Transkategoriale Philologie

Transkategoriale Philologie von Ventarola,  Barbara
Die vorliegende Studie entwirft die Konturen einer neuen Philologie, die es erlaubt, in bislang noch nicht dagewesener Weise der Komplexität und den pluralen, multi-dimensionalen Beziehungsgeflechten von Texten systematisch Rechnung zu tragen, ohne an analytischer Präzision und Differenziertheit zu verlieren – und dies in einer kultur- und geschichtsübergreifenden Perspektive. Auf der Basis einer umfassenden Kritik am klassischen Kategorienbegriff wird im ersten Teil ein grundsätzlich neues – trans-kategoriales und poly-systematisches – Textualitätskonzept entwickelt und durch einen Katalog konkreter neuer Interpretationsverfahren ergänzt. Damit sind die Fundamente für eine nicht-eurozentristische Literaturwissenschaft der Zukunft gelegt, die weit über bisherige Liminalitäts- und Poly-System-Theorien hinausgeht: Komplexität und Ordnung, Universalismus und Pluralismus werden auf neue Weise verbunden. Der zweite Teil demonstriert die Leistungsfähigkeit des neuen Modells. Er konzentriert sich auf zwei Autoren, die als besonders dunkel und komplex gelten: Gottfried Wilhelm Leibniz und Marcel Proust. Mit den neuen Interpretationsverfahren eröffnen sich völlig neue Einsichten in die behandelten Werke und Autoren: Leibniz gibt sich als ein besonders früher Denker des Liminalen und der Poly-Systematizität zu erkennen, der zudem entscheidend auf Prousts ästhetisches Projekt der Recherche eingewirkt hat. Damit lädt die Studie zu einer Re-Kartierung der Denk- und Literaturgeschichte ein, die gleichsam im Inneren Europas selbst ansetzt.
Aktualisiert: 2019-06-24
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Weibliche Genieentwürfe

Weibliche Genieentwürfe von Ventarola,  Barbara
Ziel des Bandes ist es, Linien einer alternativen Geschichte des schöpferischen Subjekts aufzuzeigen, indem die bislang weitgehend vernachlässigten weiblichen Entwürfe von Genialität ins Zentrum gestellt werden. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Frauen schon sehr früh gegen ihren gut untersuchten Ausschluss aus der Genialität aufbegehrt und Alternativentwürfe entwickelt haben, die auf einen Einschluss des weiblichen Geschlechts, ja nicht selten auf eine Überbietung männlicher Geniekonzepte abzielen. Der Sammelband möchte erste Schritte zur Aufarbeitung dieser Parallelgeschichte des Geniekonzepts gehen. Wie können gängige Geschichten der Geniefigur umgeschrieben und korrigiert werden, wenn der Fokus speziell auf die Frage nach dem weiblichen Genie gelegt wird? Um diese Frage zu beantworten, werden unterschiedliche Inszenierungen weiblicher Genialität in den Blick genommen und in die bislang rekonstruierten Diskursgeschichten der Geniefigur sowie die jeweiligen soziopolitischen und epistemischen Kontexte eingebettet. Auf diese Weise werden bislang unbeachtete Einflusslinien und Entwicklungslogiken freigelegt.
Aktualisiert: 2019-02-15
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Literatur als Herausforderung

Literatur als Herausforderung von Hufnagel,  Henning, Ventarola,  Barbara
H. Hufnagel / B. Ventarola: Einleitung – I ‚NATURALISMUS‘ VS. ‚SYMBOLISMUS‘? GATTUNGSKONKURRENZEN UND GATTUNGSTRANSFORMATIONEN IM SPANNUNGSFELD VON AUTONOMIE UND HETERONOMIE – H. Hufnagel: Parnasse und Polemik. Zolas Herausforderung der Lyrik – M. Hausmann: Der Himmel als Werbefläche: Auguste Villiers de l‘Isle-Adam und die Herausforderung durch Fortschrittseuphorie und Positivismus – H. Meter: Weder autonom noch fremdbestimmt. Die Literatur als anthropologische Kategorie bei Giovanni Verga und Albert Camus – S. Greilich: Gegen die Vorschriften und für die Nation - Juan Valera und der spanische Roman der Restaurationszeit – K. von Hagen: „Entre naturalismo y espiritualismo“: Erzähltexte von Leopoldo Alas (Clarín) – S. Lang: Gegen den Strich der Dekadenz? – Inversion und Brechung dekadenter Topoi bei Eça de Queiroz und Rusiñol – B. Ventarola: Poetische Narrativität zwischen dem Eigenen und dem Fremden - Der hispano-amerikanische Modernismo als doppelte Herausforderung – D. Millet-Gérard: Réalisme ou idéalisme? La réaction générique de Claudel et Bernanos – II AVANTGARDEN UND NEOAVANTGARDEN ZWISCHEN AUTONOMIE UND ENGAGEMENT – C. Surmann: Le théâtre afin d’exercer la vie - Antonin Artaud et son Théâtre de la cruauté – O. Müller: Avantgarde und Neoavantgarde zwischen Autonomie und Engagement: Edoardo Sanguinetis Edition von Gian Pietro Lucinis Revolverate – W. Asholt: Herausforderung oder Wiederholung? Sind Avantgarden heute noch möglich / nötig? – III LITERARISCHE AUTONOMIE ALS AKTUELLE FRAGE AN THEORIEBILDUNG UND LITERARISCHE PRAXIS – Ingo Lauggas: Ästhetische Autonomie und politisches Engagement - ein Widerspruch? – E. Dorn: Die Rezeption der Kritischen Theorie innerhalb der neuen frankophonen Literatur des subsaharischen Afrika – C. Solte-Gresser: Literatur Denken Erzählen: Wechselseitige Herausforderungen zwischen Literatur und Literaturtheorie
Aktualisiert: 2019-01-01
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Transkategoriale Philologie

Transkategoriale Philologie von Ventarola,  Barbara
Die vorliegende Studie entwirft die Konturen einer neuen Philologie, die es erlaubt, in bislang noch nicht dagewesener Weise der Komplexität und den pluralen, multi-dimensionalen Beziehungsgeflechten von Texten systematisch Rechnung zu tragen, ohne an analytischer Präzision und Differenziertheit zu verlieren – und dies in einer kultur- und geschichtsübergreifenden Perspektive. Auf der Basis einer umfassenden Kritik am klassischen Kategorienbegriff wird im ersten Teil ein grundsätzlich neues – transkategoriales und poly-systematisches – Textualitätskonzept entwickelt und durch einen Katalog konkreter neuer Interpretationsverfahren ergänzt. Damit sind die Fundamente für eine nicht-eurozentristische Literaturwissenschaft der Zukunft gelegt, die weit über bisherige Liminalitäts- und Poly-System-Theorien hinausgeht: Komplexität und Ordnung, Universalismus und Pluralismus werden auf neue Weise verbunden. Der zweite Teil demonstriert die Leistungsfähigkeit des neuen Modells. Er konzentriert sich auf zwei Autoren, die als besonders dunkel und komplex gelten: Gottfried Wilhelm Leibniz und Marcel Proust. Mit den neuen Interpretationsverfahren eröffnen sich völlig neue Einsichten in die behandelten Werke und Autoren: Leibniz gibt sich als ein besonders früher Denker des Liminalen und der Poly-Systematizität zu erkennen, der zudem entscheidend auf Prousts ästhetisches Projekt der Recherche eingewirkt hat. Damit lädt die Studie zu einer Re-Kartierung der Denk- und Literaturgeschichte ein, die gleichsam im Inneren Europas selbst ansetzt. Das nicht-eurozentristische, pluralistische Denken lässt sich nun bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen, was es auch nötig macht, die nachfolgenden Jahrhunderte unter diesem Blickwinkel neu zu erforschen.
Aktualisiert: 2019-06-24
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Literarische Stadtutopien zwischen totalitärer Gewalt und Ästhetisierung

Literarische Stadtutopien zwischen totalitärer Gewalt und Ästhetisierung von Ventarola,  Barbara
Im Mittelpunkt des Bandes steht die Frage, wie sich literarische Stadtutopien in der französischsprachigen Literatur im Spannungsfeld von Totalisierung und Ästhetisierung verorten lassen und welche Möglichkeiten einer zukunftsweisenden Re-Konzeptualisierung des Utopischen sich aus dieser Fokussierung ergeben.Dabei wird gerade nicht von einer strengen Opposition der beiden Terme ausgegangen, sondern es wird versucht, die Zwischen- und Überlappungsräume auszumessen, die sich zwischen den beiden Sphären auftun. Zu diesem Zweck nehmen die Beiträge die unterschiedlichsten Zuordnungen von Ästhetik und Performanz, Individuum und Gesellschaft, Raum und Gewalt in den Blick. In fünf Blöcken schlägt der Band einen Bogen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und behandelt thematische Schwerpunkte wie ‘Private Utopien’, ‘Utopie und Avantgarde’, ‘Utopie und Krieg’, ‘die Utopie im interkulturellen Kontext’. Das entstehende Panorama lässt eine Fülle alternativer Utopiekonzepte erkennen, die sich nicht umstandslos in gängige Utopiegeschichten einfügen und die zugleich neue Möglichkeiten einer pragmatischen Nutzung des utopischen Denkens aufzeigen.
Aktualisiert: 2019-05-29
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Kairos und Seelenheil

Kairos und Seelenheil von Ventarola,  Barbara
Francesco Petrarca hat mit seinem ,Canzoniere‘ ein Werk geschaffen, das die europäische Literatur bis heute beeinflusst. Diese Studie stellt eine neuartige Interpretation der Gedichtsammlung vor, die das gängige Petrarca-Bild an entscheidenden Stellen revidiert und damit auch die Literaturgeschichte und den Prozess der Neuzeit insgesamt mit anderen Augen betrachtet. Mit einem prozessorientierten Methodenmodell untersucht die Autorin die poetische Faktur der Gedichtsammlung vor dem Hintergrund (spät-)mittelalterlicher und antiker Zeittheorien und Philosophien der Selbstsorge. Hierbei werden poetische Netzstrukturen freigelegt, mit denen Petrarca nicht nur die bestehenden Konzepte der Mimesis und Fiktionalität umwälzt, sondern zugleich eine Ethik entwirft, die im Rückgriff auf Epikur bereits weit in die Renaissance voraus weist.
Aktualisiert: 2019-06-20
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