Von Auschwitz nach Calw

Von Auschwitz nach Calw von Seubert,  Josef

Auch Bücher haben ihre Schicksale. Die Geschichte dieses Buches begann 1980, als der Verfasser durch eine Bürgerin aus Kusterdingen auf einige rätselhafte Inschriften in ihrer Scheune aufmerksam gemacht wurde. Sie sollten nach ihren Angaben von einer Gruppe jüdischer Häftlingsfrauen stammen, die hier in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges auf dem Durchmarsch zwei Tage übernachteten, ehe sie mit ihren Bewachern weiter Richtung Süden zogen. Die Überprüfung des Hinweises ergab, dass die mit Bleistift auf die Fachwerkbalken der Scheune geschriebenen Nachrichten in ungarischer Sprache abgefasst und wohl als Lebenszeichen zu verstehen waren. Weitere Informationen zur Deutung der Inschriften konnten aber zunächst nicht gewonnen werden. Erst ein glücklicher Umstand erbrachte den Hinweis, dass der Evakuierungsmarsch der ungarischen Häftlingsfrauen von einem am Ende des Krieges in Calw eingerichteten KZ-Außenkommando seinen Ausgang genommen hatte.

Aktualisiert: 2017-03-24
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Die Minderheiten zwischen den beiden Weltkriegen.

Die Minderheiten zwischen den beiden Weltkriegen. von Corsini,  Umberto, Zaffi,  Davide

Der Ausgang des Ersten Weltkriegs zwang die internationale Gemeinschaft insgesamt und ihre einzelnen Staaten dazu, sich mit der Rechtslage der nationalen Minderheiten auseinanderzusetzen. Es galt, die durch den Versailler Vertrag entstandene neue Ordnung zu festigen und Krisen zwischen nationalen Minderheiten und Mehrheiten insbesondere in den neugegründeten, noch wenig stabilen Staaten (Polen, Tschechoslowakei, baltische Länder) oder in den beträchtlich erweiterten (Rumänien, Serbien, Griechenland) vorzubeugen. Es wurde demzufolge eine Reihe von Maßnahmen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens notwendig, um sich der neuen Situation anzupassen. In den Jahren 1919-1939 versuchten der Völkerbund und die Staaten mit starken Minderheiten Regierungsprinzipien zu definieren, die sowohl den Minderheiten als auch den Mehrheiten in gleicher Weise zufriedenstellende Lösungen bieten konnten. Wenn auch die Lösung von 1918 in staatspolitischer Hinsicht völlig neu war, stellte sie in Bezug auf die interethnischen Beziehungen lediglich ein Moment in jahrhundertelangen Prozessen dar.

Aktualisiert: 2017-03-23
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Die nationalsozialistische Herrschaft in Stadt und Land Rothenburg ob der Tauber (1933-1945)

Die nationalsozialistische Herrschaft in Stadt und Land Rothenburg ob der Tauber (1933-1945) von Bauer,  Daniel

Stadt und Land Rothenburg ob der Tauber können als frühe Hochburg des Nationalsozialismus bezeichnet werden. Die Bedingungen, die Formen und die Reichweite des Regimes waren hier besonders ausgeprägt. Das Gesicht der NSDAP und seine Anziehungskraft in der westmittelfränkischen Kleinstadt und seiner Region kann allemal als Sonderfall für Franken bezeichnet werden. Im reichsweiten Vergleich erzielte die Hitler-Partei enorm hohe Wähleranteile. Die starke Präsenz des Nationalsozialismus in Rothenburg und den umliegenden Dörfern war das Ergebnis eines exzellent funktionierenden Parteiapparates. Die flächendeckende Organisationsstruktur trug erheblich zur Durchdringung der lokalen Gesellschaft bei. Die Nationalsozialisten instrumentalisierten die Stadt zum idealen Botschafter des "Dritten Reiches". Hervorstechend ist in dieser mittelfränkischen Kleinstadt die Dichte mit der sich der Nationalsozialismus bildnerisch und architektonisch manifestierte. Eine Verschmelzung der mediävalen Szenerie mit der NS-Ikonographie stilisierte Rothenburg zum Kleinod mit missionarischem Charakter. Der Mythos Rothenburg gedieh zur lebendigen Propaganda für das "Dritte Reich" und erfuhr als Kulissenstadt des "Führers" enorme Beachtung. Aufrechterhalten wurde der Mythos Rothenburg als NS-Musterstadt mittels verschiedener Formen der Gewaltherrschaft, die sich in Stadt und Land manifestierten.

Aktualisiert: 2017-03-23
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Brüche – Kontinuitäten – Konstruktionen

Brüche – Kontinuitäten – Konstruktionen von Szentiványi,  Réka, Teleky,  Béla

Der mitteleuropäische Raum des 20. Jahrhunderts war wie kaum eine andere Region Europas durch tiefgreifende Umbrüche und Umwandlungen geprägt, die heute wiederum den Nährboden für einen lebendigen Diskurs über die Bruchlinien und Kontinuitäten der mitteleuropäischen Geschichte bieten.Die bewusste Festlegung von Zäsuren oder bestimmten historischen Ereignissen als „erinnerungswürdig“ zeigt das historische Orientierungsbewusstsein von Gesellschaften auf und dient als Ausgangspunkt kollektiver Narrative und Identitäten. Gleichzeitig müssen aber auch die Zwischenräume, Konti¬nuitäten und Entwicklungsprozesse hinter den „(Um-)Brüchen“ in den Fokus genommen werden, um tatsächliche und konstruierte Zäsuren zu hinterfragen und deren Auswirkungen auf die mitteleuropäischen Gesellschaften zu analysieren. Daraus ergeben sich nicht nur spannende Forschungsperspektiven - die Idee der „Bruchlinie“ wird ebenfalls infrage gestellt und/oder um neue Facetten erweitert.Der vorliegende Sammelband leistet einen Beitrag zu dieser Auseinandersetzung. Die darin enthaltenen Aufsätze geben einen Einblick in die vielfältige Auseinandersetzung mit und die unterschiedlichen Annäherungen an Bruchlinien und Kontinuitäten des mitteleuropäischen Raumes im 20. Jahrhundert. Sie machen deutlich, dass die Definition eines „Bruchs“ oder einer „Kontinuität“ nicht nur eine Frage von faktischen Ereignissen ist, sondern auch eine der fachlichen Perspektive und der Konstruktion. Das Themenspektrum reicht dabei von kultur- und geisteswissenschaftlichen bis hin zu sozialwissenschaft¬lichen Auseinandersetzungen, von kunsthistorischen, religions- und geschichts¬wissenschaftlichen Analysen bis hin zu ethnologischen, philosophischen und politikwissenschaftlichen Untersuchungen.

Aktualisiert: 2017-03-21
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