Der „Goldene Westen“?

Der „Goldene Westen“? von Thurner,  Erika
Vorarlberg ist eine der wichtigsten Zuwanderungsregionen seit mehr als 100 Jahren. Nach 1945 kamen die Neuankömmlinge überwiegend aus den östlichen Bundesländern, zum Beispiel aus Kärnten, aus der Steiermark oder aus dem Burgenland. Vor allem bei den seit den sechziger Jahren aus Ex-Jugoslawien und der Türkei "hereingeholten" GastarbeiterInnen hat Vorarlberg Spitzenwerte zu verzeichnen. Dabei war Vorarlberg in seiner Abgrenzung gegenüber den Zuwanderern besonders schroff. Die Befreiung der Eingewanderten aus dem gesellschaftlichen Abseits funktionierte (fast) ausschließlich über das Nachrücken neuer Zuwanderergruppen. Integration und Akzeptanz erreichte - wenn überhaupt - erst die zweite, zumeist aber erst die dritte Generation. Inhalt dieses Buches ist die Arbeitszuwanderung - in ihren Ursachen, Wirkungen und Folgen. Erika Thurner, Jg. 1952, ist Univ.Dozentin für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte und unterrichtet an den Universitäten Salzburg, Wien, Linz, Klagenfurt und Innsbruck.
Aktualisiert: 2008-11-12
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Auswanderer

Auswanderer von Pichler,  Meinrad
Zwischen 1800 und 1938 sind aus dem Gebiet des heutigen österreichischen Bundeslandes Vorarlberg etwa 5.000 Männer, Frauen und Kinder in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Diese Wanderungsbewegung, die um die Mitte des letzten Jahrhunderts massiv einsetzte, hat mit dem Wandel Vorarlbergs von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft ebenso zu tun wie mit der Attraktiviät der Neuen Welt. Zudem spielte Vorarlbergs Grenzlage zur Schweiz eine wesentliche Rolle. Aufgrund dieser sozioökonomischen Situation und geographischen Lage, war Vorarlberg jenes Gebiet, von dem aus die österreichische Massenauswanderung nach Amerika ihren Ausgang nahm. Der systematische Teil der Darstellung dieser regionalen Wanderungsbewegung berücksichtigt die Ergebnisse der modernen Wanderungsforschung und sieht die Vorarlberger Emigration in all ihren spezifischen Bedingtheiten als Teil einer großräumigen westeuropäischen Erscheinung. Im Vordergrund steht aber die Schilderung persönlicher Schicksale. An ihnen wird gezeigt, was an Hoffnungen erfüllt, aber auch an Erwartungen bitter enttäuscht worden ist. Märchenhaften Karrieren stehen Beispiele jämmerlicher Verelendung gegenüber, das Durchkommen aber war die Regel. Durch die Art der Darstellung einzelner Lebenswege und Siedlungsschwerpunkte geriet das Buch zu einer spannenden historischen Sozialreportage. Ein umfangreicher Anhang bietet Kurzbiographien aller namentlich bekannten USA-Auswanderer aus Vorarlberg und ist somit eine außergewöhnliche Fundgrube für Familienforscher. Die Abbildungen sind so angeordnet und betextet, daß sie auch als eigene Bildergeschichte gelesen werden können. Meinrad Pichler, geboren 1947 in Hörbranz/Vlbg, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, Direktor am Bundesgymnasium Bregenz-Gallusstraße, zahlreiche Veröffentlichungen zur neueren Geschichte Vorarlbergs. 1991/92 Forschungsprojekt Emigration.
Aktualisiert: 2008-11-12
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Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945

Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945 von Valandro,  Franz
Hakenkreuze, SS-Runen und das nationalsozialistische Gedankengut schienen nach dem Fall des Dritten Reiches auch in Vorarlberg nur mehr die Zeugen einer furchtbaren Vergangenheit zu sein. Doch sowohl die Symbole als auch die Ideologie des Nationalsozialismus sind in bestimmten Kreisen noch immer oder wieder aktuell und weisen so einerseits auf eine Kontinuität und andererseits auf einen Neubeginn neonazistischer und rechtsextremer Strömungen in Vorarlberg hin. Dabei erstreckt sich die Bandbreite von politisch organisierten Gruppen wie der "Nationaldemokratischen Partei" (NDP) über den international bekannten Rechtsextremisten Walter Ochensberger bis hin zu den sehr aktiven und gewaltbereiten Skinheads. Der Rechtsextremismus ist aber auch in Vorarlberg ein Phänomen, das nicht nur an den - extremen - Rändern auftritt, sondern auch zum Teil in der Gesellschaft eingebettet ist. Das Buch analysiert die historischen Hintergründe, die Entwicklung und die aktuelle Situation rechtsextremer Strömungen und Gruppen in Vorarlberg. Franz Valandro, Jg. 1973, studierte Politologie an der Universität Innsbruck.
Aktualisiert: 2008-11-12
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Die Erzeugung des Antisemitismus in Vorarlberg um 1900

Die Erzeugung des Antisemitismus in Vorarlberg um 1900 von Greussing,  Kurt
In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist die Judenfeindlichkeit in Vorarlberg zu einem zentralen Element der politischen Kultur des katholisch-konservativen Lagers geworden: Der Antisemitismus wurde vom Feindbild zum Weltbild ausgebaut; und er wurde mit eigenen Techniken systematisch popularisiert. Dokumentiert ist diese Entwicklung im wesentlichen im "Vorarlberger Volksblatt". Es war, als größte Tageszeitung des Landes, das maßgebliche Presseorgan des katholisch-konservativen Lagers beziehungsweise der christlichsozialen Partei. Zwei - aufeinander bezogene - Ebenen der antisemitischen Propaganda werden dabei deutlich: ein "argumentativer" Antisemitismus, der als politisches und soziales Programm vorgestellt wird; und eine volkstümliche antisemitische Agitation, die das judenfeindliche Vorurteil durch verschiedene Techniken veralltäglicht, emotional verfestigt und schließlich, über Namensmarkierungen und Stereotypbildungen, wie ein Appell funktioniert. Erzeugung und Verbreitung dieses Antisemitismus hängen mit kulturellen Prozessen zusammen, die das soziale Prestige und den politischen Einfluß der katholisch-konservativen Honoratioren, zumal der Geistlichkeit, nachhaltig zu bedrohen schienen. Der Antisemitismus sollte gegen Liberalismus und aufklärerisches Denken immunisieren: mit Folgen nicht allein für die politische Kultur Vorarlbergs, sondern ganz unmittelbar für das Leben von Menschen in diesem Land. Kurt Greussing, geb. 1946 in Lauterach, Studium der Iranistik und der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Aktualisiert: 2008-11-12
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„Fremdhässige“, Handwerker & Genossen

„Fremdhässige“, Handwerker & Genossen von Mittersteiner,  Reinhard
Eine genaue Analyse der ersten Jahrzehnte der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Vorarlberg läßt ein Bild entstehen, das sich von gängigen Vorstellungen gründlich unterscheidet: Weder war die Vorarlberger Sozialdemokratie eine Bewegung des Industrieproletariats, noch hat sie unter den zugewanderten italienischen Arbeitskräften nachhaltigen Widerhall gefunden. Auch ihre Entwicklung in den einzelnen Gemeinden läßt sich auf keinen gemeinsamen Nenner bringen. Untersucht man die alltäglichen Bedingungen der politischen Organisationsarbeit, so wird bald deutlich, daß kulturelle Konflikte mit Vertretern des katholisch-konservativen Lagers für die politische Entwicklung prägender waren als ökonomische Auseinandersetzungen mit den "Fabriksherren". An Orten, wo kein gefestigtes Lebens- und Wohnmilieu von Eisenbahnern die Grundlage sozialdemokratischer Organisationstätigkeit abgab, waren zeitweilige Bündnisse mit dem liberalen Bürgertum von ausschlaggebender Bedeutung. Insgesamt war somit die Vorarlberger Sozialdemokratie keine Bewegung der Industriearbeiter und schon gar nicht der Industriearbeiterinnen, sondern eine von vielen Rückschlägen begleitete Organisation von zu- und durchwandernden Handwerkern sowie von Eisenbahnern, die nicht selten aufgrund politisch begründeter Strafversetzungen nach Vorarlberg gekommen waren. Reinhard Mittersteiner, geb. 1952 in Hard (Vorarlberg), Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Lebt als Historiker und Ausstellungsdesigner in Wien.
Aktualisiert: 2008-11-12
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