Das Alte Berlin

Das Alte Berlin von Struth,  Thomas, Zille,  Heinrich
Heinrich Zille (1858–1929) hat sein Berliner „Milljöh“ nicht nur mit spitzer Feder, sondern auch in Hunderten von Photographien festgehalten. Als gelernter Lithograph verfügte er über das nötige technische Wissen, und als ebenso passionierter wie genauer Beobachter nahm er wahr – und auf –, was der flüchtige Blick übersieht oder lieber ausblendet: die Zustände in den Berliner Armenvierteln, Hinterhöfe, Bretterzäune und Müllhalden, die Destille an der Straßenecke, Kinderspielplätze und den Sonntagsrummel, das Treiben der Marktfrauen und Abbruchszenarien. Die Prunkbauten des wilhelminischen Berlin sucht man bei Zille vergebens, auch die damals „branchenüblichen“ malerischen Winkel der boomenden Millionenstadt. Die frühesten Photographien gehen auf die Zeit um 1890 zurück. Zille, der seine Aufnahmen als Vorlagen für die Zeichnungen und graphischen Blätter verwendete, die ihn so populär machten, hatte als Photograph keine künstlerischen Ambitionen. Dafür sprechen schon seine Motive, die zu seiner Zeit alles andere als „bildwürdig“ waren, und das Desinteresse, das seinen Photographien jahrzehntelang entgegengebracht wurde. Erst mit unserem 1975 erschienenen Buch Heinrich Zille – Photographien Berlin 1890–1910 wurde er als Pionier der sozialdokumentarischen Photographie und als einer der ersten „Street Photographer“ der Photogeschichte entdeckt.
Aktualisiert: 2018-09-01
> findR *

Berlin Berlin

Berlin Berlin von Larsson,  Bernd
Ein historisches Dokument von besonderer Bedeutung ist das große Photo-Portrait von Berlin, das der schwedische Photograph Bernard Larsson (geb. 1939) im Zeitraum von 1961 bis 1964 erstellte, in den ersten vier Jahren nach dem Bau der Mauer, die die Stadt in zwei Teile teilte. Sein schwedischer Pass erlaubte es ihm, sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt zu photographieren und die Lebensumstände der Bürger ganz Berlins zu dokumentieren. „Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“ waren die berühmten Worte des Regierenden Bürgermeisters von Westberlin, Ernst Reuter, als die Sowjetunion 1948 mit einer Versorgungsblockade den ersten Versuch machte, Westberlin zur Aufgabe zu zwingen. Die Völker der Welt schauten dann 1989 wieder gebannt auf die Stadt, als die Mauer nach 28 Jahren schließlich fiel. Es bleibt Bernard Larssons Verdienst, die Konfrontation der Blöcke im Moment ihrer schärfsten Zuspitzung für die Menschen in Ost und West für immer festgehalten zu haben. Larsson erlangte später weiteren Ruhm, als er die Westberliner Studentenrevolte der Jahre 1967/68 photographierte. Das berühmte Bild des erschossenen Benno Ohnesorg stammt ebenfalls von ihm. Mit diesem Berlin-Portrait, das die Stadt in einer besonderen Situation zeigt, schließen wir unsere Berlin-Trilogie zunächst ab.
Aktualisiert: 2018-09-26
> findR *

Selbstportrait

Selbstportrait von Angermair,  Michaela, Corbijn,  Anton
Als der heute weltbekannte Photograph und Filmemacher Anton Corbjn (geb. 1955) als Teenager darüber sinnierte, wie er der provinziellen Enge seiner Heimat im Süden von Rotterdam entkommen könne, lieh er sich die Kamera seines Vaters, um sich bei einem Rockkonzert einen Platz in der Nähe der Bühne zu sichern – eine Weltkarriere nahm scheinbar unverhofft ihren Anfang. Diese Begebenheit und seinen Werdegang zu dem Photographen der Rock- und Punkmusikszene, zum gefragten Autor von Musikvideos und Buchprojekten sowie zum Spielfilmregisseur schildert Corbijn hier voller Bescheidenheit und noch immer verwundert, wie es scheint, über die Wendungen, die sein Leben genommen hat. Die französische Autorin Marie-Noël Rio (geb. 1943) hatte Corbijn unter Jack Londons Motto „Was mir das Leben bedeutet“ um ein Gespräch gebeten und den Meister der Bilder für ein meisterhaftes Selbstportrait in Worten gewinnen können – authentisch, liebenswert und voller überraschender Entdeckungen. Ein Muss für jeden Corbijn-Fan!
Aktualisiert: 2018-09-19
> findR *

Romy in Kitzbühel

Romy in Kitzbühel von Syberberg,  Hans-Jürgen
Als Romy Schneider (1938–1981) im Jahr 1965 einen Skiurlaub in Kitzbühel verbrachte, begleitete sie während dreier Tage der Regisseur Hans-Jürgen Syberberg (geb. 1935), der damals für den Bayerischen Rundfunk Dokumentarfilme drehte. Romy Schneider ist zu dieser Zeit 27 Jahre alt, der Regisseur ein gutaussehender junger Mann mit besten Beziehungen und Erfahrungen in der deutschen Theaterszene. Ausgelassen und voller Spiellaune gibt Romy vor Syberbergs Kamera den weiblichen Liebling der Götter. Die Veröffentlichung des Films scheitert dann am Einspruch von Romy Schneiders Mann Harry Meyen, der seine Zustimmung zur Veröffentlichung verweigert. Im Zorn zieht Syberberg seinen Namen von der Filmarbeit zurück . Dieser Film zeigt Romy Schneider als begnadete Selbstdarstellerin. Syberberg wird die Situation später mit den folgenden Worten beschreiben: „Sie weiß noch nicht, welchen Preis sie für ihre Karriere letztendlich zahlen wird. Ihr Ehemann Harry Meyen wird sich später erhängen und ihr gemeinsamer Sohn David tödlich verunglücken. Romy Schneiders Lebensfilm folgt dem Zuschnitt antiker Tragödien: erst der Frevel, dann die maßlose Strafe der Götter.“ Unser Buch, das einen Text von Hans-Jürgen Syberberg sowie die schönsten Filmbilder und die Worte von Romy Schneider enthält, erscheint aus Anlass des 80. Geburtstags von Romy Schneider am 23. September 2018.
Aktualisiert: 2018-09-30
> findR *

Adieu Romy

Adieu Romy von Schneider,  Romy
Ein „Geschenk“ für jeden Romy Schneider-Fan: Zu ihrem 80. Geburtstag (am 23. September 2018) haben wir in unserer Bibliothek der Klassiker einen Doppelband zusammengestellt, der die schönsten Portraits, Filmbilder und privaten Aufnahmen aus bei uns erschienenen Romy-Büchern der letzten drei Jahrzehnte versammelt. Ein wechselvolles, überaus erfolgreiches, aber auch tragisches Leben – Romy Schneider starb 1982 mit nur 43 Jahren – wird hier noch einmal in all seinen Facetten sichtbar. Von Sissi (1955–57) bis zur Spaziergängerin von Sans-Souci, ihrem letzten Film, vom „süßen Wiener Mädel“ bis zur gefeierten Ikone des französischen Films spannt sich der Bogen ihrer Karriere über die wenigen Jahrzehnte, die ihr vergönnt waren, um zur unsterblichen Legende zu werden. Drei Texte begleiten die opulente Bilderschau: Klaus-Jürgen Sembach, Museumsmann und Ausstellungsgestalter, beleuchtet Romy Schneiders biographischen Werdegang, die Schauspielerin Hanna Schygulla widmet ihrer Kollegin einen einfühlsamen Essay und Michel Piccoli, mehrfacher Filmpartner und Freund, schrieb ihr ein Grußwort zum Abschied.
Aktualisiert: 2018-09-19
> findR *

Schallendes Gelächter

Schallendes Gelächter von Agee,  James, Keaton,  Buster
Er debütiert mit fünf Jahren als „menschlicher Wischmop“ in der Vaudeville-Nummer seiner Eltern. Nach Jahren auf den Brettern amerikanischer Kleinkunstbühnen zieht es den akrobatisch talentierten Buster Keaton (1895–1966) schließlich in das noch junge Hollywood, wo sein rasanter Aufstieg zu einem der beliebtesten Komödianten des Stummfilms beginnt. Neben Charlie Chaplin, Harold Lloyd, den Marx Brothers und Laurel and Hardy begeistert Buster Keaton schon bald das internationale Filmpublikum. Seine waghalsigen Stunts, die er immer selbst ausführt, loten die Grenzen der kinematographischen Möglichkeiten aus, und sein Alter Ego, das allen Widrigkeiten des täglichen Lebens mit stets unbewegter, stoischer Miene trotzt, gewinnt die Herzen des Publikums. Geschäftliche Fehlentscheidungen und die Flucht in den Alkohol beenden Keatons Karriere jedoch vorzeitig und jäh. Erst 1949 bringt ein Artikel des amerikanischen Filmkritikers James Agee die vergessene Kunst des Buster Keaton wieder auf die Leinwand und führt zu einer späten Würdigung dieses cineastischen Genies. Der Band versammelt, neben Agees Text, unvergessliche Szenen aus Keatons größten Erfolgen und erinnert an den liebenswürdigen Helden, der auch im größten Chaos immer ein Happy End gefunden hat.
Aktualisiert: 2018-09-26
> findR *

Photographien

Photographien von Valentin,  Karl
Karl Valentin (1882–1948) gilt als Inbegriff des bayerischen Originals und prägte mit seinen Bühnenstücken, Sketchen und Filmen eine ganz eigene Form von hintersinnigem Humor, der Generationen von Bühnenkünstlern – auch weit über die Grenzen Bayerns und des deutschen Sprachraums hinaus – bis heute beeinflusst. Doch nicht nur in Film- und Tondokumenten hinterließ dieses Universalgenie ein breites Œuvre, sein Drang zum Skurrilen ließ ihn darüber hinaus in zahlreiche Masken schlüpfen – vom „Athleten“ über den „Feuerwehrhauptmann“ bis zur „Lorelei“ –, Darstellungen, die als Photographien erhalten sind. Als Valentin starb, verfasste der Kunstkritiker, Publizist und Diplomat Wilhelm Hausenstein (1882–1957) einen Nachruf, den er mit über 40 dieser Selbstinszenierungen seines Freundes bebilderte. Wir legen nun die Bilder mitsamt Hausensteins treffsicherer Analyse der Grundlagen Valentinscher Komik erneut vor, denn auch 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers liest sie sich ebenso unterhaltsam wie aufschlussreich. Vor dem Auge des Lesers entsteht ein detailliertes Bild von der Persönlichkeit Valentins – eines getriebenen Hypochonders, Pedanten und Hyperlogikers, dessen einzig mögliche Zuflucht in der Groteske lag.
Aktualisiert: 2018-09-26
> findR *

Magnum China

Magnum China von Bontjes van Beek,  Saskia, Pantall,  Colin, Ziyu,  Zheng
Noch bevor die weltberühmte Agentur Magnum 1947 gegründet wurde, bereiste einer der künftigen Gründerväter, der legendäre Robert Capa, China. Ende der 30er Jahre berichtete er über die japanische Invasion, die das lange isolierte und jetzt von Bürgerkriegen heimgesuchte Riesenreich in einen seiner vielen blutigen Konflikte des 20. Jahrhunderts stürzte. Als Henri Cartier-Bresson 10 Jahre später nach China kam, hatte bereits Mao Zedong die politische Bühne betreten: Am 1. Oktober 1949 rief er die Volksrepublik China aus – was tiefgreifende Folgen nicht nur für das Land selbst haben sollte, sondern langfristig auch die gesamte Weltordnung veränderte. Seit den ersten Reisen von Capa und Cartier-Bresson haben Magnum-Photographen Chinas politische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung begleitet. In Bildern, die um die Welt gingen, verfolgten sie den in der Geschichte wohl radikalsten Wandlungsprozess einer ganzen Nation. Magnum China dokumentiert diesen Prozess in vier Kapiteln mit über 350 Bildern der berühmtesten Magnum-Photographen und erläuternden historischen Texten – eine beeindruckende Chronologie von Chinas dramatischem Weg der letzten 80 Jahre vom rückständigen Vielvölkerstaat über Maos kommunistische Revolution und die ersten Schritte zur Öffnung nach seinem Tod 1976 bis zum heutigen Global Player mit Weltmachtansprüchen.
Aktualisiert: 2018-09-30
> findR *

Pulcinella oder Belustigung für Kinder

Pulcinella oder Belustigung für Kinder von Agamben,  Giorgio, Schneider,  Marianne
Pulcinella – Giovanni Domenico Tiepolo – Giorgio Agamben: ein Dreigestirn, das neugierig macht. Doch der Reihe nach. Pulcinella ist der neapolitanischen Commedia dell’arte entsprungen und eine in ganz Italien populäre Figur mit schwarzer Maske, Buckel und einem schillernden bis abgründigen Charakter. Giandomenico Tiepolo (1727–1804), Sohn und Gehilfe des großen Giambattista Tiepolo, entdeckte Pulcinella im Alter als Motiv für sich. Sein Landhaus im Veneto malte er mit Fresken aus, die alle von Pulcinella handeln (heute im Ca’ Rezzonico, Venedig, zu besichtigen), und auch auf vielen seiner späten Gemälde und Zeichnungen treibt Pulcinella sein kurzweiliges Unwesen. Belustigung für Kinder nannte er ein Album mit 104 Pulcinella-Zeichnungen, die wiederum den italienischen Philosophen Giorgio Agamben (geb. 1942) zu einer Art geistigem Testament inspiriert haben – zu klugen, tiefsinnigen und launigen Gedanken über Tragödie und Komödie, über unser menschliches Tun, wenn das eigene wie das Ende einer noch fassbaren Welt naht, und vieles andere mehr.
Aktualisiert: 2018-09-26
> findR *

Die Farbphotographien

Die Farbphotographien von Maier,  Vivian, Meyerowitz,  Joel, Westerbeck,  Colin
Nach unseren beiden Bestsellern zu dem jüngst bei einer Reihe von Zwangsversteigerungen in Chicago aufgetauchten photographischen Werk der bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannten Vivian Maier (1926–2009) legen wir nun einen dritten Sammelband mit ihren unveröffentlichten Farbaufnahmen vor. Das Buch enthält mehr als 150 Photographien und ist nachgerade die direkte, farbige Fortsetzung der Sensation, die die Entdeckung von Vivian Maier in der Geschichte der Photographie ausgelöst hat. Denn auch im Bereich der Farbphotographie, die sich erst ab den 50er Jahren zu ästhetisch-technischer Reife entwickelt hat, erweist sie sich als eine frühe Meisterin. Die Themenkreise, die sie hier behandelt, sind die ihrer schwarzweißen Bilderwelt: Sie findet ihre Motive als Flaneurin in der Großstadt und in ihrer nächsten Umgebung. Portraits von Passanten, Selbstportraits in Spiegeln, Street Photography, Stadtansichten und surreale Stillleben aus Schaufenstern, Ladenfronten und Straßenschildern. Ihre farbigen Bilder überraschen mit außergewöhnlich sicherem Blick für Komposition und Farbgefühl und sind von einer photographischen Geistesgegenwart, die alle Unterschiede aufhebt, die bis dahin die Photogeschichte zwischen der Berufs- und der Amateurphotographie aufgerichtet hat. Man könnte fast von einem „Bildersturm“ sprechen, den Vivian Maier mit ihren schöpferischen Erfindungen, ihren Bildern einer Reporterin auf eigene Rechnung auch auf dem Gebiet der Farbphotographie entfacht. Ein Bildersturm, der alle bekannten Autoritäten und Hierarchien hinwegfegt. Joel Meyerowitz, Amerikas berühmtester Farbphotograph, und der Photokritiker Colin Westerbeck haben zur Würdigung des Werks von Vivian Maier einführende Essays beigesteuert.
Aktualisiert: 2018-09-26
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von Schirmer Mosel

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei Schirmer Mosel was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. Schirmer Mosel hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben Schirmer Mosel

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei Schirmer Mosel

Wie die oben genannten Verlage legt auch Schirmer Mosel besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben