Die germanische Blutsbrüderschaft

Die germanische Blutsbrüderschaft von Hellmuth,  Leopold
Ohne jeglichen Zweifel besaßen auch die vorchristlichen Germanen eine Einrichtung, die in der Literatur als Blutsbrüderschaft bezeichnet wird. Dabei wird durch das Vermischen einiger Blutstropfen ein verwandtschaftsähnliches Verhältnis zwischen den Beteiligten geschaffen. Die Dissertation von Leopold Hellmuth aus dem Jahr 1975 untersucht diese charakteristische Kulturform des germanischen Altertums und vergleicht sie mit auffallend ähnlichen Erscheinungen anderer europäischer und außereuropäischer Völker. Der Autor lehrt ältere deutsche Philologie am Institut für Germanistik der Universität Wien.
Aktualisiert: 2017-10-19
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Frances Densmore: „Ich hörte eine indianische Trommel“

Frances Densmore: „Ich hörte eine indianische Trommel“ von Elstner,  Frank
Dieser Essay stellt das Leben und das Werk der großen amerikanischen Ethnologin Frances Densmore (1867-1957) vor. Fünfzig Jahre lang zeichnete Densmore mit Hilfe eines Phonographen auf ca. 80 Forschungsreisen in Indianerreservate etwa 2500 Lieder verschiedenster Stämme auf. Mit Hilfe von Dolmetschern schrieb sie die zu den Liedern gehörenden Geschichten nieder. Auf diese Weise konnte vieles von den alten indianischen Traditionen vor dem Vergessenwerden bewahrt werden. Der Essay enthält etliche erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Zitate aus Vorträgen, Briefen und Schriften Densmores. Besonderes Augenmerk wird auf Entstehung und Wirkungsgeschichte ihres bedeutendsten Werkes, »Teton Sioux Music« (deutsch: »Die Lieder der alten Lakota«), gelegt.
Aktualisiert: 2017-10-13
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Figurationen des Laien zwischen Forschung, Leidenschaft und politischer Mobilisierung

Figurationen des Laien zwischen Forschung, Leidenschaft und politischer Mobilisierung von Cantauw,  Christiane, Kamp,  Michael, Timm,  Elisabeth
Hier soll nicht ein vereinfachendes Für oder Wider partizipativer Verfahren in der Forschung und Vermittlung thematisiert, sondern ein historisch weiter und analytisch vertiefter Blick auf das Gefüge von Laienforschung und Fachlichkeit geworfen werden. Die Beiträge setzen historisch bei der Figur des Amateurs im späten 19. Jh. und dessen Professionalisierung in wissenschaftlichen Sammelprojekten des 20. Jh. an, thematisieren die Situation im Kontext der Neuen Sozialen und Ökologischen Bewegungen ab den 1960er Jahren und behandeln auch aktuelle, unterschiedliche Erscheinungsformen von Partizipation, die individuelles Engagement, öffentliche Ressourcen des Staates und Unternehmen neu anordnen.
Aktualisiert: 2017-10-19
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Zwischen Amazonas und East River

Zwischen Amazonas und East River von Rößler,  Maren
Wie gestaltet sich die indigene Selbstorganisation unter den Bedingungen der Globalisierung? Für wen sprechen die Repräsentanten indigener Bewegungen und was wollen sie für die von ihnen Vertretenen erreichen? Diese Studie beleuchtet aus ethnologischer Perspektive die Prozesse, die den Diskurs und die Praxis indigener Repräsentanten im lokalen, nationalen und internationalen Kontext prägen. Das Spannungsverhältnis zwischen den verschiedenen politischen Bezugsfeldern wird anhand empirischer Daten einer multi-lokalen Forschung veranschaulicht, die von der UNO in New York über Lima bis ins peruanische Tiefland führt.
Aktualisiert: 2017-10-16
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Lone Star Texas

Lone Star Texas von Haller,  Dieter
»Wir verstehen die Amerikaner nicht mehr« - diese im Gefolge von 9/11 und dem Irakkrieg oft vernehmbare Äußerung motiviert dazu, mit feldforschendem Blick amerikanische Alltagspraktiken in Augenschein zu nehmen - in seinem symbolischen Zentrum: dem Bundesstaat Texas. Die USA haben sich in den letzten zehn Jahren und insbesondere durch die (Wieder-)Wahl von Präsident George W. Bush zunehmend »texanisiert«, sowohl in der Fremdwahrnehmung als auch in der Diskussion um Identität innerhalb der USA. Texas wird in den europäischen Medien als »Hort des Bösen« repräsentiert. Dieses Buch bietet eine Innensicht des großen Bundesstaates, indem verschiedene Aspekte der Alltagskultur - vom Umgang mit Landschaft und den Ernährungsgewohnheiten über die Waffenkultur bis hin zum Nationalheiligtum »Alamo« - näher vorgestellt und in Beziehung zu Konzeptionen von Individuum, Gemeinschaft und Gesellschaft, Staat und Nation gesetzt werden. Der Autor lebte zwei Jahre in Texas und führte dort eine ethnologische Feldforschung zum Thema »Texanische Identität« durch.
Aktualisiert: 2017-10-16
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Migration und religiöse Dynamik

Migration und religiöse Dynamik von Lauser,  Andrea, Weissköppel,  Cordula
Religion gilt als wichtige Ressource zur Artikulation von kulturellen Identitäten - besonders bei Menschen mit erhöhter Mobilität. Ethnologische Forschungen haben dazu beigetragen, die transnationale Perspektive in der Migrationsforschung zu etablieren, indem nicht nur die verschiedenen Aufenthaltsorte von Migranten und Migrantinnen und ihren Familienangehörigen, sondern auch die Transaktionen und Vernetzungen zwischen diesen in den Blick gerückt sind. Migranten reaktivieren nicht nur die eigene Religion und leben sie teilweise aktiver als in der Heimat, sondern das Nebeneinander unterschiedlicher Religionen im Einwanderungsland führt auch zu einer erhöhten Pluralisierung von religiöser Kultur mit den verschiedensten Wirkungen und Dynamiken. In diesem Buch wird auf Basis aktueller ethnographischer Forschung die Verwobenheit informeller Mikropolitiken und makrostruktureller Angelegenheiten von Religion und rituellen Praxen untersucht. Dabei geht es zentral um das Spannungsfeld zwischen individuellen Handlungsstrategien und den kulturellen wie sozialen Zugehörigkeiten im transnationalen Raum.
Aktualisiert: 2017-10-16
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»Ein guter Mann ist harte Arbeit«

»Ein guter Mann ist harte Arbeit« von Lauser,  Andrea
Das Phänomen der internationalen interkulturellen Heiratsmigration gewinnt seit Jahren zunehmend an Bedeutung. In ihm verweben und verdichten sich vielfältige Dynamiken zwischen Globalem und Lokalem, zwischen Ökonomie, Kultur und Geschlecht, zwischen Heirat und Ehe sowie zwischen Familie und Arbeit auf komplexe Weise. In dieser ethnographischen Migrationsstudie wird anhand dichter Fallbeschreibungen die Vernetzung zwischen Herkunfts- und Zielland philippinischer Heiratsmigrantinnen nachgezeichnet. Auf der Spurensuche nach kulturellen Bedeutungszusammenhängen ebenso wie nach alltäglichen Lebensstrategien wird eine kreative Verschränkung von kleinen und großen Erzählungen und ethnologischen Interpretationen und Analysen hergestellt. Im Ergebnis wird mit zahlreichen Klischees über Heiratsmigrantinnen aufgeräumt.
Aktualisiert: 2017-10-16
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Heimkehr aus Babylon

Heimkehr aus Babylon von Schnabel,  Carsta
Nur wenigen der Männer und Frauen, die sich weltweit als Rastafari bezeichnen, gelingt es, Repatriierung als höchstes Ziel der Bewegung zu verwirklichen – die Abkehr von „Babylon“, der westlichen Kultur mit ihren als falsch empfundenen Werten, durch Heimkehr ins Land der Ahnen – nach Afrika. Während ihrer Aufenthalte in der internationalen Rastafari-Gemeinschaft von Shashemene/Äthiopien erfragt die Autorin in intensiven Gesprächen die persönlichen Lebensumstände, unter denen die Repatriierten die große Herausforderung der Migration angenommen haben, und erhält Einblick in deren aktuelle Situation vor Ort. Was war ausschlaggebend für die Hinwendung zu Rastafari? Was hat die Repatriierten zur Heimkehr nach Äthiopien bewegt? Und wie fühlt sich ihr Leben dort an? Auf Grundlage der Äußerungen ihrer Gesprächspartner charakterisiert Carsta Schnabel das soziale Gefüge der Gemeinschaft mit unterschiedlichen Biographien, Herkunftsprägungen und Glaubensstrukturen, nicht ohne auch die Sichtweise der Äthiopier auf die „Heimkehrer“ zu berücksichtigen. Die Ethnologin zeichnet somit ein facettenreiches Bild der Rastafari-livity in Shashemene sowie der äthiopischen Kultur in deren Umfeld und fokussiert auf Interaktionen und gegenseitige Rezeption. Ihre Darstellung lässt insbesondere viel Raum für Innenperspektiven der Rastafari, aber auch das persönliche Erleben der Autorin im Feld bleibt nicht verborgen – eine Begegnung mit spirituell motivierten Migranten in ihrem neuen Umfeld. Über die Autorin: Carsta Schnabel (geb. 1955 in Köln) promovierte nach der Familienpause in ihrem Erststudienfach Biologie. 2010 absolvierte sie den Magisterabschluss in Ethnologie, Afrikanistik und Vergleichende Religionswissenschaft.
Aktualisiert: 2017-10-16
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