Dark Rooms von Bergeest,  Nina Kathalina, Buurman,  Nanne, Euringer-Bátorová,  Andrea, Hackel,  Astrid, Hermans,  Peter, Kesting,  Marietta, Kunze,  Sophia, Muhr,  Paula, Solleder,  Stefan, Werner,  Gabriele, Zairong,  Xiang

Dark Rooms

Räume der Un/Sichtbarkeit

Längst ist deutlich geworden, dass es keinen einfachen Zusammenhang zwischen visueller Repräsentation und politischer Macht gibt. Sichtbarkeit ist eine ambivalente Kategorie, die sich keineswegs geradlinig in gesellschaftliche Einflussnahme übersetzen lässt. Die Dichotomie, die sich bereits im Begriffspaar Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit etabliert, wird beständig wiederholt.
Sichtbarkeit wird gleichgesetzt mit Macht und Wissen – nur wer sichtbar ist, kann seine Interessen vertreten. Gleichzeitig wird Macht gewissermaßen unsichtbar – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – ausagiert. Trotz einer „maximalen Sichtbarkeit“ (Linda Williams) herrschen weiterhin Tabus, was die Abbildung gewisser Praktiken und Körper angeht. Politischer Aktivismus braucht Sichtbarkeit im weitesten Sinne, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Gleichzeitig ermöglicht gerade sie eine Kontrolle durch Staatsorgane und Geheimdienste. Das Internet und seine sozialen Plattformen der Kommunikation werden als Medien der Liberalisierung gefeiert. Gleichzeitig fürchten Menschen die völlige Überwachung ihrer persönlichen Daten oder können im Internet diffamiert und sozial geächtet werden.
„Dark Rooms. Räume der Un/Sichtbarkeit“ – der aus der gleichnamigen Veranstaltung entstandene Band versucht über verschiedene Zugänge das viel beschworene Primat der Sichtbarkeit und Transparenz zu hinterfragen. Betitelt nach dem ‚Darkroom‘, jenem Raum, der als Gegenbild zum White Cube des Kunstmuseums und der Galerie die alte analoge Dunkelkammer der Fotografie und die Cruising Zone in Gay Clubs bezeichnet, diskutiert der Sammelband vordergründig politisch-ästhetische Praktiken, deren Akteure dieses Konzept hinterfragen oder negieren. Die Bandbreite des Umgangs mit Un/Sichtbarkeit kann von der kompletten Verweigerung von Sichtbarkeit in Form einer bewussten Bildvermeidung bis hin zur Subversion einer auf Sichtbarkeit setzenden Herrschaftsform reichen – etwa mit Strategien der Camouflage. Die Beiträge fragen explizit nach den Funktionen dieser Doppelbewegung und ihren Entstehungsbedingungen sowie den Möglichkeiten zur Unterwanderung normativer Kategorien von Sichtbar-Machung und Zu-Sehen-Gegebenem.

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Die Publikation Dark Rooms - Räume der Un/Sichtbarkeit von , , , , , , , , , , ist bei Neofelis erschienen. Die Publikation ist mit folgenden Schlagwörtern verschlagwortet: Darkroom, Film, Gender, Kunst, Literatur, Performance, Raum, Sichtbarkeit, Unsichtbarkeit. Weitere Bücher, Themenseiten, Autoren und Verlage finden Sie hier: https://buch-findr.de/sitemap_index.xml . Auf Buch FindR finden Sie eine umfassendsten Bücher und Publikationlisten im Internet. Sie können die Bücher und Publikationen direkt bestellen. Ferner bieten wir ein umfassendes Verzeichnis aller Verlagsanschriften inkl. Email und Telefonnummer und Adressen. Die Publikation kostet in Deutschland 22 EUR und in Österreich 22.7 EUR Für Informationen zum Angebot von Buch FindR nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!