Lügen

Lügen von Casper,  Sigrun
Große und harmlose, schicksalhaft fortwirkende, eilig verdunstende eigene und fremde Lügen umgeben uns, seit wir auf der Welt sind. Andere und wir selbst haben uns in und im Lügen eingerichtet. Wenn wir es für nötig erachten, schummeln wir eben ein bisschen. Wenn uns danach ist, betrügen wir unsere Nächs-ten. Wir stellen Schutzbehauptungen auf, um unser Gesicht zu wahren. Mit unseren Lügen und deren tausendfachen Ausprägungen einschließlich Kalkül und Opportunismus soll etwas erreicht werden. Macht, Ansehen, Vorteile, Beachtung. Und, wenn es möglich ist, immer mehr davon, mehr Bequemlichkeit, mehr Ruhe. Mehr Liebe. Und, bitte kein Liebesentzug, bitte keine Strafen oder Schmähungen. Die meisten von uns verfügen über ein praktisches Repertoire an Notlügen, Angstlügen, Höflichkeitslügen, mit dem es sich mehr oder weniger gut durch- und straflos davonkommen lässt. So ernsthaft wir uns auch unser Leben lang zugleich um das Verstehen des Gegenteils bemühen, um Ehrlichkeit, oder, höher gegriffen, um Wahrheit, und so eifrig wir in diesem Bemühen uns selbst und anderen etwas vormachen; so gekonnt wir auch schwindeln, mogeln und Ausreden erfinden – wir erreichen immer nur Annäherungen an das Eigentliche, nach dessen warmem Trost wir uns sehnen. Wahrheit steckt in jeder Lüge. Wahrheit, also das Wirkliche, das Eigentliche ist der Boden, aus dem Lügen sprießen und wachsen. Wäre Wahrheit der Nachthimmel, funkelten von dort oben in uns hinein riesige, mittelgroße und winzige Lügensterne. Trotzdem. Lügen können nicht nur komplizierte Gebäude einstürzen lassen, Lügen können auch Brücken bauen. Die angeblich so kurzen Beine der Lügen sind reaktionsfreudig, sie sind fähig zu sprinten, zu kriechen, sie können abheben und fliegen, sie können einknicken. Essays aus den Bereichen Geschichte, Politik, Religion, Philosophie, Psychologie, Soziologie. Berichte. Beichten. Biographisches. Kurzgeschichten. Gedichte. Glossen. Witze. Und Bilder. So sehr wir nach Wahrheit streben, von Lügen sind wir umgeben, wir teilen mit Lügen das Leben.
Aktualisiert: 2018-07-16
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Mit euch möchten wir alt werden

Mit euch möchten wir alt werden von Bjerg,  Bov, Böhle,  Daniela, Bokowski,  Paul, Bosetti,  Sarah, Evers,  Horst, Fuchs,  Kirsten, Heinrich,  Nils, Heun,  Julian, Hogekamp,  Wolf, Kaminer,  Wladimir, Klaus,  Noah, Kling,  Marc-Uwe, Klötgen,  Frank, Lehmann,  Sebastian, Lobrecht,  Felix, Riedel,  Susanne, Scheffler,  Andreas, Schmidt,  Sarah, Streisand,  Lea, Surmann,  Volker, Weber,  Piet
Berlin ist die Stadt der Lesebühnen. Hier wurde das Format gegründet und populär gemacht. Hier hat es namhafte Autorinnen und Autoren hervorgebracht, hier lesen nach wie vor ein gutes Dutzend Ensembles regelmäßig ihre neuen Texte vor. Der Reiz der Lesebühnen ist ungebrochen. Zeit für eine Hommage! Was mit der Gründung der legendären »Höhnenden Wochenschau« um Wiglaf Droste im Frühjahr 1989 begann, fand im Laufe der Jahrzehnte unzählige Nachahmerinnen und Nachahmer. Sie nennen sich »LSD – Liebe statt Drogen«, »Lesedüne« oder »Rakete 2000«, sie sind »Brauseboys«, »Couchpoetos« oder »Surfpoeten «, sie bilden eine »Chaussee der Enthusiasten «, »Fuchs & Söhne« oder die »Spree vom Weizen«. Sie laden zum »Frühschoppen«, »Kantinenlesen « oder zur »Reformbühne Heim & Welt«. – Lesebühnen haben die Literaturszene der Hauptstadt entscheidend geprägt und sind aus dem Berliner Kulturprogramm nicht mehr wegzudenken. Sie bilden eine Szene, die sich fortlaufend erneuert. Dieses monumentale Lesebuch versammelt Geschichten, Satiren, Glossen und Traktate von beinahe allen zurzeit in Berlin aktiven Lesebühnenautorinnen und -autoren sowie vielen wichtigen Stimmen, die die Szene mitbegründet, über viele Jahre geprägt haben oder noch prägen werden.
Aktualisiert: 2018-07-12
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LEBEN in Shorts und Quickies

LEBEN in Shorts und Quickies von Schneyer,  Barbara
Shorts und Quikies symbolisieren Kurzgeschichten, die das Leben schrieb. Die Autorin hat sie erfasst und nun ihren Leserinnen und Lesern aufbereitet. Wir begegnen vielfältigen Charakteren, belauschen ihre Mysterien, beobachten ihre Heimlichkeiten. Fröhlich und traurig, schmerzvoll und überschwänglich. Nichts ist so interessant wie das LEBEN! Wagen Sie einen Blick in seine Geheimnisse. Erkennen Sie sich am Ende wieder? Kennen Sie Parallelen? Freunden Sie sich mit den Figuren an. Einige von Ihnen werden Ihnen wieder begegnen: im nächsten Roman der Autorin »LEBEN im Freudenhaus«.
Aktualisiert: 2018-07-09
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Hamburg 1943

Hamburg 1943 von Hage,  Volker
Mit dem Angriff der alliierten Bomber auf Hamburg in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 1943 begann die Operation 'Gomorrha', die zu einer bisher unvorstellbaren Zerstörung führte. Drei der nächtlichen Angriffe ließen am Boden jeweils über 10.000 Tote zurück, mit dem dritten Angriff, der am 27. Juli um 23.40h mit 729 Maschinen begann, kam es zu dem berüchtigt gewordenen 'Feuersturm', über der Stadt bildete sich ein fast 8 Kilometer hoher Hitzekamin, die angegriffenen Quartiere waren ein einziges Flammenmeer. Ganze Stadtviertel verschwanden; insgesamt starben in Hamburg in diesen Tagen mehr als 40.000 Menschen, rund 900.000 Menschen flohen aus der Stadt. Überraschenderweise führte die schockartige Erfahrung dieser Nächte nicht nur zu Gerüchten und von den Nazis unterdrückten mündlichen Berichten, sondern es entstanden Zeugenaussagen und Erinnerungen von solcher 'Anschaulichkeit und Prägnanz, daß sie den im strengeren Sinn literarischen Texten zumindest gleichwertig an der Seite stehen' (Volker Hage). So finden sich in diesem Band der Bericht von Erich Nossack genauso wie der der jungen Frau, die durch die Zerstörung reist, um sie zu kartografieren. Daneben stehen Erzählungen, Romanauszüge und Gedichte von Wolfgang Borchert, Hubert Fichte und Ralf Giordano, von Wolf Biermann, Uwe Timm und W. G. Sebald.
Aktualisiert: 2018-07-11
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Quintessenz

Quintessenz
In diesem Buch kommt es auf die Quintessenz an. Oder es geht um die Quintessenz. Oder die Quintessenz tritt auf. Oder sie fehlt, und das macht die Geschichte erst spannend. Oder inte- ressant. Oder lustig. Auf jeden Fall aber besonders. In unserem Wettbewerb mit dem Motto „Quintessenz“ haben sich fast 800 Künstler mit der Quintessenz in Form einer Kurzgeschichte oder eines Bildes kreativ auseinandergesetzt. Die besten 31 Geschichten und die besten 30 Bilder stellen wir in diesem Buch vor.
Aktualisiert: 2018-07-02
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Ist Mr. Marx zu Hause?

Ist Mr. Marx zu Hause? von Drachenberg,  Margarete, Marx,  Karl
Marx’ Leben und Wirken in heiterer, gelegentlich spöttischer Anekdotenform: Das Buch zeigt ihn als hartherzigen Sohn und liebenden Ehemann und Vater, als findigen Redakteur und strengen Lehrmeister, als weisen Philosophen und manischen Arbeiter, als exzessiven Leser und schlechten Verlierer, als gedankenlosen Geldverschwender und mittellosen Vertriebenen, als genusssüchtigen Lebemann, gebeutelten Kranken und ewigen Idealisten … Kurz: Die Anekdoten erhellen schlaglichtartig einen zutiefst widersprüchlichen Charakter und erlauben auf unterhaltende Weise eine stets faktisch untersetzte Annäherung an Person und Werk.
Aktualisiert: 2018-06-29
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Die elektrischen Glühbirnen

Die elektrischen Glühbirnen von Brôcan,  Jürgen, Buatchidze,  Andro, Güzel,  Lütfiye, Iatashvil,  Shota, Katscharava,  Karlo, Kunkel,  Ivette Vivien, Likokeli,  Lia, Liparteliani,  Maia, Lisowski,  Maja, Nakhutsrishvili,  Gaga, Shamanadze,  Shorena, Tabukashvili,  Maia, Thenior,  Ralf
Die vorliegenden Gedichte führen in eine uns unbekannte Gedicht¬landschaft. Wobei die ursprüngliche Konstellation der Teil-nehmer auf georgischer Seite sich im Verlauf der Projekt¬planung und -or¬ga¬nisation noch einmal änderte. Dato Barbakadze konnte aus Zeit¬gründen nicht teilnehmen und Lia Sturua hatte inzwischen, was mich einerseits traurig machte, andererseits riesig für sie freute, einen Verleger gefunden, der einen eigenen Band mit Gedichten von ihr herausbringen wollte. – Bitte, meine Damen und Herren, lesen Sie die Gedichte von Lia Sturua. Sie werden begeistert sein. Die Gedichte von Andro Buatchidze sind Nachrichten aus den Armenvierteln der Toten. Was die Lebenden mit einschließt. Sein langes, großartiges Gedicht „An Freunde, die die Grenzen des Lebens überschritten“ ist ein bewegendes Requiem, ein durch die dunklen Straßen der Erinnerung irrlichterndes Kaddish eines Dichters, der in einem zerfallenden Land lebt und nicht nur die Erinnerung an die Verstorbenen wachhält und beklagt, sondern auch den Tod im Leben der Zeitgenossen. Der Dichter Shota Iatashvili ist ein „Schlitzohr“. Bei ihm ist die Einsamkeit nur eine Art Grundierung für seine spöttischen und iro¬nischen Bilder und Kommentare. Er macht sich über Geld lustig, über Kleidungsstücke und Dichter im einundzwanzigsten Jahr¬hun-dert. Er beherrscht die Kunst, über Ernsthaftes Witze zu machen, ohne die Ernsthaftigkeit zu verraten. Besonders bezau¬bernd in dem Gedicht „Der Beistift in der Erde“, in dem ein Bleistift zu Grabe getragen und ein Handstock zerbrochen wird, um ein Kreuz zu formen, das mit den grauen Haaren des Dichters zusammenge-bunden auf das Grab des toten Bleistifts gepflanzt wird. Dies bezieht sich auf die Legende von der heiligen Nino, die im siebten Jahrhundert das Christentum nach Georgien brachte. Da sie so arm war, dass sie kein Kreuz besaß, brach sie Weinreben und fügte sie mit ihrem eigenen schwarzen Haar zu einem Kreuz zusammen. Lia Likokeli ist eine Dichterin, die in ihren Gedichten ins Surreale ausfliegt und dabei die Bodenhaftung nicht verliert. Es bleibt etwas Beklemmendes in ihren Gedichten. Fast echomäßig an manche Bilder von Leonora Carrington erinnernd, beschreibt sie Familien-situationen. Erwartungen, Verhaltensweisen, und immer wieder große Einsamkeiten inmitten des Familienverbands. Hier verändert sich etwas in Georgien. Lia Likokeli hat, zumindest unter den jüngeren Menschen, ein großes Publikum, sagte man mir voller Hochachtung im Georgian National Book Center, und ich kann mir vorstellen, warum. Gaga ist mir als Dichter nahe. Er ist Realist. Sein poetisches Schrei-ben ist eine Auseinandersetzung mit den Dingen als notwendiges Element des Lebendigseins. In vielen seiner Gedichte (u.a. in „Gott und wir“) finde ich eine erfrischend diesseitige, unpathetische Position, die jede Metaphysik ablehnt und bei allem Dreck, in dem die Menschheit watet, den blühenden Akazienbaum nicht aus dem Auge verliert. Und außerdem hat er ein fragendes Kind an Bord, was mich freut. Bei meiner Lektüre, bei Notizen zu seinen Gedich-ten, in der gedanklichen Auseinandersetzung tauchte immer wieder ein Bild vor meinem inneren Auge auf, das übersetzt etwa lauten könnte: Hier spricht ein fernöstlicher Weiser. Woraufhin ich mich korrigierte: Hier spricht ein Weiser aus Osteuropa. Vier Stimmen, vier poetologische Ansätze, vier Weisen, die Welt zu verstehen; dass wir sie hören können, verdanken wir vielen Freun-dinnen und Freunden der Poesie, die mit Rat und Tat geholfen haben, dieses Projekt lebendig werden zu lassen.
Aktualisiert: 2018-07-20
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