Johannes Geiler von Kaysersberg (1445–1510).

Johannes Geiler von Kaysersberg (1445–1510). von Israel,  Uwe

Die jüngste Biographie Johannes Geilers ist über ein Jahrhundert alt; eine deutschsprachige über diese herausragende Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts existiert nicht. Mit der vorliegenden Dissertation unternimmt Uwe Israel den Versuch, sich dem von König Maximilian I. zum Hofkaplan ernannten wortgewaltigen Prediger auf mehreren Wegen zu nähern. Lange galt Geiler als 'Reformator vor der Reformation'. In einer ausführlichen Literaturbesprechung geht der Autor dieser anachronistischen Einschätzung nach und bewertet sie in ihrer historischen Bedingtheit. Bildungsweg, Lebensverhältnisse und Freundschaften zu Humanisten wie Jakob Wimpfeling und Sebastian Brant werden untersucht. Israel läßt neue Facetten in dem Porträt Geilers aufscheinen. Er berücksichtigt Zeugnisse wie die zu seinen Ehren errichtete Münsterkanzel, Bildnisse von ihm sowie die Memoria, die ihm zuteil wurde. Aufmerksamkeit wird zudem der auf Initiative von einflußreichen Bürgern für ihn errichteten Prädikatur gewidmet, die es ihm erlaubte, sich wirksam benachteiligter Sozialgruppen anzunehmen und bei Konflikten zwischen Klerus und Rat zu vermitteln. Der Autor analysiert weiter eine von der Forschung wenig beachtete Rechtsreformschrift, die genaue Einblicke in unterschiedlichste soziale Bereiche einer großen mittelalterlichen Stadt erlaubt. In einzigartiger Weise wird hier das Mit- und Gegeneinander von populärem Prediger und einem Regiment deutlich, das seine Politik gegen eine von Geiler vertretene neue Öffentlichkeit durchsetzen mußte. In einem ausführlichen Anhang rundet Israel das Werk durch die Beigabe von wichtigen, zumeist unedierten Quellen und eine Reihe von instruktiven Verzeichnissen ab.

Aktualisiert: 2017-03-23
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Politische Öffentlichkeit im spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Köln (1450-1550).

Politische Öffentlichkeit im spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Köln (1450-1550). von Giel,  Robert

Der Autor geht am Beispiel Kölns der Frage nach, inwieweit sich der städtische Rat an der Wende zum 16. Jahrhundert von seinen gemeindlichen Wurzeln entfernt und zu einer auf Befehl und Gehorsam basierenden Obrigkeit gewandelt hatte. Zu diesem von der Forschung stark diskutierten Problem wählt Giel einen bislang weitgehend unbeachteten Zugang. Er fragt nach der den unterschiedlichen Interessengruppen in der Stadt jeweils zur Verfügung stehenden Möglichkeit zur Kommunikation und ihrem Anteil an dem Raum, in dem diese Kommunikation stattfand, der innerstädtischen Öffentlichkeit. Die Analyse dieser Öffentlichkeit läßt erkennen, daß sowohl der zur Ratswahl berechtigten Gemeinde auf den "Gaffeln" als auch der in den Zünften organisierten weiteren Einwohnerschaft Kölns bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts erhebliche Mitsprachemöglichkeiten verblieben. Auseinandersetzungen des Rates mit diesen Gruppen waren vielmehr von der Unfähigkeit der städtischen Führung zu planendem politischem Vorgehen und ihrer daher insgesamt reaktiven Handlungsweise geprägt. Trotz seiner sich bereits sehr viel früher herausbildenden sozialen Abschließung gelangte der Kölner Rat hinsichtlich seiner obrigkeitlichen Stellung somit erst unter den verschärften wirtschaftlichen und konfessionellen Bedingungen des ausgehenden 16. Jahrhunderts zu einer in Selbstverständnis und Handlungsweise von der Gemeinde gelösten neuen Qualität.

Aktualisiert: 2017-03-23
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Wirtschaftsstil des deutschen Spätmittelalters.

Wirtschaftsstil des deutschen Spätmittelalters. von Bechtel,  Heinrich

Heinrich Bechtel beschäftigt sich in seiner umfangreichen Studie mit dem Titel »Wirtschaftsstil des deutschen Spätmittelalters. Der Ausdruck der Lebensform in Wirtschaft, Gesellschaftsaufbau und Kunst von 1350 bis um 1500« aus dem Jahr 1930 mit der Wirtschaftsgeschichte des Spätmittelalters. Hierbei verwendet Bechtel eine überaus progressive Methode, denn ihm dient die Kunstgeschichte als Erkenntnisquelle. Zur Veranschaulichung enthält der Band daher 35 Abbildungen und schließt mit einem Sachregister.

Aktualisiert: 2017-03-23
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