Diktatur und Widerstand in Chile

Diktatur und Widerstand in Chile von Baer,  Willi, Dellwo,  Karl-Heinz
Der zweite Band zur Geschichte der chilenischen Militärdiktatur und dem antifaschistischen Widerstand beginnt mit Berichten über den 11. September 1973, die den systematischen Terror der Militärjunta aufzeigen. Durch die Machtergreifung der Militärs wurde Chile zum Versuchslabor einer neoliberalen Wirtschaftspolitik. Weitere Beiträge stellen den Widerstand und den bewaffneten Kampf gegenüber dem Pinochet-System dar. Ferner wird die internationale Solidaritätsarbeit beider deutschen Staaten für die Unidad Popular dargestellt, die eines der größten internationalen Netzwerke progressiver Organisationen schuf. Der Band 29 enthält die Filme: 'Chile eine Erinnerung', 'Der Fall Pinochet', 'El golpe blanco', 'Im Feuer bestanden' und 'Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind'.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Thomas Kuczynski zu Karl Marx: Lohn Preis Profit

Thomas Kuczynski zu Karl Marx: Lohn Preis Profit von Kuczynski,  Thomas
Lohn, Preis und Profit, 1865 als Vortrag von Marx gehalten, ist eines der in der deutschen Arbeiterbewegung meistgelesenen Werke von Marx gewesen. Die Fragestellung zu Löhnen und Preisen, zum Wert der Ware Arbeitskraft u.a. war für die damalige Arbeiterbewegung von unmittelbarem Interesse. Fragen wie: Führt die Erhöhung von Löhnen zu einer Erhöhung der Preise? Kann überhaupt die Lage der Arbeiterklasse über höhere Löhne verbessert werden? beantwortet Marx grundsätzlich und befürwortet Gewerkschaften als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals, die allerdings dann ihre historische Aufgabe verfehlen, wenn sie nicht konkret die endgültige Abschaff ung des Lohnsystems zum Ziel haben. Mit einer Aktualisierung von Thomas Kurczynski.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Antifaschismus als Feindbild

Antifaschismus als Feindbild von Eisenberg,  Johannes, Vogel,  Manuel, Voigt,  Lea
Antifaschismus und Justiz: Anfang 2013 wurde in Dresden der Teilnehmer einer Großdemonstration gegen Neonazis, Tim H., zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt. Dieses Urteil rief großen Widerspruch auch in der bürgerlichen Öffentlichkeit hervor. Im gleichen Jahr eröffnete die Dresdner Justiz ein Verfahren gegen den Pfarrer Lothar König, einen der politisch markanten Köpfe innerhalb des großen Spektrums antifaschistischer Mobilisierung. Laut Anklage soll dieses Verfahren mit einer hohen Strafe enden. Hintergrund ist das offene Auftreten von Neonazis in Dresden, die seit Langem den Jahrestag der alliierten Bombardierung Dresdens während des Zweiten Weltkrieges nutzen, um ein rechtsextremes Geschichtsbild und eine Relativierung des Nazi-Regimes zu etablieren. Innerhalb von Polizei und Justiz gelten offenbar weniger die Neonazis als vielmehr die Gegendemonstranten als 'Störenfriede' oder gar Feinde der öffentlichen Ordnung. Das zeigt sich erneut auch anhand der Beweisvorlage in diesem Prozess. Während der ersten Prozesstage offenbarte sich, dass zahlreiche Beweismittel der Verteidigung vorenthalten worden waren. Ebenso wurde deutlich, dass diverse Aussagen von Polizeizeugen verurteilungsökonomisch konstruiert waren und als Falsch- aussagen definiert werden müssen. Nach sieben Verhandlungstagen wurde das Verfahren auf Monate hinaus unterbrochen. Juristisch ist in diesem Verfahren noch vieles zu definieren, insbesondere auch die Frage, welchen Stellenwert die Verfassung und das Grundgesetz dem Antifaschismus zumessen. Politisch zeigt sich an diesem Verfahren, dass in Teilen der Justiz und der Polizei eine innergesellschaftliche Feindsicht gegen Antifa-DemonstrantInnen vorherrscht und die notwendige Entwick- lung antifaschistischer Widerständigkeit kriminalisiert wird. Zahlreiche AutorInnen aus dem juristischen, politischen, kirchlichen und antifaschistischen Kontext beschäftigen sich in diesem Buch mit der Bedeutung des Prozesses.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Elefanten im Garten

Elefanten im Garten von Kureyshi,  Meral
Als ihr Vater unerwartet stirbt, gerät die junge Erzählerin ins Schlingern. Ein Jahr lang lebt sie im Ungefähren, besucht wahllos Vorlesungen an der Universität, fährt Zug, sucht unvermittelt Orte ihres bisherigen Lebens auf, reist nach Prizren. Erinnerungen an ihre idyllische Kindheit in der osmanisch geprägten Stadt, die sie im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie verlassen musste, drängen machtvoll in ihre Schweizer Gegenwart. Aber die Welt ihrer Kindheit findet sie nicht wieder in Prizren, und auch sie selbst hat sich verändert. Sie sucht einen Platz in ihrem neuen Land, der neuen Sprache. Die Unselbständigkeit ihrer einsamen Mutter erträgt sie nur schlecht, und mit jedem neuen deutschen Wort wächst die Entfernung zu ihr. Während die Mutter sich zunehmend isoliert, versucht die Erzählerin dem Stillstand zu entkommen. 'Elefanten im Garten' ist ein wunderbarer Roman über ein von der Migration geprägtes Leben, über Herkunft und Entfremdung, Verlust und Beharren, aber auch über Neubeginn und Rettung – im Erzählen.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Politik denken. Interviews

Politik denken. Interviews von Bensaid,  Daniel
Zwei Interviews mit dem Philosophen und Aktivisten Daniel Bensaïd: eine dialogische Einleitung in sein Denken und seine politische Praxis und zugleich eine kleine politische Geschichte der französischen radikalen Linken. Bensaïd, 1946 in Toulouse geboren und 2010 in Paris gestorben, war ein Philosoph, der den Marxismus auf einer subjektivistischen Grundlage fortschrieb, ein unermüdlicher Aktivist, der seit den Anfängen des Mai 68 bis zu seinen letzten Lebensmonaten an allen politischen und sozialen Auseinandersetzungen beteiligt war. Das erste Interview mit dem Dokumentarfilmer Fred Hilgemann dreht sich um 1968, den größten Generalstreik in der französischen Geschichte, das Entstehen der Bewegung in der Zeit des Algerienkrieges sowie der Neuen Linken, deren Entwicklung Daniel Bensaïd entscheidend geprägt hat. Das zweite Interview führte die argentinische Zeitschrift Praxis im Mai 2006. Bensaïd erläutert darin den Epochenbruch von 1989 und die Auswirkungen der Globalisierung auf den antikapitalistischen Kampf. Er insistiert auf der Notwendigkeit einer neu zu formulierenden Strategie des Raums und der Zeit, der Pluralität des revolutionären Subjekts im Neoliberalismus und versucht, das revolutionäre Erbe vor dem Konformismus zu bewahren. Das Werk von Daniel Bensaïd umfasst dreißig Bände mit philosophischen Entwürfen, scharfen politischen Analysen und Gebrauchstexten für den politischen Alltag. Seine Schriften zur politischen Ideengeschichte, zur Fortschreibung des Kapital, zur Bilanz des 20. Jahrhunderts und seinen gescheiterten Revolutionen bekräftigen die Notwendigkeit einer revolutionären Möglichkeit. Daniel Bensaïd, geboren 1946 und gestorben am 10. Januar 2010, war Professor für Philosophie an der Universität Paris VIII, einer der bekanntesten Protagonisten der französischen Studentenbewegung, marxistischer Philosoph und trotzkistischer Politiker. Er gehörte in Frankreich zu den zentralen Personen der radikalen Linken. Bei LAIKA erschienen von Daniel Bensaïd auch Die Enteigneten – Karl Marx, die Holzdiebe und das Recht der Armen (2012) sowie Walter Benjamin – Links des Möglichen (2015).
Aktualisiert: 2018-06-18
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Ökologische Revolution. Frieden zwischen Mensch und Natur

Ökologische Revolution. Frieden zwischen Mensch und Natur von Foster,  John B
Seit dem Einsatz der Atombombe in Hiroshima 1945 wissen wir, dass die Menschheit die Mittel zur vollständigen Zerstörung des Planeten besitzt. Was nukleare Sprengköpfe als potenzielle Möglichkeit darstellen, ist durch die weltweite Umweltzerstörung – markiert nicht zuletzt durch die Klimaerwärmung – als Prozess längst in Gang gesetzt: die totale Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen auf der Erde. Die Ursachen dieses kontinuierlichen Zerstörungsprozesses liegen in der ungebremsten Kapitalakkumulation unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems, das noch die letzte Erdkrume der In-Wert-Setzung unterwirft, Wasser und Luft in Waren verwandelt, den natürlichen Austausch zwischen Mensch und Natur dem Gesetz des Mehrwerts unterwirft und damit die Zukunft der eigenen Spezies der drohenden Vernichtung aussetzt. Globale Klimaerwärmung, rapide Abnahme der Süßwasserreserven, Versteppung ganzer Regionen und damit verbundene Hungerkatastrophen, rapides Artensterben – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Die einzige Antwort auf diese Entwicklung – so John Bellamy Foster – ist eine ökologische Revolution, der Kampf um den Frieden zwischen Mensch und Natur. Foster beruft sich dabei auf so unterschiedliche Denker wie Karl Marx, Thomas Malthus, William Morris, Albert Einstein, Hannah Arendt und Rachel Carson. Wer ernsthaft über Ökologie und die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sprechen will, für den ist dieses Buch P?ichtlektüre.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Martha

Martha von Weber,  Michael
'Und seitdem kann ich genauer benennen, was mich mit Martha verbindet: Diese Lücke, diese Anmutungs-Leere. Denn Martha war die personifizierte falsche Anmutung – sozusagen Tiefstand auf dem Anmutometer.' Hamburg-St. Pauli Anfang der 1980er-Jahre: Ein junger Schauspielstudent aus der norddeutschen Provinz zieht mit Freunden in die Davidstraße – wo er Martha Ihde kennenlernt: 'Klack, klack, köch, köch [.] In der Doppeltür erschien eine kleine, etwa ein Meter sechzig große, schmale alte Frau in einem für ihr Alter verblüff end kurzen Rock, die dünnen, schönen Beine in Nylons, die schlanken Füße in Riemchenschuhen auf beängstigend hohen Absätzen.' Seine neue Nachbarin, die ihr ganzes Leben in diesem Viertel verbracht hat, wird für ihn von einer anfänglich schillernden Panoptikumsfigur im Lauf der Jahre zu einer nahen Bekannten und zu einem Orienti erungspunkt für sein weiteres Leben. Die skurrilen, komischen und traurigen Episoden, die er mit Martha, ihrem Mann Ernst, dem Hund Tarzan, ihrem Sohn, dem Krran, und anderen erlebt, prägen sein Verständnis des Viertels, führen ihn zu Reflexionen über seine eigene kleinbürgerliche Herkunft, seine Faszinati on für das Leben auf St. Pauli, seinen angestrebten Beruf, seine Lebensperspektive und seine politische Haltung. Immer präsent – weil untrennbar verbunden mit dem am Vorbild Martha orientierten freieren Lebensgefühl – sind die in unmittelbarer Nachbarschaft stattf indenden Zeitereignisse: die Kämpfe um die St. Pauli-Hafenstraßenhäuser, der Niedergang des Sex-Gewerbes, der Punk. Ein atmosphärisch dichter autobiografischer Roman und eine eindrucksvolle Hommage an die Protagonistin Martha Ihde.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Die Aktualität des Kommunismus

Die Aktualität des Kommunismus von Bosteels,  Bruno
'… wenn die Geschichte sich in einer rückläufigen Entwicklung befindet, verschwindet die Politik – nicht, um es klar zu sagen, die parlamentarische und administrative Politik, sondern Politik als die strategische Antizipation des Tages danach', schrieb Daniel Bensaïd kurz vor seinem Tod zu der Krise der Linken zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Angesichts der Krise des Neoliberalismus erwacht nicht nur in akademischen Kreisen das Interesse an Idee und möglicher Praxis des Kommunismus neu. Gibt es eine Möglichkeit, den Kommunismus als Idee, Hypothese, Bewegung zu formulieren, ohne postwendend mit den Zeugnissen seines 'Scheiterns' konfrontiert zu werden? Bruno Bosteels unternimmt es, diese Perspektive zu entwickeln. Er bezieht sich dabei auf Marx’ Die Deutsche Ideologie: 'Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.' Bosteels formuliert dabei kein Rezeptbuch praktischer Handlungsanleitung, sondern lenkt den Leser durch Fragestellungen zu einem dialektischen Denken, aus dem nicht nur die Aktualität, sondern darüber hinaus die Notwendigkeit des Kommunismus folgt. Bruno Bosteels, Professor für Romanistik, lehrt heute an der Cornell University in Ithaca/New York. Zuvor war er Dozent für romanische Sprachen und Literatur an der Universität von Pennsylvania, für romanische Philologie an der Katholieke Universiteit Leuven, Belgien, und Assistenz-Professor an der Harvard University und an der Columbia University. Bosteels ist Übersetzer von Alain Badious Arbeiten ins Englische, darunter Theory of the Subject und Can Politics Be Thought? Zu seinen Arbeiten gehören Essays über Kierkegaard, Nietzsche und Lacan. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die moderne lateinamerikanische Literatur und Kultur sowie die zeitgenössische europäische Philosophie und Politische Theorie. Sein Forschungsgebiet umfasst die Bereiche Kunst, Literatur, Theorie und Kartographie, die radikalen Bewegungen der sechziger und siebziger Jahre, Dekadenz, Dandytum und Anarchie an der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Neofaschisten in Griechenland

Neofaschisten in Griechenland von Psarras,  Dimitris
Die schmerzhafteste Folge der vielseitigen griechischen Krise ist unzweifelhaft der triumphale Einzug einer offen faschistischen Partei ins Parlament. Seit der Ermordung des linken Rappers Pavlos Fyssas durch ein Mitglied der Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) hat sich das Klima für die Rechtsextremen zwar geändert: Mitglieder wurden verhaftet, die staatliche finanzielle Förderung gestrichen und die Regierung erwägt sogar ein Verbot. Doch auch wenn Politik und Justiz nun endlich zu handeln scheinen – die Konsequenzen sind offen, und das Buch von Dimitris Psarras, seine darin aufgeworfenen Fragen und vorgenommenen Analysen bleiben hochaktuell. 'Wie sind wir Griechen dorthin gelangt? Wie wurde plötzlich der Sack des Aiolos geöffnet und die bis vor wenigen Jahren diskreditierte und marginale extreme Rechte in die Lage versetzt, heute die politische Tagesordnung zu gestalten? Wie konnten wir die Diktatur vergessen? Und wie können wir in Griechenland, wo die überwiegende Mehrheit der jüdischen Mitbürger in den Konzentrationslagern umgebracht wurde, die Leugnung des Holocaust tolerieren?' Mit dem vorliegenden Band will der erfahrene Journalist Dimitris Psarras diese Fragen beantworten. In den Texten, den Symbolen und insbesondere in der Praxis der Chrysi Avgi lassen sich die Gründe aufspüren, die das Wiederauftauchen von 'Sturmtruppen' in einem europäischen Land ermöglicht haben. Dimitris Psarras zeigt aber auch Ansätze auf, wie der Absturz in die Barbarei aufgehalten werden kann. Dimitris Psarras, 1953 in Athen geboren, ist Mitglied der Recherchegruppe 'Ios' (Virus), die viel zum Entstehen des Buches beigetragen hat. Von 1990 bis zum Juni 2012 war Dimitris Psarras als Journalist für die griechische linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia (Pressefreiheit) tätig. Seit November 2013 schreibt er für die vom Zeitungskollektiv in einer Genossenschaft herausgegebene Efimerida ton Syntakton (Zeitung der Redakteure). Neofaschisten in Griechenland – Die Partei Chrysi Avgi (die griechische Originalausgabe erschien 2012 unter den Titel I mavri vivlos tis Chrysis Avgis) ist bereits das zweite Werk, in dem sich Psarras mit den Aktivitäten ultrarechter Organisationen in Griechenland beschäftigt. Schon 2010 gab der Athener Verlag Alexandria seine Studie Die heimliche Hand von Karatzaferis. Die mediale Auferstehung des griechischen Rechtsextremismus heraus.
Aktualisiert: 2018-06-18
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Abgrund der Freiheit

Abgrund der Freiheit von Žižek,  Slavoj
Schellings Philosophie der Freiheit und der Weltalter blieben unvollendet, sind aber für ein grundsätzliches Verständnis der Freiheitslehre unverzichtbar und öffnen eine Kritik an Hegels Idealismus. Nach Slavoj Žižek sind in Schellings Analyse bereits die wichtigsten Ausrichtungen der nachhegelschen Gedanken, was Kierkegaard und Marx, Heidegger und die heutigen Dekonstruktivisten betrifft, vorgezeichnet. In Abgrund der Freiheit versucht Žižek Schellings Position weiter voranzutreiben mit einem Kommentar des zweiten Entwurfs von Schellings Werk Die Weltalter. Dieser zweite Entwurf Schellings ist für Žižek die sprachmächtigste und umfassendste Version. Die analytische Basis, von der Žižek dabei ausgeht, ist Lacans psychoanalytische Theorie.
Aktualisiert: 2018-06-18
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