Die vergrabenen Briefe von Karasek,  Dietlind

Die vergrabenen Briefe

Autobiografischer Familienroman

Ein Buch über eine Flüchtlingskindheit und Jugend. Eine niederländisch-polnisch-österreichisch-tschechisch-bayerische Familiengeschichte.

Ein Buch über Familien-Legenden, über das Sich-Erinnern, Erzählen, Verdrängen und Verschweigen in der Umbruchszeit nach 1945.
Eine Spurensuche.

Zum Inhalt:

Der Vater hinterließ einen Abschiedsbrief, bevor er für Jahre verschwand. Eigentlich hatte er sich und seine kleine Tochter nach dem „Zusammenbruch“ des Dritten Reiches erschießen wollen. Nun lebt die Flüchtlingsfamilie in Berchtesgaden, wo man zu oft daran erinnert wird, dass der Obersalzberg „die Wahlheimat des Führers“ war.
Die Mutter, eine Kunstmalerin aus Wien, porträtiert nach Passfotos die gefallenen Söhne der Bergbauern und tauscht ihre Bilder gegen Lebensmittel. Nachts küsst sie eine Fotografie, die einen Mann in SS-Uniform zeigt.
Der galizische Großvater erzählt von der „alten Heimat“ im Osten, einer untergegangenen Welt. Geschichten über Industrialisierung, Gründerzeit und Fin-de Siècle in der galizisch-östereichischen Provinz. Er berichtet von Textilhändlern, Maschinenbauern und Tuchfabrikanten, von einem Wunder-Rabbi und einer „Balance-Dampfmaschine“, von Weberaufständen, und einer Amerikareise, die er nicht zu unternehmen wagte.
Mit Geschichten macht man sich in dieser Familie das Leben schön. Was fehlt, wird durch Worte ersetzt. Zu jedem Schmuckstück, zu jedem Foto, das durch die Wirren der Zeit gerettet wurde, weiß man eine eigene Familienlegende.
Die Mutter schwärmt vom k.u.k. Österreich und vom Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Sie erzählt von Alma Mahlers Puppe, mit der ihre ältere Tochter Hanne nicht spielen wollte. Und von ihrem ersten Ehemann, den Alma Mahler im Negligé empfing…
Beim Einmarsch der Nazis in Wien durfte Hanne dem Führer die Hand reichen. Später wird sie einen Abschiedsbrief schreiben, den man der Mutter besser verschweigt.
Bei der Entnazifizierung bemüht man sich um „Persilscheine“ und beruft sich dabei auf einen befreundeten Kompagnon, den der Großvater im vom Hitler besetzten Polen entlassen musste, weil er Jude war. Über dessen Tod will man jedoch nichts Genaues wissen, obwohl das KZ Auschwitz zur Kreisstadt Bielitz-Biala, dem Heimatort der Familie, gehörte.
Nun aber ist Peppermint-Frieden. Carepakete und Petticoats sind angesagt, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder.
Eine Klavierlehrerin bringt an Hitler´s Geburtstag Blumen auf den Obersalzberg. Den Dokumentarfilm über das KZ Auschwitz nennt sie „pure Feindpropaganda“.
In der Schule ist vom Eisernen Vorhang die Rede, vom Kalten Krieg und von der Gelben Gefahr. „Wenn das der Führer wüsste…“
Der Vater träumt immer wieder, er werde in der russischen Steppe von der Roten Armee überrollt. Er siniert über den Zufall, durch den er dem Inferno von Stalingrad entrinnen konnte.
Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotografien und Dokumente, die die Ich-Erzählerin nach dem Tod der Eltern im alten Flüchtlingskoffer entdeckt, erzählen ihre eigenen Geschichten.
Dann wird es Zeit, aufzubrechen und fortzugehen aus dem Gebirgstal, das zu eng geworden ist. Die autobiografische Spurensuche endet mit einer Roots-Tour, unterwegs in Polen.

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