Hexenbrenner, Seelenretter

Hexenbrenner, Seelenretter von Flurschütz da Cruz,  Andreas

Immer wieder wurde Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, der dem Bistum und Hochstift Würzburg über die bemerkenswert lange Zeit zwischen 1573 und 1617 vorstand, mit den Hexenverfolgungen in Verbindung gebracht, die sich dort während seiner Regierungszeit ereigneten. Sensationspublizistische Veröffentlichungen der letzten Jahre haben ihn gar in die Nähe der bischöflichen »Hexenbrenner von Franken« gerückt. Welche Rolle der Landesherr bei den Vorgängen, die sich vor allem in seinen letzten Lebens- und Regierungsjahren 1616 und 1617 häuften, tatsächlich spielte, blieb dabei bislang allerdings im Unklaren. Neueste Forschungen haben auf der Grundlage von bisher nicht oder nur oberflächlich beachtetem Archivmaterial eine erneute Auseinandersetzung mit Julius Echters Haltung in der Hexenfrage nötig gemacht und die Frage aufgeworfen, ob es sich bei dem bisher als Hexenbrenner verrufenen Bischof nicht vielmehr um einen Hexenretter handelte. Die Arbeit des Bamberger Frühneuzeit-Historikers Andreas Flurschütz da Cruz setzt sich erstmals in monographischer Form mit den Ursachen für die Hexereiprozesse im echterzeitlichen Hochstift Würzburg auseinander und unternimmt eine Analyse und Neubewertung der verschiedenen Faktoren sowie der beteiligten Akteure, unter denen der Bischof sicherlich »der vornehmste, aber beileibe nicht der einzige« war.

Aktualisiert: 2017-03-25
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Glaube, Recht und Freiheit

Glaube, Recht und Freiheit von Krull,  Lena, Lange,  Andrea, Scheffler,  Jürgen

Das Buch zeigt die Folgen von Reformation und Röhrentruper Rezess für die Stadt Lemgo und insbesondere die lutherischen Kirchengemeinden St. Marien und St. Nicolai. Zeitlich greift es von der Frühen Neuzeit über die Aufhebung der kirchlichen Privilegien 1854 bis zur Bildung der Lutherischen Klasse in den 1880er Jahren aus. Ein Ausblick fragt danach, welches Verhältnis Lutheraner und Reformierte in Lemgo und Lippe in der Gegenwart haben. Im Fokus stehen einerseits die Pfarrer und andere zentrale Akteure der Lemgoer Kirche und ihre Vernetzung über Lippe hinaus, andererseits die Bereiche Theologie, Alltagsleben und Politik.

Aktualisiert: 2017-03-24
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Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten

Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten von Heinzmann,  Guido, Setzer,  Christa, Steven,  Heinz-Dieter, Ulfkotte,  Josef

Im Rahmen der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress fielen das Vest Recklinghausen und damit auch die Stadt Dorsten 1815 an Preußen. Der Integration des Vests und der übrigen durch den Wiener Kongress im Westen neu hinzu gewonnenen Gebiete widmete die preußische Regierung in den nächsten Jahren ihre besondere Aufmerksamkeit. In der bewussten Wahrnehmung von Geschichte und Gegenwart sah die Regierung eine Möglichkeit, das »vaterländische (preußische) Bewusstsein« zu schärfen, das Heimatgefühl zu stärken und insofern die Akzeptanz der neuen Oberherrschaft zu erleichtern. Zu diesem Zweck forderte die »Königliche Regierung zu Münster« im September 1817 die Bürgermeister ihres Regierungsbezirks dazu auf, »vaterländische Chroniken« zu führen. Bürgermeister Gahlen nahm sich dieser Aufgabe ebenso an wie sein Nachfolger Franz Luck, der die Chronik der Stadt und Bürgermeisterei Dorsten – dazu zählten damals zeitweise auch die heutige Nachbarstadt Marl mit ihren Stadtteilen Hamm und Polsum – bis zu seinem Amtsantritt als Bürgermeister in Wesel im Jahre 1842 weiterführte. Die Aufzeichnungen enthalten u.a. Angaben über Eheschließungen, Geburten und Todesfälle, Religionsverhältnisse, Kirchen- und Schulwesen, Gewerbeverhältnisse, Armenfürsorge, öffentliche Ausgaben, Polizei und Feuerwehr. Die Chronik ist damit eine wichtige Quelle für die Dorstener und Marler Stadtgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Aktualisiert: 2017-03-24
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Hexen und Herrschaftspolitik

Hexen und Herrschaftspolitik von Haas,  Alexandra

Die schwäbische Grafschaft Oettingen steht für eine der vielen Landesherrschaften, die der Landkarte des Alten Reiches ihre territoriale Vielfalt gaben. Insbesondere in der frühneuzeitlichen Hexenjustiz wird solchen kleinen Herrschaften eine willkürliche Handhabung unterstellt, um sich Macht und Geld zu sichern. Während die katholische Linie Oettingen-Wallerstein exzessiv Hexen verfolgte, stand die lutherische Linie Oettingen-Oettingen den Prozessen skeptisch gegenüber. Anhand einer qualitativen Quellenauswertung werden die verschiedenen Familienzweige des Hauses Oettingen in ihrem Umgang mit den Hexen verglichen und die zentralen Unterschiede herausgearbeitet. Die jeweiligen Grafen und ihre Regierungsbeamten stehen im Zentrum der Untersuchung. Dabei wird vor allem hinterfragt, von welchen Kräften sie beeinflusst wurden, wie sie mit der Hexerei als Strafdelikt umgingen und welche Konflikte und Kooperationen hieraus mit anderen Landesherrschaften erwuchsen.

Aktualisiert: 2017-03-25
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Aus der Zeit Friedrichs des Großen und Friedrich Wilhelms III.

Aus der Zeit Friedrichs des Großen und Friedrich Wilhelms III. von Duncker,  Max

Max Duncker versammelt in diesem Werk eine Reihe von Abhandlungen zur preußischen Geschichte, die eine ganze Bandbreite von Themen abdecken. So nimmt Duncker in der ersten Abhandlung eine der frühesten Schriften Friedrich II., die 1789 posthum unter dem Titel »Considérations sur l’etat présent du corps politique de l’Europe« erschien, einer genauen Untersuchung vor. Die weiteren von Duncker behandelten Themenkomplexe reichen von der Schlacht bei Kolin über die Besitzergreifung Westpreußens, der Russlandmission Karl Friedrich von dem Knesebecks bis hin zur Phase der französischen Okkupation Preußens. Das Werk bietet somit eine gute Einführung in die preußische Geschichte.

Aktualisiert: 2017-03-23
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Die Neue Welt im Bewußtsein der Italiener und Deutschen des 16. Jahrhunderts.

Die Neue Welt im Bewußtsein der Italiener und Deutschen des 16. Jahrhunderts. von Prosperi,  Adriano, Reinhard,  Wolfgang

Kein weiteres Buch über die Conquista, sondern eines über Europa, über das europäische Bewußtsein, in dem Amerika gespiegelt wird, und das Bild Amerikas, in dem sich Europa spiegelt. Ein Buch über die Wahrnehmung des Anderen, seine Aneignung durch die europäische Kultur und die Medien dieses Prozesses. Deutschland und Italien erweisen sich als besonders geeignete Gegenstände für diese Fragestellung, weil sie zwar mit der Conquista wenig zu tun hatten, im Prozeß der intellektuellen Aneignung aber eine wichtige Rolle spielten, man denke nur an ihren Buchdruck. Immer noch sind viele Beiträge zur schlichten Erfassung von Kartographie und Buchdruck und ihrer Informationen über Amerika zu leisten, bevor man sich mit der alten Frage des Verhältnisses von wahrgenommenem und Wirklichkeit befaßt oder mit den Problemen, die die Neue Welt Europa stellt und die möglicherweise den europäischen Blick ebenfalls befangen machen. Die Kartographie muß ganz wörtlich ein neues Bild von der Welt entwerfen, während der Buchmarkt die vielfältige, neugierige Nachfrage, die von der Entdeckung Amerikas ausgelöst wurde, mit den Berichten von Reisenden, Missionaren und Naturforschern zu befriedigen versteht. Darüber hinaus stellen sich aber auch ethische und andere weiterreichende Fragen. War die Conquista aus der je unterschiedlichen Perspektive von Autoren wie Vitoria, Las Casas und Sepulveda als "gerechter Krieg" legitimiert oder nicht? Und wenn die neuentdeckten "Heiden" christianisiert und damit im Sinne des damaligen Selbstverständnisses der europäischen Kultur "zivilisiert" wurden, handelte es sich dann dabei um ihre bloße Übertölpelung oder ergeben sich daraus vielleicht Impulse für die kulturelle Entwicklung der ganzen westlichen Welt? Natürlich bleiben die Antworten weiter offen, aber die Beiträge des Bandes zeigen doch, wie sehr die angeblichen Probleme der Neuen Welt in Wirklichkeit die der Alten waren und in welchem Ausmaß ihr Bild der Neuen Welt Projektionen europäischer Mythen und Denkmuster enthält.

Aktualisiert: 2017-03-23
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