Im Zauber der Quellen

Im Zauber der Quellen von Fischer,  Lisa, Salvadore,  Perdo
Vom Weinbau zum Wohnbau - 150 Jahre Hausgeschichte - Weilburgstraße 53/Baden Häuser geben Raum, sie sind zudem in Architektur verwandelte Gedanken und symbolisieren geistesgeschichtliche Mentalitäten. Über die Zeiten hinweg erzählen sie spannende Geschichten ihrer sie belebenden Menschen. Dabei entfaltet sich das gesamte Spektrum zwischen Komödie und Tragödie, zwischen Leben und Sterben. Die stummen Mauern hüten Geheimnisse. Manchmal lüften sie Liebesgeschichten und Passionen, Spekulationen, Verzweiflung, Hoffnung und berichten von Transformationen. Ihnen kann die Neugierde lauschen, um die Stille der Dahingegangenen mit ihren versunkenen Worten und Tönen neu zu beleben und in das historische Gedächtnis einzuschreiben. Das schmucke Haus in der Weilburgstraße 53 stellt in diesem Zusammenhang nicht nur für die Stadt Baden ein besonderes kulturhistorisches Blitzlicht dar. Durch seine Errichtung im Jahre 1871 spiegelt sich hier der Strukturwandel vom ländlichen Weinbau zur bürgerlichen Sommerfrische des 19. Jahrhunderts wider. Das vom Wiener Architekten Robert Raschka in Stein transformierte Repräsentationsbedürfnis seines Erbauers, des Wiener Seidenfabrikanten Tobias Biehler, machte einen Standort zu einem Statement, das es zu entschlüsseln gilt. Darüber hinaus bietet es in den 1880er Jahren durch den lokalen musikalischen Salon seiner Tochter, der Wiener Pianistin und Komponistin Ludmilla Biehler, neue Einsichten über einen wichtigen Kulturtransfer von der pulsierenden Metropole Wien in den renommierten Kurort Baden. Der sozialengagierte Wiener Gemeinderat Tobias Biehler besaß als Gemmensammler internationale Aufmerksamkeit. In Baden aber bewahrte er die größte private Kollektion seiner wertvollen Kleinodien auf. Seine talentierte Tochter Ludmilla, als „österreichische Clara Schumann“ bezeichnet, war in ihrer Jugend Anfang der 1850er Jahre als Beethoven-Interpretin ein aufsteigender Star in den europäischen Konzerthäusern. Als solche ist sie, ebenso wie als Komponistin der Geschichte seither verloren gegangen. Beide Personen gilt es in ihrer Relevanz wiederzuentdecken und in das historische Gedächtnis einzuschreiben. Eine zweite Bauphase im Jahre 1902, umgesetzt durch den Badener Stadtarchitekten Hugo Zimmermann, und vom Wiener Holzindustriellen Heinrich Lackenbacher und seiner Frau Pauline in Auftrag gegeben, vergrößerte das ebenerdige Haus durch einen Stock und gab ihm sein derzeitiges durchaus imponierendes Aussehen. Anhand dieses jüdischen Paares spiegelt sich das wachsende Interesse des Judentums an Baden wider. Man kurte nicht nur sondern ließ eigene Villen erbauen und belebte so die lokalen Gewerbebetriebe. Damit zeigt sich bis zur radikalen Vertreibung im Jahr 1938 ihre wichtige soziale Präsenz in der expandierenden Heilquellenstadt. Pauline Lackenbacher wurde bereits ein Jahr nach dem großzügigen Umbau Witwe. Was individuell eine Tragödie war, bedeutet für die Quellenlage zur Hausgeschichte eine Sensation. Ein ausführlicher Verlassenschafstakt dokumentiert geradezu minutiös die gesamten Einrichtungen beider Sommerdomizile in Baden und auch jene der Wiener Wohnung. Damit wird einmalig nachvollziehbar wie eng die bürgerliche Wohnkultur von Hauptstadt und Kurstadt miteinander in Verbindung standen. Pauline Lackenbacher löste sich im Ersten Weltkrieg von ihrem Haus. Die nach 1916 folgenden Besitzverhältnisse des kleinen Stadtpalais am Land zeichneten sich durch einen oftmaligen Besitzwechsel aus. Auffallend dabei manifestiert sich der überaus große weibliche Anteil an Eigentümerinnen und der Zuzug aus den diversen Ländern. An ihnen wird auch eine erfolgreiche Migrationsgeschichte sichtbar. Die Eigentümer und Eigentümerinnen hatten deutsche, französische, ungarische, slowakische, tschechische oder polnische Wurzeln. Doch bei fast immer belasteten Hypotheken das Gebäude. Zahlreiche Erbteilungen und oftmalige Vermietungen einzelner Wohneinheiten nagten im 20. Jahrhundert an der baulichen Substanz des Gebäudes. Eine Generalsanierung und die Anerkennung als Denkmalschutzobjekt im Jahr 2007 eröffneten eine neue Ära für das historistische Baudenkmal und seine Grünfläche. Als Architekturkleinod setzt die Weilburgstraße 53 einen baugeschichtlichen Akzent im Stadtgebiet von Baden, seine Hausgeschichte aber entfaltet eine kulturhistorische Relevanz.
Aktualisiert: 2018-06-20
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Im Anfang war die Hand

Im Anfang war die Hand von Malm,  Eva, Vater,  Jürgen
„Die Erinnerung an die Hände meiner Eltern wohnt in meinen Händen. Noch heute. Sie hat sich in ganz frühem Alter eingeprägt. In meinen Händen ist die Erinnerung aufbewahrt, dort hat sie geschlafen und geträumt. Langsam, nach und nach ist sie erwacht, geweckt vom Bewusstsein. Sie ist weiter gewandert, vom Denken geleitet, das Denken leitend. Mit stiller Beharrlichkeit ist die Erinnerung an die Hände meiner Eltern zu einem lebenslangen Interesse geworden. Bei der Entwicklung von Gedanken, bei Deutungen und Handlungen hat die Erinnerung mitgelebt.“ Aus Eva Malms Text
Aktualisiert: 2018-06-18
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Der Fränkische Reichskreis – ein europäisches Regionenmodell?

Der Fränkische Reichskreis – ein europäisches Regionenmodell? von Wüst,  Wolfgang
Überarbeiteter Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte, bei der Jahreshauptversammlung der FAG am 27. Oktober 2017 in Nürnberg. In der Veröffentlichung geht der Autor auf die geschichtliche Bedeutung des Fränkischen Reichskreises ein. Enthalten sind zur Erläuterung zahlreiche Bilder. Der Fränkische Reichskreis bestand von 1500 bis 1806. Er verknüpft das Thema mit Europa als ein Europa der Regionen.
Aktualisiert: 2018-06-17
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Schöne Müllerin und findiger Müller

Schöne Müllerin und findiger Müller von Wehrli,  Hans, Wehrli-Streiff,  Christel
„Die Müllerei ist älter als die Menschheit“ – diese und viele weitere erstaunliche Erkenntnisse finden sich in diesem Buch, in dem uns das Autorenehepaar, selbst tief mit der Müllerei verwurzelt, auf eine kurzweilige kulturgeschichtliche Zeitreise vom Urmenschen bis zur Gegenwart aus Sicht der Müllerei mitnimmt. Die Geschichte der Mühlen und der Müllerei beginnt bereits bei den Affen und ihren zum Teil selbst hergestellten Werkzeugen. Diese tierischen Werkzeuge kann man als Vorstufe zu den späteren Mahl-und Reibsteinen der alten Hochkulturen der Ägypter und Assyrer betrachten. Bereits 8000 v. Chr. zerrieben Frauen mittels Reibsteinen Korn zu Mehl, das dann zu Brot gebacken wurde – es waren dies gewissermassen die ersten „Müllerinnen“ der Menschheit. Mit fast 100 Fotos, Illustrationen und Bildern angereichert gewährt dieses Buch einen wissenschaftlich fundierten und spannenden Einblick in eine der ältesten und fundamentalsten Errungenschaften der Menschheit – die der Müllerei. Denn ohne die Müllerei, so das Fazit der Autoren, und die daraus resultierende Fähigkeit Korn zu mahlen um daraus letztlich Brot, in dessen nahezu unendlicher Vielfalt zu backen, wäre die Menschheitsgeschichte und deren kulturelle Entwicklung und Fortschritt gar nicht möglich gewesen.
Aktualisiert: 2018-06-20
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Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises JERICHOW 1898. Buch und Karte

Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises JERICHOW 1898. Buch und Karte von Wernicke,  Ernst
[XXI. HEFT] – Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und der angrenzenden Gebiete - Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des MANSFELDER GEBIRGSKREIS 1897, Reprint, 21. Heft. 456 Seiten, 106 Abbildungen, 21 x 14,8 cm, Historischen Commission der Provinz Sachsen, FESTEINBAND. Mit einer beiliegenden KARTE A3 gefaltet auf A 5 "Historische Karte des Kreises Jerichow 1898" BISHERINGE AUFLAGEN: 1. Auflage 1898 Druck und Verlag von Otto Hendel in Halle a.d.S. - 1. Reprintauflage 2018 ORTSCHAFTEN DES KREISES JERICHOW I Biederitz, Boecke, Brietzke, Buckau, Bücknitz, Buden, Burg, Calenberge, Calitz, Cöpernitz, Cörbelitz, Cracan, Dalchau, Dangelsdorf, Detershagen, Dörnitz, Elbenau, Floetz, Gehrden, Glienecke, Gloine, Goebel, Goerzke, Gommern, Grabow, Grosslübars, Grosslübs, Grüuingen, Gübs, Güterglück, Hobeck, Hohenlobbese, Hohenwarthe, Hohenziatz, Ihleburg, Isterbies, Kämeritz, Kleinlübars, Kleinlübs, Klepps, Klitsche, Königsborn, Ladeburg, Leitzkau, Loburg, Lostau, Lühe, Lüttgenziatz, Menz, Moeckern, Moritz, Nedlitz, Neu-Werbig, Niegripp, Parchau, Pechau, Pietzpuhl, Ploetzky, Pretzien, Proedel, Randau, Ranies, Rietzel, Rosian, Rottstock, Schartau, Schermen, Schopsdorf, Stegelitz, Stresow, Theessen, Tiyppehna, Vehlitz, Wahlitz, Wallwitz, Walternienburg, Wentzlow, Wörmlitz, Wollin, Woltersdorf, Wüsten-Jerichow, Zeddenick, Ziepel, Ziesar, Zitz . ORTSCHAFTEN DES KREISES JERICHOW II Altenklitsche, Altenplathow, Bahnitz, Bensdorf, Bergzow, Brandenstein, Brettin, Bukow, Buetzer, Cabelitz, Cade, Camern, Carow, Crüssau, Derben, Dretzel, Ferchland, Fischbeck, Garz, Genthin, Gladau, Goettlin, Gollwitz, Gross - Mangelsdorf, Gross - Wudicke, Gross -Wulkow, Gross - Wusterwitz, Gruetz , Gütter, Hohengoehren, Hohenseeden, Jerchel, Jerichow, Klietz, Klietznick, Knoblauch, Kuhlhausen, Leopoldsburg, Liebars, Mahlenzien, Melkow, Milow, Moeser, Moetlitz, Neuenklitsche, Neuermark, Nielebock, Nitzahne, Paplitz, Parchen, Parey, Redekin, Reesen, Rehberg, Ringelsdorf. Rogaesen, Rossdorf, Sandau, Scharlibbe, Scharteuke, Schlagenthin Schmetzdorf, Schoenfeld, Schoenhausen, Schollene, Steinitz, Sydow, Tucheim, Vieritz, Viesen, Warchau, Woltersdorf, Wulkau, Wust, Zabakuk, Zerben, Zollchow.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Pirckheimer Jahrbuch 31 (2017): Venedig und der oberdeutsche Buchmarkt um 1500

Pirckheimer Jahrbuch 31 (2017): Venedig und der oberdeutsche Buchmarkt um 1500 von Daniels,  Tobias, Fuchs,  Franz
Die Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus fühlt sich dem Erbe des Nürnberger Humanisten Willibald Pirckheimer (1470–1530) verbunden. Seit 1983 werden in wissenschaftlichen Kolloquien, die in der Regel jährlich stattfinden, vielfältige literarische, kunst- und kulturgeschichtliche Fragestellungen disputiert. Seit 1986 erscheint das , in dem die Akten der Symposien sowie Forschungsberichte und Rezensionen publiziert werden. Inhalt: , . Deutsche Gelehrte in Venedig 1821–1913 , Das System der Druckprivilegien in Venedig (15.–16. Jahrhundert) , Die Autoren im System der venezianischen Druckprivilegien (1469–1545) , Absatzmärkte und Verbreitungswege für Bücher des venezianischen Verlags Nicholas Jenson und Johannes von Köln nördlich der Alpen , Buchwissenschaftliche Überlegungen zur Verwendung von Musiknoten deutscher und italienischer Drucker der Renaissance , Kaufleute und Humanisten. Nürnberg und der Transfer venezianischer Frühdrucke , Rezension zu: Jahrbuch für Buch- und Bibliotheksgeschichte. Bd. 1, hg. v. Uwe Jochum/Bernhard Lübbers/Armin Schlechter/Bettina Wagner, Heidelberg 2016
Aktualisiert: 2018-06-20
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Die Arktis

Die Arktis von Friedmann,  Alexander, Jacob,  Frank
Die Arktis zählt zu den Regionen der Erde, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Darüber hinaus war sie eine der letzten zu erforschenden Gebiete der Welt, die zahlreiche Forschungsreisende in ihren Bann zog, jedoch auch politische Diskussionen über Grenzverläufe, Umweltschutz und den Umgang mit ihren humanen und tierischen Bewohnern bedingte. Diese historischen Entwicklungen – von der Zeit der Entdeckungen bis heute – werden im vorliegenden Sammelband eingehender untersucht und von Spezialisten aus Deutschland, Russland und den USA in einen breiteren globalhistorischen Kontext gestellt.
Aktualisiert: 2018-06-13
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Das kleine Buch der Thüringer Trachten

Das kleine Buch der Thüringer Trachten von Kreuch,  Knut
Dieses kleine Buch informiert über Thüringer Trachten, die landesweit noch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die übliche Kleidung war. Wer sie trug, gab zu erkennen, wo er zuhause war und zu welchem Anlass er unterwegs war. Die Tracht brachte des Menschen Heimatverbundenheit zum Ausdruck. Das kleine Buch zeigt eine überraschende Vielfalt an Kleidungsstücken und repräsentiert damit handwerkliche Höchstleistung, Traditionsbewusstsein, Zugehörigkeit und Heimatverbundenheit.
Aktualisiert: 2018-06-13
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