A Home of One’s Own von Dogramaci,  Burcu, Schätzke,  Andreas

A Home of One’s Own

Emigrierte Architekten und ihre Häuser. Émigré Architects and their Houses. 1920-1950

Wenn Architekten ein Wohnhaus für sich selbst
entwerfen, ist das oftmals spannungsreiche
Verhältnis zwischen Auftraggebern und Ausführenden
in der Regel aufgehoben. In vielen solcher
Bauten treten daher künstlerische Haltungen
und politische Positionen, Vorlieben und
Abneigungen, Temperament und Charakter ihrer
Urheber deutlicher als bei Aufträgen anderer
zutage, darüber hinaus aber auch die architektonischen
Theorien, Debatten und Strömungen
einer Epoche. Es finden sich gleichermaßen
Traditionsverbundenheit und Bekenntnis zur
Avantgarde, Experimentierfreude und Pragmatismus,
ausgeprägtes Künstlertum und vom
Metier des Ingenieurs geprägte Auffassungen.
Und nicht zuletzt kommen die persönlichen Lebensumstände
der Architekten hier zum Ausdruck
oder auch die Botschaft, die den Häusern
über ihre eigentliche Aufgabe hinaus zugedacht
ist: als »Manifest«, als »Selbstportrait«
ihrer Erbauer, aber auch als ein Instrument der
Werbung oder als Zeichen der Verbundenheit
mit bestimmten Milieus oder Haltungen.
Eine besondere Konnotation erfährt das Bauen
für sich selbst unter den Bedingungen von
Migration und Exil. Zu den prominentesten Beispielen
gehören die Wohnhäuser von Rudolph
Schindler in West Hollywood (1922), Richard
Neutra in Los Angeles (1932), Ernst May in der
Nähe von Nairobi (1937), Walter Gropius in Lincoln,
Massachusetts (1938), Bruno Taut in Istanbul
(1938), Ernö Goldfinger in London (1939),
Josep Lluís Sert in Locust Valley, New York
(1949), Max Cetto in Mexiko-Stadt (1949) und
Marcel Breuer in New Canaan, Connecticut
(1948 und 1951).
Welchen Ausdruck konnten freiwillige Migration
oder erzwungener Ortswechsel in diesen
Bauten finden? Inwieweit unterscheiden sich
andere Bauten der Architekten von solchen
»houses of one’s own« in einem fremden Land,
um eine von Virginia Woolf entliehene und abgewandelte
Formulierung zu benutzen?
Das Buch versammelt Beiträge international
renommierter Autoren zu diesen Fragen und
richtet dabei den Blick auch auf bislang weniger
beachtete andere Aspekte des Themas.
Burcu Dogramaci lehrt Kunstgeschichte an
der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Sie forscht zu Exil und Migration, Kunst und
Architektur der Moderne und Gegenwart. Andreas
Schätzke ist Architekturhistoriker an der
Hochschule Wismar. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten
gehören Architektur und Städtebau
des 20. Jahrhunderts sowie Migration und Kulturtransfer
auf dem Gebiet von Architektur und
bildender Kunst.

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Die Publikation A Home of One’s Own - Emigrierte Architekten und ihre Häuser. Émigré Architects and their Houses. 1920-1950 von , ist bei Edition Axel Menges erschienen. Die Publikation ist mit folgenden Schlagwörtern verschlagwortet: Architektenhäuser, Exil-Architektur, Migrationsarchitektur. Weitere Bücher, Themenseiten, Autoren und Verlage finden Sie hier: https://buch-findr.de/sitemap_index.xml . Auf Buch FindR finden Sie eine umfassendsten Bücher und Publikationlisten im Internet. Sie können die Bücher und Publikationen direkt bestellen. Ferner bieten wir ein umfassendes Verzeichnis aller Verlagsanschriften inkl. Email und Telefonnummer und Adressen. Die Publikation kostet in Deutschland 69 EUR und in Österreich 71 EUR Für Informationen zum Angebot von Buch FindR nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!