Das Sachsenross unterm Hakenkreuz

Das Sachsenross unterm Hakenkreuz von Stillfried von,  Janet
Hannover setzte als Gauhauptstadt in Pflichterfüllung und Euphorie für den NS-Staat Maßstäbe. Gleich zur Machtergreifung am 30. Januar 1933 versammelten sich begeisterte Nationalsozialisten zu einem Fackelzug auf dem Welfenplatz, und bereits im April 1933 wurde Adolf Hitler zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Die rassische und politische Verfolgung von erklärten 'Feinden' des NS-Systems setzte unmittelbar ein. Forschungseinrichtungen, Justiz, Polizei und kulturelle Einrichtungen in der Stadt und seiner Umgebung arbeiteten im Sinne der NS-Ideologie. Die bedeutendsten öffentlichen Grünanlagen sind während der NS-Herrschaft entstanden und begeistern noch heute Hannoveraner und seine Touristen. Bis zum Kriegsbeginn wurde das Image als 'Großstadt im Grünen' mit dem Ankauf des Herrenhäuser Barockgartens, des Berggartens, dem Bau des Maschsees, des Hermann-Löns-Parks und der Umgestaltung der vorderen Eilenriede von den Nationalsozialisten gefestigt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen, der versprochene Wohnungsbau mit einer Sanierung der Altstadt und der Umbau des Ballhofs zum Hitlerjugendheim, gehörten zu einer gezielten NS-Propagandapolitik. Viele Projekte waren bereits geplant, bevor sie im Sinne der neuen Machthaber belebt und in die Tat umgesetzt wurden. Dieser Reiseführer soll die NS-Spuren sichtbar und begehbar machen. In Hannover und seiner Umgebung ist die Gegenwart – fast unsichtbar und doch immer spürbar – mit den Abgründen der nationalsozialistischen Vergangenheit verbunden.
Aktualisiert: 2017-07-28
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KZ Leitmeritz

KZ Leitmeritz von Cziborra,  Pascal
Mehr als 18.000 Häftlinge durchliefen das Außenlager Leitmeritz des KZ Flossenbürg, wo seit dem Frühjahr 1944 eine Untertageverlagerung für den Auto Union Konzern entstand. Vorstandsvorsitzender Richard Bruhn hatte sich selbst um das Auffinden eines Höhlenvorkommens bemüht und das Verlagerungsprojekt vorangetrieben. In den Stollen „Richard I“ eines ehemaligen Kalkbergwerks im Sudetenland sollten Fabrikationsräume der Elsabe AG für Panzermotoren eingerichtet werden, um vor Luftangriffen geschützt zu sein. In einem zweiten Stollen „Richard II“ sollte zudem die Firma Osram KG mit ihrer kriegswichtigen Produktion von Molybdänerzeugnissen einziehen. Zur Aufnahme der Fertigung kam es dort kriegsbedingt aber nicht mehr. Die männlichen Häftlinge wurden aus Dachau, Auschwitz, Groß Rosen und Buchenwald überstellt, die weiblichen Häftlinge aus Ravensbrück. Kranke wurden zurück ins Stammlager Flossenbürg oder nach Bergen-Belsen abgeschoben. Im Winter 1944/45 brach eine Ruhr- und Typhusepidemie im Lager aus. Die Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Großbaustelle des SS-Baustabs B5, im Kommando Elsabe und im KZ-Lager Leitmeritz waren so miserabel und menschenverachtend, dass über 3.500 Häftlinge in Leitmeritz starben oder ermordet wurden. Mehr als 1.000 weitere Todesfälle ereigneten sich nach Überstellung in andere Lager. Im April 1945 war Leitmeritz Anlaufstation vieler Todesmärsche und Evakuierungstransporte aus Flossenbürger Außenlagern vor allem in Sachsen und aus dem KZ Buchenwald. Zeitweilig waren etwa 9.000 Häftlinge auf dem Lagergelände, der Reithalle und den Stallungen einer tschechischen Kaserne, untergebracht. Rund 4.000 Häftlinge wurden zu Kriegsende in einem Zug über Roztoky, Prag und Budweis evakuiert; viele andere, vor allem Juden, nach Theresienstadt überführt oder in kleinen Gruppen entlassen. Zahlreiche Fotos und Zeitzeugenberichte komplettieren Cziborras wissenschaftliche Dokumentation. Aus der Nachkriegsfirmierung der Auto Union in Ingolstadt ging die Audi AG als eigenständiger Autohersteller hervor. Spät stellte sich dieser seiner nationalsozialistischen Vergangenheit.
Aktualisiert: 2017-08-04
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Wer waren die 999er?

Wer waren die 999er? von Suhling,  Ursula
»999er« hießen die Soldaten eines Strafbataillons der Wehrmacht, die die hohen Kriegsverluste im Zweiten Weltkrieg ausgleichen sollten, obwohl sie wegen ihrer Haftstrafen als »wehrunwürdig« galten. Von den Hamburger 999ern waren etwa 60% Antifaschisten, die vor Deportation und Fronteinsatz jahrelang in Zuchthäusern und Konzentrationslagern inhaftiert waren, die meisten wegen »Vorbereitung zum Hochverrat«. Ursula Suhling erbrachte 2014 den Nachweis, dass nicht nur Juden, Sinti und Roma vom Hannoverschen Bahnhof in den Tod geschickt wurden, sondern auch die 999er. Das Echo auf ihr erstes Buch und vor allem die Zusammenarbeit mit dem engagierten Spezialisten der Strafsoldaten-Forschung Hans-Peter Klausch (1954-2016) motivierte die Autorin, weiterzuforschen – nicht zuletzt damit am Gedenkort Hannoverscher Bahnhof die Verdienste verfolgter Antifaschisten endlich angemessen gewürdigt werden.
Aktualisiert: 2017-07-06
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Entwicklung und Einsatz landgestützter Fernbomber bei den kriegführenden Mächten

Entwicklung und Einsatz landgestützter Fernbomber bei den kriegführenden Mächten von Hellmold,  Wilhelm
Der Zeitverlauf vor und während des ersten Weltkrieges gehört zu den wechselvollsten Jahren in der Entwicklungsgeschichte der europäischen Luftfahrt.Die Amerikaner, die als Erste den Motorflugprobten und in Europa vorführten, überließen den Franzosen die Führung. Im Flugmotorenbau, in der Entwicklung der Zellen und der industriellen Fertigung. In der Anfangszeit kauften die Deutschen ihre Flugzeuge, bauten die gekauften Maschinen um und entwickelten Eigenkonstruktion.Ohne sich an der Rivalität der Deutschen und Franzosen zu beteiligen, entwickelten die Russen und Italiener hervorragende Bombenflugzeue, mit denen sie in den ersten Weltkrieg zogen. Diese spannende Entwicklung lege ich Ihnen vor.Wie schwierig selbst amtliche Dokumente zu beurteilen sind zeigen Unterlagen über den ersten strategischen Luftangriff im 1. Weltkrieg, der nur ein Teil der Dokumentation ist. In den frühen Morgenstunden des 27. Mai 1915 flog die „1ere Group de Bombardement derAviation Militaire France“ den ersten strategischen Luftangriff auf die Werksanlagen der BASF in Ludwigshafen.Aus dem Inhalt: Europas Großmächte marschieren in den 1. Weltkrieg – Erfahrungen im Luftkrieg fehlen / Die geheime Aufstellung des ersten deutschen Bomberverbandes im November 1914, Tarnbezeichnung B.A.O. (Brieftauben-Abteilung Ostende) / Ingenieur Oskar Ursinus baut den ersten 2-motorigen deutschen Bomber für die Fliegertruppe 1914 / Frankreichs Wege zur Bomberentwicklung. Strategische und taktische Einsätze / Gothaer Waggonfabrik: Entwicklung und Bau der ersten deutschen Langstrecken-Bomber / Entwicklung der deutschen Riesenflugzeuge.Bau und Erprobung in sieben Flugzeugwerken / Ingenieur Gianni Caproni und der Bomberbau in Italien 1913 – 1918. Einsätze der italienischen Luftwaffe / Luftschiffe: Entwicklung und Einsatz. Symbol der Macht des deutschen Kaiserreiches / Das Kampfgeschwader 1, Sommer 1916. Erprobungskommando an der Balkanfront / Igor Skorsky und die Bomberentwicklung im zaristischen Russland 1913 – 1917 / Das waren die Konstrukteure und Firmen, die Englands Bomber entwickelten (1914 – 1918) / Einsätze des Bombengeschwaders 4 im Krieg gegen Italien an der Isonzo-Front – Dezember 1917 - Februar 1918). Erprobung größerer Bombereinheiten bei Nachtangriffen / Die Situation im industriellen Flugzeugbau unter Kriegsbedingungen und der Stand der Luftfahrtforschung / Luftschiff- und Flugzeugfabrik Schütte-Lanz Mannheim, Professor Johann Schütte / Tages- und Nachtangriffe auf die Britische Insel 1917 - 1918
Aktualisiert: 2017-07-20
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Verlorene Jahre

Verlorene Jahre von Ritter,  Walter
Der Titel klingt zunächst wenig originell, zumal sich seit 1945 viele ehemalige Kriegsteilnehmer aus unterschiedlichen Gründen ihre persönlichen Erinnerungen an Krieg und Gefangenschaft von der Seele geschrieben haben. Dieses Buch ist anders, zumal der Autor seine Erinnerungen zu Lebzeiten nicht veröffentlicht wissen wollte und einer Veröffentlichung nach seinem Tod nur mit Zögern zugestimmt hat. Vordergründig handelt es sich um einen nüchternen Erlebnisbericht, der nichts beschönigen möchte. Die Frage nach Schuld und Verantwortung wird weitgehend dem Leser überlassen, den der Autor zwischen 1939 und 1949 als Soldat durch zahlreiche Staaten Europas sowie Libyen und Ägypten führt. Die Zeit in sowjetischer Kriegsgefangenschaft nimmt dabei fast den gleichen Raum ein wie der Einsatz an verschiedenen Fronten des 2. Weltkriegs. Mit seinem 1939 abgelegten Abitur hatte Walter Ritter eigentlich Volksschullehrer werden wollen. Die Welt, die er sich nach 1939 mit seiner schulischen Ausbildung hätte erschließen können, gab es 1949 nicht mehr – lediglich die Frage nach der eigenen Verantwortung und der seiner Lehrer und militärischen Vorgesetzten stand im Raum, sowie die Frage, warum ausgerechnet man selbst so viel mehr Glück als andere gehabt hat. Ein Jahr vor seinem Tod im Jahre 2014 nahm Walter Ritter Einsicht in seine Abiturakten. Seine frühere Schule ist inzwischen ein modernes und weltoffenes Gymnasium, das sich mit seiner Geschichte kritisch auseinandersetzt. Unter der Anleitung von Dr. Alexander Ritter, dem Neffen des verstorbenen Autors, mache?n sich nun Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche, um in kritischer Auseinandersetzung mit Vorbildern und Bildungsidealen auch für sich selbst Fragen zu beantworten, auf die Walter Ritter zu Lebzeiten keine Antwort gefunden hat.
Aktualisiert: 2017-07-18
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Die Gepanzerten. Geschichte der Schwetzinger Panzer 1938-1945

Die Gepanzerten. Geschichte der Schwetzinger Panzer 1938-1945 von Münch,  Karlheinz, Trojca,  Waldemar
Von November 1938 bis März 1945 war Schwetzingen Garnisonsstandort für Panzer-Einheiten der deutschen Wehrmacht. Anfangs für die I. Abteilung/Panzer-Regiment 23, die in die neu gebaute Kaserne an der Friedrichsfelder Landstraße eingezogen war und von hier aus am Polenfeldzug 1939 und am Frankreich-Feldzug 1940 teilnahm. Nach Beendigung der Kämpfe in Frankreich im Juni 1940 kehrte diese Einheit aber nicht mehr hierher zurück und Schwetzingen wurde als Standort für eine Panzer-Ersatz-Abteilung erwählt. Im Frühjahr 1941 wurde in Schwetzingen die Panzer-Ersatz-Abteilung 100 errichtet und nach deren Verlegung, im Frühjahr 1942, wurde die Panzer-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 204 aufgestellt. Diese für die Ausbildung von Panzerbesatzungen zuständige Einheit verblieb dann bis März 1945 in der Schwetzinger Panzerkaserne. Die Geschehnisse zum Kriegsende am 30. März 1945 in Schwetzingen bilden den Abschluss des vorliegenden Buches. Dem Autor ist es in jahrelangen Recherchen gelungen, eine heimatgeschichtliche Dokumentation zu erarbeiten. Mit über 600 fast ausschließlich bisher unbekannten Fotografien und Dokumenten veranschaulicht er die Geschichte der Schwetzinger Panzerkaserne und der darin stationierten Einheiten ebenso wie das Kriegsende in seiner Heimatstadt. Der interessierte Leser und sicherlich viele Schwetzinger können sich mit diesem Buch auf eine Zeitreise begeben, das das damalige Zeitgeschehen anschaulich in Wort und Bild wiedergibt. Die Fülle zeitgenössischer Fotos von Militärfahrzeugen und vor allem verschiedener Panzer ist für Modellbauer ein reicher Fundus.
Aktualisiert: 2017-08-04
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Der Fall Foerster

Der Fall Foerster von Jochem,  Clemens
W. R. Foerster war einer der führenden Industriellen Japans. In seiner Fabrik, der NICHIDOKU KIKAI SEISAKUJO, beschäftigte er während der Zeit des Nationalsozialismus eine beträchtliche Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und den besetzten Gebieten. Mithilfe des „Jüdischen Flüchtlingskomitees“ sorgte Foerster für alle notwendigen Einreiseformalitäten und übernahm die anfallenden Reisekosten. Aufgrund seines Widerstandes wurde er im Mai 1943 auf Veranlassung deutscher Stellen, unter dem Vorwand der Spionage zu Gunsten der Sowjetunion, verhaftet und gefoltert. Anhand noch verfügbarer Akten wird sein Leben erstmals rekonstruiert. Dem Autor gelingt es, das Geflecht aus Lügen und Desinformation ehemaliger deutscher NS-Beamter, dem sich Willi Foerster bis zu seinem Tod 1966 ausgesetzt sah, zu durchbrechen.
Aktualisiert: 2017-08-15
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Unbekannter Holocaust im Osten Europas

Unbekannter Holocaust im Osten Europas von Heistver,  Alexey
Zeitzeugen und Experten des Vereins „Phönix“ der postsowjetischen Child Survivors berichten über die grauenhaften Massenmorde der Nazis in Osteuropa bis 1945. Sie verdeutlichen, wie vor allem in den baltischen Ländern und der Westukraine bereits 1941 Tausende von Juden noch vor Eindringen der Wehrmachtstruppen von den Einheimischen ausgeraubt und ermordet wurden. Viele von ihnen brechen erstmals ihr jahrzehntelanges Schweigen. Hunderte Verfolgte kamen voller Hoffnung nach Deutschland – aber deutsche Behörden verweigerten ihnen den Status von „Verfolgten des Nazi-Regimes“, mit gravierenden sozialen und ökonomischen Folgen für den Einzelnen.
Aktualisiert: 2017-06-22
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Das Rittergut Garzau und jüdische Zwangsarbeit

Das Rittergut Garzau und jüdische Zwangsarbeit von Schwarz,  Erika, Schwarz,  Gerhard, Simon,  Hermann
Garzau, östlich von Berlin, ist weit über die lokalen Grenzen hinweg durch den preußischen Kartografen Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau (1743–1806) bekannt. Auf dem Areal seines Rittergutes hatte der General einen Landschaftsgarten errichten lassen. Heute zeugt lediglich die 2010 rekonstruierte, ursprünglich als Grabmal gedachte größte Feldsteinpyramide Deutschlands noch von der einstigen Blütezeit des Parks. Die wenigsten der zahlreichen Besucher dürften um die Verbindung des Anwesens und seiner späteren Eigentümer mit der jüdischen Geschichte Berlin-Brandenburgs wissen. Paul von Rohrscheidt und sein Sohn Hans, beide eng verwandt mit Katia Pringsheim, der Gattin des Nobelpreisträgers Thomas Mann, führten das Gut Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu wirtschaftlichem Aufschwung. Von 1939 bis 1943 mussten auf dem Besitz Jüdinnen und Juden Zwangsarbeit für die Kriegswirtschaft leisten. Erika und Gerhard Schwarz beschreiben erstmalig das „Jüdische Arbeitseinsatzlager Garzau“, seine Entstehung, Funktion und Verwaltung als Bestandteil der faschistischen Judenverfolgung und rekonstruieren die Biografien der ehemaligen Insassen. Keiner von ihnen überlebte den Holocaust. Die Autoren stützen ihre detektivische Recherche auf einen bisher nicht ausgewerteten Schriftwechsel, der sie von Garzau nach Berlin, Fürstenwalde, Paris, Zürich, London, New York, Tel Aviv und Auschwitz brachte. Dieses Buch soll auch Anregung zur Erforschung der jüdischen Zwangsarbeit in über 20 anderen Orten Brandenburgs sein.
Aktualisiert: 2017-08-07
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General der Gebirgstruppe Hans Schlemmer

General der Gebirgstruppe Hans Schlemmer von Kaltenegger,  Roland
Dies ist die Geschichte von General der Gebirgstruppe Hans Schlemmer. Am 18. Januar 1893 in Nesselwang im Allgäu geboren, trat er nach dem Abitur als Fahnenjunker in das 2. bayerische Pionierbataillon ein und wurde kurz vor Kriegsausbruch 1914 in das 5. bayerische Feldartillerieregiment nach Landau in der Pfalz versetzt. Mit ihm zog er in den Ersten Weltkrieg, den er als Zug- und Batterieführer bestritt. In die Reichswehr übernommen, diente Hans Schlemmer jahrelang bei der II. Abteilung des (Gebirgs-) Artillerieregiments in Landsberg am Lech und studierte an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Im Herbst 1938 wurde er zum Kommandeur der III. schweren Abteilung des Gebirgsartillerieregiments 111 der 2. Gebirgsdivision in Innsbruck ernannt. Nach dem Polenfeldzug nahm er als Kommandeur des Artillerieregiments 7 am Frankreichfeldzug teil. Ende 1941 wurde er während des Russlandfeldzuges im Mittelabschnitt der Ostfront mit der Führung der sich in schwieriger Lage befindenden 134. Infanteriedivision beauftragt, die er innerhalb kurzer Zeit wieder in einen kampfstarken Großverband verwandelte und hervorragende Abwehrerfolge mit ihr erzielte, für die er am 21. April 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Nach den harten Rückzugsgefechten, die sich an die erfolglose Operation „Zitadelle“ im Großraum Kursk anschlossen, wurde Hans Schlemmer am 18. Januar 1944 das 369. Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für seine Führungsleistung als Kommandeur der 134. Infanteriedivision verliehen. Am 2. Juli 1944 übernahm der am 9. November 1944 zum General der Gebirgstruppe beförderte Hans Schlemmer die Führung des LXXV. Armeekorps im Rahmen der Armee „Ligurien“ an der Westalpenfront, die er bis zur Kapitulation auf dem oberitalienischen Kriegsschauplatz führte.
Aktualisiert: 2017-07-24
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In der Hölle der Atlantikschlacht

In der Hölle der Atlantikschlacht von Röll,  Hans-Joachim, Wende,  Thomas
Dies ist die Geschichte von Oberleutnant zur See Rudolf Walther. Am 30. Juni 1922 in Dohna, Sachsen, geboren, trat er am 1. Oktober 1940 als Seeoffiziersanwärter in die Kriegsmarine ein. Er hatte dort zunächst seine Grundausbildung zu durchlaufen, gefolgt von der praktischen Bordausbildung auf dem Zerstörer Z 24 und als Fähnrich zur See auf U 87. Mit U 87 nahm er an zwei Feindfahrten unter Kapitänleutnant Joachim Berger teil, die ihn vom Nordatlantik bis zur Neufundlandbank und Nova Scotia führten. Ab April 1942 begannen für Rudolf Walther die eigentlichen Wachoffizierslehrgänge an den verschiedenen Marineschulen im Wechsel mit praktischen Bordausbildungen. Als überzähliger Wachoffizier auf U 231 kommandiert, machte er mit diesem U-Boot noch einmal alle Übungen und Manöver der Agru-Front mit. Schließlich wurde er als I. Wachoffizier auf U 256 kommandiert, eines der wenigen U-Boote, die zu einem Flak-U-Boot umgebaut worden waren und das unter dem Kommando von Werner Brauel stand. Auf diesem Boot erlebte er die Hölle der Atlantikschlacht der Jahre 1943 und 1944. Schon längst waren die deutschen Unterseeboote vom Jäger zum Gejagten geworden. Vor allem die Fähigkeiten des mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichneten Wilhelm Brauel waren es, die U 256 immer wieder zurück in den Stützpunkt Brest nach Frankreich führten. Mit Beginn der Invasion am 6. Juni 1944 stand auch U 256 am Gegner, wurde allerdings durch Bombentreffer derart beschädigt, dass es zurück zum Stützpunkt musste. Die Besatzung von U 256 übernahm U 92 in Brest und Rudolf Walther war wiederum als I. Wachoffizier mit an Bord. Auf U 92 erlebte er eine Feindfahrt im englischen Kanal und die anschließende Überführung des Bootes nach Norwegen. Zurück in Deutschland musste Rudolf Walther Abschied von den Männern nehmen, mit denen er eineinhalb Jahre die Hölle des Nordatlantiks geteilt hatte. Im Januar 1945 folgte ein Kommandantenlehrgang in Danzig und die Kommandierung als überzähliger Kommandantenschüler auf U 3011, einem Boot von Typ XXI, des zu dieser Zeit wohl modernsten U-Bootes der Welt.
Aktualisiert: 2017-07-25
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Im Fadenkreuz der Scharfschützen

Im Fadenkreuz der Scharfschützen von Gilbert,  Adrian, McKenney,  Tom C., Mills,  Dan, Moorhouse,  Roger, Newark,  Tim, Pegler,  Martin, Plaster,  John L., Sasser,  Charles W., Spicer,  Mark, Thompson,  Leroy, Tonkin,  John B.
- Ein stiller Landwirt und Elchjäger bietet der sowjetischen Armee in den eisigen Weiten Kareliens die Stirn. - Eine wunderschöne junge russische Geschichtsstudentin wird in der Verteidigung für ihr Land zur erfolgreichsten Scharfschützin des 2. Weltkriegs. - Ein bescheidener amerikanischer Farmerssohn vollbringt am Kasserinpass Erstaunliches. - Ein patriotischer japanischer Soldat gibt auf einer einsamen Insel im Pazifik mit seinem letzten Schuss sein Leben für das Vaterland. Die vorliegende außergewöhnliche, interessante und informative Anthologie beleuchtet in fesselnder Weise die Erfolgs- und Lebensgeschichten von zehn erfolgreichen Scharfschützen des Zweiten Weltkriegs wie Simo Häyhä, Ljudmila Pawlitschenko, Wassili Saizew, Sepp Allerberger, Harry M. Furness und viele mehr. Im Privatleben still und bescheiden, wurden sie durch die Umstände des Kriegs gezwungen, ihre Aufgaben an den Fronten zu erfüllen. Jeder von ihnen war hervorragend, ohne sich mit seinen Taten zu brüsten. Die einzelnen Porträts wurden von namhaften englischsprachigen Militärjournalisten verfasst, die es damit ausnahmslos geschafft haben, die Scharfschützen und deren Kriegserlebnisse anschaulich und fesselnd darzustellen. Von der Beschreibung der Gewehre und des Umgangs der Schützen mit diesen, bis zur Schilderung von Tarntechniken und Geländeerkundungen erfährt der Leser alles über die Lebens- und Kampfsituationen dieser Soldaten. Ein ganzes Kapitel widmet sich der Entwicklung der Schulung von Scharfschützen während des 2. Weltkriegs, die maßgeblich von dem englischen Hauptmann Clifford Shore vorangetrieben wurde. Seine Erkenntnisse sammelte er in einem Buch, das später auch in der Scharfschützenausbildung anderer Länder Verwendung finden sollte. Der vorliegende Band wird durch umfangreiches Fotomaterial vervollständigt. Ein sehr lesenswertes Werk für alle, an diesem Thema interessierten Leser.
Aktualisiert: 2017-07-24
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