Ludovico Ariosto – Orlando Furioso Buchillustrationen

Ludovico Ariosto – Orlando Furioso Buchillustrationen von Wilke,  Ulrich

Vor 500 Jahren, im Sommer 1516 wurde erstmals Ludovico Ariostos Orlando Furioso in Venedig gedruckt. Seither gab es Übersetzungen in zahlreiche Sprachen und bis in die Gegenwart einige hundert Neuauflagen. Der Inhalt dieses historischen Epos, in welchem es um den Kampf Karl des Großen mit den Sarazenen geht, wurde mit amüsanten erotischen und abenteuerlichen Episoden wunderbar unterhaltsam aufgelockert und erweitert. Kein Wunder also, dass dieses monumentale Werk mit 46 Gesängen in 46.000 Verszeilen schon bald Zeichner, Maler, Bildhauer und selbst Komponisten zu immer neuen Ideen inspirierte. Dutzende Editionen wurden mit spannenden, an Details reichen Illustrationen versehen. Der Herausgeber veröffentlicht in diesem 4. Band abschließend über 700 Buchillustrationen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Diese Künstler kannten die reiche Bibliothek vorausgegangener Illustrationen, aber die meisten haben neue Motive zunehmend in individuellen Stilen gezeichnet, um dem Thema „Orlando furioso“ auf ihre Art gerecht zu werden. Erst in der Postmoderne, in den 80er Jahren haben Paul und Gaetano Brizzi und Elvio Marchionni auf historische Stilformen zurückgegriffen. Besonders Marchionni kommt mit Zeichnungen wie aus der frühen Renaissance der Erzählfreude und dem Zeitgeist Ariostos nahe. Insgesamt liegen nun ca. 3.150 Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche, Holzstiche und Lithographien zusammengefasst in vier Bänden vor. Den Lesern dieses Epos, den Kunst- und Literaturhistorikern wird nun neben den spannenden und vergnüglichen Texten auch die Möglichkeit gegeben, die dazu passenden Illustrationen zu studieren und die Entwicklung der Umsetzung der Texte in Bildwerke seit 1542, dem Erscheinen des ersten illustrierten Werkes, bis in die Gegenwart vergleichend wahrzunehmen.

Aktualisiert: 2017-01-14
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Burchard Christoph Graf von Münnich 1683-1767

Burchard Christoph Graf von Münnich 1683-1767 von Wilke,  Ulrich

Der Oldenburger Burchard Christoph Graf von Münnich, 1683 in Neuenhuntorf geboren, zählt zweifellos zu den bedeutenden Persönlichkeiten der europäischen Geschichte des 18. Jahrhunderts. In seinen Jugendjahren kämpfte er unter Prinz Eugen während des Spanischen Erbfolgekrieges an vielen Kriegsschauplätzen in Westeuropa. Nach Stationen im Dienste des Landgrafen Hessen-Kassel zog es ihn in den Osten. Zunächst diente er in Warschau August dem Starken. 1721 wechselte von Münnich an den Hof Peters des Großen nach St. Petersburg. Peter wollte Russland zu einem modernen Staat nach westeuropäischen Vorbildern reformieren. Die alte Hauptstadt Moskau sollte durch seine neue Metropole St. Petersburg abgelöst werden. Für dieses Vorhaben brauchte er die Mithilfe von qualifizierten Technikern, Militärs, Wissenschaftlern und Handwerkern aus dem Westen. Mit der Neuplanung des Ladoga-Kanals, eines Projektes an welchem die einheimischen Ingenieure gescheitert waren, erwarb von Münnich das Vertrauen und die Freundschaft des Zaren und wurde in ganz Europa bekannt. Nach dem frühen Tod von Peter I. diente von Münnich noch sechs weiteren russischen Regenten. Burchard Christoph Graf von Münnich reformierte die Armee nach preußischem Vorbild und schaffte Privilegien des Adels ab. Als Generalsfeldmarschall befehligte er die größte Armee Europas. Burchard Christoph Graf von Münnich war ein gläubiger Christ. Er war Architekt, Bauherr und Patron der ersten St. Petri Kirche am Nevsky Prospekt. Nach dem Staatsstreich von Elisabeth I. im Jahre 1741 wurde Burchard Christoph Graf von Münnich zum Tode verurteilt, in letzter Minute schon auf dem Schafott, begnadigt und nach Sibirien deportiert. Peter III, der Gemahl der späteren Zarin Katharina der Großen, rehabilitierte ihn sofort nach Elisabeths Tod. Triumphal wurde Burchard Christoph Graf von Münnich in St. Petersburg empfangen. Sein Wunsch in Oldenburg den Lebensabend im Winter in dem von ihm erworbenen Haus in der Mühlenstraße und im Sommer auf dem heimatlichen Gut Neuenhuntorf zu verbringen, erfüllte sich nicht. Katharina hatte ihm neue Aufgaben übertragen Burchard Christoph Graf von Münnich starb 1767 in St. Petersburg. In St. Petersburg wurde am 29.6.2006 in der St. Petri Kirche ein vom Herausgeber gestiftetes Bronzerelief mit seinem Bildnis enthüllt. In Russland ist sein Wirken unvergessen. Zahllose Porträts, Ölgemälde, Kupferstiche, Denkmäler und Münzen legen noch heute Zeugnis ab von seinem Wirken. In Deutschland erinnerte bisher nur in Bayern in der Walhalla seit 1841 eine Büste von Münnichs, die vom Bayerischen König Ludwig I. gestiftet wurde, an ihn. Seit dem 13. Oktober 2013 wird nun auch in seiner Oldenburger Heimat an einem würdigen Ort, der St. Dionysius Kirche in Holle, die so vielfältige Erinnerungen an seine Vorfahren birgt, mit einem Bronzerelief des Berliner Bildhauers Claus Korch an den aus dem Wöschenland stammenden Oldenburger Burchard Christoph Graf von Münnich erinnert.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Ludovico Ariosto – Orlando Furioso

Ludovico Ariosto – Orlando Furioso von Wilke,  Ulrich

Im Jahr 2016 feiert Ludovico Ariostos Renaissance- Epos „Orlando furioso“ das 500 jährige Jubiläum seit der Erstauflage 1516 mit 40 Gesängen in Ferrara. Der Dichter konnte nicht erahnen, welche Faszination sein Werk auf seine Leser, besonders auf Künstler und Komponisten über Jahrhunderte bis in die Gegenwart ausgeübt hat. Hunderte Auflagen sind weltweit, übersetzt in viele Sprachen, erschienen, viele davon mit Illustrationen. Der Rasende Roland hat auch im 19.Jahrhundert Maler, Zeichner und Grafiker zu neuen Werken inspiriert. Spannend ist zu sehen, wie nicht nur die Techniken der grafischen Kunst sich seit den ersten Illustrationen 1542 bis in die Gegenwart entwickelt haben, sondern auch die Ideen und Gestaltungen der Holzschnitte, Radierungen, Kupfer- und Holzstiche sich seit dem Ersterscheinen stetig erneuerten. Dieser 3. Band der Buchillustrationen zum Orlando furioso erscheint also rechtzeitig zum 500. Jubiläum der Erstpublikation des Orlando Furioso von Ludovico Ariosto. Auch dieser Band ist mit 1.100 Illustrationen ein Bilderbuch, mit dem ein Mediziner und Sammler einen möglichst umfassenden Überblick über das Ergebnis jahrelangen Sammelns mit dem Ziel, Vollständigkeit zu erreichen, vorlegt. Bewusst wird auf kunst- und literaturhistorische Anmerkungen verzichtet. Es bleibt bei der seit Jahren bewährten Intention, verschollene und vergessene Werke zusammenfassend mit allen Illustrationen der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Schätze der Buchkunst, welche teilweise nur noch verstreut in wenigen Museen und Bibliotheken eingesehen werden können, sind in dieser vollständigen Zusammenfassung bisher nicht publiziert worden.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Heinz Witte-Lenior

Heinz Witte-Lenior von Wilke,  Ulrich

Heinz Witte, so der ursprüngliche Name des Malers, hat als Sohn eines kleinen Bauern aus Hude / Oldenburg eine staunenswerte Biographie vorzuweisen. Sein Lebensweg, der auf dem Lande viehhütend begonnen hatte, führte ihn im Jahre 1897 zunächst nach Italien, dann 1899 nach Paris und später auf zahlreichen Reisen um die halbe Welt bis nach Indien. In Frankreich hatte er schon während seiner Studienjahre Umgang mit zahlreichen Malern gepflegt. Über seine zahlreichen Bekanntschaften und Freundschaften mit diesen Künstlern, von denen einige später Weltruhm erzielten – Lehmbruck – Modigliani – Paula Modersohn-Becker – Grosz – Pascin und v.a. wird auf der Grundlage hinterlassener Dokumente und Briefe in Text und Bild berichtet. Der Autor, der Heinz Witte-Lenoir noch persönlich kannte und ihn medizinisch betreute, legt nun sieben Jahre nach der ersten Auflage, rechtzeitig zu der großen Witte-Lenoir Retrospektive Jahre 2010, eine erheblich erweiterte Neuauflage vor. In den vergangenen Jahren wurde weiter recherchiert. Bis heute konnten so fast 1.000 Arbeiten von Heinz Witte-Lenoir nachgewiesen, registriert und zum größten Teil abgebildet werden. Das künstlerische Schaffen dieses großen norddeutschen Malers vor dem Vergessen zu bewahren war Anliegen des Autors für diese Publikationen.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Die Memoiren des Grafen Ernst von Münnich

Die Memoiren des Grafen Ernst von Münnich von Wilke,  Ulrich

Graf Ernst von Münnich (1708-1788) ein Sohn des aus dem Oldenburger Land stammenden russischen Generalfeldmarschalls, Premierministers und Erbauers des Ladogakanals Graf Burchard Christoph von Münnich (1683-1767), berichtet in dieser Biographie, die er für seine Kinder schrieb, ausführlich über das Leben seines Vaters. Ernst von Münnich lebte und wirkte, wie sein Vater, in hohen Staatsämtern in St. Petersburg. Genau wie sein Vater, wurde auch er während der Regierungszeit Elisabeths I. nach Sibirien verbannt und unter Peter III. und Katharina der Grossen rehabilitiert. Die Memoiren erschienen erstmals 1817 in St. Petersburg in einer russischen Ausgabe. Arved Jürgensohn besorgte 1896 die deutsche Ausgabe, die er mit einer ausführlichen Kommentierung und einer Biographie des Verfassers Ernst von Münnich vorlegte. Dieses seit über hundert Jahren vergrif-fene Werk, welches eine wichtige Epoche der deutschen und russischen Geschichte beschreibt, wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war der Anlass, diesen Reprint herauszugeben. Hude / Oldenburg im September 2006, Ulrich Wilke

Aktualisiert: 2017-03-01
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Vergil Aeneis – Illust, G. J. Lang – G. C. Eimmart

Vergil Aeneis – Illust, G. J. Lang – G. C. Eimmart von Suerbaum,  Werner, Wilke,  Ulrich

Der Nürnberger Maler und Arzt Georg Jacob Lang (1655-1740) zeichnete die 1 plus 50 Blätter zu Vergils Aeneis, die danach von Georg Christoph Eimmart (1638-1705) gestochen wurden. Sie erschienen in einer Art Bilderbuch 1688 in Nürnberg unter dem (oben abgebildeten) deutschen Titel 'Erneuertes Gedächtnüs römischer Tapferkeit an den unvergleichlichen Virgilianischen Helden Aeneas und seinen großmüthigen Thaten' und dem lateinischen Titel 'Peplus virtutum Romanarum in Aenea Virgiliano ejusque rebus fortiter gestis'. Das Werk wurde 1688 bei Leonhard Loschge und (wohl im selben Jahr) von Leonhard Buggel, beide in Nürnberg, verlegt. Nachgewiesen sind von diesen beiden Ausgaben bisher je ein Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek München und in Princeton, dazu eines in der Universitätsbibliothek München. Von den ausgekoppelten Einzelgraphiken dieses Bildbandes sind bisher keine weiteren vollständigen Sammlungen aller 51 Kupferstiche bekannt. Glücksfälle sind es, die einem Sammler nur selten widerfahren. So harrte die von mir vor fast zwanzig Jahren auf einer Auktion erworbene Sammlung von 51 Kupferstichen zu Vergils Aeneis aus einer fürstlichen Sammlung lange vergeblich ihrer Zuordnung. Zahlreiche Versuche einer Zuschreibung unter Hinzuziehung von Kunsthistorikern und bei Vorlage in Kupferstichkabinetten blieben unverbindlich. Der modernen Informationstechnologie des Internets ist es zu verdanken, dass die Herkunft geklärt werden konnte. Auf der Suche nach Illustrationen zu Vergil wurde ich auf Professor Werner Suerbaum in München, emeritierten Ordinarius für Lateinische Philologie, aufmerksam. Einer der Forschungsschwerpunkte Professor Suerbaums sind die Illustrationen zu Vergils Dichtungen. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen publizierte er Hildesheim 2008 in dem schwergewichtigen 'Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840'. Mit einer 'Ein-Blick-Diagnose' auf ein Probeblatt konnte Professor Suerbaum das Problem Zuschreibung sofort lösen: Es handelte sich um die Aeneis-Kupferstiche aus der erwähnten Ausgabe des Verlegers Buggel; nur bei Buggel, nicht bei Loschge, sind sie durchnummeriert. Es gelang mir, Professor Suerbaum als Mitherausgeber zu gewinnen. Er hat die meisten Begleittexte verfasst. Diese besonders reizvollen Blätter, die nur in wenigen Bibliotheken vorhanden sind, mit dieser Publikation nach über 300 Jahren erneut in Buchform wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist mein Wunsch. Ausgekoppelte Kupferstiche aus der Sammlung Ulrich Wilke, Hude

Aktualisiert: 2017-01-02
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Der Venezianische Vergil

Der Venezianische Vergil von Suerbaum,  Werner, Wilke,  Ulrich

Mit dem Venezianischen Vergil findet eine vierbändige Publikationsreihe zu Vergil-Illustrationen des 16. und 17. Jahrhunderts ihren Abschluss. Begonnen wurden diese speziell Bildern zur Aeneis gewidmeten Publikationen mit dem Nürnberger Vergil, 2013 herausgegeben von Ulrich Wilke (Hude) und Werner Suerbaum (München) zur Eröffnung der Ausstellung im Dürer-Haus in Nürnberg. Gezeigt wurden auf der Ausstellung alle im Jahre 1688 in Nürnberg gedruckten 51 Radierungen nach den Vorlagen des Nürnberger Malers und Arztes Georg Jacob Lang, radiert von Georg Christoph Eimmart aus der Huder Sammlung von Dr. med. Ulrich Wilke. Im gleichen Jahr erschien (mit Dr. Peter Grau als Mitherausgeber) der Augsburger Vergil mit den 24 Radierungen des Augsburger Goldschmieds Johann Andreas Thelot (1655-1734). Im Frühjahr 2014 folgte dann der Londoner Vergil mit den Illustrationen des von J. Ogilby in London 1658 herausgegebenen Vergil. Der aus Deutschland stammende, am englischen Hofe tätige Francis Cleyn (Franz Klein aus Rostock) hatte im Auftrage Ogilbys dafür 101 Bildentwürfe (davon 71 zur Aeneis) gezeichnet, welche dann von berühmten Künstlern, besonders von Wenzel Hollar aus Prag und dem aus Paris stammenden Pierre Lombart, radiert oder in Kupfer gestochen wurden. Die von dem Sammler und Liebhaber Dr. med. Ulrich Wilke und dem Professor für Lateinische Philologie Dr. Werner Suerbaum (Ludwig-Maximilians-Universität München) herausgegebene Reihe wird nun fortgesetzt und abgeschlossen mit diesem vierten Band, der den Holzschnitt-Illustrationen zu Vergils Aeneis gewidmet ist. Es handelt sich um den ältesten gedruckten Zyklus von Vergil-Illustrationen überhaupt. Die erste gedruckte illustrierte Vergil-Ausgabe wurde nach Ideen und Vorgaben von Sebastian Brant bei Johann Grüninger 1502 in Straßburg veröffentlicht und heißt deshalb Straßburger Vergil. Nach dem Straßburger Vergil von 1502 erschienen in den folgenden Jahrzehnten in rascher Abfolge Neu- und Nachdrucke dieser Holzschnitte in Italien und Frankreich. Die Namen der Zeichner und Formschneider der Nachschnitte sind bis heute unbekannt. Besonders bei dem europaweit agierenden Verlag von Lucantonio Giunta in Venedig erschienen ab 1519 mehrere illustrierte Vergil-Ausgaben nach dem Vorbild des Straßburger Originals von Sebastian Brant. Diese Giunta-Ausgaben bilden die Grundlage des vorliegenden Venezianischen Vergil. Damit sind die Bilder zur Aeneis aus den bedeutendsten im 16. und 17. Jahrhunderts publizierten Vergil-Zyklen der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Dies ist den Autoren ein besonderes Anliegen. Diese seltenen Blätter sollten nicht länger in den Schubladen der Museen und weniger Sammler verborgen oder als rare Alte Drucke in Sonderlesesälen bestimmter Bibliotheken separiert bleiben, sondern in Bildbänden zu erschwinglichen Konditionen publiziert werden. Das ist die Idee unserer Publikationen. Die in diesen vier Bänden publizierten Buch-Illustrationen von Künstlern, die sich in unterschiedlicher Weise mit der Aeneis auseinandergesetzt haben, sollen den Betrachter neugierig machen auf das Epos Vergils. Vergil: Der Vater des Abendlandes, dessen Werk unvergesslich bleibe, so bezeichnete der Philosoph Theodor Haecker (1931) den Dichter Publius Vergilius Maro. Die vorliegenden vier Bildbände sind Rezeptionsdokumente, die dieses Urteil bestätigen.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Ludovico Ariosto

Ludovico Ariosto von Wilke,  Ulrich

Im Mittelpunkt dieser Buchausgabe stehen neunzig Kupferstiche zu Episoden des furiosen Epos. Indem alle an den Graphiken beteiligten Künstler im 18. Jahrhundert gearbeitet haben, wird noch eine neue Zeitebene eröffnet, die zwar nicht für den Text, aber die Illustrationen von Bedeutung ist. Die Frage stellt sich, für wen die Zeichner und Stecher gearbeitet haben. Die Verbreitung der epischen Dichtung war im Laufe der beiden vorausgegangenen Jahrhunderte im romanischen Raum auf fast alle Volksschichten ausgedehnt worden, wie Calvino andeutet, so dass Bucheditionen rentabel sein konnten, zumal andere Werke etwa zu Vergil schon seit Ariosts Zeiten mit Illustrationen versehen und gedruckt wurden. An anderer Stelle werden die frühen Buchveröffentlichungen des «Rasenden Rolands« genannt.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Ludovico-Orlando Furioso Buchillustrationen

Ludovico-Orlando Furioso Buchillustrationen von Wilke,  Ulrich

Ludovico Ariostos Epos Rasender Roland- Orlando furioso wurde nach Erscheinen 1516 schnell ein Bestseller mit über achtzig Editionen in den ersten 80 Jahren. Schon ab 1546 wurden von zahlreichen Künstlern illustrierte Ausgaben zunächst mit Holzschnitten und ab 1584 auch mit Kupferstichen, gedruckt. Das Epos hat bis heute seinen Reiz für Illustratoren nicht verloren.   Glücksfälle sind es, wenn es Sammlern gelingt, eine vollständige Kollektion dieser Rarissima auf Auktionen oder in Antiquariaten zu erwerben. Diese künstlerisch besonders reizvoll gestalteten Illustrationszyklen des 16. bis 18. Jahrhundert sind der Öffentlichkeit weltweit nur noch in wenigen Bibliotheken - und dort auch selten vollständig - zugänglich.  Die Entstehung des Epos fiel in eine Zeit nach dramatischen Veränderungen der Weltgeschichte. Das oströmische Kaiserreich war 1453 nach der Eroberung Konstantinopels beendet. Hintergrund der Handlung ist der Kampf der Christen gegen maurische Eroberer in Spanien und Frankreich im 8.Jahrhundert. Der Frankenherrscher Karl Martell stoppte bereits 732 in der Schlacht bei Tours und Portiers deren weiteres Vordringen in Westeuropa. Jahrzehnte später führte der sagenhafte Ritter Roland die Nachhut der Truppen Kaiser Karls des Großen während des Feldzugs gegen die Sarazenen in Spanien an. Seine unsterbliche Verliebtheit in die Prinzessin Angelika und seine rasende Eifersucht gaben dem Epos seinen Namen, das auch von der Liebe des Mauren Rüdiger zu der Christin Bradamante und von einer Vielzahl von weiteren Handlungssträngen, auch amouröse Abenteuer, Kämpfe und psychologische, häufig ironisierende Betrachtungen erzählt.  Ariosts Werke immer wieder neu aufgelegt und weltweit verbreitet, wurden auch von deutschen Dichtern wie Goethe, Schlegel, Hegel, Keller geschätzt. Vivaldi, Händel und Haydn diente das Werk als Vorlage für reizvolle Opernkompositionen.  Der Herausgeber, ein Landarzt und passionierter Sammler, legt nun nach seinen 2013 und 2014 erschienenen illustrierten Vergil- Editionen des 16. und 17. Jahrhunderts eine zweibändige Ausgabe der vom 16.bis 18. Jahrhundert erschienenen Illustrationen zahlreicher Künstler zu Ariostos Orlando furioso aus seiner Sammlung vor. Damit werden erstmals seit über 450 Jahren der Öffentlichkeit diese graphischen Kostbarkeiten in einer Gesamtausgabe zugänglich gemacht. Den Lesern wird neben biographischen Daten zum Dichter eine Fülle von Informationen über die Verleger, Künstler und Kommentatoren der Werke Ariosts vergangener Jahrhunderte und die Möglichkeit des Vergleichs dieser Preziosen geboten.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Das Huder Altarretabel

Das Huder Altarretabel von Wilke,  Ulrich

In der Elisabeth-Kirche in Hude befindet sich ein bemerkenswertes Zeugnis frühmittelaterlicher Kunst. Das Huder Altarretabel, welches nach wissenschaftlichen Untersuchungen aus dem frühen 14.Jahrhundert stammt, ist eines der ältesten bekannten Schnitzwerke in Norddeutschland. Die 24 Tafeln zeigen in einfacher, aber eindrucksvoller künstlerischer Gestaltung das Leben Jesu von der Verkündigung, Taufe, die Passion über die Auferstehung bis zum Pfingstwunder. Dieses Kleinod kennen die meisten Gottesdienstbesucher meist nur aus der Ferne. Bei den Amtshandlungen auf dem Altar wie Taufe, Konfirmation, Trauung, Eheschließung oder beim Abendmahl steht die feierliche Zeremonie so im Vordergrund, daß kaum Zeit für einen längeren Verweil vor den Bildnissen gegeben ist. Vom Kirchengestühl aus betrachtet ist die Entfernung zu groß, um die einzelnen Tafeln dieses Kunstwerks eingehend anzuschauen. Die Schätze in unseren alten Dorfkirchen vor dem Vergessen werden zu bewahren und sie zu erhalten ist eine Aufgabe, die uns alle fordert.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Ludovico Ariosto – Orlando Furioso

Ludovico Ariosto – Orlando Furioso von Wilke,  Ulrich

Im Jahr 2016 feiert Ludovico Ariostos Renaissance- Epos „Orlando furioso“ das 500 jährige Jubiläum seit der Erstauflage 1516 mit 40 Gesängen in Ferrara. Der Dichter konnte nicht erahnen, welche Faszination sein Werk auf seine Leser, besonders auf Künstler und Komponisten über Jahrhunderte bis in die Gegenwart ausgeübt hat. Hunderte Auflagen sind weltweit, übersetzt in viele Sprachen, erschienen, viele davon mit Illustrationen. Der Rasende Roland hat auch im 19.Jahrhundert Maler, Zeichner und Grafiker zu neuen Werken inspiriert. Spannend ist zu sehen, wie nicht nur die Techniken der grafischen Kunst sich seit den ersten Illustrationen 1542 bis in die Gegenwart entwickelt haben, sondern auch die Ideen und Gestaltungen der Holzschnitte, Radierungen, Kupfer- und Holzstiche sich seit dem Ersterscheinen stetig erneuerten. Dieser 3. Band der Buchillustrationen zum Orlando furioso erscheint also rechtzeitig zum 500. Jubiläum der Erstpublikation des Orlando Furioso von Ludovico Ariosto. Auch dieser Band ist mit 1.100 Illustrationen ein Bilderbuch, mit dem ein Mediziner und Sammler einen möglichst umfassenden Überblick über das Ergebnis jahrelangen Sammelns mit dem Ziel, Vollständigkeit zu erreichen, vorlegt. Bewusst wird auf kunst- und literaturhistorische Anmerkungen verzichtet. Es bleibt bei der seit Jahren bewährten Intention, verschollene und vergessene Werke zusammenfassend mit allen Illustrationen der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Schätze der Buchkunst, welche teilweise nur noch verstreut in wenigen Museen und Bibliotheken eingesehen werden können, sind in dieser vollständigen Zusammenfassung bisher nicht publiziert worden.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Der Londoner Vergil

Der Londoner Vergil von Suerbaum,  Werner, Wilke,  Ulrich

Die Werke von Publius Vergilius Maro (70 - 19 v.Chr.), die Eclogen (Bucolica), die Georgica und insbesondere die Aeneis, haben seit Jahrhunderten Maler, Zeichner, Bildhauer und nach der Erfindung des Buchdrucks Holzschneider, Radierer und Kupferstecher zu immer neuen Bilderfindungen angeregt. Francesco Cavalli, Henry Purcell und Hector Berlioz dienten Vergils Texte als Kompositionsvorlagen. Bereits in der Antike gab es Mosaike, Gemälde und Miniaturen zu den Inhalten seiner Dichtungen. In der Zeit der Renaissance und des höfischen Barocks entstand eine Fülle von Gemälden, Graphiken und Buchillustrationen, die noch heute weltweit in Museen und ausgewählten Bibliotheken zu bewundern sind. Die Reihe der Buchillustrationen wurde 1502 durch Sebastian Brant in Straßburg eröffnet. Über 200 Holzschnitte zierten seine Vergil-Ausgabe. In Venedig erscheint wenig später die erste venezianische Adaption der Straßburger Holzschnitte, zunächst mit den Straßburger Druckstöcken, in späteren Auflagen mit von Meister „L“ angefertigten neuen Illustrationen. Wenige Jahre später im Jahre 1529 erfolgte nach Verkauf der Druckplatten nach Frankreich eine bebilderte lateinische Vergil-Ausgabe in Lyon. Damals waren nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung des Lesens kundig. Daher erlangte die Buchillustration schon früh als Anschauungsprojekt eine grosse Bedeutung. Die Bibel und die Werke Vergils gehörten damals zu den ersten bebilderten Drucken. John Ogilby veröffentlichte von 1658 den sogenannten Londoner Vergil. Der hier vorliegende Band enthält Abbildungen sämtlicher Radierungen/Kupferstiche zur Aeneis aus diesem Werk. Die Bilderfindungen stammten von dem aus Rostock stammenden Francis Cleyn. Die Kupfer wurden in der Mehrzahl von Hollar und Lombardi gestochen. Der hier vorgelegte Bildband setzt eine seit 2011 begonnene Serie von Bildbänden zur Aeneis fort. Gemeinsam mit Professor Suerbaum wurden bisher der Nürnberger Vergil und 2013, zusätzlich mit als Mitautor Herr Dr. Grau als Autor, der Augsburger Vergil publiziert. Diese Bildbände sind mit kurzen Bildbeschreibungen versehen und werden durch Übersetzungen der dazugehörigen Verse begleitet. Im Nürnberger Vergil waren das die Texte des Regensburgers Johann Christoph Schwarz (1742) und im Augsburger Vergil die Übersetzungen von Johannes Götte (erstmals 1958). In dem nun vorliegenden Londoner Vergil begleiten die Übersetzungen von Johann Heinrich Voss (erste Gesamtausgabe Braunschweig 1799), den Leser und Betrachter. Die Originale aller genannten Werke sind ausserordentlich selten und in nur wenigen Bibliotheken weltweit als Kostbarkeiten bewahrt. Diese weitgehend vergessen Schätze der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen ist Motiv der Autoren dieser Publikationsreihe.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Das Zisterzienserkloster Hude

Das Zisterzienserkloster Hude von Sello,  Georg, Wilke,  Ulrich

Dr. iur. Georg Sello, Grossherzoglicher Archivrat in Oldenburg, hat 1895 einen interessanten Abriss der Geschichte des Cisterzienserklosters in Hude vorgelegt. Heimatkundliche und historische Veröffentlichungen der Vergangenheit finden zunehmend Interesse. Das Problem ist, dass zahlreiche Publikationen älteren Datums, auch antiquarisch, nicht mehr verfügbar sind. Das war der Anlass für den Herausgeberdieses historisch bemerkenswerte Werk zur Huder Geschichte als Reprint neu herauszuge-ben. Der norddeutschen Dichter und Schriftsteller Hermann Allmers, dem wir das romantische Gedicht: „In den Trümmern der Klosterkirche zu Hude“ verdanken hat seinerzeit Georg Sello zu seinem Buch über das Huder Kloster angeregt. Sello würdigt am Anfang und Ende seines Werkes über das Huder Kloster Hermann Allmers und veröffentlicht darin auch den Text der Dichtung.Hermann Allmers war es auch, der durch seine Veröffentlichungen im „Deutschen Kunstblatt“ dazu beitrug, dass das Huder Kloster und seine wechselvolle Geschichte wieder allgemeines Interesse fand. Sello und Allmers haben sich beide um das kulturelle Erbe des Huder Klosters ausserordentlich verdient gemacht. Wir haben zu danken. Hude/ Oldenburg im September 2006 Ulrich Wilke. Aus dem Original: "Das Cisterzienserkloster Hude" nach Georg Sello, Dr. jur. Großherzogl. Archivrat Oldenburg und Leipzig, 1895 Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Buchdruckerei A. Schwarz. Umschlagbild:"Die Klosterruine in Hude" von August Haun 1815 Berlin- 1894 Berlin. Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Professor Dr. Gerhard Wietek übernommen aus: "200 Jahre Malerei im Oldenburger Land"

Aktualisiert: 2017-03-01
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Heinz Witte-Lenoir

Heinz Witte-Lenoir von Wilke,  Ulrich

Heinz Witte, so der ursprüngliche Name des Malers, hat als Sohn eines kleinen Bauern aus Hude / Oldenburg eine staunenswerte Biographie vorzuweisen. Sein Lebensweg, der auf dem Lande viehhütend begonnen hatte, führte ihn im Jahre 1897 zunächst nach Italien, dann 1899 nach Paris und später auf zahlreichen Reisen um die halbe Welt bis nach Indien. In Frankreich hatte er schon während seiner Studienjahre Umgang mit zahlreichen Malern gepflegt. Über seine zahlreichen Bekanntschaften und Freundschaften mit diesen Künstlern, von denen einige später Weltruhm erzielten - Lehmbruck - Modigliani - Paula Modersohn-Becker - Grosz - Pascin und v.a. wird auf der Grundlage hinterlassener Dokumente und Briefe in Text und Bild berichtet. Der Autor, der Heinz Witte-Lenoir noch persönlich kannte und ihn medizinisch betreute, legt nun sieben Jahre nach der ersten Auflage, rechtzeitig zu der großen Witte-Lenoir Retrospektive Jahre 2010, eine erheblich erweiterte Neuauflage vor. In den vergangenen Jahren wurde weiter recherchiert. Bis heute konnten so fast 1.000 Arbeiten von Heinz Witte-Lenoir nachgewiesen, registriert und zum größten Teil abgebildet werden. Das künstlerische Schaffen dieses großen norddeutschen Malers vor dem Vergessen zu bewahren war Anliegen des Autors für diese Publikationen.

Aktualisiert: 2017-04-02
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Der Augsburger Vergil

Der Augsburger Vergil von Grau,  Peter, Suerbaum,  Werner, Wilke,  Ulrich

Seit Jahrhunderten haben die drei Werke von Publius Vergilius Maro (70-19 v.Chr.), die Hirtengedichte, die Georgica und insbesondere seine Aeneis, die Leser berührt und die Künstler zu Bilderfindungen seiner Werke angeregt. Mosaike schon aus der Antike, illustrierte Handschriften, Gemälde der großen Meister der Renaissance und des Barock, die weltweit in berühmten Museen zu sehen sind, geben Zeugnis von der Wertschätzung seiner Werke durch bildende Künstler. Seit der Erfindung des Buchdrucks dienten Vergils Texte zahlreichen Zeichnern und Stechern als Vorlage für Holzschnitte, Radierungen und Kupferstiche. Die Flucht und die Irrfahrten des Trojaners Aeneas nach dem Verlust der Heimatstadt über das Meer nach Westen in das ›Abendland‹, zumal die kurze Romanze mit der Königin Dido in Karthago, boten vielfältige Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung. Sein nachfolgender Sieg über die Latiner in Italien und die Verbindung mit ihnen schufen die Voraussetzungen zur Gründung des römischen Imperiums. In Deutschland veröffentlichte Sebastian Brant 1502 die erste große illustrierte Vergil-Ausgabe mit über 200 Holzschnitten ('Straßburger Vergil'). In London wurde etwa 150 Jahre später von John Ogilby ein monumentaler Bildband mit über 100 Radierungen vorgelegt ('Londoner Vergil'). In Nürnberg waren es der Maler und Arzt Georg Jacob Lang und der Kupferstecher Georg Christoph Eimmart, welche 1688 die Aeneis mit 51 Radierungen illustrierten und drucken ließen ('Nürnberger Vergil'). Der Augsburger Goldschmied Johann Andreas Thelot (1655-1734) wurde nicht nur schon zu Lebzeiten durch seine grandiosen Schöpfungen von Silberarbeiten in ganz Europa berühmt, sondern erregte auch durch eine Vielzahl von Kupfern das Interesse der Kenner und Sammler. Der hier vorgelegte Band zeigt erstmals seit über 300 Jahren seine Bilderfindungen und alle 24 Radierungen zu den ersten vier Büchern der Aeneis ('Augsburger Vergil', 17./18. Jh.) aus einer privaten Sammlung. Von den vier genannten illustrierten Vergil-Ausgaben (1502 und 1658) oder Bilderbüchern zur Aeneis (1688 und das von Thelot) existieren heute nur noch wenige Exemplare, besonders geschützt in wenigen Staats- und Universitätsbibliotheken in Europa und den USA. Diese fast unbekannten Schätze wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist das Motiv eines privaten Besitzers der Originale, nach dem im Jahre 2011 erschienenen Bildband des 'Nürnberger Vergil' nun auch die wunderbaren Arbeiten Thelots unter dem Titel 'Der Augsburger Vergil' zu publizieren. Diesen beiden bisher erschienenen Bildbänden sollen in gleicher Aufmachung weitere Veröffentlichungen zu Vergil-Illustrationen vergangener Jahrhunderte folgen.

Aktualisiert: 2017-01-02
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Vergil Gesamtausgabe

Vergil Gesamtausgabe von Suerbaum,  Werner, Wilke,  Ulrich

Zur Eröffnung der Sonderausstellung der 51 Blätter aus der Huder Sammlung mit Zeichnungen des Nürnbergers Georg Jacob Lang zu Vergils Aeneis, die im Frühjahr 2013 im Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg gezeigt wurde, publizierten die beiden Autoren, der Sammler Dr. med. Ulrich Wilke, Hude, und der emeritierte Ordinarius für Lateinische Philologie der Universität München, Prof. Dr. Werner Suerbaum, 2013 eine Katalogfassung des bereits 2011 erschienenen Bildbandes dieses 'Nürnberger Vergil' von 1688. Das war der Auftakt einer kleinen Reihe, für die der Sammler und der Wissenschaftler zusammenarbeiteten: In gleicher Aufmachung wurden in den folgenden zwei Jahren von den beiden Autoren gemeinsam drei weitere Bände mit Illustrationen zur Aeneis veröffentlicht, die ebenfalls zur Huder Sammlung gehören: 2013 (diesmal mit Dr. Peter Grau als Mitautor) der 'Augsburger Vergil' mit 24 Radierungen des Augsburger Goldschmieds Johann Andreas Thelot (1655-1734), 2014 der 1658 von John Ogilby herausgegebene 'Londoner Vergil' mit 71 Kupfern zur Aeneis von dem Rostocker Francis Cleyn und ebenfalls 2014 der Anfang des 16. Jahrhunderts entstandene 'Venezianische Vergil' mit von dem anonymen Meister L verantworteten Nachschnitten der meisten der 138 originalen Holzschnitte Sebastian Brants zur Aeneis in der Vergil-Ausgabe Straßburg 1502. Diese Bildbände sind mit Bildbeschreibungen von Professor Suerbaum versehen (der 'Augsburger Vergil' mit solchen von Dr. Grau). Die Illustrationen werden von Übersetzungen der zugehörigen Aeneis-Verse begleitet. Sie stammen im 'Nürnberger Vergil' von Johann Christoph Schwarz (1742) und im 'Londoner Vergil' von Johann Heinrich Voß (erste Gesamtausgabe Braunschweig 1799). Mit der Publikation auch des vierten Bandes, des 'Venezianischen Vergil', der auf der ältesten Vergil-Illustrierung fußt, die überhaupt im Buchdruck erschienen ist, sind seit Sommer 2014 die Bilder zur Aeneis aus den bedeutendsten im 16. und 17. Jahrhundert im Buchdruck publizierten Vergil-Zyklen der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Dies ist den Autoren ein besonderes Anliegen. Diese seltenen Blätter sollten nicht länger in den Schubladen der Museen und weniger Sammler verborgen oder als rare Alte Drucke in Sonderlesesälen bestimmter Bibliotheken separiert bleiben, sondern in Bildbänden zu erschwinglichen Konditionen publiziert werden. Das ist die Idee unserer Publikationen. Die in diesen vier Bänden publizierten Buch-Illustrationen von Künstlern, die sich in unterschiedlicher Weise mit der Aeneis auseinandergesetzt haben, sollen den Betrachter neugierig machen auf das Epos Vergils. Vergil: Der Vater des Abendlandes, dessen Werk unvergesslich bleibe, so bezeichnete der Philosoph Theodor Haecker (1931) den Dichter Publius Vergilius Maro. Die vorliegenden vier Bildbände sind Rezeptionsdokumente, die dieses Urteil bestätigen. Nach der Publikation dieser vier einzelnen Bände wird nun diese Gesamtausgabe in einem Band vorgelegt. Dem Leser und Betrachter wird damit erstmals die Gelegenheit geboten, diese vier einzigartigen Illustrationszyklen zu Vergils Aeneis aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu betrachten und sie zu vergleichen. Die Begleittexte von Professor Suerbaum erläutern die dargestellten Inhalte der Bilderfindungen, bieten (im 'Londoner Vergil') eine eingehende Inhaltsangabe der Aeneis, charakterisieren in ausführlichen Einleitungen die einzelnen Illustrationszyklen und diskutieren grundsätzliche Probleme der Umsetzung von Text in Bilder.

Aktualisiert: 2017-04-02
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