Otto Griebel

Otto Griebel von Porstmann,  Gisbert, Schmidt,  Johannes

Otto Griebel (1895 - 1972) war einer der interessantesten Künstler der 1920er-Jahre und wesentlicher Protagonist von Dada und der Neuen Sachlichkeit in Dresden. Durch die Vernichtung großer Teile seines Œuvres gelang es dem Künstler nach 1945 nicht, Anschluss an seinen Erfolg vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten zu finden. Auch wenn seine Werke in Überblicksausstellungen zur Kunst der Weimarer Republik nie fehlen, ist Griebel heute vor allem durch die Edition seiner posthum herausgegebenen autobiografischen Schriften Ich war ein Mann der Straße bekannt. Sein vielfältiges Schaffen wurde noch nie im Zusammenhang vorgestellt. Das Werkverzeichnis unternimmt den Versuch, mit der Rekonstruktion des verschollenen und vernichteten Werkteils einen Gesamtüberblick zu Griebels Schaffen anzubieten.

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Maribel Mas: Interferenzen, Zeichnungen und Grafik

Maribel Mas: Interferenzen, Zeichnungen und Grafik von Mas,  Maribel

In den Zeichnungen und Grafiken von Maribel Mas treten die Interferenzen zufällig auf, an den Berührungspunkten der Linien. Unter Verwendung von Schablonen aus Papier kann die Künstlerin straffe Linien ziehen, die dann wie die Saiten eines Musikinstrumentes in Schwingung versetzt werden können. Tatsächlich haben die Wiederholungsmuster serieller Musik einen bemerkenswerten Einfluss auf ihre Arbeit, besonders die minimalistischen Kompositionen von Steve Reich und das Streben nach einer „phase music“, in der identische Klangphasen aufeinander gelegt werden mit minimalen Umstellungen. Mit einem ähnlichen Ansatz spielt die Künstlerin mit der Möglichkeit einer „phase drawing“. Dafür verwendet sie nur die einfachsten Materialien: Papier und Tusche. Das Papier, mehr als eine tragende Oberfläche, wird zum aktiven Element. Den einzigartigen Charakter eines nicht industriellen, nicht standarisierten Materials zu verstehen und entdecken war ein langsamer Prozess, ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit Handwerksmeistern in Japan, die die verschiedenen von ihr verwendeten Papiersorten aus Ganpi-, Mitsumata- und Kouzofasern herstellen.

Aktualisiert: 2017-03-14
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Heiliggeistkirche und Burgerspital in Bern

Heiliggeistkirche und Burgerspital in Bern von Straub,  Jan

Den spektakulären Auftakt zum Weltkulturerbe Bern bilden zwei Barockbauwerke von herausragender Bedeutung: die Heiliggeistkirche und das Burgerspital. Ihr gemeinsamer Ursprung liegt im hochmittelalterlichen Heiliggeistspital, der ersten Wohlfahrtsinstitution der noch jungen Stadt. Der Neubau des unansehnlich gewordenen Komplexes wurde Anfang des 18. Jahrhunderts im grossen Stil geplant, zog sich aber letztlich über fast 30 Jahre hin und endete völlig anders als gedacht: Entgegen der anfänglichen Absicht wurden Spitalkirche und zugehöriger Spitaltrakt zwischen 1725 und 1740 schlussendlich separat errichtet. Dabei entwickelte sich die ehemalige Armenkirche im Laufe der Bauzeit zu einem Prestigebau, der die konfessionsspezifische Zurückhaltung einer reformierten Kirche weit hinter sich lässt und europaweit zu den prachtvollsten, auch eigenständigsten Ausformungen eines calvinistisch beeinflussten Predigtsaals gehört. In ähnlicher Weise wurde das Burgerspital zu einem veritablen Palast für die Armen und zum grössten und künstlerisch wichtigsten Spitalbau der alten Eidgenossenschaft. Die auffallend anspruchsvolle Gestaltung der beiden Bauten, ungewöhnlich in einem traditionell reformierten Gebiet, erklärt sich aus der privilegierten Lage am Stadteingang, vor allem aber aus dem charakteristischen Repräsentationsbedürfnis Berns, des damals mächtigsten Stadtstaates nördlich der Alpen. Beide Institutionen, Burgerspital und Heiliggeistkirche, kommen noch immer ihrer ursprünglichen Aufgabe nach und kümmern sich um das leibliche und spirituelle Wohl von Menschen, die Unterstützung benötigen.

Aktualisiert: 2017-03-14
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Blickachsen 10

Blickachsen 10

Auch im Jubiläumsjahr der "Blickachsen 10" dienen der Lennésche Kurpark Bad Homburgs und dessen landgräflicher Schlosspark als Hauptbühne für die Großskulpturen sowohl renommierter als auch beachtenswerter junger Künstler aus dem In- und Ausland. Das zweijährliche Ereignis, eröffnet neue Sichtweisen auf alltägliche Orte. Hier kann der Spaziergänger in den weitläufigen Parklandschaften hochkarätige Kunst erleben, die eine Symbiose mit ihrer Umgebung eingeht und im Wechsel der Jahreszeiten auf diese reagiert. Die vom Schöpfer des Kurparks, Peter Joseph Lenné, 1856 geschaffenen Blickachsen quer durch den Park sind Namens- und Programmgeber für die Ausstellungsreihe.

Aktualisiert: 2017-03-14
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Natur und Kulisse

Natur und Kulisse von Haberland,  Irene, Winzen,  Matthias

Zu den spannendsten Neuerungen des frühen 19. Jahrhunderts zählt die bürgerliche Öffentlichkeit. Katalog und Ausstellung fragen nach dem konkreten Ort, an dem sich Bürger nach dem Ende adliger Misswirtschaft und kirchlicher Bevormundung zwanglos trafen, einander außerhalb der alten Ständeverfassung begegneten, die Wirkung ihrer neuen Kleiderordnung praktisch ausprobierten, sich amüsierten oder auf einer Bank saßen, das Wetter genossen und Geschäfts- oder Liebesbeziehungen anbahnten: dem Park. Jenseits bäuerlicher oder frühindustrieller Nutzung wurde die Natur gärtnerisch eingehegt, nur um sie desto deutlicher als Natur zu inszenieren. Der Park wurde zur Bühne, die Natur zur Kulisse. Beiträge von: Markus Brunsing, Susanne Grötz, Ursula Grzechca-Mohr, Irene Haberland, Georg Peter Karn, Ulrike Kienzle, Jürgen Schönwälder, Ulrich Maximilian Schumann, Horst Weber, Matthias Winzen.

Aktualisiert: 2017-03-14
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eine weiße Wendeltreppe liegt am Straßenrand

eine weiße Wendeltreppe liegt am Straßenrand von Möschel,  Ulrike

Wörter werden durchgestrichen, sind unleserlich oder verschwinden gänzlich, verdeckte Lettern sind weiß wie das Papier. Einzelne Satzteile werden herausgesprengt, der Text transformiert zu einer reliefartigen Struktur und es entstehen poetische und visuelle Formulierungen, die eine Vielzahl möglicher Assoziationen hervorrufen können – etwa an eine Musikpartitur, eine schwindende Traumerinnerung, die georgische Schrift oder gar Zensur … Das Künstlerbuch eine weiße Wendeltreppe liegt am Straßenrand beschreibt den zweimonatigen Georgien-Aufenthalt der bildenden Künstlerin Ulrike Möschel im Herbst 2015. Schrift und Photographie werden in dem Versuch miteinander verwoben, Erinnerungen zu fixieren und daraus ein Zeitdokument als künstlerisches Objekt zu formen, in dem die Schwierigkeit, Ephemeres festzuhalten, ihre Entsprechung in der schwindenden Schrift und der Beiläufigkeit der Photographien findet. Die in unbearbeiteter Form einem ethnographischen Feldtagebuch ähnelnden Aufzeichnungen wandeln sich zu einem abstrakt anmutenden Wortgefüge, die spontanen und oft momenthaften Photographien bilden eigenständige Bildstrecken, verketten sich aber dennoch subtil mit den Satzfragmenten. Faktisch-historische und kulturelle Gegebenheiten der bereisten Region werden – gleich einem komplexen Teppichmuster – verknüpft mit subjektiven Beobachtungen und einer intensiven Innenschau. Die Bearbeitung des Textes wurde begleitet von der Lektüre von Annemarie Schwarzenbachs »Tod in Persien«, dessen melancholisches Klima und Paradox des »unpersönlichen Tagebuchs« einen Widerhall in diesem Künstlerbuch finden. Die lesbaren Bruchstücke entstehen somit in einem Spannungsfeld der sowohl auf die Innen- als auch auf die Außenwelt gerichteten Aufzeichnungen einer Reisenden.

Aktualisiert: 2017-03-14
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