Gerichtsgebäude in Sachsen-Anhalt. Steinerne Zeugen der Justizgeschichte und Rechtskultur (Beiträge zur Denkmalkunde 12)

Gerichtsgebäude in Sachsen-Anhalt. Steinerne Zeugen der Justizgeschichte und Rechtskultur (Beiträge zur Denkmalkunde 12) von Dolgner,  Angela, Dolgner,  Dieter, Rüber-Schütte,  Elisabeth
Mit der vorliegenden Publikation wird der Reihe »Beiträge zur Denkmalkunde« des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ein weiterer Band hinzugefügt, in dem Prof. Dr. Dieter Dolgner (Halle) nach fünfjähriger intensiver Forschungsarbeit Entwicklung, Bestand und Bedeutung der Baugattung Gerichtsgebäude in einem ersten Überblick vorstellt. Von wenigen Ausnahmen und punktuellen Ergebnissen abgesehen befand sich dieses architektonische Erbe aus verschiedenen Gründen bisher weder im Blick der Fachwelt noch einer breiteren Öffentlichkeit. Nunmehr wird eine Gesamtschau des überkommenen Bestandes in Sachsen-Anhalt vorgelegt, die als Grundlage und Anregung für weitere Untersuchungen dienen soll. Mit ihr steht zudem den Denkmalpflegern und Restauratoren baukundliches Material zur Verfügung und historisch interessierte Leser erhalten ein breitgefächertes Nachschlagewerk. Die Forschungsergebnisse können das Interesse an den präsentierten Baudenkmalen wecken, das Verständnis für deren Wert vertiefen und wichtige Impulse für deren Erhalt und Pflege geben. Das Land Sachsen-Anhalt verfügt über einen großen Reichtum an historischen Gerichtsorten und Gerichtsgebäuden, in denen sich die jeweiligen Justizverhältnisse spiegeln. In der Vergangenheit verband sich die Rechtspraxis häufig in einer Funktionsmischung mit Burgen und Schlössern, Amts- und Kanzleigebäuden sowie Rathäusern. Wenige Ausnahmen der separierten Rechtspflege bildeten in größeren Städten die Schöffenstühle und die Rügegerichtshütte in der Wüstung Volkmannrode. Als eigenständige Gebäudekategorie trat der Gerichtsbau – wie anderenorts auch – erst seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Erscheinung. In Abhängigkeit von der Justizstruktur und Gerichtsverfassung wurden mit dem Inquisitoriat und Assisensaal frühzeitig konkrete Bau- und Raumtypen entwickelt. Die Stadt Halle übernahm in diesem Prozess eine Pilotfunktion. Mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes 1879 entstand ein enormer Raumbedarf. Das erforderliche hohe Bauaufkommen konnte am ehesten durch zahlreiche standardisierte Neubauten im rationellen preußischen »Backsteinrohbau« bewältigt werden. Darauf folgte in den 1890er Jahren die Phase der repräsentativen Gerichtsbauten im Stil der deutschen Neurenaissance oder des Barocks. Die neue Architekturkonzeption mündete in den Bau mehrerer größerer Amtsgerichte und gipfelte schließlich in den monumentalen »Justizpalästen« von Magdeburg, Halle oder Naumburg. Damit war der Gerichtsbau in den Rang eines staatlichen Repräsentationsbaus aufgestiegen. Trotz der abgestuften Hierarchie sollte die Bauaufgabe Gericht neben der utilitären Zweckerfüllung stets auch in ihrer Signifikanz als Herrschaftsarchitektur wahrgenommen, als demonstratives Zeichen von Hoheit und Macht verstanden werden. Diese proklamierte Absicht unterstützt eine zum Teil reiche bildkünstlerische Ausstattung.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Gustav Klimts Ringstraßenwerk 1882-1897

Gustav Klimts Ringstraßenwerk 1882-1897 von Rychlik,  Otmar
Das Ringstraßenwerk von Gustav Klimt setzt sich aus den Gemälden für das Burgtheater, das Kunsthistorische Museum, den frühen Deckenbildern der Universität und die Ausstattung des Musiksalons für Nikolaus Dumba zusammen. Es bezieht sich damit auf drei der bedeutendsten Gebäude der Wiener Ringstraße und das Palais eines hervorragenden Kunstfreundes. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Zeichnungen, Entwürfe, sogar einige Kartons für die Deckenbilder des Burgtheaters, Fotos und zeitgenössische Publikationen mit Abbildungen erhalten, die es erlauben, das Ringstraßenwerk von Gustav Klimt erstmals in einem zusammenfassenden Buch breit gefächert vorzustellen. Nach dem Auftrag, die Werke Gustav Klimts und der beiden anderen Mitglieder der Malerkompanie (Ernst Klimt und Franz Matsch) im Burgtheater einer wissenschaftlichen Bearbeitung zuzuführen, (2005 bis 2007, mit dem Ergebnis des Buches „Otmar Rychlik, Gustav Klimt im Burgtheater“), folgte das vom Autor initiierte Projekt und die Durchführung der Ausstellung zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt im Wiener Kunsthistorischen Museum mit dem Buch „Gustav Klimt und die Malercompagnie im Kunsthistorischen Museum“ und dem eigentlichen Ausstellungskatalog 2012. Anlässlich dieser Studien und ihrer Ergebnisse konnte Otmar Rychlik das Oeuvre von Gustav Klimt neu ordnen und benennen. Bisher wurde im Werk Klimts, dessen künstlerische Reife außerordentlich früh einsetzt, nur ein „Jugendwerk“ (das allerdings bis in das 35. Lebensjahr des großen Künstlers reichen sollte!) vom Hauptwerk – 1898 bis 1918 – unterschieden. Diese grobe Einteilung wird dem Maler und Zeichner Gustav Klimt nicht gerecht, jedenfalls nicht seiner Bedeutung für das Weltrangphänomen des Wiener Historismus. Vor allem aber erscheint dadurch seine künstlerische Rolle im Zusammenhang der Wiener Ringstraße unterspielt und keineswegs angemessen gewürdigt. Der von Otmar Rychlik vorgeschlagenen neuen Einteilung nach besteht das Werk von Gustav Klimt aus dem Frühwerk der Malerkompanie, das vor allem Aufträge für Eiserne Vorhänge und Raumdekorationen von Theatern der Architekten Fellner und Helmer umfasst, zweitens aus dem Werk an der Ringstraße zwischen 1886 und dem Auftrag, die Deckenbilder der Universität zu malen (vor 1900), drittens aus dem Werk der Secessionsjahre (1898-1905) bis zum Tod Klimts 1918.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Der Zauber der Antike

Der Zauber der Antike von Ockenfels,  Benedikt, Pfarr,  Ulrich
Wenn ein leidenschaftlicher Kunstsammler die Werke seiner Sammlung publizieren lässt, so gibt er fast zwangsläufig auch einen Einblick in sein Leben – ist er doch jedem einzelnen Objekt der Sammlung eng verbunden, sodass alle Stücke in ihrer Gesamtheit eine Art Bilder-Biographie ergeben. So erzählt auch die hier präsentierte Sammlung von Prof. Dr. Klaus Parlasca von den vielen Lebensstationen dieses Altertumswissenschaftlers, dessen Vorliebe für die Zeichenkunst und die Grafik des Klassizismus und der Romantik sich in diesem Katalog widerspiegelt. Erinnerungen an bedeutende Künstler wie Carl Gotthard Langhans oder Karl Friedrich Schinkel als Gestalter der klassizistischen Phasen Potsdams und Berlins, der früheren Heimat des Sammlers, sowie Motive der klassischen Antike lassen sich daher in der Sammlung ebenso entdecken wie Zeugnisse des frühen Antikenstudiums selbst. So zeigen sich Ansichten und Ruinen nicht bloß in Form eines sentimentalen oder verträumten Rückblickes, sondern verdeutlichen zugleich das Bild klassizistischer Antikenrezeption. Die Sammlung eröffnet somit auch einen Blick auf die Gelehrtentätigkeit des 18. Jahrhunderts, indem sie anhand zeichnerischer Aufnahmen über das Kunstempfinden gleichermaßen wie über die Entwicklung der archäologischen und kunsthistorischen Wissenschaften berichtet. Sie dokumentiert die ungezählten Reisen nach Italien, wo die pittoresken Ruinen des alten Römischen Reichs sowie die Landschaften dieses irdischen Arkadiens den Künstlern zur Muse wurden und den Gelehrten zum Studienort der vermeintlich ältesten und vorbildhaftesten Kultur. Die Sammlung Parlasca umfasst dabei gleichermaßen phantasievolle Skizzen mit mythologischen Themen sowie mit hoher Präzision gezeichnete Architekturzeichnungen und Entwürfe im antikisierenden Stil, die während der Epoche des Klassizismus in ganz Europa eine Blütezeit erlebten. Klaus Parlasca wurde am 23. September 1925 in Potsdam geboren. Nach dem Abitur am humanistischen Viktoria-Gymnasium studierte er ab 1943 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Berlin. Nach dem Wehrdienst und kurzer Kriegsgefangenschaft setzte er sein Studium – erweitert um das Fach Ägyptologie – in Göttingen und Basel (1945-1949) fort. 1950 promovierte er in Göttingen mit dem Werk Die Mosaiken des römischen Germanien. Seine Arbeit wurde mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts ausgezeichnet. Mit dieser Unterstützung konnte er 1952/53 viele antike Stätten im Mittelmeerraum besuchen. In den Jahren von 1951 bis 1954 widmete der junge Doktor der Archäologie sich dem von der DFG geförderten Projekt Römische Wandmalereien in Deutschland. Von 1954 bis 1971 lebte er in Frankfurt am Main und war zunächst als Assistent am Archäologischen Institut der Goethe Universität tätig. 1960 wurde er mit einer Arbeit über römische Wandmalereien in Ägypten habilitiert, die bislang nicht publiziert wurde. Ab 1966 wirkte er als außerplanmäßiger Professor in Frankfurt. Im Jahr 1971 wurde er als ordentlicher Professor für Klassische Archäologie an die Friedrich-Alexander-Universität nach Erlangen berufen und dort als Leiter des Instituts für Klassische Archäologie und dessen Antikensammlung eingesetzt. 1990 wurde ihm eine Festschrift von der Universität Erlangen-Nürnberg gewidmet, an der er bis zu seiner Emeritierung im gleichen Jahr lehrte. Zahlreiche Forschungsaufenthalte führten ihn nach Rom, in den Mittelmeerraum und die USA (Brooklyn-Museum/NY, J. Paul Getty-Museum in Malibu/CA). Seine Forschungsschwerpunkte sind Mumienporträts, das griechisch-römische Ägypten, kaiserzeitliche Kunst in Syrien (Palmyra), klassizistische Kunst sowie Landschafts-und Gartenarchitektur. Er heiratete 1956 die Archäologin Dr. Ingemarie Urbanek. Ihren 3 gemeinsamen Kindern verdanken sie acht Enkelkinder und eine Urenkelin. Seit seiner Emeritierung lebt Klaus Parlasca in Frankfurt, gemeinsam mit seiner Frau bis zu deren Tode im Sommer 2017. Bereits in den frühen 1960er Jahren begann Klaus Parlasca mit dem Aufbau seiner Sammlung von klassizistischen Zeichnungen und Druckgraphiken. Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen diese außergewöhnliche und in dieser Form selten gewordene Sammlung hier präsentieren können.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Walking through the 20th Century

Walking through the 20th Century von Overbeck,  Cyrus, Vahl,  Christian
Cyrus Overbeck, geb. 1970; erste Bronzen in der Kunstgießerei Schmäke (Düsseldorf); 1995 Veröffentlichung der ersten umfassenden Otto-Pankok-Biographie; 1997-1999 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Universität-Gesamthochschule Essen-Duisburg; 2000-2004 druckgrafische Zyklen; 2004 Erwerb des historischen Bürgermeister-Becker-Haus in Esens; 2004-2007 Lehramt für ev. Theologie, Geschichte, Germanistik und Kunst für die Sekundarstufe I und II an der Carl-Gittermann-Realschule und am Niedersächsischen Internatsgymnasium in Esens; seit 2009 Bronze-Zyklen; 2013 Atelier in Düsseldorf; 2015 Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg; 2015-2017 Arbeit an »Walking through the 20.th Century«; 2016-2017 grafische Zyklen. Arbeiten in Museen und Sammlungen (Auswahl) Museum Mülheim an der Ruhr/Alte Post; B'nai B'rith Museum, Washington D.C. (USA); Kunstsammlung der Stadt Köln; Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg; Spendhaus Reutlingen; Kunsthalle Emden / Stiftung Henri und Eske Nannen; Sammlung Buhr, Bonn; Sammlung van Almsick, Gronau; Stadtmuseum Düsseldorf; Staatliche Graphische Sammlung München; Samm­­lung Brüggemann, Duisburg; Privatsammlung Dr. Doris König, Duisburg; Städtische Galerie Karlsruhe; Sammlung Volksbank Esens; Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Sammlung Grötz; Evangelische Kirche Wuppertal-Barmen; United Staates Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. (USA); Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf; Sammlung Ostfriesische Landschaft - Ostfriesica, Aurich. Cyrus Overbeck ist ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Herkunft verpflichtet

Herkunft verpflichtet von Kenzler,  Marcus
101 Schlagworte zur Provenienzforschung Die knappen und verständlich formulierten Schlagworte, die weit über das in der Ausstellung Gezeigte hinausgehen, geben einen guten Überblick über ein komplexes Forschungsfeld und wenden sich dabei an eine breite Leserschaft. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Architekturführer Shanghai

Architekturführer Shanghai von Dubrau,  Christian, Schweitzer,  Eva
Shanghai behauptet sich auch eine Dekade nach dem Bauboom zur Expo 2010 als ein Paradies der Immobilienbranche. Internationale Architekturbüros realisieren immer spektakulärere Leuchtturmprojekte, die weltweit Beachtung finden. Wöchentlich scheint ein neuer Wolkenkratzer errichtet, eine neue Satellitenstadt gegründet oder ein neues Wohnviertel bezogen zu werden. Für Shanghai ist diese rasante Entwicklung jedoch kein unbekanntes Phänomen. Die Stadt hat bereits mehrere Metamorphosen hinter sich. Denn Chinas bewegte Geschichte lässt sich an der Stadtstruktur Shanghais und an ihren markanten Architekturobjekten besonders gut ablesen. Dieser Architekturführer erkundet eine der größten Städte Chinas auf elf geografisch geordneten Touren, die an knapp 300 Bauten vorbeiführen. Ein kenntnisreicher Essay bietet das Hintergrundwissen zur baugeschichtlichen Entwicklung Shanghais – vom einstigen Fischerdorf über die Kolonialstadt, die Stadt der Revolution und des Kommunismus bis hin zur heutigen Metropole der bautechnischen Superlative und architektonischen Experimente.
Aktualisiert: 2018-01-16
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