Tinnitus

Tinnitus von Max,  Benyo
Tim ist 16, als er die gleichaltrige Lena unter Drogen auf einer Party vergewaltigt. Vier Jahre später wird er aus der Haft entlassen und soll ein neues Leben beginnen. Doch die Auswirkungen seiner Tat dauern an – und lassen weder ihn noch Lena los. In den Hauptrollen sind die preisgekrönten Schauspieler Elisa Schlott und Jonathan Berlin zu hören.
Aktualisiert: 2018-09-28
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Der Vielwisser

Der Vielwisser von Georgi,  André, Košenina,  Alexander, Kotzebue,  August von
Junge Männer, die gelehrt statt vernünftig von der Universität heimkehren, sind ein beliebter Komödienstoff. Ludvig Holbergs Lateinisch parlierender Erasmus Montanus oder Rasmus Berg (1731) steht am Beginn, Kotzebues Der Vielwisser (1817) am Ende einer Tradition, die Bildung zu einer neuen Religion erhebt, vor lächerlicher Verbildung und Nutzlosigkeit aber nicht schützen kann. Wilhelm Waiblinger notiert 1822 in sein Tagebuch: »Der junge Gelehrte von Lessing ist dasselbe was Kotzebues Vielwisser, wiewohl ich letztern weit vorziehen möchte.« Kotzebue beschränkt sich gegenüber Holberg und Lessing nicht auf eine Gelehrtensatire, sondern karikiert zusätzlich noch eine provinzielle Theatergesellschaft. Zur Rückkehr des verlorenen Sohnes möchte diese ein Festspiel aufführen. Die Truppe besteht allerdings nur aus Krach (Heldenrolle), Rumpel (Prima Donna) und Dreipfennig (Direktor), flankiert von Knallsilber (Feuerwerker) und Fiddel (Tanzmeister). Kotzebue gelingt so in einem launigen Stück ein Doppelschlag gegen weltfremde Gelehrsamkeit und dilettantische Schauspielkunst.
Aktualisiert: 2018-09-25
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Die Unvermählte

Die Unvermählte von Kotzebue,  August von, Vinken,  Barbara
Auf den ersten Blick wirkt August von Kotzebues (1761 – 1819) sentimentales Familiendrama Die Unvermählte (1808) wie ein Rührstück: Leopoldine und Eduard, die beiden Pflegekinder der Amalie von Seelenkampf, lieben einander und wollen heiraten. Ohne Einwilligung des verschollenen Vaters von Leopoldine aber will Amalie der Hochzeit nicht zustimmen. Als der Vater – Amalies große Liebe, der sie in jungen Jahren verlassen hatte, weil sie beide arm waren – nach siebzehn Jahren Abwesenheit erscheint, verweigert er seiner Tochter die Erlaubnis, denn Eduard ist kein Adliger. Armut und unüberwindbare Standesgrenzen sind die beiden großen Hindernisse einer sich erfüllenden Liebe. Auf den zweiten Blick ist Die Unvermählte eine erstaunliche Reflexion über Mütterlichkeit und ein Plädoyer für die gesellschaftliche Aufwertung alleinstehender Frauen im frühen 19. Jahrhundert. Amalie von Seelenkampf, unverheiratet und ohne leibliche Kinder, ist ihren Pflegekindern die eigentliche und bessere Mutter. Zugleich übernimmt sie in einer Krisenzeit des Staates karitative Aufgaben des Landesfürsten – eine »Landesmutter« avant la lettre. In ihrem Nachwort entfaltet Barbara Vinken, wie Kotzebue das patriarchale Prinzip der Blutsverwandtschaft durch das einer geistigen – und einzig wahren – Mütterlichkeit ersetzt. An die Stelle der Frau als Maitresse und Ehefrau tritt die Frau als gleichberechtigte Freundin des Mannes.
Aktualisiert: 2018-09-25
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Hugo Grotius

Hugo Grotius von Georgi,  André, Kotzebue,  August von
Im 18. Jahrhundert kursierte eine weithin bekannte Anekdote über Hugo Grotius, einem der Gründungsväter des Völkerrechts: Während eines Religionsstreits, der sich zu einem Volksaufstand ausweitet, wird Grotius zu lebenslanger Festungshaft verurteilt. Mit Hilfe seiner Frau gelingt es ihm, in einer Bücherkiste versteckt, aus der Haft zu fliehen. Um 1802 arbeitete August von Kotzebue (1761 – 1819) diese Anekdote zu einem »Schauspiel in vier Aufzügen« aus und veränderte die historische Vorlage dabei in vielerlei Hinsicht: Er erfand einen misslingenden ersten Fluchtversuch, reicherte die Figurenkonstellation durch einen erfundenen Stiefsohn Moritz Helderbusch an – vor allem aber ließ er seinen Grotius entgegen der historischen Wahrheit nach der Flucht zurückkehren. Kotzebue hielt Hugo Grotius für eines seiner besten Theaterstücke. Aber nicht nur die Berliner Uraufführung im Februar 1803 – mit Iffland in der Titelrolle –, sondern auch weitere Aufführungen des Stückes gerieten zum, für Kotzebue seltenen, Misserfolg. Publikum und Kritik waren irritiert davon, dass Kotzebue im Unklaren ließ, wer denn nun eigentlich der Protagonist des Stückes sei: Hugo Grotius? Sein Stiefsohn? Seine Frau? Das Nachwort rekonstruiert die dramaturgischen Entscheidungen, die Kotzebue auf dem Weg von der Anekdote zum abendfüllenden Schauspiel getroffen hat und sucht nach den Gründen, warum Kotzebue der Publikumserfolg diesmal versagt blieb.
Aktualisiert: 2018-09-18
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Fünf Schauspiele in einem Akt

Fünf Schauspiele in einem Akt von Georgi,  André, Kotzebue,  August von
August von Kotzebue (1761 – 1819) schrieb um die 250 Theaterstücke. Ein Großteil davon, rund 100 Stücke, sind Einakter. Die meisten von ihnen veröffentlichte er in seinem weit verbreiteten Almanach Dramatischer Spiele zur geselligen Unterhaltung auf dem Lande, der ab 1803 erschien, und in dem Kotzebue bis zu seinem Lebensende jährlich zwischen fünf und sieben Theaterstücke publizierte. Adressaten des Almanach – und der Einakter – waren nicht nur professionelle Theater, sondern vor allem private Liebhaberbühnen. Gerade die »kleinen«, privat aufführbaren Stücke dürften zu Kotzebues immensen Erfolg beigetragen haben – keinesfalls sind sie nur ein Nebenprodukt der »großen« Stücke, sondern ein essentieller Bestandteil von Kotzebues Gesamtwerk. Eine der großen Überraschungen bei der Lektüre dieser Einakter ist die Omnipräsenz des Krieges und seiner Folgen: Die Stücke erzählen von Vergewaltigungen, Kriegstraumata und Not. Und sie tun dies so unverblümt und schonungslos, dass es nach der Lektüre nicht mehr so einfach sein wird, Kotzebue nur als rührseligen oder kitschigen Autor wahrzunehmen. Ja, es gibt einen heute schwer erträglichen, manieriert wirkenden »Exzess des Rührseligen« in Kotzebues Stücken, einen Ton, der zurück in die Empfindsamkeit reicht – aber das Rührselige steht auf dem Untergrund einer ebenso exzessiven und bedrückenden Krisenerfahrung, die diese Stücke alles andere als eskapistisch wirken lässt.
Aktualisiert: 2018-09-18
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Hochsitz · Vorstands Ruhestand · Schattenjagd · Rochade · Weltall Erde Mensch · Kapitän, nimm mich mit · Sohn Alexander, König

Hochsitz · Vorstands Ruhestand · Schattenjagd · Rochade · Weltall Erde Mensch · Kapitän, nimm mich mit · Sohn Alexander, König von Nalbantis,  Thanassis
In sieben Stücken treten auf: ein Furchtsamer, verloren im Wald, ein Ruheloser am Ende des Berufslebens, Partisanen samt Kindern und Enkeln, Charity-Damen im verwahrlosten Milieu, eine Mutter auf Abwrackkurs und ein junger König ohne richtigen Thron. Stücke für die Bühne aus Antike, Kaltem Krieg und Moderne mit Geschichten, die Geschichte erträglich machen.
Aktualisiert: 2018-09-17
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Die Einsicht der Einsicht

Die Einsicht der Einsicht von Achternbusch,  Herbert
'Die Einsicht der Einsicht' enthält sämtliche Theaterstücke Herbert Achternbuschs von 1978–1995. Wie zu einem Familientreffen sind in diesem Band die Figuren aus seinen Stücken zusammengekommen. Und selten erschien die Sammlung und Verbindung verschiedener Texte, die immerhin eine Arbeitsspanne von fast zwei Jahrzehnten umfassen, so aufschlußreich und gewinnbringend für jeden Einzeltext. Die Gestalten sind einander wie aus dem Gesicht geschnitten, sie zerreißen sich ihr Maul ganz dicht vor dem Leser, um sich dann wieder sich selbst zuzuwenden, sich gegenseitig ans Messer zu liefern, sich in Grund und Boden zu reden. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)
Aktualisiert: 2018-09-06
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