung lässt der Stil nicht zu." (Botho Strauß) "Es gibt auch Aussprüche, so kurz, ... aber so erfüllt, und die in ihrer knappen Energie auf alles eine so tiefe Antwort geben, dass es den Anschein hat, als ob Jahre innerer Auseinandersetzungen und geheimnisvoller Fortlassungen sich in ihnen zusammenzögen. Sie sind eins und entscheidend wie königliche Taten. Die Menschen werden lange leben von diesen paar Worten." (Paul Valéry : "Eupalinos oder der Architekt", übertragen von R. M. Rilke) „Theorem. In sehr kurzen Texten erreicht die Wirkung des geringsten Details die Größenordnung der Gesamtwirkung.“ (Paul Valéry : „Windstriche“, „Rhumbs“)

Aktualisiert: 2016-12-28
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Mit einem Satz ins Freie

Mit einem Satz ins Freie von Schuett,  Rolf Friedrich

"Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung." (Heraklit, um 500 v. Chr.) Die kurze Sentenz ist eine leider immer noch zu kurz kommende Literaturgattung. Der isolierbare Aphorismus ist heruntergekommen zu lustiger Blödelei, windigem Wortspiel oder seichtem Gesinnungsspruch und sollte doch rehabilitiert werden zu einem philosophischen Gehalt in literarischer Gestalt, als satirisches Zwerg-Rätsel, als paradoxes Erkenntnisspiel zwischen Bild und Begriff, Gefühl und Gedanke, Phantasie und Verstand, Metapher und Metaphysik, ästhetischer Einbildungskraft und rationaler Urteilskraft. Diese vieldeutig pointierten Maximen und Reflexionen bieten rationale Vernunftkritik in konzisen Gedankenexperimenten und stellen sich in die Tradition europäischer Moralisten seit dem 17. Jahrhundert. Esprit ist Weisheit im Witz. "Ein lakonisches Volk sind wir nicht." (Johannes Gross, 1996) "Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." (Friedrich Schlegel) "Aphorismen sollte nur einer schreiben, der große Zusammenhänge vor sich sieht." (Robert Musil) "Der Aphorismus ist nur aus seiner Stellung zwischen Philosophie und Poesie beschreibbar." (Stefan Fedler, 1992) "Der Satz muss die Härte des Steins und das Zittern des Zweiges haben." (Nicolas Gomez Davila)

Aktualisiert: 2016-12-28
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Fürchte den, der dich fürchtet

Fürchte den, der dich fürchtet von Schuett,  Rolf Friedrich

1916 - 2016 : Ein Jahrhundert DADA Ist Philosophie nur noch als Philognomie möglich, als Liebe zum Witz bei der UrSache, als "unnachahmliche Eloquenz durch Kürze", denn "Kürze ist des Witzes Seele" (Shakespeare)? Philosophie ist Besinnung auf Scharfsinn und Stumpfsinn, ist sechster Sinn für Un(ter)sinn und Schwachsinn. Aphoristiker sind Dichter und Denker zugleich: Adorno sah in ihnen die Zukunft des Philosophierens. Vielleicht sind sie, die aus dem Zusammenhang gerissen "große Zusammenhänge vor sich sehen", Retter der individualistischen Subjektivität und am besten zuständig für das, was Robert Musil unter dem "anderen Zustand" verstand. DADA heute : Poesie und Philosophie zugleich, Weisheit als Witz nach dem Wissen. "Paradox ist die Bezeichnung, die Dummköpfe der Wahrheit geben" (Moréas). Solche Nonsens-Paradoxe sind und waren die Seele des Dadaismus.

Aktualisiert: 2016-12-29
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An sein Innerstes erinnert sich keiner

An sein Innerstes erinnert sich keiner von Schuett,  Rolf Friedrich

Dieses Poesiealbum gibt die Welt nicht durch Worte wieder, sondern stellt Dinge durch Worte erst her. Diese Gedichte, eingebettet in poetische Kurzprosa, zerlegen die bekannte Welt in ihre Bestandteile und fügen die Bestandteile zu neuen und neuartigen Welten zusammen. Komm zur Sache, die aus nichts als Sprache gemacht ist! Und die kühle Sprache hebt charakteristische Details aus warmen Gesamteindrücken heraus, ohne diese dabei zu zersetzen und zu zerstören. Darin liegt die Poetologie dieser Lyrik.

Aktualisiert: 2016-12-31
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Zur Tiefenpsychologie der Philosophiegeschichte

Zur Tiefenpsychologie der Philosophiegeschichte von Schuett,  Rolf Friedrich

Sigmund Freud meinte, „dass Philosophie eine der anständigsten Formen der Sublimierung verdrängter Sexualität, nichts weiter, ist.“ Auch wenn niemand diesem programmatischen Reduktionismus mehr folgen möchte, wurden die Chancen einer Anwendung der Tiefenpsychologie nicht nur auf Neurosen, Träume und Mythen, sondern auch auf „tief(gründig)e“ Gedanken und ganze begriffliche Gedankengebäude noch gar nicht recht ernst genommen. Der philosophische Gedanke sollte dabei durchaus nicht verkürzt werden auf das psychische Rohmaterial, das in ihm auch mitverarbeitet ist, doch Tiefenpsychologie könnte helfen, die Objektivität von Gedanken vor der unreflektiert geheimen Subjektivität des Denkers und seiner Kunden zu schützen. Nicht die Philosophen werden dabei auf Freuds Couch gezerrt, sondern ihre explizit bewussten Ideen tunlichst von möglichen unbewussten Anteilen befreit, die deren Wahrheitsgehalt hinterrücks systematisch verzerren können : Die Ratio würde sonst zur bloßen Rationalisierung seelischer Abwehrmechanismen verkommen. - Die Arbeit geht aus von der These, dass Philosophie noch gar nicht ausgeschöpft hat, was sie von Psychologen profitieren könnte. Diese philosophischen Überlegungen in psychologischen Auslegungen versuchen, nicht die prominenten Denker, sondern die einflussreichsten Wendepunkte der europäischen Philosophiegeschichte zu psychoanalysieren. Ein solcher Versuch ist m.E. noch nie unternommen worden – er hat hier Premiere. Mögen Bessere es besser machen. 3. überarbeitete Auflage

Aktualisiert: 2016-12-31
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Künste und Wissenschaften als verlorene Paradiese

Künste und Wissenschaften als verlorene Paradiese von Schuett,  Rolf Friedrich

Kultur als Selbstzweck ist der einzige Garten Eden, der jedermann offensteht. Auch und gerade Kunst anti-idyllischen Gehalts stellt oft schon kraft ihrer ästhetischen Form in sich stimmige Kultur-Idyllen dar - wie jedes Symbol, das Realitätselemente aus Gesamteindrücken heraushebt und ohne Agit-prop originell neu konstelliert. Die reine Bildungs- und Kontemplationsidylle, die nichts als kosmische Ordnungen betrachtet, war vermutlich immer selbst schon jene Sozialutopie, von der sie historisch meist nur begraben wird. Das Buch sucht den antiken "Bios theoretikos" zu rehabilitieren und die vita contemplativa gegen allen sozialtechnisch pragmatischen Weltaktionismus zu verteidigen. Das Idyllische als infantile Regression auf narzißtische Phantasien früher Mutter-Kind-Symbiosen steht gegen das utopische "Prinzip Vater", das als monotheistische Idee vom herrschenden Zeitgeist seit langem bekämpft und desavouiert wird. (Das Patriarchat ist der wahre Feminismus, weil es dumme Jungen für wahre Frauen allein erwachsen machen kann.)

Aktualisiert: 2016-04-26
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Nächtliche Streichhölzer

Nächtliche Streichhölzer von Schuett,  Rolf Friedrich

Satiren blamieren Ansprüche vor kruder Realität: Dies behauptet es zu sein, doch das ist es wirklich! Sie messen alles an ewigen Normen, die keiner mehr ernst nimmt. Wenn aber gar nichts mehr seinem eigenen Inbegriff widerspricht, wird blutige Realität zur Satire auf Satiren. Die aber spielen weiter und suchen den winzigen kritischen Spalt zwischen Sein und Schein erscheinen zu lassen. Und Aphorismen sind Zwerg-Satiren. "Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung." (Heraklit, um 500 v. Chr.) "Sprachkürze gibt Denkweite." (Jean Paul) "Ein lakonisches Volk sind wir nicht." (Johannes Gross, 1996) "Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." (Friedrich Schlegel) "Der Satz muss die Härte des Steins und das Zittern des Zweiges haben." (Nicolas Gomez Davila) Der isolierbare und vieldeutige Aphorismus ist leider heruntergekommen zu lustiger Blödelei, windigem Wortspiel oder seichtem Gesinnungsspruch und sollte doch rehabilitiert werden zu einem philosophischen Gehalt in literarischer Gestalt, als satirisches Zwerg-Rätsel, als paradoxes Erkenntnisspiel zwischen Bild und Begriff, Gefühl und Gedanke, Phantasie und Verstand, Metapher und Metaphysik, ästhetischer Einbildungskraft und rationaler Urteilskraft. Die prägnant pointierte Sentenz ist eine leider immer noch zu kurz kommende Literaturgattung.

Aktualisiert: 2016-12-29
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Ist Philosophical Correctness eine Kommunikationswissenschaft?

Ist Philosophical Correctness eine Kommunikationswissenschaft? von Schuett,  Rolf Friedrich

"In einer ehrwürdigen Universität müsste die bloße Erwähnung eines zeitgenössischen Problems verboten sein." (Nicolás Gómez Dávila) „Ein Lehrer, der nicht dogmatisch ist, ist einfach ein Lehrer, die nicht lehrt.“ (Gilbert K. Chesterton) Das Buch enthält nach frühromantischem Modell eine Komposition aus Wissenschaft und Kunst, Philosophie und Poesie, Essay und Literatur, Religion und Ökonomie, Intellekt und Intuition. Diese degagierten Texte und reaktionären Reflexionen wenden sich an die mehr oder weniger gebildete Muße von Lesern, für die eine reine Theorie im Elfenbeinturm praktischer ist als jedes aktive Tun in der Gesellschaft. Aus dem Inhalt : Industrialismus und Freiheit Philosophie des Zen-Buddhismus Topographie des Unbewussten Maimons Weg von der Aufklärung zum Idealismus Literarischer und philosophischer Stil Friedrich Schiller : Sentenzen zwischen Kant und Goethe Prekäre Proletarität heute Kurzgeschichte der deutschsprachigen Literatur Ich denke, also bin ich ausgedacht Autorität des alten Autors Pseudoplatonischer Frühdialog Neue Geschichte alter Geschichten Von Ideen zu Idyllen Literaturverzeichnis : Aufzeichnungen – Notizen – Reflexionen "Die beste Wächterin der Natur ist die Ruhe." (Shakespeare : King Lear) "Ruhe ist das erste Bürgerrecht." (Johannes Gross)

Aktualisiert: 2016-12-31
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Aphorismen zur Zeitaltersweisheit

Aphorismen zur Zeitaltersweisheit von Schuett,  Rolf Friedrich

"Sprachkürze gibt Denkweite." (Jean Paul) Der isolierbare Aphorismus ist leider heruntergekommen zu lustiger Blödelei oder seichtem Gesinnungsspruch und sollte doch rehabilitiert werden als ein philosophischer Gehalt in literarischer Gestalt, als satirisches Zwerg-Rätsel, als paradoxes Erkenntnisspiel zwischen Bild und Begriff, Gefühl und Gedanke, Metapher und Metaphysik, Phantasie und Verstand, Einbildungskraft und Urteilskraft. Dieses Bonmot ist das "kleinstmögliche Ganze". Die prägnante Sentenz ist eine leider immer noch zu kurz kommende Literaturgattung. Die Leser pflücken sich pointierte Sätze aus ganzen Aufsätzen leichter als Literaturwissenschaftler zu eigenen Anthologien zusammen. Die vieldeutigen "Maximen und Reflexionen" bieten rationale Vernunftkritik in konzisen Gedankenexperimenten und stellen sich in die fast vergessene Tradition frühromantischer Fragmente und europäischer Moralisten, die seit dem 17. Jahrhundert die "mores" analysierten, die Sitten und Gebräuche ihrer Epochen. "Der Aphorismus ist nur aus seiner Stellung zwischen Philosophie und Poesie beschreibbar." (Stephan Fedler, 1992)

Aktualisiert: 2017-01-13
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Der Mensch ist, was er verg-isst oder Kosmostheorie gegen Gemeinschaftspraxis

Der Mensch ist, was er verg-isst oder Kosmostheorie gegen Gemeinschaftspraxis von Schuett,  Rolf Friedrich

Begreifen, Eingreifen oder Ergriffensein? Beobachtung oder Bearbeitung, Betrachtung oder Behandlung? “Es ist leichter, zehn praktische Gedanken zu fassen als einen theoretischen, und wiegt auch dementsprechend weniger.” (Moritz Heimann) “Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.” (Kant) Auch der zeitgenössische Pragmatismus, Aktionismus, Konstruktivismus und Hightech-Industrialismus - eine bloße Geschichtsepisode? Die erneute Diskussion des Verhältnisses von Theorie und Praxis versucht eine korrektive Rehabilitierung der antiken und mittelalterlichen Prioritätenverteilung von Vorstellung und Herstellung der Welt. Verhält sich Denken zu Handeln wie Idylle zu Satire? Der Band enthält eine Fülle von nachsokratischen Fragmenten, Essays und moralistischen Aphorismen zu verwandten Themen und Thesen.

Aktualisiert: 2016-12-29
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