Das Abseits als Zentrum

Das Abseits als Zentrum von Fink, Wolfgang, Knopper, Françoise

Zum Außenseiter wurde man im 18. Jahrhundert vor allem aus sozialen und religiösen Gründen, weniger wegen dezidiert politischer Überzeugungen – selbst wenn religiöse bzw. konfessionelle Dissidenz oft politisch bewertet und deshalb sanktioniert wurde. Die Trennungslinie zwischen Zentrum – als Bildungs- und Wirtschaftsbürgertum und dessen dominierenden Diskursen – und Abseits wurde von jenem Minimalkonsens zwischen Friedrich II. und Christian Wolff gezogen, der nicht überschritten werden durfte. Sonst drohten die Verdrängung ins soziale und kulturelle Abseits, wenn nicht gar die Bücherverbrennung – öffentlich und von den höchsten Reichsinstanzen inszeniert – und die politische Verfolgung. Viele der hier vorgestellten Autobiographien wurden von den sozial- und/oder kulturhistorischen Paradigmen verpflichteten Werken zur Geschichte der deutschen Autobiographie vernachlässigt, sodass sich ein rigider, an den historischen Realitäten und Praktiken vorbeilaufender Kanon ergeben hat. Die hier versammelten Studien versuchen, den ins Abseits gedrängten deutschen Aufklärern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Nicht etwa, um diese nachträglich zu heroisieren oder zu Trägern niemals realisierter und realisierbarer politischer Projekte zu stilisieren, sondern um deren Werke in die Geschichte der deutschen Autobiographie zu reintegrieren und den Blick vom Abseits ins Zentrum zu ermöglichen. Der Band ist der fünfte einer Reihe, die die Ergebnisse der Tagungen einer deutschfranzösischen CIERA-Forschergruppe zum Verhältnis von populärem und gelehrtem Wissen im 17. und 18. Jahrhundert veröffentlicht, aber auch allen Forschungsarbeiten zu einschlägigen Themen offensteht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes sind Germanisten, Kulturwissenschaftler und Historiker.

Aktualisiert: 2017-02-09
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Enttäuschte Hoffnungen und immenses Misstrauen

Enttäuschte Hoffnungen und immenses Misstrauen von Evers, Markus

In dem vorliegenden Band spürt der Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg, den Blicken von "Altdeutschen" auf Elsass-Lothringen und seine angestammte Bevölkerung im Ersten Weltkrieg nach. Damit liegt erstmals eine Spezialdarstellung zu den 'rechtsrheinischen' Wahrnehmungen dieser umstrittenen Grenzregionen während der letzten Phase der Reichslandzeit vor. Darüber hinaus skizziert das Buch die Grundlagen und Entwicklungslinien "altdeutscher" Elsass-Lothringen-Perzeptionen für den Zeitraum von 1870 bis 1914. Für dieses Vorhaben wurde eine große Bandbreite an Quellen herangezogen, von denen viele - wie z.B. die "altdeutschen" Elsassromane aus der Zeit des Ersten Weltkrieges - bisher keine Berücksichtigung in der Forschung gefunden haben.

Aktualisiert: 2017-02-09
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Für die Ehre Sachsens

Für die Ehre Sachsens von Winter, Robert

Das Sächsische Korps wurde 1757 von Prinz Xaver, einem sächsischen Prinzen aus dem Hause der al-bertinischen Wettiner, aus sogenannten Revertenten in Ungarn aufgebaut. Unter dem Oberbefehl Prinz Xavers nahm das Korps (als Verbündeter Frankreichs) an vielen Schlachten und Gefechten während des Siebenjährigen Krieges teil. Die Kampfhandlungen konzentrierten sich auf Westdeutschland und ab 1760/61 auch auf Thüringen. Weite Teile Hessens, Niedersachsens und Thüringens wur-den von den Franzosen und ihren sächsischen Verbündeten kontrolliert. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die von Prinz Xaver eingeleitete Heeresreform dar.Robert Winter (Pseudonym), freier Autor; 1962 in Leinefelde (Thür.) geboren. Ende der achtzi-ger Jahre erste schriftstellerische Versuche (Gedichte, Kurzgeschichten, Aufsätze). 1992 erste Abhandlung zur Geschichte der nordamerikanischen Kolonien. Später ver-stärkt Hinwendung zu Themen der Aufarbeitung der NS-Geschichte. Seit 2005 Kritische Auseinandersetzung mit der Musikszene der früheren DDR sowie die Beschäftigung mit Themen im Bereich politisches Sachbuch.Robert Winter veröffentlichte bereits unter seinem Geburtsnamen eine Anzahl Aufsätze und Publikatonen.

Aktualisiert: 2017-01-25
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Die k. u. k. Luftfahrtruppen

Die k. u. k. Luftfahrtruppen von Bläsi, Walter, Tötschinger, Bernhard

Obwohl die Donaumonarchie in den Jahren vor 1914 auf dem Gebiet der Luftfahrt zu den führenden Staaten gehört hatte, war es bei Ausbruch des Krieges nur unter größten Anstrengungen möglich, Fliegerkompanien ins Feld zu schicken. Weil das vorhandene Flugzeugmaterial nicht kriegstauglich war, mussten in aller Eile Flugzeuge und Motoren vom verbündeten Deutschland angekauft werden. 1915 gelang es schließlich, die Flugzeugproduktion und Pilotenausbildung anzukurbeln. Gegen Kriegsende machten sich aber die allgemeine wirtschaftliche Ermattung Österreich-Ungarns und die Überlegenheit der Alliierten spürbar bemerkbar. Walter Blasi und Bernhard Tötschinger setzen in diesem Buch den k. u. k. Luftfahrtruppen ein einmaliges Denkmal. Sie skizzieren die Geschichte dieser jungen Truppen und haben eine Vielzahl bisher noch nicht veröffentlichter Bilder zusammengetragen. Das Ergebnis ist eine faszinierende Darstellung dieses bisher kaum dokumentierten Teils der österreichisch ungarischen Militärgeschichte. Aus dem Inhalt: Der Beginn der militärischen Fliegerei „Schwerer als Luft“ in der Donaumonarchie; Camillo Castiglioni – der Herr der Luftfahrtindustrie; Die Helden der Lüfte; Die Seeflieger der k. u. k. Kriegsmarine; Die Flugzeugfabriken in Österreich-Ungarn; Was von den k. u. k. Luftfahrtruppen übrig blieb.

Aktualisiert: 2017-01-12
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Das Kriegshandwerk der Deutschen / Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717-1945.

Das Kriegshandwerk der Deutschen / Das Kriegshandwerk der Deutschen. Preußen und Potsdam 1717-1945. von Schobeß, Volker

Im nun vorliegenden Band II des Buchprojekts "Das Kriegshandwerk der Deutschen" findet der Leser eine Fülle von unbekannten Fotos und Dokumenten, die im Band I keinen Platz mehr fanden. Der gesamte Stoff in diesem Buch korrespondiert eng mit den Kapiteln des ersten Bandes und bietet darüber hinaus auch neue Themen, die in der jüngeren Militärgeschichtsschreibung kaum noch anzutreffen sind. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht wieder die Preußische/Deutsche Armee, die ja das reale Spiegelbild unserer militärgeschichtlichen Vergangenheit bildet. Eine Armee als politische Institution also, die wichtig für den Erhalt der innerstaatlichen Ordnung und durch ihre Professionalität ein Garant für die Sicherheit des eigenen Landes zu sein schien. Das Buch enthält mehr als 680 Abbildungen. Als kleine Sensation kann der Abdruck von etwa 100 Glasbildnegativen des Berliner Hoffotografen Max Ziesler bezeichnet werden. Die Fotos von Ziesler dokumentieren und illustrieren den Zeitraum der berühmten Wilhelminischen Ära von 1886 bis 1895. Zu den zahlreichen hier nachzulesenden Einzeldarstellungen, die sich mit der Garnisonstadt Potsdam und der Preußischen Armee beschäftigen, gehört auch die Geschichte der Garnisonkirche. Mit der einmaligen Grablege Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen wurde sie für Jahrhunderte zum Mittelpunkt der militärischen Erinnerungskultur in Deutschland. Den mit ihr verbundenen Ereignissen, bis hin zum Tag von Potsdam, wird vom Autor detailliert nachgegangen. Am Ende der hier vorgelegten Militärgeschichtsschreibung steht das Jahr 1945 und damit die Ausschaltung einer der gefährlichsten Armeen der Weltgeschichte, der deutschen Wehrmacht. In diesem Kontext interessiert den Autor vor allem der militärische Widerstand gegen Adolf Hitler, der ja in Potsdam seinen Ursprung nahm. Der Leser findet daher, neben einer umfangreichen Einführung, zahlreiches historisches Fotomaterial über das Potsdamer Infanterie-Regiment 9, aus dessen Ersatz-Bataillon sich der Kern der mutigen Verschwörer von einst herausgebildet hatte!

Aktualisiert: 2017-01-10
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Revolution in Haiti

Revolution in Haiti von Hanke, Philipp

1791 begann im heutigen Haiti, der französischen Kolonie Saint-Domingue, ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung: der einzige erfolgreiche Sklavenaufstand der Geschichte. In ihm verdichteten sich die Widersprüche des Zeitalters, das den bürgerlichen Westen hervorbrachte, zur radikalsten Revolution der Epoche. Die Prinzipien von 1789 entwickelten in der ertragreichsten Kolonie ihrer Zeit eine eigene Dynamik. Während französische Kolonisten mit aller Gewalt an der auf Sklaverei und Rassismus beruhenden Herrschaft festhielten, setzten die Sklaven mit ihrem Aufstand eine Entwicklung in Gang, welche das gesamte Modell europäischer Expansion westlich des Atlantiks negierte. Haiti wurde nach den Vereinigten Staaten der zweite unabhängige Staat in der neuen Welt und das erste Land, in dem per Verfassung Sklaverei und rassistische Diskriminierung verboten waren. Philipp Hanke schildert die koloniale Welt von Saint-Domingue, die ideologischen Ursprünge und den Verlauf der Revolution sowie den Kampf der BürgerInnen Haitis um Unabhängigkeit, der bis heute nicht abgeschlossen ist.

Aktualisiert: 2016-12-22
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Ludwig II. und sein Paradies am Starnberger See

Ludwig II. und sein Paradies am Starnberger See von Schweiggert, Ludwig

König Ludwig II. hielt sich zeitlebens gerne am Starnberger See auf. Mittelpunkt dieser paradiesischen Gegend waren für ihn neben Schloss Berg, der Roseninsel und Possenhofen auch viele andere Orte wie Starnberg und Kempfenhausen, Allmannshausen und Ammerland, Ambach und Seeshaupt, Tutzing, Garatshausen und Feldafing. Vor allem des Königs Lieblingsschloss Berg, wo auch sein Leben endete, erwacht mit seinen Räumen, dem herrlichen Park und sämtlichen bewegenden Erlebnissen erstmals in diesem Buch zum Leben. Zahlreiche Abbildungen bringen das Starnberger Paradies auch visuell nahe.

Aktualisiert: 2017-01-09
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