Die Negersklaven

Die Negersklaven von Georgi,  André, Köhler,  Sigrid G., Kotzebue,  August von
William besucht seinen Bruder John, der auf Jamaika eine Sklavenplantage besitzt, und wird Zeuge der Grausamkeiten der Sklaverei: Die Sklavin Ada kann ihren Mann, von dem sie seit ihrer Gefangennahme in Afrika getrennt ist, nicht vergessen. Und der alte Ayos hat sich freiwillig in die Sklaverei begeben, um seinen verschleppten Sohn wiederzufinden. Die beiden Brüder geraten über die Frage der Sklaverei in einen immer weiter eskalierenden Konflikt: Während William den Sklaven beisteht und für deren Freiheit plädiert, wird John immer brutaler: Er zwingt Ada dazu, seine Mätresse zu werden – andernfalls will er ihren wiedergefundenen Mann töten lassen. Ada fleht ihren Mann an, sie zu töten, um ihr die Entscheidung zu ersparen. August von Kotzebue (1761–1819) hat zwei verschiedene Enden seines Dramas Die Negersklaven (1796) geschrieben: Ein tragisches, in dem Adas Mann erst Ada und anschließend sich selbst tötet. Und als Konzession an den Publikumsgeschmack ein versöhnliches, in dem William Ada freikauft. Das deutsche Publikum tat sich mit den grausamen Szenen des Stückes schwer. Im stärker kolonial geprägten europäischen Ausland, insbesondere in Großbritannien, wurden Die Negersklaven zu einem großen Publikumserfolg. Mit Die Negersklaven nahm Kotzebue somit – stärker als jeder andere deutsche Autor seiner Zeit – unmittelbaren Einfluss auf die Abolitionismus-Debatte um die Abschaffung der Sklaverei.
Aktualisiert: 2019-04-11
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Twelve Years a Slave

Twelve Years a Slave von McQueen,  Steve, Northup,  Solomon, Sabinski,  Johannes, Weber,  Alexander
Solomon Northup lebte als freier Bürger, bis er von Sklavenhändlern verschleppt und an einen Plantagenbesitzer in Louisiana verkauft wurde. Zwölf Jahre erlitt er grausamste Gefangenschaft, bevor er seine Freiheit zurückgewann und zu seiner Familie heimkehrte. Seine Memoiren von 1853 sind nicht nur wertvolles historisches Testament, sondern auch ...
Aktualisiert: 2019-06-05
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Prostitution als notwendiges Übel?

Prostitution als notwendiges Übel? von Bastian,  Nele, Billerbeck,  Katrin
Mit dem Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten wollte der Bund 2002 Prostituierten mehr soziale und rechtliche Sicherheit garantieren, indem er deren Lohn einklagbar machte und ihren Anspruch auf Sozialversicherungsschutz festschrieb. Trotz dieser gesellschaftlichen Liberalisierung prägen nach wie vor restriktive Regeln den Arbeitsbereich Sexwork. Spezifische Formen der Kriminalisierung und Stigmatisierung von Sexarbeiter_innen bestehen bis heute. In 13 Interviews lassen Nele Bastian und Katrin Billerbeck Sexarbeiter_innen und andere Expert_innen, die diesem Arbeitsbereich nahe stehen, ausführlich zu Wort kommen. In Anlehnung an Michel Foucaults Machtdefinition nehmen sie Machtmechanismen und neoliberale Formen der Selbst- und Fremdführung in den Blick und zeigen auf, wie Prostitution gegenwärtig reguliert wird. Die Autorinnen beschreiben Sexarbeit nun nicht allein als Ausdruck patriarchaler Ausbeutung, sondern als einen Dienstleistungesektor, der in weiten Teilen durch unsichere und schwierige Arbeitsbedingungen gekennzeichnet ist. Jenseits herkömmlicher Opfer-Perspektiven werden die Erfahrungen der Sexarbeiter_innen als aktiver Umgang mit den prekären Grundbedingungen verstanden. Dabei wird deutlich, dass die harten Arbeitsbedingungen von Sexworker_innen auch eine Folge davon sind, dass Prostitution in der Gesellschaft nach wie vor als ein 'notwendiges Übel' betrachtet wird, das nicht verhindert, aber auch nicht umfassend akzeptiert werden soll.
Aktualisiert: 2019-06-21
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Reisen in Westafrika

Reisen in Westafrika von Kingsley,  Mary Henrietta, Münch,  Niels Arne
Mary Kingsley war keine gewöhnliche Reisende. Als ein Krokodil versucht in ihr Einbaum zu klettern, zieht sie ihm einen Schlag mit dem Paddel über den Kopf. Während der Regenzeit besteigt sie den 4095 Meter hohen Kamerunberg, was sie zur ersten Frau auf seinem Gipfel macht. Bis zum Kinn im Wasser watet sie durch Sümpfe. Sie stürzt in eine Fanggrube für Tiere voller spitzer Pfähle, und dank ihrer guten Entscheidung, entgegen dem Rat ihrer Freunde aus England auch in Afrika keine Männerkleidung zu tragen, klettert sie unverletzt wieder heraus. Die hier versammelten Berichte handeln von der zweiten Westafrikareise 1894/1895 der britischen, heute als Nationalheldin gefeierten, Entdeckerin und Schriftstellerin. Mit großem anthropologischem Interesse beschäftigt sich Kingsley intensiv mit dem Leben der westafrikanischen Völker. Sie revolutioniert das Bild des "primitiven Schwarzen", tritt gegen den Sklavenhandel und für die Rechte der afrikanischen Ureinwohner ein.
Aktualisiert: 2019-06-21
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Toni

Toni von Georgi,  André, Koerner,  Theodor
Ein halbes Jahr nachdem Heinrich von Kleists Die Verlobung in St. Domingo erschienen war, adaptierte Theodor Körner (1791–1813) die Erzählung für das Theater. Toni (1812) wurde im Wiener Burgtheater zu einem großen Publikumserfolg – ein Erfolg, den Kleists eigene Stücke zu dessen Lebzeiten nie hatten. Und auch Goethe ließ das heute vergessene Stück in Weimar höchst erfolgreich aufführen. Das Nachwort rekonstruiert die Veränderungen, die Theodor Körner an der Vorlage von Kleist vornahm, und die für den Bühnenerfolg ausschlaggebend waren. Und es stellt Toni in den Zusammenhang einer Reihe von deutschsprachigen Stücken über die Sklaverei, zu der Carl Anton Gruber von Grubenfels’ Die Negersklaven (1790), Karl von Reitzensteins Negersklaven (1794) und August von Kotzebues Die Negersklaven (1796) gehören. Toni ist das letzte deutsche Stück dieses Genres, in dem sich revolutionäres Freiheitspathos, Mitleidsethik und der spätaufklärerische Diskurs über die Alterität der Rassen kreuzen.
Aktualisiert: 2019-02-07
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Die Negersklaven

Die Negersklaven von Georgi,  André, Gruber von Grubenfels,  Carl Anton
Lord Stufford reist inkognito aus London auf seine Zuckerrohrplantage nach Übersee, um die dortigen Zustände zu inspizieren. Denn die schlimmsten Grausamkeiten sind ihm zu Ohren gekommen: Barington, der tyrannische Vorsteher der Plantage, behandelt die dort arbeitenden Sklaven wie Vieh. Stufford – und mit ihm das Publikum – erlebt hautnah die unmenschlichen Bedingungen mit, unter denen die Sklaven auf der Plantage leben müssen. Als eine junge Sklavin Zuckerrohr stiehlt, um ihren kleinen Bruder vor dem Verhungern zu retten, eskaliert die Situation: Barington verhängt die Todesstrafe. Stufford gelingt es schließlich, die Sklavin, ihren Bruder und ihren Vater vor der Willkür Baringtons zu retten. Die Negersklaven von Carl Anton Gruber von Grubenfels (1760–1840) erschien 1790 auf dem Höhepunkt der international geführten Abolitionismus-Diskussion um die Abschaffung der Sklaverei. Das Stück kontrastiert den christlichen Humanismus und die Mitleidsethik Stuffords mit dem zutiefst grausamen kapitalistischen Utilitarismus Baringtons – ein Wertekonflikt, der weitaus schwieriger zu lösen ist, als die Abolitionisten vermeinen. Die Negersklaven ist ein äußerst spannendes Stück moralischen Theaters im besten Sinne.
Aktualisiert: 2019-02-07
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