Religiöser und gesellschaftlicher Wandel in Imst in der Frühen Neuzeit von Handle,  Stefan

Religiöser und gesellschaftlicher Wandel in Imst in der Frühen Neuzeit

EIN BUCH ÜBER DIE TIEFGEHENDEN AUSWIRKUNGEN DER FRÜHNEUZEITLICHEN KIRCHENREFORM auf den Lebensalltag der Menschen in einer Tiroler Gemeinde

Die lokal- und mikrohistorische Studie beschreibt am Beispiel Imst den kirchlich-religiösen und gesellschaftlichen Wandel einer Tiroler Marktgemeinde in den ersten hundert Jahren nach dem Konzil von Trient (1545-1563).

Sie hält die Methoden und Mechanismen, Erfolge und Rückschläge der katholischen Konfessionalisierung fest und belegt, dass die Katholische Reform weder ein völlig linearer noch ein ausschließlich „von oben“ betriebener Prozess war. Zunächst auf eine relativ kleine Trägerschicht geistlicher Eliten beschränkt, erweiterte sich der Kreis der um das „Neue“ Bemühten kontinuierlich und erfasste in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts neben dem Seelsorgeklerus auch schon lokale Honoratioren (Pfleger, Bürgermeister, Mitglieder des Rates), die zu bedeutenden Multiplikatoren der katholischen Erneuerung wurden.

Ein langer Entwicklungsprozess geprägt von äußeren Einflüssen

Auch in der Diözese Brixen erscheint Konfessionalisierung als etwas, das nicht einfach aus lokalen kirchlichen und kommunalen Strukturen herauswuchs, sondern als ein Vorgang, der erst von außen in Gang gesetzt werden musste. Als komplexes Wechselspiel zwischen unterschiedlichen Personengruppen, deren divergierende Interessen es jeweils auszugleichen galt, zielte Konfessionalisierung im Katholizismus wesentlich auf eine Verchristlichung der Gesellschaft ab. Viele Reformvorhaben erwiesen sich allerdings in ihrer Umsetzung als überaus langwierig oder blieben – jedenfalls aus dem Blickwinkel tridentinischer Reformer – rudimentär, was die katholische Konfessionalisierung insgesamt als Vorgang der „langen Dauer“ erscheinen lässt.
Frühneuzeitliches Denken und Handeln nimmt in der vorliegenden Untersuchung eine zentrale Position ein. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Religion in der Vormoderne kein Randthema war, sondern ihren Platz mitten im Leben der Menschen hatte.

Aus dem Inhalt:

ALLGEMEINER TEIL

Spätmittelalterlicher Verfall und reformatorische Bewegung
Gegenreformation und Katholische Reform oder das konfessionelle Zeitalter und Tirol

SPEZIFISCHER TEIL

Grundsätzliches zur Pfarre Imst
– Genese bis zum Konzil von Trient
– Der Umfang der Altpfarre
– Die Beziehung der Pfarre zum Brixner Domkapitel

Die nachtridentinische Genese der Pfarre bzw. des Marktes Imst bis zum Jahr 1674
– In großen Schritten – ausgewählte Kapitel der Pfarr- und Ordensgeschichte
– Der Mensch in der Frühen Neuzeit
– Individuelle und kollektive Formen des religiösen Lebens
– Institutionen und Verfahren katholischer Konfessionalisierung
– Der Pfarrer – Hirte der Gemeinde und Verwalter kirchlichen Guts
– Die Hilfskleriker
– Kirchliche Orte

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