Tuberkulose-Jahrbuch 1958

Tuberkulose-Jahrbuch 1958 von Griesbach,  R.
Die Fülle der Berichte und Zahlen, die in diesem Jahrbuch wieder vorgelegt werden, dazu die Beiträge in den fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen und die lebhaften Verhandlungen auf nationalen und internationalen Tagungen lassen die Frage aufkommen, ob dies alles in einem rechten Verhältnis steht zu der Ge fährdung der Volksgesundheit durch die Tuberkulose. In Wirklichkeit ist es wohl so, daß, wie immer im Ablauf eines sozialpathologischen Geschehens, so auch bei der Tuberkulose das Problem diffiziler, die Gefahr von Teil- und Scheinlösungen deutlicher wird. Das wird für den aufmerksamen Leser aus den Berichten der Arbeitsausschüsse und aus den Angaben des Jahrbuches deutlich. In der Öffentlichkeit, die sich in erfreulich zunehmendem Maße für gesundheits politische Zusammenhänge interessiert, ist die Frage aufgeworfen worden, ob und wieweit es in der Gegenwart noch angezeigt sei, in der Tuberkulosebekämpfung "normative" Bestimmungen anzuwenden. In den kulturhygienisch hochentwickelten Ländern geht das Bestreben zweifel los dahin, die sanitätspolizeilichen Vorschriften mehr und mehr durch gesundheits fürsorgerische Maßnahmen zu ersetzen. Für die Überwindung der übertragbaren Krankheiten ist das nur in dem Maße möglich und zu verantworten, als dadurch die bisherigen Erfolge - auch unter Berücksichtigung der Weltseuchenlag- nicht gefährdet werden. Solange in den europäischen Ländern, auch in Deutschland, der weit überwie gende Teil der Bevölkerung im Entwicklungsalter noch mit Tuberkuloseerregern nachweislich "verkehrsüblich" angesteckt wird, sollte man die Notwendigkeit und die Wirksamkeit normativer Bestimmungen und der sich daraus ergebenden staatsbürgerlichen Pflichten nicht allzu gering einschätzen.
Aktualisiert: 2019-04-11
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Tuberkulose-Jahrbuch 1956

Tuberkulose-Jahrbuch 1956 von Griesbach,  R.
Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose legt wiederum seinen Rechenschaftsbericht in Form des Tuberkulose-Jahrbuches 1956 vor. Das Jahrbuch soll Rechenschaft geben von dem Bemühen, den Punkt zu bestimmen, an dem sich die beiden Bewegungen - die Volkskrankheit Tuber kulose und die Bestrebungen ihrer Bekämpfung und Überwindung - jeweils begegnen. Eine solche Standortbestimmung wird in dem Maße schwieriger, als die Tuberkulose als chronische Krankheit ein schweres persönliches Schicksal für Zehntausende und eine soziale Not für eine noch größere Anzahl von Angehörigen wird. Die Problematik liegt nicht mehr so offen wie vor 30 oder 50 Jahren, aber sie ist darum nicht weniger vorhanden. Es würde ein wissenschaftliches wie menschliches Versäumnis und Versagen bedeuten, wenn wir nicht mit aller Intensität bestrebt sein wollten, auch diese differenzierteren Zusammenhänge auf zuzeigen. Nur eine solche Analyse ermöglicht es, zum Wohle der Kranken wie zum Nutzen der Volksgesundheit die Vielzahl und Vielfalt von medizinischen und sozialen Mitteln einzusetzen, die zur Verfügung stehen. Es darf der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß die seit langem angestrebte und im Berichtsjahr durchgeführte Erneuerung der Satzung, die neben der bisher schon so erfolgreichen Tätigkeit der Arbeitsausschüsse auch dem Präsidialbeirat - als dem wissenschaft lichen Mittelpunkt des Zentralkomitees - einen'verstärkten Einfluß geben soll. sich fruchtbar auswirkt. Auch von der durch die neue Satzung ermöglichten Ver breiterung des Präsidiums (Vorstand) durch Eintritt von Vertretern der Sozial versicherungsträger und der Landesverbände erhoffen wir sowohl eine Verstär kung der persönlichen Fühlungnahme und des Erfahrungsaustausches als eine Verbesserung der praktischen Auswirkung unserer Arbeit.
Aktualisiert: 2019-04-11
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Tuberkulose-Jahrbuch 1953/54

Tuberkulose-Jahrbuch 1953/54 von Griesbach,  R.
Die Arbeit des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose stand im Berichtsjalir 1953/54 noch vorwiegend im Zeichen unseres am H. Oktober 1954 verstorbenen Generalsekretärs FRANz ICKERT. Mit ihm ist einer der letzten aus der alten Schule der sozialhygienischen Fürsorgearbeit von uns gegangen, der die Entwicklung der Tuberkulosebekämpfung von den ersten Anfängen an nicht nur mit erlebt, sondern auch aktiv miterarbeitet hat. - In Heft 12 "Der Tuberkulosearzt" 1954, 721, hat SCHRÖDER (Berlin) für das Lebenswerk ICKERTs ausführliche Worte ehrender Würdigung gefunden und dargelegt, welchen Anteil ICKERT an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte und am organisatorischen Aufbau der Tuberkulosebekämpfungsarbeit hatte. Für das DZK bedeutet der Tod ICKERTs einen besonders schmerzlichen Ver lust; war er es doch, der in den turbulenten Zeiten der Nachkriegsepoche schon frühzeitig vermöge seiner unbeirrbaren Geduld und Zähigkeit in der Verfolgung seiner Ziele nicht nur die Deutsche Tuberkulosegesellschaft wieder ins Leben rief, sondern auch die Neugründung des ZK, zunächst in der britischen Zone, dann gültig für die Bundesrepublik, in Hannover erfolgreich durchführte. - Das Aus maß der bei diesen Wiedergründungen in personeller, finanzieller und verwaltungs rechtlicher Beziehung aufgetretenen Schwierigkeiten kann nur derjenige ermessen, der unmittelbaren Einblick hatte in die Positionskämpfe der um die Idee der demokratischen Gestaltung der Bundesländer noch ringenden verschiedenartig gefärbten Kräfte eines auf den Sieg bedachten Föderalismus.
Aktualisiert: 2019-04-11
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Tuberkulose-Jahrbuch 1958

Tuberkulose-Jahrbuch 1958 von Griesbach,  R.
Die Fülle der Berichte und Zahlen, die in diesem Jahrbuch wieder vorgelegt werden, dazu die Beiträge in den fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen und die lebhaften Verhandlungen auf nationalen und internationalen Tagungen lassen die Frage aufkommen, ob dies alles in einem rechten Verhältnis steht zu der Ge fährdung der Volksgesundheit durch die Tuberkulose. In Wirklichkeit ist es wohl so, daß, wie immer im Ablauf eines sozialpathologischen Geschehens, so auch bei der Tuberkulose das Problem diffiziler, die Gefahr von Teil- und Scheinlösungen deutlicher wird. Das wird für den aufmerksamen Leser aus den Berichten der Arbeitsausschüsse und aus den Angaben des Jahrbuches deutlich. In der Öffentlichkeit, die sich in erfreulich zunehmendem Maße für gesundheits politische Zusammenhänge interessiert, ist die Frage aufgeworfen worden, ob und wieweit es in der Gegenwart noch angezeigt sei, in der Tuberkulosebekämpfung "normative" Bestimmungen anzuwenden. In den kulturhygienisch hochentwickelten Ländern geht das Bestreben zweifel los dahin, die sanitätspolizeilichen Vorschriften mehr und mehr durch gesundheits fürsorgerische Maßnahmen zu ersetzen. Für die Überwindung der übertragbaren Krankheiten ist das nur in dem Maße möglich und zu verantworten, als dadurch die bisherigen Erfolge - auch unter Berücksichtigung der Weltseuchenlag- nicht gefährdet werden. Solange in den europäischen Ländern, auch in Deutschland, der weit überwie gende Teil der Bevölkerung im Entwicklungsalter noch mit Tuberkuloseerregern nachweislich "verkehrsüblich" angesteckt wird, sollte man die Notwendigkeit und die Wirksamkeit normativer Bestimmungen und der sich daraus ergebenden staatsbürgerlichen Pflichten nicht allzu gering einschätzen.
Aktualisiert: 2019-06-07
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Tuberkulose-Jahrbuch 1953/54

Tuberkulose-Jahrbuch 1953/54 von Griesbach,  R.
Die Arbeit des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose stand im Berichtsjalir 1953/54 noch vorwiegend im Zeichen unseres am H. Oktober 1954 verstorbenen Generalsekretärs FRANz ICKERT. Mit ihm ist einer der letzten aus der alten Schule der sozialhygienischen Fürsorgearbeit von uns gegangen, der die Entwicklung der Tuberkulosebekämpfung von den ersten Anfängen an nicht nur mit erlebt, sondern auch aktiv miterarbeitet hat. - In Heft 12 "Der Tuberkulosearzt" 1954, 721, hat SCHRÖDER (Berlin) für das Lebenswerk ICKERTs ausführliche Worte ehrender Würdigung gefunden und dargelegt, welchen Anteil ICKERT an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte und am organisatorischen Aufbau der Tuberkulosebekämpfungsarbeit hatte. Für das DZK bedeutet der Tod ICKERTs einen besonders schmerzlichen Ver lust; war er es doch, der in den turbulenten Zeiten der Nachkriegsepoche schon frühzeitig vermöge seiner unbeirrbaren Geduld und Zähigkeit in der Verfolgung seiner Ziele nicht nur die Deutsche Tuberkulosegesellschaft wieder ins Leben rief, sondern auch die Neugründung des ZK, zunächst in der britischen Zone, dann gültig für die Bundesrepublik, in Hannover erfolgreich durchführte. - Das Aus maß der bei diesen Wiedergründungen in personeller, finanzieller und verwaltungs rechtlicher Beziehung aufgetretenen Schwierigkeiten kann nur derjenige ermessen, der unmittelbaren Einblick hatte in die Positionskämpfe der um die Idee der demokratischen Gestaltung der Bundesländer noch ringenden verschiedenartig gefärbten Kräfte eines auf den Sieg bedachten Föderalismus.
Aktualisiert: 2019-06-07
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Tuberkulose-Jahrbuch 1956

Tuberkulose-Jahrbuch 1956 von Griesbach,  R.
Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose legt wiederum seinen Rechenschaftsbericht in Form des Tuberkulose-Jahrbuches 1956 vor. Das Jahrbuch soll Rechenschaft geben von dem Bemühen, den Punkt zu bestimmen, an dem sich die beiden Bewegungen - die Volkskrankheit Tuber kulose und die Bestrebungen ihrer Bekämpfung und Überwindung - jeweils begegnen. Eine solche Standortbestimmung wird in dem Maße schwieriger, als die Tuberkulose als chronische Krankheit ein schweres persönliches Schicksal für Zehntausende und eine soziale Not für eine noch größere Anzahl von Angehörigen wird. Die Problematik liegt nicht mehr so offen wie vor 30 oder 50 Jahren, aber sie ist darum nicht weniger vorhanden. Es würde ein wissenschaftliches wie menschliches Versäumnis und Versagen bedeuten, wenn wir nicht mit aller Intensität bestrebt sein wollten, auch diese differenzierteren Zusammenhänge auf zuzeigen. Nur eine solche Analyse ermöglicht es, zum Wohle der Kranken wie zum Nutzen der Volksgesundheit die Vielzahl und Vielfalt von medizinischen und sozialen Mitteln einzusetzen, die zur Verfügung stehen. Es darf der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß die seit langem angestrebte und im Berichtsjahr durchgeführte Erneuerung der Satzung, die neben der bisher schon so erfolgreichen Tätigkeit der Arbeitsausschüsse auch dem Präsidialbeirat - als dem wissenschaft lichen Mittelpunkt des Zentralkomitees - einen'verstärkten Einfluß geben soll. sich fruchtbar auswirkt. Auch von der durch die neue Satzung ermöglichten Ver breiterung des Präsidiums (Vorstand) durch Eintritt von Vertretern der Sozial versicherungsträger und der Landesverbände erhoffen wir sowohl eine Verstär kung der persönlichen Fühlungnahme und des Erfahrungsaustausches als eine Verbesserung der praktischen Auswirkung unserer Arbeit.
Aktualisiert: 2019-06-06
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