Diese Geschichte der lateinischen Literatur im Alttiroler Raum (Nord-, Ost- und Südtirol sowie Trentino) stellt den ersten Versuch dar, das lateinische Schrifttum einer bestimmten Region aus Spätantike, Mittelalter und insbesondere Neuzeit vollständig zu erfassen und aufzuarbeiten. Die rund 8000 Texte werden übersichtlich nach Epochen und Gattungen gegliedert präsentiert. Sämtliche lateinische Textbeispiele sind übersetzt. Da die Literaturgeschichte neben Belletristik auch wissenschaftliche Werke und Gebrauchstexte aller Art behandelt, sind ihre Resultate nicht nur für Philologen, sondern auch für Vertreter zahlreicher anderer Disziplinen von Interesse, so z.B. für Landes-, Kunst-, Musik-, Medizin- und Rechtshistoriker sowie Theologen.
Aktualisiert: 2023-06-28
Autor:
Patrik Kennel,
Wolfgang Kofler,
Gabriela Kompatscher,
Martin Korenjak,
Erika Kustatscher,
Christine Lehne,
Johanna Luggin,
Lukas Oberrauch,
Josef Riedmann,
Florian Schaffenrath,
Lav Subaric,
Stefan Tilg,
Karlheinz Töchterle,
Simon Wirthensohn
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Die Entdeckung der Landschaft gilt gemeinhin als Errungenschaft der westlichen Moderne. Tatsächlich lassen sich Wort und Begriff zuerst im Europa des 18. Jahrhunderts nachweisen. Das Phänomen als solches aber ist viel älter und beschränkt sich nicht auf Europa. Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes möchten ins Bewusstsein rufen, dass Landschaft und Gebirge seit ältester Zeit an verschiedenen Orten und unter mannigfachen Vorzeichen immer wieder neu entdeckt worden sind. Sie tun dies nach den drei ineinandergreifenden Prinzipien der Interdisziplinarität, des Zusammenspiels von Globalität und Regionalität sowie der zeitlichen Universalität, die von den frühen Schriftkulturen Vorderasiens bis in die Gegenwart reicht.
Aktualisiert: 2023-06-28
Autor:
Monika Gärtner,
Susanne Gurschler,
Doris Hallama,
Michael Kasper,
Martin Korenjak,
Hermann Kuprian,
Johanna Luggin,
Torsten Mattern,
Robert Rollinger,
Andreas Rudigier,
Oliver Stoll,
Karlheinz Töchterle,
Bernhard Tschofen
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Seit es Menschen gibt, gehen sie ins und übers Gebirge. Für viele ist das einfach Alltag und Arbeit, andere werden wider Willen und zu ihrem Entsetzen in eisige Höhen verschlagen, und wieder andere suchen diese aus eigenem Antrieb als Ort heroischer Bewährung auf. Das Thema „Mensch und Berg“ wird meist aus der klar umgrenzten Perspektive einzelner Disziplinen betrachtet. Der vorliegende Band wählt dagegen bewusst einen universalhistorischen Zugang. Die in ihm versammelten Beiträge repräsentieren zahlreiche Fächer von der Geschichte über die Literaturwissenschaft bis zur Kulturanthropologie, schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen das Regionale neben die Berge der Welt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein Dialog, in dem die unterschiedlichsten Sichtweisen, Epochen und Räume zur Sprache kommen.
Aktualisiert: 2023-06-28
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Seit es Menschen gibt, gehen sie ins und übers Gebirge. Für viele ist das einfach Alltag und Arbeit, andere werden wider Willen und zu ihrem Entsetzen in eisige Höhen verschlagen, und wieder andere suchen diese aus eigenem Antrieb als Ort heroischer Bewährung auf. Das Thema „Mensch und Berg“ wird meist aus der klar umgrenzten Perspektive einzelner Disziplinen betrachtet. Der vorliegende Band wählt dagegen bewusst einen universalhistorischen Zugang. Die in ihm versammelten Beiträge repräsentieren zahlreiche Fächer von der Geschichte über die Literaturwissenschaft bis zur Kulturanthropologie, schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen das Regionale neben die Berge der Welt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein Dialog, in dem die unterschiedlichsten Sichtweisen, Epochen und Räume zur Sprache kommen.
Aktualisiert: 2023-06-28
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Seit es Menschen gibt, gehen sie ins und übers Gebirge. Für viele ist das einfach Alltag und Arbeit, andere werden wider Willen und zu ihrem Entsetzen in eisige Höhen verschlagen, und wieder andere suchen diese aus eigenem Antrieb als Ort heroischer Bewährung auf. Das Thema „Mensch und Berg“ wird meist aus der klar umgrenzten Perspektive einzelner Disziplinen betrachtet. Der vorliegende Band wählt dagegen bewusst einen universalhistorischen Zugang. Die in ihm versammelten Beiträge repräsentieren zahlreiche Fächer von der Geschichte über die Literaturwissenschaft bis zur Kulturanthropologie, schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen das Regionale neben die Berge der Welt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein Dialog, in dem die unterschiedlichsten Sichtweisen, Epochen und Räume zur Sprache kommen.
Aktualisiert: 2023-06-28
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Außerhalb von Fachkreisen klingt das Wort «Neulatein» immer noch exotisch. In der frühen Neuzeit hingegen stellte die lateinische Sprache und Literatur alles andere als ein Randphänomen dar. Sie war vielmehr ein zentraler Aspekt des damaligen Europa und aus diesem so wenig wegzudenken wie die Landwirtschaft, die Kirche oder die Ständeordnung. Die neulateinische Literatur umfasst Millionen von Texten. Sie ist damit um ein Vielfaches umfangreicher als die lateinische Literatur der Antike und des Mittelalters und stellt die mengenmäßig größte Literatur des vormodernen Europa dar. Diese gewaltigen Textmassen fanden zahlreiche Leser, die ihre literarische Qualität und ihren Unterhaltungswert zu schätzen wussten. Neben anlassbezogenen und zeitgebundenen Schriften entstanden Werke von Autoren wie Petrarca, Pius II., Erasmus von Rotterdam oder Jacob Balde, die auch heute noch zum literarischen Welterbe zählen. Über ihre im modernen Sinne literarische Bedeutung hinaus entfaltete die Neolatinität aber auch eine weitreichende geistes-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Wirkung. In einer Zeit, in der Europa zur global führenden Macht aufstieg, fand die intellektuelle Elite des Kontinents in der neulateinischen Literatur ihr wichtigstes gemeinsames Verständigungsmittel. Für die meisten geistigen und technischen Durchbrüche, die damals gelangen, war das Medium der Kommunikation zwischen Moskau und Lissabon, Island und Sizilien das Lateinische. Auf Latein wurde die Stellung des europäischen Menschen in der Welt neu bestimmt – vom Weltall bis zum eigenen Körper, von der Erde, auf der immer neue fremde Länder und Völker auftauchten, bis zur fernsten Vergangenheit. Auch die großen naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Mathematik, Physik, Astronomie, Geologie, Botanik und Medizin wurden auf Latein etabliert oder maßgeblich vorangebracht. Selbst über Erfindungen wie den Buchdruck, das Teleskop oder die Kanone tauschte man sich auf Latein aus. Das Gleiche galt selbstredend für Philosophie, Poetik, Ästhetik, Architektur- und Kunsttheorie, aber auch für staats-, gesellschafts-, religions-, rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fragen.
Es ist eine im Umbruch und Aufbruch begriffene, durch und durch latinisierte Welt, in die der Autor dieses spannenden Buches seine Leserinnen und Leser mitnimmt, um sie mit der faszinierenden Literatur einer gleichzeitig fernen und bis heute wirkmächtigen Vergangenheit bekannt zu machen.
Aktualisiert: 2023-06-06
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Seit es Menschen gibt, gehen sie ins und übers Gebirge. Für viele ist das einfach Alltag und Arbeit, andere werden wider Willen und zu ihrem Entsetzen in eisige Höhen verschlagen, und wieder andere suchen diese aus eigenem Antrieb als Ort heroischer Bewährung auf. Das Thema „Mensch und Berg“ wird meist aus der klar umgrenzten Perspektive einzelner Disziplinen betrachtet. Der vorliegende Band wählt dagegen bewusst einen universalhistorischen Zugang. Die in ihm versammelten Beiträge repräsentieren zahlreiche Fächer von der Geschichte über die Literaturwissenschaft bis zur Kulturanthropologie, schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen das Regionale neben die Berge der Welt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein Dialog, in dem die unterschiedlichsten Sichtweisen, Epochen und Räume zur Sprache kommen.
Aktualisiert: 2023-05-28
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Die Entdeckung der Landschaft gilt gemeinhin als Errungenschaft der westlichen Moderne. Tatsächlich lassen sich Wort und Begriff zuerst im Europa des 18. Jahrhunderts nachweisen. Das Phänomen als solches aber ist viel älter und beschränkt sich nicht auf Europa. Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes möchten ins Bewusstsein rufen, dass Landschaft und Gebirge seit ältester Zeit an verschiedenen Orten und unter mannigfachen Vorzeichen immer wieder neu entdeckt worden sind. Sie tun dies nach den drei ineinandergreifenden Prinzipien der Interdisziplinarität, des Zusammenspiels von Globalität und Regionalität sowie der zeitlichen Universalität, die von den frühen Schriftkulturen Vorderasiens bis in die Gegenwart reicht.
Aktualisiert: 2023-05-28
Autor:
Monika Gärtner,
Susanne Gurschler,
Doris Hallama,
Michael Kasper,
Martin Korenjak,
Hermann Kuprian,
Johanna Luggin,
Torsten Mattern,
Robert Rollinger,
Andreas Rudigier,
Oliver Stoll,
Karlheinz Töchterle,
Bernhard Tschofen
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Diese Geschichte der lateinischen Literatur im Alttiroler Raum (Nord-, Ost- und Südtirol sowie Trentino) stellt den ersten Versuch dar, das lateinische Schrifttum einer bestimmten Region aus Spätantike, Mittelalter und insbesondere Neuzeit vollständig zu erfassen und aufzuarbeiten. Die rund 8000 Texte werden übersichtlich nach Epochen und Gattungen gegliedert präsentiert. Sämtliche lateinische Textbeispiele sind übersetzt. Da die Literaturgeschichte neben Belletristik auch wissenschaftliche Werke und Gebrauchstexte aller Art behandelt, sind ihre Resultate nicht nur für Philologen, sondern auch für Vertreter zahlreicher anderer Disziplinen von Interesse, so z.B. für Landes-, Kunst-, Musik-, Medizin- und Rechtshistoriker sowie Theologen.
Aktualisiert: 2023-05-28
Autor:
Patrik Kennel,
Wolfgang Kofler,
Gabriela Kompatscher,
Martin Korenjak,
Erika Kustatscher,
Christine Lehne,
Johanna Luggin,
Lukas Oberrauch,
Josef Riedmann,
Florian Schaffenrath,
Lav Subaric,
Stefan Tilg,
Karlheinz Töchterle,
Simon Wirthensohn
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In der frühen Neuzeit griffen Autoren in großem Umfang auf antike Formen und Vorbilder zurück, um ihrer Leserschaft neue Erkenntnisse über die Natur nahezubringen. Die zwölf Beiträge des Sammelbandes thematisieren erstmals diesen aus heutiger Sicht überraschenden Befund. Sie nehmen eine breite Palette von Autoren und Textgattungen – von Hippokrates bis Leibniz und vom Aphorismus bis zum Lehrgedicht – in den Blick und fragen zugleich nach Konstanten in der Vielfalt der Formen und Inhalte. Der Band richtet sich an alle, die an der klassischen Antike, ihrer Rezeption, der Geschichte der Naturwissenschaften und der Geistesgeschichte der frühen Neuzeit interessiert sind.
Mit Beiträgen von
Dr. William Barton; Dr. Dominik Berrens; Prof. Dr. Reinhold Glei; Dr. Johanna Luggin; Prof. Ian Maclean; Dr. Philipp Roelli; Prof. Dr. Bernd Roling; Eva Sahr, M.A.; Dr. Petra Schierl; Prof. Dr. Claudia Schindler; Dr. Grigory Vorobyev und Prof. Dr. Otta Wenskus.
Aktualisiert: 2023-03-01
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Von der Renaissance bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts war es gängige Praxis, die Lücken unvollständig überlieferter Werke aus der (insbesondere römischen) Antike durch Ergänzungen, sogenannte Supplemente, zu schließen. Das Gattungsspektrum der vervollständigten Texte reichte vom Epos über die Geschichtsschreibung bis hin zur Philosophie und zur Fachschriftstellerei. In sprachlicher Hinsicht standen anspruchslose Zwischenbemerkungen neben ausgefeilten Kunstwerken. Während manche Supplemente als schlichte Lesehilfen gedacht waren, sollten andere die Virtuosität ihrer Verfasser demonstrieren oder als dreiste Fälschungen ihre Leser hinters Licht führen. Entstehungskontext, Machart, Intention und Rezeption der einzelnen Ergänzungen werfen eine Vielzahl von Fragen auf. Darüber hinaus lässt sich an der Textsorte des Supplements als solcher ein wesentliches Spezifikum des frühneuzeitlichen Umgangs mit der Antike ablesen, der noch auf lebenspraktische Aneignung statt auf museale Konservierung abzielte. Der vorliegende Sammelband, der erste zum Thema, bietet eine breitgefächerte Übersicht über diese bisher stiefmütterlich behandelte Form der Antikerezeption und soll ihrer Erforschung neuen Auftrieb geben.
Aktualisiert: 2023-04-04
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Berge werden seit jeher als zugleich abschreckende und faszinierende, jedenfalls aber als besondere Orte erlebt. Ereignisse wie die Übergabe der Zehn Gebote an Moses auf dem Sinai, Hesiods Berufung zum Dichter am Helikon oder Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux machen sie zu entscheidenden Stationen der europäischen Geistesgeschichte. Der vorliegende Band untersucht anhand von Zeugnissen aus dem Alten Orient, Griechenland, Rom, dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit, wie sich Bergbild und Bergerleben über die Jahrtausende hin entfalten und wandeln.
Aktualisiert: 2020-11-16
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Neulatein wird in Schule und Studium immer wichtiger. Der Grund: Wohl 95 % der erhaltenen lateinischen Texte entstanden erst in der Neuzeit! Von der Frauenbildung bis zum Völkerrecht, vom Blutkreislauf bis zur Gravitation – kaum eine Idee wurde nicht zuerst auf Latein ausgesprochen.
Martin Korenjak, Professor für Neulatein an der Universität Innsbruck, legt einen Reader vor, der erstmals einen systematischen Zugang zu den vielfältigen Themengebieten und Textformen schafft. Seine repräsentative Auswahl mit Texten von 1350 bis ins 20. Jahrhundert samt Einführung und Erläuterungen bietet einen idealen Einstieg.
Aktualisiert: 2023-04-14
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Außerhalb von Fachkreisen klingt das Wort «Neulatein» immer noch exotisch. In der frühen Neuzeit hingegen stellte die lateinische Sprache und Literatur alles andere als ein Randphänomen dar. Sie war vielmehr ein zentraler Aspekt des damaligen Europa und aus diesem so wenig wegzudenken wie die Landwirtschaft, die Kirche oder die Ständeordnung. Die neulateinische Literatur umfasst Millionen von Texten. Sie ist damit um ein Vielfaches umfangreicher als die lateinische Literatur der Antike und des Mittelalters und stellt die mengenmäßig größte Literatur des vormodernen Europa dar. Diese gewaltigen Textmassen fanden zahlreiche Leser, die ihre literarische Qualität und ihren Unterhaltungswert zu schätzen wussten. Neben anlassbezogenen und zeitgebundenen Schriften entstanden Werke von Autoren wie Petrarca, Pius II., Erasmus von Rotterdam oder Jacob Balde, die auch heute noch zum literarischen Welterbe zählen. Über ihre im modernen Sinne literarische Bedeutung hinaus entfaltete die Neolatinität aber auch eine weitreichende geistes-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Wirkung. In einer Zeit, in der Europa zur global führenden Macht aufstieg, fand die intellektuelle Elite des Kontinents in der neulateinischen Literatur ihr wichtigstes gemeinsames Verständigungsmittel. Für die meisten geistigen und technischen Durchbrüche, die damals gelangen, war das Medium der Kommunikation zwischen Moskau und Lissabon, Island und Sizilien das Lateinische. Auf Latein wurde die Stellung des europäischen Menschen in der Welt neu bestimmt – vom Weltall bis zum eigenen Körper, von der Erde, auf der immer neue fremde Länder und Völker auftauchten, bis zur fernsten Vergangenheit. Auch die großen naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Mathematik, Physik, Astronomie, Geologie, Botanik und Medizin wurden auf Latein etabliert oder maßgeblich vorangebracht. Selbst über Erfindungen wie den Buchdruck, das Teleskop oder die Kanone tauschte man sich auf Latein aus. Das Gleiche galt selbstredend für Philosophie, Poetik, Ästhetik, Architektur- und Kunsttheorie, aber auch für staats-, gesellschafts-, religions-, rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fragen.
Es ist eine im Umbruch und Aufbruch begriffene, durch und durch latinisierte Welt, in die der Autor dieses spannenden Buches seine Leserinnen und Leser mitnimmt, um sie mit der faszinierenden Literatur einer gleichzeitig fernen und bis heute wirkmächtigen Vergangenheit bekannt zu machen.
Aktualisiert: 2023-04-05
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Von der Renaissance bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts war es gängige Praxis, die Lücken unvollständig überlieferter Werke aus der (insbesondere römischen) Antike durch Ergänzungen, sogenannte Supplemente, zu schließen. Das Gattungsspektrum der vervollständigten Texte reichte vom Epos über die Geschichtsschreibung bis hin zur Philosophie und zur Fachschriftstellerei. In sprachlicher Hinsicht standen anspruchslose Zwischenbemerkungen neben ausgefeilten Kunstwerken. Während manche Supplemente als schlichte Lesehilfen gedacht waren, sollten andere die Virtuosität ihrer Verfasser demonstrieren oder als dreiste Fälschungen ihre Leser hinters Licht führen.
Entstehungskontext, Machart, Intention und Rezeption der einzelnen Ergänzungen werfen eine Vielzahl von Fragen auf. Darüber hinaus lässt sich an der Textsorte des Supplements als solcher ein wesentliches Spezifikum des frühneuzeitlichen Umgangs mit der Antike ablesen, der noch auf lebenspraktische Aneignung statt auf museale Konservierung abzielte.
Der vorliegende Sammelband, der erste zum Thema, bietet eine breitgefächerte Übersicht über diese bisher stiefmütterlich behandelte Form der Antikerezeption und soll ihrer Erforschung neuen Auftrieb geben.
Aktualisiert: 2020-03-18
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Die Entdeckung der Landschaft gilt gemeinhin als Errungenschaft der westlichen Moderne. Tatsächlich lassen sich Wort und Begriff zuerst im Europa des 18. Jahrhunderts nachweisen. Das Phänomen als solches aber ist viel älter und beschränkt sich nicht auf Europa. Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes möchten ins Bewusstsein rufen, dass Landschaft und Gebirge seit ältester Zeit an verschiedenen Orten und unter mannigfachen Vorzeichen immer wieder neu entdeckt worden sind. Sie tun dies nach den drei ineinandergreifenden Prinzipien der Interdisziplinarität, des Zusammenspiels von Globalität und Regionalität sowie der zeitlichen Universalität, die von den frühen Schriftkulturen Vorderasiens bis in die Gegenwart reicht.
Aktualisiert: 2023-04-28
Autor:
Monika Gärtner,
Susanne Gurschler,
Doris Hallama,
Michael Kasper,
Martin Korenjak,
Hermann Kuprian,
Johanna Luggin,
Torsten Mattern,
Robert Rollinger,
Andreas Rudigier,
Oliver Stoll,
Karlheinz Töchterle,
Bernhard Tschofen
> findR *
Berge werden seit jeher als zugleich abschreckende und faszinierende, jedenfalls aber als besondere Orte erlebt. Ereignisse wie die Übergabe der Zehn Gebote an Moses auf dem Sinai, Hesiods Berufung zum Dichter am Helikon oder Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux machen sie zu entscheidenden Stationen der europäischen Geistesgeschichte. Der vorliegende Band untersucht anhand von Zeugnissen aus dem Alten Orient, Griechenland, Rom, dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit, wie sich Bergbild und Bergerleben über die Jahrtausende hin entfalten und wandeln.
Aktualisiert: 2020-03-18
> findR *
Seit es Menschen gibt, gehen sie ins und übers Gebirge. Für viele ist das einfach Alltag und Arbeit, andere werden wider Willen und zu ihrem Entsetzen in eisige Höhen verschlagen, und wieder andere suchen diese aus eigenem Antrieb als Ort heroischer Bewährung auf. Das Thema „Mensch und Berg“ wird meist aus der klar umgrenzten Perspektive einzelner Disziplinen betrachtet. Der vorliegende Band wählt dagegen bewusst einen universalhistorischen Zugang. Die in ihm versammelten Beiträge repräsentieren zahlreiche Fächer von der Geschichte über die Literaturwissenschaft bis zur Kulturanthropologie, schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen das Regionale neben die Berge der Welt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein Dialog, in dem die unterschiedlichsten Sichtweisen, Epochen und Räume zur Sprache kommen.
Aktualisiert: 2023-04-28
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Die Rezeptionsgeschichte der Antike stellt ein interdisziplinäres Arbeitsgebiet dar, das in den letzten Jahrzehnten immer größere Bedeutung erlangt hat. Es demonstriert einerseits die nachhaltige Wirkung der Antike auf Mittelalter und Neuzeit und macht andererseits eine Vielzahl von Aspekten der nachantiken Kultur und Lebenswelt bis in die Gegenwart erst wirklich verständlich. Aus diesem Grund wird den verschiedenen Facetten des Themas seit 1999 ein internationaler Kongress gewidmet, der den programmatischen Titel PONTES („Brücken“) trägt. Er findet alle zwei Jahre statt und wird – ursprünglich in Innsbruck beheimatet – seit der vierten Auflage 2005 abwechselnd von Mitgliedern des Instituts für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck und des Instituts für Klassische Philologie der Universität Bern veranstaltet.
Die vierte PONTES-Tagung, deren Akten hier in überarbeiteter Form vorgelegt werden, hat sich mit der „Antike in der Alltagskultur der Gegenwart“ einem bisher noch kaum untersuchten Forschungsgebiet zugewandt. Anhand einer Reihe einschlägiger Diskursformen werden die besonderen Bedingungen und Wirkungsweisen der Antike in der gewöhnlichen Lebenswelt der Menschen untersucht. Am Beginn stehen allgemeine Überlegungen zur Kategorie der Alltagskultur in Hinsicht auf die Rezeption der Antike. Die anschließenden Beiträge befassen sich mit Trivial- und Kinderliteratur, Printmedien und Rundfunk, Internet, Design, Werbung, Tourismus, Lifestyle, Zeiteinteilung und Sprache.
Aktualisiert: 2020-05-01
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Aktualisiert: 2023-04-04
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