Tintoretto: Das Drama des Bildes

Tintoretto: Das Drama des Bildes von Knöpfel,  Dagmar
Der venezianische Maler Jacopo Tintoretto (1518 – 1594) war ein echtes Kind der Stadt. Er blieb Venedig sein Leben lang treu. Die reiche kulturelle Atmosphäre der Lagunenstadt förderte sein künstlerisches Temperament und den lebenslänglichen Arbeitseifer. Mit 30 Jahren verblüffte er das venezianische Publikum mit dem Monumentalgemälde: Das Wunder des Hl. Markus - die Befreiung des Sklaven durch den Schutzheiligen Venedigs. „Das Spektakel scheint eher Wirklichkeit als Täuschung zu sein scheint,“ schrieb schon damals Pietro Aretino, der gefürchtete Kunstkritiker Venedigs. Dem Hl. Rochus, dem Pestheiligen, stiftete Tintoretto das Bild: Die Errichtung der ehernen Schlange. In der Himmelfahrt Mariä entschwebt die Jungfrau einem steinernen Sarkophag, der eine optische Fortsetzung des wirklichen Türsturzes ist. Für mindestens acht Kirchen malte er Variationen des Motivs ABENDMAHL. 1594 starb Tintoretto im Alter von 74 Jahren. Doch mit seinen Bildern, die in fast allen venezianischen Kirchen hängen, mit seinen Beschwörungen des Wunderbaren, mit seinen Engeln und Geistern, mit seinen dramatischen Inszenierungen bleibt er am Leben.
Aktualisiert: 2018-06-29
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DIE GEZEICHNETEN (1922)

DIE GEZEICHNETEN (1922) von Dreyer,  Carl Theodor
Russland 1905. Das Zarenreich ist im Umbruch, überall entstehen revolutionäre Zellen, gleichzeitig ist das Leben auf dem Land noch immer von mittelalterlich anmutender Armut und das geistige Klima von abergläubischen Ressentiments geprägt. Hanne-Liebe, eine junge Jüdin, flieht vor den antisemitischen Anfeindungen in die Stadt, zu ihrem zum Christentum konvertierten Bruder. Dort trifft sie ihre Jugendliebe Sascha wieder, der bei einer revolutionären Gruppe mitarbeitet. Revolutionäre Aktionen und der Judenhass treffen aufeinander … Dreyer verdichtet die Geschichte in kammerspielhaften Tableaus und erzählt von den Erschütterungen zu Beginn der Moderne, vom Zusammenbruch der alten Welt und den damit einhergehenden Identitätskrisen.
Aktualisiert: 2018-06-29
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Korczak

Korczak von Holland,  Agnieszka, Müller,  Robby, Pszoniak,  Wojciech, Wajda,  Andrzej
Der Lebens- und Leidensweg des polnisch-jüdischen Kinderarztes, Schriftstellers und Pädagogen Janusz Korczak und seiner 200 Waisenkinder im Warschauer Ghetto. Das eindrucksvolle Porträt eines Menschen, der die ihm anvertrauten Kinder selbst in schwierigster Zeit zu Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Toleranz erzieht. 'Die Lebenswege großer Menschen gleichen Legenden – sie sind beschwerlich, aber schön', schrieb Korczak. Am 6. August 1942 wurde sein Leben zur Legende, als ihn die SS zwang, 'seine' Kinder hinter der Fahne mit dem Davidstern zum Zug nach Treblinka zu führen. Er verzichtete darauf, sein eigenes Leben zu retten, und starb gemeinsam mit ihnen.
Aktualisiert: 2018-05-25
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Abenteuer des Prinzen Achmed, Die

Abenteuer des Prinzen Achmed, Die von Reiniger,  Lotte, Strobel,  Frank, Teichmann,  Gebrüder
DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED Ein Film von Lotte Reiniger Das atemberaubend schöne Märchen nach Motiven aus Tausendundeine Nacht ist der erste abendfüllende Animationsfilm der Filmgeschichte. Seine Poesie und seine genialen Figuren machen ihn noch immer zu einem Erlebnis. Die DVD enthält die vom Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main restaurierte Fassung mit drei Musik Einspielungen. DVD, s/w viragiert, 66 Min. + 43 Min. Extras
Aktualisiert: 2018-06-29
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ENGEL ÜBER EUROPA – Rilke als Gottsucher

ENGEL ÜBER EUROPA – Rilke als Gottsucher von Sünner,  Rüdiger
Rainer Maria Rilke (1875-1926) war nicht nur einer der grössten deutschen Dichter, sondern auch ein „Gottsucher“, der jedoch ganz eigene und unorthodoxe Wege ging. Abgeschreckt vom bigotten Katholizismus seiner Mutter wandte er sich zunächst vom Christentum ab und suchte Inspirationen auf andere Weise. In München-Schwabing traf er auf esoterisch interessierte Künstler, Okkultisten und Anthroposophen, die ähnlich wie er auf der Suche nach individuellen spirituellen Erfahrungen waren, z.B. Paul Klee, Franz Marc, Stefan George und Rudolf Steiner. Man war zumindest auf der Suche nach dem „Geistigen in der Kunst“, wie ein berühmtes Manifest des Malers Wassily Kandinsky aus dieser Zeit hiess. Der von ihm mit Franz Marc herausgegebene Almanach „Der Blaue Reiter“ spielte auf den Heiligen Georg an, der gegen den Drachen kämpfte. Diesmal war der Drache der Materialismus, der durch die Farbe Blau bezwungen werden sollte: die Farbe von Geist und Unendlichkeit: „Was für eines langen Weges (und Umweges über den Materialismus) hat es bedurft“, schrieb Franz Marc, „um zu erkennen, daß die Welt nur Geist, nur Psyche ist.“ Auch auf Reisen nach Russland, Nordafrika, Spanien und Ägypten lernte Rilke neue spirituelle und mythologische Welten kennen, die seine Dichtung anregten. Er war kein im konventionellen Sinne gläubiger Mensch, sondern umkreiste das “Heilige“ im Medium seiner immer freilassenden Poesie. Das macht auch heute seine Aktualität aus, wo fundamentalistisch-religiöse Weltbilder wieder stärkeren Einfluss bekommen. Rilke suchte das „Göttliche“ nicht in fernen transzendenten Himmeln, sondern im „Hiesigen“: in der Magie der Natur und in der Aura einfacher Alltagsdinge, die er in einer unnachahmlichen Sprache zu beschreiben wusste. Die Engel, so der Dichter, sind uns zwar vielfach überlegen, aber sie können das „Göttliche“ nicht im Irdischen sehen, was ihnen der Dichter beibringen kann: "Preise dem Engel die Welt, nicht die unsägliche, ihm kannst du nicht großtun mit herrlich Erfühltem; im Weltall, wo er fühlender fühlt, bist du ein Neuling. Drum zeig ihm das Einfache, das, von Geschlecht zu Geschlechtern gestaltet, als ein Unsriges lebt, neben der Hand und im Blick. Sag ihm die Dinge. Er wird staunender stehn; wie du standest bei dem Seiler in Rom, oder beim Töpfer am Nil. Zeig ihm, wie glücklich ein Ding sein kann, wie schuldlos und unser, wie selbst das klagende Leid rein zur Gestalt sich entschließt, dient als ein Ding, oder stirbt in ein Ding … (Aus den „Duineser Elegien“) Rilke „spielte“ mit mythologischen Bildern wie dem „Engel“ oder der griechischen Orpheus-Figur, um mit ihrer Hilfe Erfahrungen des Geheimnisvollen und Wunderbaren zu artikulieren, um tiefer in die Mysterien von Liebe und Tod vorzudringen. Seine „Gottsuche“ war eine eher künstlerische Annäherung, in der immer auch Skepsis oder Erfahrungen der „dunklen Seite“ Gottes ihren Platz hatten. Ein zeitgemässer und in seiner sprachlichen Schönheit bis heute betörender Versuch, Literatur auch zum Sprachrohr von spirituellen Erfahrungen zu machen.
Aktualisiert: 2018-04-19
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HUNGER IN WALDENBURG / UMS TÄGLICHE BROT (1929)

HUNGER IN WALDENBURG / UMS TÄGLICHE BROT (1929) von Altendorf,  Guido, Jutzi,  Phil, Mann,  Uwe, Neff,  Wolfgang
„Hunger in Waldenburg“ (Ums tägliche Brot, 1929) ist ein Film, den es dem Vergessen zu entreißen gilt! "Kein angenehmer Film, wahrhaftig nicht; aber ein notwendiger," schrieb der Film-Kurier schin 1929. Er ist eine Bestandsaufnahme der katastrophalen Lebensumstände im schlesischen Bergbaugebiet. Die Bewohner spielen sich selbst, die Kamera ist vor Ort und registriert ihre Not. „Morgenröte“, im selben Jahr, am selben Ort entstanden, ist das Gegenstück: eine verlogene, großbürgerliche Antwort auf den proletarischen Vorgängerfilm. Und Elend herrscht noch immer im heutigen Wałbrzych, dem ehemaligen Waldenburg. Das zeigen zwei aktuelle dokumentarische Essays. Die DVD-Edition soll auf eine Notstandsregion in unmittelbarer Nähe hinweisen, in der für lange Zeit und mit furchtbaren Folgen kapitalistische Ausbeutung und später sozialistische Planwirtschaft gewütet haben. Es gilt Verantwortung wahrzunehmen, heute, hierzulande und in der Europäischen Union.
Aktualisiert: 2018-06-29
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Korczak (Blu-ray)

Korczak (Blu-ray) von Holland,  Agnieszka, Müller,  Robby, Pszoniak,  Wojciech, Wajda,  Andrzej
Der Lebens- und Leidensweg des polnisch-jüdischen Kinderarztes, Schriftstellers und Pädagogen Janusz Korczak und seiner 200 Waisenkinder im Warschauer Ghetto. Das eindrucksvolle Porträt eines Menschen, der die ihm anvertrauten Kinder selbst in schwierigster Zeit zu Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Toleranz erzieht. 'Die Lebenswege großer Menschen gleichen Legenden – sie sind beschwerlich, aber schön', schrieb Korczak. Am 6. August 1942 wurde sein Leben zur Legende, als ihn die SS zwang, 'seine' Kinder hinter der Fahne mit dem Davidstern zum Zug nach Treblinka zu führen. Er verzichtete darauf, sein eigenes Leben zu retten, und starb gemeinsam mit ihnen.
Aktualisiert: 2018-05-25
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DEKALOG

DEKALOG von Kieslowski,  Krzysztof
Zehn Filme als ein geschlossenes Kammerspiel in einem Warschauer Wohnblock als Handlungsort für Geschichten von Liebe, Tod, Glaube, Leid und Freude. Der Zufall führt Regie, wenn sich die Menschen näher kommen oder Gewalt antun. Gott ist tot, der Sozialismus auch, die Hölle, das sind die Menschen selbst. Da sie nicht an die Zehn Gebote glauben und sie auch nicht für einen verbindlichen Verhaltenskodex halten, müssen sie für ihr Handeln eigene Orientierungsmaßstäbe finden.
Aktualisiert: 2018-06-29
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BABELSBERGER FREIHEITEN

BABELSBERGER FREIHEITEN von Brombach,  Ilka, Denecke,  Gabriele, Dessau,  Maxim, Dresen,  Andreas, Heinrich,  Peter, Heise,  Thomas, Herrmann,  Konrad, Kahane,  Peter, Koepp,  Volker, Lehmann,  Christian, Misselwitz,  Helke, Mund,  Karlheinz, Roth,  Klaus-Dieter, Schönemann,  Hannes, Tetzlaff,  Kurt, Tschörtner,  Petra, Weiß,  Konrad, Wille,  Gerd, Wintgen,  Hans, Zibell,  Alexander, Zweig,  Stefan Jerzy
Die Filme der HFF „Konrad Wolf“ (heute: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF) sind ein weitgehend unbekannter Teil der Kinematografie der ehemaligen DDR. Dabei war die Filmhochschule in Babelsberg die einzige Ausbildungsstädte für ostdeutsche Filmschaffende, die von fast allen DEFA-Regisseuren, Kameramännern, Dramaturgen etc. durchlaufen wurde, und damit über Jahrzehnte Produktionsort studentischer Filme. Eine Entdeckung sind die Filme jedoch nicht nur, weil unter ihnen die Frühwerke von Regisseuren wie Volker Koepp, Thomas Heise, Helke Misselwitz oder Andreas Dresen zu finden sind. Sondern auch, weil sie sich mit ihrer formalen Experimentierfreude und ihren Themen von vielen Filmen aus den Studios unterscheiden. Den Hintergrund dafür bildet der relative Freiraum, den die HFF damals bot. Die Studenten hatten Zugang zu Filmen aus der gesamten Filmgeschichte und dem aktuellen Filmgeschehen in Ost- und Westeuropa. Der italienische Neorealismus, die Neuen Wellen und die verschiedenen europäischen Dokumentarfilmbewegungen wurden hier rezipiert und als Orientierung für die eigene Arbeit benutzt. Gleichwohl gab es an der HFF auch Zensur, ein Set formaler und inhaltlicher Vorgaben, das die Studenten mit ihren Filmen erfüllten, oder aber – z.B. im Falle der Verbotsfilme –unterliefen. Die Edition umfasst eine Auswahl von 19 Kurzdokumentar- und –spielfilmen aus dem Hochschulfilmarchiv, u.a. von Kurt Tetzlaff, Karlheinz Mund, Volker Koepp, Gabriele Denecke, Peter Kahane, Thomas Heise, Helke Misselwitz und Andreas Dresen. Die Filme wurden für die Edition neu digitalisiert; das begleitende Booklet enthält Informationen zur Hochschulgeschichte sowie zu den einzelnen Filmen und ihren jeweiligen Produktionshintergründen.
Aktualisiert: 2018-04-19
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Aktion T4 – Das Euthanasie Programm der Nazis

Aktion T4 – Das Euthanasie Programm der Nazis von Bernstein,  Catherine
Das Euthanasie Programm der Nazis, Aktion T4 genannt, ermordete zehntausende von körperlich und geistig Behinderten, die als “nutzlose und asoziale Schädlinge für die Volksgesundheit” betrachtet wurden. Zwischen 1939 und 1945 wurden mindestens 200.000 Menschen ermordet. Dabei wurden erstmals Vergasungstechniken erprobt, in speziell ausgewählten Orten wie Grafeneck, Brandenburg, Hadamar, Pirna, Bernburg, Hartheim.
Aktualisiert: 2018-03-25
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