Max Dudler – Räume erzählen

Max Dudler – Räume erzählen von Boldrin,  Simone
Das Große lässt sich am Kleinen begreifen. Geht es um Atmosphäre, dann funktioniert ein Zimmer wie ein Haus, ein Platz oder eine ganze Stadt. „Räumliche Atmosphäre, egal auf welchem Maßstab, entsteht über Reduktion und Materialität“, betont Max Dudler im Gespräch mit Simone Boldrin. Projekte wie das Sale e Tabacchi, das Hambacher Schloss oder das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum haben Dudler international bekannt gemacht. Räume erzählen nähert sich seinen Architekturen nun über die von ihm gestalteten Innenräume und Möbel. Fünf Beiträge erzählen von der Atmosphäre der Interieurs, von ihrer körperlichen Aneignung, von der Sinnlichkeit ihrer Möblierung. Licht und Schatten, Geometrien, Materialien und Oberflächen entfalten sich in einem fotografischen Essay von Stefan Müller, der ihre besondere Stimmung und Haptik visuell erfahrbar macht. Mit Texten von Milan Bulaty, Kasper König, Renate Kreckel, Peter Cachola Schmal und Georg F. Thoma.
Aktualisiert: 2018-07-18
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Christoph Hessel – Vindicta Histrionis

Christoph Hessel – Vindicta Histrionis von Bulla,  Jürgen, Hessel,  Christoph, Strobl,  Andreas
Das Radierwerk des Münchner Künstlers Christoph Hessel (https://hessel-radierungen.jimdo.com/) umfasst bis jetzt 632 Arbeiten aus 50 Jahren, die in einem Verzeichnis alle mit den relevanten Daten chronologisch gelistet sind. Eine repräsentative Auswahl an Abbildungen aus diesem Œuvre veranschaulicht in diesem Buch die große stilistische Breite dieses „wahrhaften Radierers“ (Christoph Meckel) ebenso wie seine Experimentierfreude in der Erfindung phantastisch-figürlicher Darstellungen. Ein einführender Text von Dr. Andreas Strobl, Oberkonservator an der Staatlichen Graphischen Sammlung in München, erläutert die Entfaltung der komplexen bildnerischen Erzähltechnik der Radierungen seit ihren Anfängen Ende der 60er-Jahre. Hessel selbst lässt sich über die Schulter gucken und gibt einen tiefen Einblick in die Genese seiner Motive, in deren variantenreicher Kombination in jedem Einzelblatt eines der Hauptmerkmale seiner Radierkunst besteht. Hessel arbeitet oft in Serien, aus denen mitunter Künstlerbücher entstehen, von denen über die Jahre vier als bibliophile Ausgaben in der Berner Bärenpresse erschienen sind; drei davon sind hier mit Bild und Textauszügen dokumentiert. Einige Publikationen mehr erschienen im Selbstverlag als Portfolios in Mappen oder Kassetten. Mit dem Münchner Lyriker Jürgen Bulla zusammen hat Hessel die Moritat „Sophia und die Staatzer Saaltöchter“ erfunden und gestaltet; dessen Gedicht zu allen sieben abgebildeten Radierungen von Hessel aus dem gleichnamigen Buch ist hier abgedruckt.
Aktualisiert: 2018-07-18
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Lehrbausteine Städtebau

Lehrbausteine Städtebau von Baum,  Martina, Boehm,  Ulrike, Hüttenhain,  Britta, Ley,  Astrid, Schönle,  Daniel, Teodorovici,  Dan
Die Lehrbausteine Städtebau dienen als Arbeitsmaterialien für die Studierenden der Architektur und Stadtplanung und sind als Einstieg bei städtebaulichen Entwürfen sowie als Nachschlagewerk gedacht. Die Lehrbausteine versuchen, das gesamte Spektrum des Städtebaus in seinen Grundzügen abzudecken. Die Beiträge umfassen Einführungen in Stadtbaugeschichte, Stadtentwicklung, Stadtökologie und die Morphologie der Stadt. Es werden Bezüge des Wohnens, des Arbeitens und der Mobilität zur Stadt ausgebreitet. Ein Teil der Beiträge widmet sich Einzelelementen des städtebaulichen Entwurfes (Wohnbau- und Freiraumtypen, Erschließungsmuster) und es sind fachplanerische Beiträge zum Stadtverkehr, Stadtklima und städtischen Freiraum sowie zur sozialen und technischen Infrastruktur enthalten. Schließlich wird ein Überblick über die rechtlichen, fördertechnischen, organisatorischen und kommunikativen Grundlagen des Städtebaus gegeben.
Aktualisiert: 2018-07-18
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Karl-Bernhard Netzband. Malerei – Collagen – Grafik – Holzobjekte 1960–2017

Karl-Bernhard Netzband. Malerei – Collagen – Grafik – Holzobjekte 1960–2017 von Weihrauch,  Dorothea
Das Besondere an der Kunst Karl-Bernhard Netzbands ist, dass er sich keiner der surrealen Richtungen eindeutig zuordnen lässt, weil er alle und das gleichzeitig pflegt! Sähe man nur einzelne Arbeiten von ihm – egal ob es sich um Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen oder Plastiken handelt – übersähe man das Eigentliche an seiner Arbeit, nämlich eine Synthese des Surrealen herzustellen, die die abstrakt-strukturelle Richtung mit der Symbolwelt der unbewussten Traumwelten verbindet und auch einen gesellschaftskritischen Aspekt dabei integriert. So gibt es in seiner Bildwelt sowohl die tiefen Horizonte, die ins Unendliche führen, die Froschperspektiven, die scharfen Seitenbeleuchtungen, die die Volumen der organischen Formen hervorheben, die Proportionsverschiebungen, daneben aber auch die wie aus Grattagen gewonnenen Oberflächenstrukturen, die kosmischen Symmetrien, psychedelische Wirbelbildungen und saugende Weltraumlöcher. Immer wieder kommen in seinen Bildern auch Zitate aus der Antike vor, mit denen auch schon de Chirico, Max Ernst und Dali flirteten und auch Fabrizio Clerici, einen heute hier nahezu vergessenenen, in den 50er-Jahren aber sehr angesehenen italienischen Surrealisten, dürfte Netzband kennen – der einzige, der einen ähnlichen synthetischen Ansatz verfolgt wie er selbst. (Christoph Hessel) Mit Texten von Christoph Hessel, Karl-Bernhard Netzband, Jean-Claude Athané, Ingrid Grohe und Katja Stehli-Christaller.
Aktualisiert: 2018-07-18
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Frans van Mieris >Der Kesselflicker<

Frans van Mieris >Der Kesselflicker< von Ritters,  Volker
"Der Kesselflicker" von Frans van Mieris zeigt einen herbeigerufenen Kesselflicker bei seiner Untersuchung eines Kupferkessels, der, gegen das Sonnenlicht gehalten, ein Loch im Kesselboden aufweist. Dieses Bild zeigt drei Bedeutungsebenen: 1. (eine bildgegenständliche) Es sieht der Innenhof des Bauernhauses nach einem verwahrlosten Zustand aus, der mutmaßlich von der Unordnung und Faulheit der Frau herrührt. 2. (eine allegorische) Es weist der Kürbis mit seinem lebendigen Wachstum bildhaft auf eine anwachsende Liebe zwischen dem Kesselflicker und der Frau hin. 3. (eine spirituell-symbolische) Es ist der Kesselflicker ein "Lichtsucher", der einen Weg zu seinem geistigen Licht sucht, welcher in der Verborgenen Geometrie dieses Kunstbildes auch für die anderen Suchenden vermittels erlebbarer Einweihungswege eingebaut ist. Eine verborgene geometrische Struktur ist im Bild angelegt, die dem Kunstbild-Betrachter Wege zum vollkommenen Eingeweihten anbietet. Am Ende des (erklärten) Einweihungsweges findet der Suchende seinen Lichtleib mit dem Zugang zur geistigen Welt. Es werden damit die Bereiche der Ur-Religion (heute entsprechend des nördlichen spirituellen Mahayana Buddhismus) und der Gnosis berührt. Im Zuge der spirituellen Lichtsuche wird dem kränkelnden Weidenbaum (einem "Oranierbaum" zur Zeit der "Ersten Statthalterlosen Periode" 1650-1672) eine Energie zugesendet (ebenso in den Bildern "Der Hühnerhof" von Jan Steen und "Die Rast eines Reiters" von Gabriel Metsu).
Aktualisiert: 2018-07-18
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Norbertine Bresslern-Roth – Tiermalerin

Norbertine Bresslern-Roth – Tiermalerin von Steinle,  Christa
Norbertine Bresslern-Roth (Graz, 1891 – Graz, 1978) umkreist als zentrales Thema in ihren Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken das Tier in allen Facetten. Ab Ende der 1920er-Jahre wendet sie sich auch zunehmend den Lebenswelten Afrikas, der Südsee oder der nordischen Völker zu. Deren Menschen werden in idealisierter Weise in einer symbiotischen Einheit mit dem exotischen Tierreich und der Vegetation dargestellt. Charakteristisch für ihre Bilder ist eine spezifische Farbigkeit von freskoähnlicher Wirkung. Der Künstlerin, die als Mitglied des Women’s International Art Club zu Lebzeiten, insbesondere in der Zwischenkriegszeit, internationale Bekanntheit als Malerin, aber auch als Buchillustratorin erlangt hat, widmet die Neue Galerie Graz ab Oktober 2016 eine große Retrospektive, mit der sie unter Aktualisierung des Forschungsstandes neu positioniert werden soll. Mit einem Vorwort von Wolfgang Muchitsch.
Aktualisiert: 2018-07-18
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