Valerie von Farin,  Michael, Krüdener,  Barbara Juliane von

Valerie

Briefe Gustavs von Linar an Ernst von G...

Barbara Juliane Freiin von Krüdener (1764-1824) schrieb diesen Roman um 1802, anonym erschien er Ende 1803. Umrahmt von einem Vorwort der baltischen Autorin und von Fragmenten des Tagebuchs von Gustavs Mutter, erzählt dieser Briefwechsel zweier skandinavischer Freunde in leidenschaftlichen Selbstbekenntnissen die Geschichte der Liebe Gustavs zu Valerie, der von ihm begleiteten Gemahlin eines nach Venedig entsandten nordischen Diplomaten.

Es ist ein überaus unheimliches Italien, in das sie kommen: Bereits kurz nach Betreten italienischen Bodens deutet Valerie ein Gustav widerfarendes Missgeschick als böses Vorzeichen. und tatsächlich verwandelt sich während des Aufenthalts in Venedig seine von ihm als verboten und unerfüllbar empfundene Leidenschaft in wachsende Melancholie.

Eine junge Venezianerin, Bianca, die in manchen Zügen Valerie ähnelt, täuscht ihm bei flüchtigen Zusammenkünften durch Haltung, Kleidung und Gesang die Gegenwart der Geliebten vor. Doch selbst dieses Spiel vertieft sein Schuldgefühl. Schließlich begibt er sich in freiwillige Verbannung nach dem Apenninenort Pietra-Mala (‚Unheil-Stein‘), wo er stirbt.

Dieser Roman inspirierte bedeutende Erzähler und Lyriker der französischen Romantik, er wurde in mehrere fremde Sprachen übersetzt und bis 1898 im Original rund zehnmal neu aufgelegt. Sainte-Beuve, der Kritiker der romantischen Epoche, und Literaturhistoriker wie Andre Le Breton und Victor Klemperer haben ihn geschätzt.

Die wegen ihres Einflusses auf Zar Alexander I. von Russland und dessen Entwurf der Heiligen Allianz äußerst umstrittene Autorin ist eine der ungewöhnlichsten Frauen der Jahre um 1800. Ihrem aufregenden Lebenswandel ist ein ausführliches Dossier gewidmet.

€22.00 brutto
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