Hellmuth Mayer (1895-1980)

Hellmuth Mayer (1895-1980) von Willsch,  Natalie
Die Arbeit zeichnet die vielgestaltige Biographie Mayers im zeitgeschichtlichen Zusammenhang nach. Er stammte aus einer konservativ-bürgerlichen Familie, in der das Offizierkorps einen hohen Stellenwert hatte. In der Weimarer Zeit war er zunächst in verschiedenen politisch rechts stehenden Wehrverbänden und danach in verschiedenen Rechtsparteien aktiv. Daraus resultierend war er 1924 Verteidiger eines Weggefährten Hitlers im Hitler-Prozess und trat dabei glühend für die Wiederherstellung der Monarchie in Deutschland ein. In der NS-Zeit veröffentlichte er das Buch „Das Strafrecht des deutschen Volkes“, das den Spagat zwischen nationalsozialismuskonformen und rechtsstaatlichen Aussagen vollführt, und war in zwei Strafrechtsreformausschüssen tätig. Ab 1947 wirkte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vielen seiner damaligen Studenten ist er bis heute lebhaft als erzkonservativer „Anders-Mayer“ in Erinnerung. 1962 trat er im Rahmen der Spiegel-Affäre öffentlich in Erscheinung. Zeitlebens tat er sich durch seine Arbeiten zur Strafrechtsreform und zum materiellen Strafrecht, die Betonung rechtsstaatlicher Grundsätze sowie seine Kritik an der Sicherungsverwahrung hervor. Die Autorin hat den Fakultätspreis der Juristischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für die beste Doktorarbeit aus dem Bereich Rechtswissenschaften im Jahr 2008 sowie den Förderpreis der Kieler Doctores Iuris e.V. 2009 erhalten.
Aktualisiert: 2018-11-20
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Filmrechte in der Insolvenzordnung

Filmrechte in der Insolvenzordnung von Rudolph,  Matthias
Die bis vor kurzem kaum behandelte, komplexe Schnittstelle zwischen Filmurheber- und Insolvenzrecht hat im Zuge von Insolvenzen in der Filmbranche große Aktualität erlangt. Grund der Komplexität ist die Natur des Urheberrechts als Vermögens- und Persönlichkeitsrecht, zu der erschwerend die oft anzutreffende gesamthänderische Bindung innerhalb einer Miturhebergemeinschaft hinzutritt. Die Arbeit untersucht, ausgehend von den Filmurhebern und aufbauend auf einer Analyse der Rechtsnatur der Filmmiturhebergemeinschaft, für die bei der Filmherstellung und -auswertung Beteiligten, inwieweit der Insolvenzbeschlag das Urheberrecht, Nutzungsrechte und Anteile am Gesamthandsvermögen der Filmmiturhebergemeinschaft sowie an den dazugehörigen Rechten erfasst. Zudem wird das Insolvenzverwalterwahlrecht hinsichtlich der Verträge einer Rechtekette im Lichte der jüngsten Rechtsprechung des BGH zur Wirkung der Insolvenzverfahrenseröffnung erörtert und in diesem Kontext detailliert die höchst umstrittene Frage nach der Geltung des Abstraktions- bzw. Kausalitätsprinzips im Urheberrecht analysiert. Das Werk leistet einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion und richtet sich an die Praxis.
Aktualisiert: 2018-11-20
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Auf der Suche nach dem europäischen Programm

Auf der Suche nach dem europäischen Programm von Degenhardt,  Wolfgang, Strautz,  Elisabeth
Die Eurovision wurde 1954 als Kommission der Europäischen Rundfunkunion (EBU) gegründet. Sie ist als spezifische, nichtstaatliche Form europäischer Kooperation für die Koordination technischer Zusammenarbeit im Fernsehbereich wie auch für den Austausch von Programmen zuständig. Dabei konnte sie sich erfolgreich als ein Internationales Regime für den Austausch von Fernsehbildern etablieren, aber es gelang nicht, das Ziel einer gemeinsamen Programmproduktion zu erreichen. Die Studie zeigt zum einen die enorme Leistung der Eurovision bei der Meisterung der technisch-organisatorischen und juristischen Herausforderungen der 50er und 60er Jahre auf. Zum anderen werden die Grenzen der Kooperation deutlich, die sich besonders zwischen den Erwartungen des Publikums und den nationalen Bindungen der beteiligten Akteure auftaten. Neben der historischen Darstellung der Entwicklung der Eurovision bietet der Band eine umfassende Bibliographie zur frühen Fernsehentwicklung. Der Band richtet sich nicht nur an Medienwissenschaftler, sondern auch an interessierte Praktiker sowie Zeitgeschichtler. Die Verfasser arbeiten in einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Eurovision an der Universität Siegen.
Aktualisiert: 2018-11-20
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Umweltökonomie zwischen Recht und Politik

Umweltökonomie zwischen Recht und Politik von Immenga,  Ulrich, Kummermehr,  Michael, Schwintowski,  Hans-Peter, Seyfarth,  Martin
Umweltgüter sind knappe Güter der Allgemeinheit, bei denen Angebot und Nachfrage nicht durch Markt und Preis zum Ausgleich gebracht werden können, da. die Umweltnutzung kostenfrei erfolgt. Der Umweltpolitik steht für die Beseitigung dieses Marktversagens eine zunehmende Anzahl verschiedener Steuerungsinstrumente zur Verfügung, unter anderem die Schaffung von Anreizsystemen. Diesem Thema widmete sich das 8. Internationale Berliner Wirtschaftsrechtsgespräch, das im Mai 2003 unter dem Titel »Umweltökonomie zwischen Recht und Politik« in der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitwirkung der internationalen Anwaltskanzlei Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr stattfand und dessen Tagungsband nunmehr vorliegt. Besondere Berücksichtigung finden der Aufbau eines nationalen Emissionshandelssystems, der Komplex »Dosenpfand« sowie das Spannungsfeldes zwischen Umwelt und staatlichen Beihilfen. Der Band enthält unter anderem Beiträge von Ernst Ulrich von Weizsäcker (Gesetze, "Soft Law" und freiwillige Vereinbarungen für die Umwelt), Michael Kloepfer (Rücknahme- und Pfandsysteme im Spannungsfeld zwischen Kartell- und Umweltrecht), Simon Marr und Felix Christian Mathes (Emission Trading – Konzeption und erste Erfahrungen) sowie Sven Voelcker (Beihilferechtliche Grenzen staatlicher Umweltpolitik).
Aktualisiert: 2018-11-20
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Ulrike Meinhof

Ulrike Meinhof von Wesemann,  Kristin
Ulrike Meinhof ist das bekannteste Gesicht der Roten Armee Fraktion. Die Terroristin wird noch heute von vielen Linken als Märtyrerin verehrt, die angeblich an den politischen Zuständen in der Bundesrepublik verzweifelt und zugrunde gegangen ist. Ihr Leben erzählt allerdings eine andere Geschichte: Meinhof radikalisierte sich in jungen Jahren und stieg früh aus der Gesellschaft aus. Sie kämpfte als Studentin gegen die Atombewaffnung und attackierte als Journalistin die Bonner Republik, gründete die RAF mit und ging als Terroristin in den Untergrund. Antrieb für ihre politischen Taten war der Kommunismus. Die Autorin beschreibt, wie Meinhof den Extremismus – auch mit Hilfe der SED – auszuleben begann und zunehmend offenbarte. Kern der Biographie ist ein neuer Blick. Meinhof erscheint nicht mehr als verzweifelte Moralistin, die unter bundesdeutscher Gegenwart und nationalsozialistischer Vergangenheit gelitten, sondern ihre Worte genauso bewusst gewählt hat wie später ihre Waffen.
Aktualisiert: 2018-11-20
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Bevölkerungswandel und Konsumwende

Bevölkerungswandel und Konsumwende von Stiller,  Silvia
Seit Robert Malthus vor 200 Jahren sein Bevölkerungsgesetz veröffentlichte, ist der Zusammenhang zwischen demographischer und ökonomischer Entwicklung Gegenstand wirtschaftswissenschaftlicher Forschung. Dieser Problemkreis zieht gegenwärtig reges Interesse auf sich, denn bei Fortbestand des derzeitigen generativen Verhaltens in den entwickelten Volkswirtschaften wird die Bevölkerung in diesen Ländern nicht nur mit besorgniserregendem Tempo schrumpfen, sondern wegen niedriger Geburtenraten und steigender Lebenserwartung auch dramatisch altern. Der Bedeutung dieser Entwicklungen für die öffentlichen Finanzen, die sozialen Sicherungssysteme, für Wohnungsmärkte, Gesundheitssystem und andere Bereiche der Volkswirtschaft wird im politischen Raum und in der Wissenschaft große Aufmerksamkeit gewidmet. Hinter diesen Debatten liegt letztlich die grundsätzliche Frage, wie die Konsummöglichkeiten unserer Volkswirtschaft langfristig durch mögliche demographische Entwicklungspfade beeinflußt werden. Für die Bundesrepublik Deutschland simuliert die Verfasserin eine Palette plausibler demographischer Szenarien.
Aktualisiert: 2018-11-20
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Nachhaltige Entwicklung in der globalen Ökonomie

Nachhaltige Entwicklung in der globalen Ökonomie von Schwaab,  Jan Arno
Die Globalisierung der Wirtschaft und die Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen sind zwei zusammenhängende Problemkreise, die für die weltwirtschaftliche Entwicklung im 21. Jahrhundert bestimmend sein werden. Und trotz langjähriger Diskussionen ist das Spannungsfeld stärker denn je. Das vorliegende Buch will einen Beitrag zu einer rationaleren Debatte leisten, indem es die maßgeblichen ökonomischen Entwicklungstendenzen, ihre Zusammenhänge mit der umweltpolitischen Institutionenbildung aufzeigt, den bisweilen unübersichtlichen Streit der Globalisierungsbefürworter und -gegner als Effekt ganz bestimmter, klar definierbarer Normensysteme erklärt und die zentralen Ansatzpunkte einer Politik der Nachhaltigkeit in einer globalen Ökonomie ableitet, auf deren Grundlage eine Vereinbarkeit der beiden bislang scheinbar unvereinbaren Prozesse erreichbar ist.
Aktualisiert: 2018-11-20
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