Der verdammte Hof

Der verdammte Hof von Andric,  Ivo, Dor,  Milo, Federmann,  Reinhard
In einer der kunstvollsten und umfangreichsten Erzählungen des bosnischen Nobelpreisträgers Ivo Andrić erinnert sich ein Mönch an die Zeit, die er – von den osmanischen Behörden der Spionage verdächtigt – in Istanbuls berüchtigtem Untersuchungsgefängnis, dem »verdammten Hof«, verbracht hat: einer Stadt im kleinen, in der »Schuldige und fälschlich Beschuldigte, Schwachsinnige und Verlorene oder ganz einfach irrtümlich Verhaftete, Menschen aus Istanbul und aus dem ganzen Land«, abgeschnitten wie »auf irgendeiner Teufelsinsel«, festgehalten, malträtiert und in Angst und Schrecken versetzt werden. Besonders beeindruckt den Mönch die Erzählung eines jungen Türken vom Erbfolgekampf zweier Sultanssöhne und wie der Bruderzwist zu einem Mittel der Auseinandersetzung zwischen »Christenheit« und Osmanischem Reich gemacht wurde. »Der verdammte Hof« erschien 1954 (deutsch 1957), da war Andrić 62 Jahre alt.
Aktualisiert: 2019-05-02
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Chronik einer Nacht

Chronik einer Nacht von Federmann,  Reinhard
Wie bist du nur durch das Chaos gegangen? Er atmete tief. Sein schwerer, verhängter Blick irritierte sie. Sie schlug ein Bein übers andere und sog hastig an der Zigarette.Die Begegnung zweier Liebender von einst nach zehn Jahren Trennung verdichtet Reinhard Federmann in seinem Roman zu einem fesselnden Kammerspiel: Vor den Trümmern des Krieges und ihrer Beziehung stehend versuchen Ruth und Martin Ellend sich einander wieder anzunähern, doch welche Fragen wären dem anderen zu stellen, was will erzählt sein aus den Jahren des Krieges und der Verfolgung, die den Glauben an das Überleben des jeweils anderen mehr als erschwert haben? Vor allem im Unausgesprochenen, in den Wellen der assoziativen Erinnerung, die sich in diesen ersten gemeinsamen Stunden unüberwindlich zwischen Ruth und Martin auftürmen, findet Federmann die beklemmenden Worte für zwischenmenschliche Höhen und Abgründe einer ganzen Generation.
Aktualisiert: 2017-03-01
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Das Himmelreich der Lügner

Das Himmelreich der Lügner von Federmann,  Reinhard
Ein verschlungener, hochpolitischer Roman, dessen Held, als poilitisch aktiver Sozialdemokrat, von den österreichischen Februarkämpfen 1934 in die Sowjetunion flieht und von dort als 'Befreier' zurück in das Nachkriegsösterreich gestoßen wird, und überall nur Fremde vorfindet.Im poststalinistischen Zeitalter wiedergelesen, überrascht Reinhard Federmanns 1959 erstmals erschienenes Hauptwerk durch seine Aktualität – nur zu leicht drängen sich Analogien auch aus der Zeit gegenwärtiger Wenden und ihrer menschlichen Wetterfahnen auf.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Internationale Zone

Internationale Zone von Dor,  Milo, Federmann,  Reinhard
Wien, Nachkriegszeit – Nach den Jahren der Zerstörung und des Hungers werden die ersten Siegergestalten des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült. Es sind einheimische und zugewanderte Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die Dor und Federmann in ihrem packenden Roman vorführen, und die atemlos dem schnellen Geld nachjagen. Sie sind es, die sich im noch unsicheren System der Besatzungszeit im aufgeteilten Wien am besten zurechtfinden, die sofort erfassen, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen. Vom Handel mit und dem Schmuggel von Zigaretten geraten sie so fast zwangsläufig in das Spiel der Spionage und schließlich des Menschenraubs. Die sowjetischen Besatzer helfen aktiv bei der Beschaffung des Schmuggelgutes: die erwartete Gegenleistung ist die Auslieferung von 'Feinden der Sowjetunion', die sich in nicht-sowjetischen Sektoren aufhalten.Dors und Federmanns negative Helden, die sich ohne Skrupel und Bedenken an dem Spiel im Wien des Dritten Mannes beteiligen, geraten allerdings bald selbst in das von ihnen ersonnene Netz, in dem sie sich verfangen und an dem sie zugrunde gehen.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Und einer folgt dem anderen

Und einer folgt dem anderen von Dor,  Milo, Federmann,  Reinhard
Eine Leiche in der Badewanne bildet die Ausgangssituation für eine spannende Verfolgungsjagd quer durch das besetzte Nachkriegsösterreich. Während der Redakteur der Abendzeitung mit den guten Verbindungen zur Kriminalpolizei den Mördern auf der Spur ist, gerät er immer tiefer in die undurchsichtigen Machenschaften dubioser Geschäftsleute und eines geheimnisvollen russischen Oberst und wird selbst verfolgt, ehe er herausfinden kann, wonach eigentlich gejagt wird. Auch der Leiche folgen noch weitere, bis sich die diversen Kontrahenten auf der Suche nach geheimnisvollen militärischen Plänen schließlich gegenseitig ausgeschaltet haben und sich herausstellt, dass der vermeintliche Lustmord am Anfang letztendlich auch kein Raubmord war. Mit dem sich steigernden Tempo der einander verfolgenden motorisierten Gefährte überschlagen sich die Ereignisse und machen den Zeitungsreporter kurzfristig zum potentiellen Milliardär … Neben »Internationale Zone« und »Und wenn sie nicht gestorben sind …« ist dies ein weiteres Werk des Autorenduos Reinhard Federmann und Milo Dor, die in den fünfziger Jahren, inspiriert durch Graham Greenes »Dritten Mann«, die realen Lebensumstände im Wien der Besatzungszeit zum Hintergrund für eine spannende »story« wählten, woraus sich eine unvergleichliche Mischung ergibt: Ein Krimi im Stil der amerikanischen Unterhaltungsliteratur und gleichzeitig ein die Situation im Nachkriegsösterreich spiegelndes Zeitdokument. Ein turbulenter und amüsanter Krimi im besetzten Nachkriegsösterreich.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Barrikaden

Barrikaden von Federmann,  Reinhard
Der junge Franz Hafner, hoffnungsvoller Student der Rechte in Wien, schreibt verstörende Briefe an seine ältere Schwester Elisabeth ins heimatliche Nikolsburg und an Bruder Anton, den in Ungarn stationierten k. k. Leutnant. Zu politischen Veranstaltungen gehe er, auf Versammlungen und gar in Kaffeehäuser, um zu diskutieren! Welche neuen, aufrührerischen Gedanken haben vom kleinen Bruder Besitz ergriffen und machen es möglich, dass er es, bei einem seiner wenigen Besuche zu Hause, sogar dem Vater gegenüber an gebührendem Respekt fehlen lässt?Wir schreiben das Jahr 1848 – die Zeit, die als Inbegriff der 'guten alten' gilt, ist vorbei und mit ihr die, nicht immer freiwillige, unpolitische österreichische Gemütlichkeit.Für die einen bedeutet das europäische Revolutionsjahr von 1848 die herbeigesehnte Änderung unerträglicher Zustände – etwa für Franz Hafner, der zum Kompaniekommandanten in der Akademischen Legion und Mitglied des Sicherheitsausschusses avanciert, oder für seinen von Metternichs Schergen zur Flucht nach Deutschland gezwungenen revolutionären Freund Carl Sonntag. Für die anderen – unter ihnen der konservative Vater, die besorgte Schwester und anfangs auch Anton, als kaisertreuer Offizier – geht mit der Angst vor der Revolution vor allem die Sorge um gesellschaftliche Umwälzungen einher.Reinhard Federmann lässt die Stimmung und die Stimmungsumschwünge des Revolutionsjahres in seinem Briefroman lebendig werden. Einfühlsam in der Sprache und detailreich in den Fakten gelingt es ihm so, seine Protagonisten stellvertretend für die verschiedenen Schichten und Standpunkte zu Wort kommen zu lassen und von den parallelen politischen Vorgängen in Frankfurt, Prag und Ungarn zu berichten. Nie aus der Rolle des Augenzeugen fallend verleiht er seinen Schilderungen eine verblüffend spannende Authentizität.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Und wenn sie nicht gestorben sind…

Und wenn sie nicht gestorben sind… von Dor,  Milo, Federmann,  Reinhard
Ein turbulenter, meisterhaft erzählter Politthriller in einem imaginären südöstlichen Staat, dessen innenpolitische Wirren deutlich vom kalten Krieg geprägt sind. Eduard Rafaeljan ist Journalist in Paris. Im Auftrag einer Presseagentur reist er für eine Reportage in das südöstliche Land Dazien, was ganz und gar nicht nach seinem Geschmack ist: Denn Rafaeljan ist gebürtiger Dazier und dort vor einiger Zeit in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Dennoch begibt sich Rafaeljan auf die äußerst gefährliche Reise. Aber nicht nur die zur Zeit in Dazien regierende Partei – die Nationale Front –, auch die mächtige oppositionelle Untergrundbewegung, der Rafaeljan einmal angehörte – die Nationale Liga –, trachten ihm mittlerweile nach dem Leben. Das ganze Land scheint mit nichts anderem als mit Bespitzelung und Agententätigkeiten beschäftigt zu sein, Minister führen mehr oder weniger offene Agentenkriege gegeneinander. Nur die Tatsache, dass die Ermordung des Journalisten die Weltöffentlichkeit auf die Zustände in Dazien aufmerksam machen würde, gibt Rafaeljan eine winzige Chance, bei dieser atemlosen Jagd, die zahllose Todesopfer fordert und das Land direkt in den Bürgerkrieg zu führen scheint, zu überleben … Ein weiteres gemeinsames Werk, das Reinhard Federmann und Milo Dor in den fünfziger Jahren schufen. Der turbulente Thriller zeichnet ein plastisches, teilweise ins Groteske übersteigertes Bild seiner Zeit. Ein köstlicher-komischer Politthriller aus der Zeit des Kalten Krieges.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Die Stimme

Die Stimme von Federmann,  Reinhard
In präzisen Tönen und mit feinem Humor zeichnet Reinhard Federmann seine Porträts von Wiener Exzentrikern, Weisen und Hochstaplern und beschwört dabei ein ironisches Bild der in den fünfziger und frühen sechziger Jahren aus den Fugen geratenen alten Welt herauf. Sie führen nur scheinbar eine bürgerliche Existenz: der Landesgerichtsrat Budil, der in seinem Amtszimmer leise weint und sich bis zum Wahnsinn in seinen Fällen verliert, Leo Heymerle, der ewig gelangweilte Sohn aus gutem Hause mit frühzeitigen kriminellen Neigungen, oder die Hausmeisterin Leopoldine Javurek, die glaubt, dass man die Menschen bewachen muß. Mit einem untrüglichen Gespür für jene Momente, in denen der Alltag groteske Züge annimmt, gibt Federmann seinen Geschichten eine überraschende Wendung, führt seine Figuren zu einem Augenblick des Aufbäumens gegen die Verhältnisse und gewährt ihnen damit ein kurzes Emporwachsen zu fast strahlender Größe. Ein kurzes bloß, weil Federmann der ihm eigenen Ironie und Wahrhaftigkeit verpflichtet bleibt und dem Ende, »wenn der goldene Traum zu schäbigen Resten herabsinkt«, nie ausweicht. Meisterhafte Erzählungen aus dem Wien des Nachkriegs und des Wiederaufbaus.
Aktualisiert: 2017-01-01
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Österreich intim

Österreich intim von Federmann,  Reinhard, Zuckerkandl,  Berta
Im Glanz der Jahrhundertwende Berta Zuckerkandl war die letzte große Salonière des Wien um die Jahrhundertwende. In ihrer Villa in Döbling gaben sich Größen aus Literatur, Kunst und Politik gegenseitig die Klinke in die Hand. Namen wie Arthur Schnitzler, Gustav Mahler, Gustav Klimt, Franz Werfel oder Hugo von Hofmannsthal sind ebenso mit dem ihren verwoben wie Größen aus der Pariser Kunst- und Kulturszene, etwa Auguste Rodin, Maurice Ravel oder Eugène Carriere. Die Tochter des Herausgebers des "Neuen Wiener Tagblattes" und engsten Beraters Kronprinz Rudolfs Moritz Szeps war aber nicht nur Mäzenin der schönen Künste, sondern schrieb selbst Artikel für renommierte Zeitungen, konnte aufgrund ihrer Kontakte in Frankreich als Diplomatin zwischen Österreich und Frankreich vermitteln und wirkte als Geheimagentin während des Ersten Weltkrieges. Berta Zuckerkandl erzählt Anekdoten aus Begegnungen mit Großen jener Zeit und schildert die Flucht vor dem Naziregime über Frankreich nach Algier.
Aktualisiert: 2018-07-10
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