Mediendiktatur Nationalsozialismus

Mediendiktatur Nationalsozialismus von Schütz,  Erhard
Die ästhetischen Manifestationen des Nationalsozialismus sind – zitiert oder in zitathafter Reformulierung – in unserer Gegenwart geradezu omnipräsent. Es gibt inzwischen eine nachgetragene Perfektionierung am Corporate Design des Nationalsozialismus. Die Totalität, an deren Durchsetzung der Nationalsozialismus scheiterte, erscheint derart als gelungenes Nachbild der Unterhaltungs- und Belehrungsmedien. Die hier vorgelegten Untersuchungen verstehen den Nationalsozialismus als genuine Mediendiktatur. Sie zeigen am Beispiel von Literatur, Journalismus und Film, an Sujets wie dem angeblich urdeutschen Wald, der angeblich deutschen Autobahn, an der automobilen ‚Bewegung‘, an Wandern und Reisen sowie am Faszinationsprojekt Flug und Fliegen, dass der zur Macht gekommene Nationalsozialismus ein Projekt alternativer Modernisierung war. Der NS ersetzte Liberalität durch Fanatismus, Willkür und Elimination, wollte aber auf den Komfort der Modernität keinesfalls verzichten. Im Zentrum seiner Mediendiktatur steht mehr als „schöner Schein“: ein Amalgam aus Monopolisierung und Polyzentrismus, Kontrolle und Chaos. Die nationalsozialistische Mediendiktatur charakterisiert sich durch die Gleichzeitigkeit von Brutalität und Gemütlichkeit, heroischem Harmonismus und ‚organischer‘ Destruktivität.
Aktualisiert: 2019-05-13
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Michael Kleeberg – eine Werksbegehung

Michael Kleeberg – eine Werksbegehung von Birgfeld,  Johannes, Schütz,  Erhard
Michael Kleeberg gehört zu den beeindruckendsten deutschsprachigen Schriftstellern unserer Zeit: Sein Werk verbindet radikal grandiose Erzähllust mit größtem Formbewusstsein, präzises Beschreiben mit größter Sensibilität, historische Tiefe mit sprachlichem Innovationswillen. Kleeberg geht immer ins Risiko: Seine Romane Ein Garten im Norden, Das amerikanische Hospital und der Karlmann-Zyklus spiegeln unsere Gegenwart und Vergangenheit, sezieren sie – erzählerisch virtuos und mutig. Dieses Buch will dem Leser das literarische Universum des Michael Kleeberg eröffnen und behandelt Themen wie Erinnerungsorte, die Wissenschaftsrezeption in seinem Werk, Kleeberg und Proust, Generationen- und Geschlechterkonflikte, Raumerfahrungen und Krieg in Kleebergs Texten, den »Roman total«. Mit Beiträgen von Hugo Aust, Johannes Birgfeld, Michael Braun, Stephen Brockmann, Marion Dufresne, Caroline Frank, Wolfgang Frühwald, Lidwine Portes, Erhard Schütz und Harald Tausch. Ein spannender Vielklang zur Poetik des Autors – und zugleich eine grundlegende Reflexion über die literarische Gegenwart zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Handbuch Nachkriegskultur

Handbuch Nachkriegskultur von Agazzi,  Elena, Schütz,  Erhard
Das Handbuch erschließt die in den letzten Jahren zunehmend komplexer werdende Forschung zur Kultur im Nachkriegsdeutschland (1945–1962). Virulente Themenkomplexe wie Krieg, Trümmer, Heimkehr, Flucht, Vertreibung, Schuld, Alltag, Religion usw. werden anhand exemplarischer Werke systematisch aufgearbeitet, wobei fiktionale Literatur, Sachbuch und Film in beiden deutschen Staaten im Mittelpunkt stehen. Das Kompendium wurde von Historikern, Literatur- und Filmwissenschaftlern erarbeitet und beantwortet maßgebliche Fragen zur ästhetischen Repräsentation und Formation von Zeitgeschichte.
Aktualisiert: 2019-04-09
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Berlins 19. Jahrhundert

Berlins 19. Jahrhundert von Berbig,  Roland, D'Aprile,  Iwan M, Peitsch,  Helmut, Schütz,  Erhard
Wie sich die Stadt aus dem Abhängigkeitsverhältnis vom Hof zu einer Kultur- und Wissensmetropole emanzipierte, wie soziale, politische und kulturelle Konflikte im Revolutionsversuch von 1848 eskalierten, als die preußische Hauptstadt zum Projektionsraum von Volkssouveränität wurde, wie sich Nationalstaatsbildung und Industrialisierung auswirkten auf ein 1871 zur Hauptstadt Deutschlands gewordenes Berlin – die Beiträge dieses Bandes untersuchen Berlins Wege zur Metropole unter vier Perspektiven, die ermöglichen sollen, Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Veränderungsprozesse zu erfassen: Die erste verortet Berlin in der Konstellation der europäischen Metropolen, insbesondere zu Paris und London, ohne die preußischen Provinzen und die außereuropäische Welt aus dem Blick zu verlieren, ebensowenig die Minoritäten Berlins, seine Hugenotten, Juden und Polen. Die zweite Perspektive geht auf die Öffentlichkeitsformen, die sich in Publizistik und Geselligkeit, Institutionen und Netzwerken entwickelten, in traditionellen, künstlerischen Medien wie in neuen. Die Wahrnehmungsformen, in denen sich die ‚Mietkasernenstadt‘ und das Verschwinden ‚Alt-Berlins‘ darstellten, bilden die dritte Perspektive. Und wie blickte das späte 19. Jahrhundert durch die Literatur auf Zeiten zurück, in denen Perspektiven Deutschlands sich eng mit denen der Stadt verbanden?
Aktualisiert: 2019-04-09
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Reiseliteratur der Moderne und Postmoderne

Reiseliteratur der Moderne und Postmoderne von Bay,  Hansjörg, Boettcher,  Hannah, Carstensen,  Thorsten, Decock,  Sofie, Eckart,  Maren, Essen,  Gesa von, Fuchs,  Irina, Gokhale,  Anushka, Hamann,  Christof, Heimböckel,  Dieter, Hermes,  Stefan, Holdenried,  Michaela, Honold,  Alexander, Jäger-Gogoll,  Anne Maximiliane, Kanz,  Christine, Kirschstein,  Daniela, Lubrich,  Oliver, Maltzan,  Carlotta von, Markewitz,  Sandra, Moser,  Natalie, Mueller,  Susanne, Roes,  Michael, Sabaté Planes,  Dolors, Sauer-Kretschmer,  Simone, Schaffers,  Uta, Schmitz-Emans,  Monika, Schumacher,  Eckhard, Schütz,  Erhard, Schwarz,  Thomas, Soltani,  Zakariae, Stiegler,  Bernd, Welge,  Jobst, Weyand,  Björn, Willms,  Weertje, Wohlleben,  Doren
Ist das Reisen in unserer globalisierten Gegenwart zu einer trivialen Allerweltserfahrung geworden, die literarisch nicht mehr produktiv ist? Im Gegenteil: Reiseliteratur boomt, und es fällt selbst professionellen BeobachterInnen schwer, mit der Entwicklung der Themen und Textformen Schritt zu halten. Um hier ein differenziertes Bild zu vermitteln, liefert der Band erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme, die den Veränderungen und Verzweigungen der Reiseliteratur quer durch das 20. und 21. Jahrhundert nachspürt. Beginnend mit der Epochenzäsur des Ersten Weltkriegs zeichnen die Beiträge typische Ausprägungen und markante Veränderungen der Reisepraktiken selbst und der aus ihnen gewonnenen Schreibweisen nach. Dargestellt werden die Beeinflussungen des Reisens und Schreibens durch neue Medien oder durch die gesteigerte Geschwindigkeit der Transportmittel, durch Erfahrungen politischen Zwangs und kriegerischer Gewalt, ebenso durch neu sich öffnende Kulturräume. Anhand vielfältiger Fallbeispiele zeigt der Band, dass in der Reiseliteratur kleine Chroniken des Alltags zu entdecken sind, facettenreiche Porträts von Städten und Regionen, aber auch Spielarten überschießender Einbildungskraft und avancierte Erzählexperimente. Nie zuvor ist dieses faszinierende Forschungsfeld so plastisch und materialnah erschlossen worden.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Versorgung und Entsorgung der Moderne

Versorgung und Entsorgung der Moderne von Porombka,  Wiebke, Reif,  Heinz, Schütz,  Erhard
Das frühe 20. Jahrhundert ist geprägt durch einen umfassenden Ausbau technischer und organisatorischer Funktionszusammenhänge und -ensembles, der sich quer durch alle öffentlichen Bereiche zieht. Die Erhöhung von Umschlaggeschwindigkeiten von Gütern, Personen und Informationen bei gleichzeitiger Vernetzung der technisch-materialen Bedingungen der Übermittlung lässt sich an der industriellen Massenverarbeitung, am Ausbau von Verkehrswegen, -techniken und -systemen genauso verfolgen wie an der Entwicklung des Pressewesens. In diesem Band werden Theorieansätze, Modelle und Einzelperspektiven untersucht, um die Wechselverhältnisse von Menschen und Netzwerken, technischen Systemen, sozialen Beziehungen und kollektiven Träumen in ihrer komplexen Komplementarität freizulegen.
Aktualisiert: 2019-05-20
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200 Jahre Berliner Universität- 200 Jahre Berliner Germanistik- 1810-2010

200 Jahre Berliner Universität- 200 Jahre Berliner Germanistik- 1810-2010 von Peters,  Brigitte, Schütz,  Erhard
Die Erinnerung an den Oktober 1810, als die universitären Geschäfte an der Alma Mater Berolinensis aufgenommen wurden, hat 2010 eine Reihe aufwändiger Projekte zur Säkularfeier gezeitigt. Auch die widmete zwei Hefte ausschließlich der Berliner Universitätsgeschichte. Einmal thematisch angestoßen, weiteten sich Themen und Problemfelder aus, so dass den Heften 1-2/2010 der Zeitschrift noch dieser dritte Band in der Reihe folgt. Ausgeprägter als in den beiden vorangegangenen Heften wird die spannungsreiche Wirklichkeit der universitären Lebensformen untersucht, werden regional geprägte universitäre Binnenstrukturen aufgezeigt und stärker interdisziplinäre Zusammenhänge – Publizistik, Philosophie und Naturwissenschaften – herausgearbeitet sowie umfangreiche neue Materialien erstmals abgedruckt. Ein weiterer – stattlicher und für unsere Disziplin eher singulärer – Anlass für diesen Band ist die Neuausschreibung und Wiederbelebung des Wilhelm Scherer-Preises durch die Bankhaus Wölbern Stiftung, genau 100 Jahre nach der Erstverleihung im Jahre 1910. Die Preisverleihung am 31. Mai 2010 wird im zweiten Abschnitt ausführlich dokumentiert.
Aktualisiert: 2019-05-20
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Großstadt werden! Metropole sein!

Großstadt werden! Metropole sein! von Kostálová,  Dagmar, Schütz,  Erhard
Das Urbane hat bis heute die Verführungskraft großer Versprechen. Metropole zu sein, zumindest aber als Großstadt zu gelten, gehört zu den Traum- und Alptraumfantasien, die die Moderne begleiten. Städte erfinden sich selbst, wenn Entwurf und Selbstverständnis der Städter sich in kollektiven Imagines verdichten und Urbanität zum Lebensgefühl wird. Selbstbilder aber haben Vorbilder, die Orientierung geben. Während das Berlin der 1920er-Jahre sich bereits an New York misst, beginnt Bratislava, das alte multiethnische Pressburg und zugleich der Inbegriff städtischer Provinz, seine Chancen zu träumen, aber auch zu ergreifen, die in der Ausrufung des neuen tschechoslowakischen Staates liegen. In den Beiträgen dieses Bandes werden kulturphilosophische, stadtgeschichtliche und narrative Aspekte visionierter Urbanität im Kontext der Moderne in mikrologischen Studien lesbar gemacht. Die Beiträge basieren auf einem reichhaltigen, überwiegend erstmals erforschten Quellenmaterial und liefern überraschende Einsichten in die noch immer weithin vergessene deutschsprachige Kulturgeschichte der heutigen Slowakei in der Zwischenkriegszeit.
Aktualisiert: 2019-05-20
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