„Nichts ist, Rom, Dir Gleich.“ von Disselkamp, Martin

„Nichts ist, Rom, Dir Gleich.“

Topographien und Gegenbilder aus dem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa

Die Frühe Neuzeit war mit tiefgreifenden Umbrüchen konfrontiert. Auf der Suche nach Rettungsideen, die einen Ausweg aus den Wirren der Gegenwart versprachen, stießen Gelehrte, Dichter, Künstler und Fürsten auf das antike Rom, das nur noch in Gestalt von Fragmenten und Ruinen vorhanden war. In antiquarischen Beschreibungen wurde die Stadt als ordnungsstiftendes Vorbildmodell rekonstruiert, als stabiles Raumgefüge, das, vermessen und zu Papier gebracht, in der Lage sein sollte, der Willkür der Zeit standzuhalten. Doch zusammen mit den Beschwörungen intakter antiker Größe entstanden auch Gegenbilder. Ihren Mittelpunkt bildet der Verdacht, dass Rom nicht wiederherzustellen sei, ja sogar die Ahnung, dass die Stadt nicht einmal als Vorbild tauge. Das Buch stellt die glanzvolle wie die ruinöse Seite unter Einschluss mittelalterlicher Rom-Entwürfe in einer exemplarischen Reihe vor.
Beide tragen zum Panorama einer zugleich selbstbewussten und verunsicherten Epoche bei.

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