Irrfahrt von Depardon,  Raymond

Irrfahrt

Texte zum Dokumentarfilm

Depardon begibt sich auf ungewöhnliche Reise, ohne Ziel, ohne Plan, ohne Projekt — das ist das Projekt. Er wählt einen Foto­ap­pa­rat und eine Weitwinkeloptik aus und entscheidet sich gegen alle klassischen Regeln der Fotografie, den Horizont seiner Bilder stets in die Bildmitte zu nehmen und ausschließlich im Hochformat zu fotografieren — um sich im Hier und Jetzt wo auch immer auf dieser Welt verorten zu können. Diese Ziel- und Regellosigkeit [besser: Antiregel] ermöglicht ihm die Irrfahrt, eine mo­derne Aben­teu­er­reise und ein Ankommen in der Gegenwart, das ihm die Eigen­ar­ten und Einzigartigkeiten der Welt an gänzlich unspektakulären Orten quer durch die Kontinente vollkommen neu erschließt — gleich ob in Amerika oder Japan, ob in der Wüste oder der Steppe, der Stadt oder der Pro­vinz. Er verleiht den Orten der Einsamkeit einen Hauch von Un­ver­gäng­lich­keit — es ist, als könne man angesichts seiner dergestalt entstandenen Aufnahmen noch das Kla­cken des Ver­schlusses vernehmen und zugleich dabei zusehen, wie der Augen­blick sich in die Ewigkeit ausdehnt. Depardons Bil­der und sein über das Fotografieren und Filmen reflektierender Text nehmen uns mit auf diese Reise.

»Die Irrfahrt war ein einzigartiges Abenteuer. Ein großes Glück, eine große Freiheit, etwas, das ich nie vorher erlebt habe, auch wenn ich in vergleichbaren Situationen war. […] Die Entscheidung, vorwiegend draußen zu arbeiten, im Hoch­for­mat und mit einem Apparat, der viel Licht braucht, hat mich vielleicht manchmal dazu gebracht, bestimmte Fotos zu schießen, andere nicht. Es war auch ungewöhnlich für mich, bei den Auf­nah­men weit entfernt von den Menschen zu bleiben, die ich unterwegs getroffen habe. Aber ich war nicht mehr Fotoreporter, nicht einmal mehr Fotograf, ich war etwas anderes. Es kam mir so vor, als könne ich durch diese Art zu fotografieren, Position zu beziehen, zu zeigen, wo ich war, nicht mehr mogeln: So wie das Ob­jektiv den Boden fotografierte, war es unmöglich, den Blickpunkt zu verschleiern. Ich war sehr zufrieden, dass ich mir diese Regeln auferlegt habe.
Das Abenteuer der Irrfahrt hat mir erlaubt, in der Gegenwart zu leben, mich dort ziemlich wohl zu fühlen.«

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