Heillose Menschen?

Heillose Menschen? von Lund,  Hannah Lotte
Heinrich von KLeists Erzählungen, Briefe, Dramen und Schriften enthalten zahlreiche religiöse Motive, Bibelanspielungen, kirchenkritische und moraltheologische Überlegungen und verhandeln den Zusammenhang zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlicher Heillosigkeit. Neben Bearbeitungen religiöser und kirchlicher Texte und Motive treten Figurenwelten des Glaubens und Aberglaubens, Motive aus der ganzen Spannbreite einer thematischen Annäherung, von der Mythologie bis zur aufklärerischen Religionskritik, bildlich gesprochen von Engelserscheinungen bis zur Versperrung des Paradieses: »Doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.« (Kleist) Zur Auslotung dieses großen, systematisch noch relativ unbearbeiteten Forschungsfeldes lud das Kleist-Museum im Juni 2017 Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Fachdisziplinen, der Germanistik, Theologie, Philosophie, Politik- und Geschichtswissenschaften zur bewusst fachübergreifenden Diskussion. Die internationale Konferenz »Heillose Menschen? Religiöse Implikationen in den Werken Heinrich von Kleists« spannte einen Bogen von Kleists Interpretation des Bösen zur Darstellung himmlischer Boten, von der Fortschreibung und literarischen Weiterentwicklung biblischer Sprache bei Kleist bis zur aufgeklärten und postaufklärerischen Bibelkritik, von der theologischen Lesart des Prinzen von Homburg zu Politik in liturgischen Textformen. Der Dialog der Disziplinen eröffnete dabei neue Diskussionsfelder. Als besonders produktiv erwiesen sich Konstellationen, in denen Texte Heinrich von Kleists mit anderen Verarbeitungen religiöser Implikationen, Sprach- oder Bildwerken, in Bezug traten. Aus dem Inhalt: Andrea Allerkamp Schwur-Szenen. Jacques Louis David undDie Familie Schroffenstein Ingo Breuer: »Ein Denkmal? Wie?« Diabolisches und Skatologisches in Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug Hans Richard Brittnacher: Gott der Schmerzen Pablo Valdivia Orozco: Beschädigte Epiphanien. Über eine Figur bei Kleist und Bolaño Nadja Kupsch: Max Liebermanns Begegnung mit Heinrich von Kleist Hannah Lotte Lund: Alte Formen, neue Götter? Eine Frage an Friedrich Schleiermacher und Heinrich von Kleist
Aktualisiert: 2018-06-21
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Heinrich von Kleist an Ulrike von Kleist

Heinrich von Kleist an Ulrike von Kleist von Gribnitz,  Barbara, Lund,  Hannah Lotte
Im Januar 2018 konnte das Kleist-Museum den verschollen geglaubten Teil eines Briefes Heinrich von Kleists an seine Schwester Ulrike erwerben. Neben einer Wiedergabe der Handschrift in Originalgröße mit daneben stehender Umschrift enthält der Faksimiledruck Nr. 10 eine genaue Beschreibung der Materialität, Kapitel zur Provinienz und Einordnung des Briefteils sowie einen Kommentar.
Aktualisiert: 2018-04-30
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Vernetzte Köpfe

Vernetzte Köpfe von Klenner-Otto,  Stephan, Lund,  Hannah Lotte, Pott,  Ute, Wingertszahn,  Christof
Inspiriert von den Gruppenbildungen im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert haben sich 2016/2017 drei Dichtermuseen zu der Gemeinschaftsausstellung »Vernetzte Köpfe« verbunden: das Goethe-Museum Dusseldorf / Anton- und Katharina-Kippenberg-Stiftung, das Gleimhaus Halberstadt und das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder). Die Ausstellung zeigte 30 ausgewählte Porträts von Autorinnen und Autoren aus sich überschneidenden Netzwerken um 1800, geschaffen von dem oberfränkischen Künstler Stephan Klenner-Otto (*1959). Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach; Ludwig Achim von Arnim; Clemens Brentano; Johannes Daniel Falk; Caroline de la Motte Fouqué; Friedrich de la Motte Fouqué; Johann Wilhelm Ludwig Gleim; Johann Wolfgang von Goethe; Johann Jakob Wilhelm Heinse; Alexander von Humboldt; Friedrich Heinrich Jacobi; Johann Georg Jacobi; Jean Paul; Anna Louisa Karsch; Ewald Christian von Kleist; Franz Alexander von Kleist; Heinrich von Kleist; Ulrike von Kleist; Sophie von La Roche; Gotthold Ephraim Lessing; Karl Philipp Moritz; Adam Heinrich Müller; Christoph Friedrich Nicolai; Friedrich von Schiller; August Wilhelm Schlegel; Anne Germaine Louise de Staël-Holstein; Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg; Karl August Varnhagen von Ense; Rahel Varnhagen; Johann Karl Wezel; Christoph Martin Wieland; Johann Heinrich Daniel Zschokke.
Aktualisiert: 2018-04-09
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2017 Gedankenstriche

2017 Gedankenstriche von Dunz-Wolff,  Günter, Gribnitz,  Barbara, Hass,  Jule, Kalk,  Manuela, Lund,  Hannah Lotte, Meierdrees,  Viviane
Das nunmehr sechste Heft wird mit einem Beitrag zur Handschrift Kleists eröffnet; daran schließen sich Beiträge zum Kleistportrait aus dem Jahr 1807 und zu gestalterischen Möglichkeiten von Wechselausstellungen sowie eine Rezension der aktuellen ‚Penthesilea‘-Inszenierung von Michael Thalheimer. Der Jahresrückblick fokussiert insbesondere die Marathonlesung des ‚Michael Kohlhaas‘ durch die Frankfurter Bürgerschaft und die durch Schüler_innen gestalteten Alphabetgärten. Die Kleist-Chronik beschließt den Band.
Aktualisiert: 2018-04-26
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Kleist-Jahrbuch 2017

Kleist-Jahrbuch 2017 von Allerkamp,  Andrea, Blamberger,  Günter, Breuer,  Ingo, Gribnitz,  Barbara, Lund,  Hannah Lotte, Roussel,  Martin
Das Kleist-Jahrbuch 2017 dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2016 mit den Reden der Preisträgerin Yoko Tawada, der Vertrauensperson der Jury Ulrike Ottinger und des Präsidenten der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger sowie die Beiträge der Tagung ›Kleists Shakespeare‹ (mit Beiträgen u.a. von Claudia Olk, David Wellbery und Rüdiger Görner) und des Nachwuchskolloquiums ›Genie oder nicht Genie … Kleist und die Shakespeare-Rezeption um 1800‹. Rezensionen wissenschaftlicher Neuerscheinungen zu Kleist beschließen den Band.
Aktualisiert: 2018-05-30
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Das Gefangenschaftsbild Heinrich von Kleists

Das Gefangenschaftsbild Heinrich von Kleists von Gribnitz,  Barbara, Lund,  Hannah Lotte
Das neunte Heft der bibliophilen Reihe widmet sich dem in französischer Gefangenschaft entstandenen Bild Heinrich von Kleists (Öl auf Bütten), das annähernd in Originalgröße abgebildet wird. Der begleitende Text erläutert und kommentiert die Aufschriften auf Vorder- und Rückseite sowie die Herkunft des Bildes nebst seinen wechselvollen Weg im 20. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2018-04-26
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Die Kommunikations-, Wissens- und Handlungsräume der Henriette Herz (1764–1847)

Die Kommunikations-, Wissens- und Handlungsräume der Henriette Herz (1764–1847) von Baillot,  Anne, D'Aprile,  Iwan-Michelangelo, Ferruta,  Paola, Gooze,  Marjanne, Heinemann,  Michael, Hertz,  Deborah, Jahnke,  Selma, Klettke,  Cornelia, Köstler,  Andreas, Lohmann,  Uta, Ludewig,  Anna-Dorothea, Lund,  Hannah Lotte, Pröve,  Ralf, Rehfeld,  Hans-Jürgen, Schapkow,  Carsten, Schneider,  Ulrike, Schreinemachers,  Katrin, Schulte,  Christoph, Stockhorst,  Stefanie, Tintemann,  Ute, Treß,  Werner, Weissberg,  Liljane, Wels,  Ulrike, Wiemann,  Dirk, Wolff,  Eberhard
Erster wissenschaftlicher Band zu Leben und Werk von Henriette Herz
Aktualisiert: 2018-06-13
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1. Jahrbuch Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

1. Jahrbuch Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg von Braun,  Christina von, Lund,  Hannah Lotte, Schärtl,  Monika, Treß,  Werner
Das 2012 gegründete Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg ist eine Forschungskooperation zur Vernetzung des in Berlin und Brandenburg vorhandenen vielfältigen Angebotes im Bereich der Jüdischen Studien. Das erste Jahrbuch ist einem zentralen Forschungsschwerpunkt des Zentrums gewidmet, der Wissenschaft des Judentums, von der Gründung der ersten jüdischen Hochschule in Berlin zur wissenschaftlichen Abwehr antisemitischer Vorurteile im 19. Jahrhundert bis zum künstlerischen Berlinbild junger Israelis heute. Die Beiträge spiegeln das Spektrum aktueller Ansätze zur Erforschung jüdischen Lebens, dazu gehören biographische Arbeiten zu vergessenen AkteurInnen deutsch-jüdischer Kulturgeschichte ebenso wie die kritische Reflexion jüdischer Identität und Integrationsdebatten in Literatur und Kunst. Mit Beiträgen von Micha Brumlik, Anna-Dorothea Ludewig, Hannah Lotte Lund, Johanna Nanko, Patricia Pientka, Julius H. Schoeps, Ines Sonder, Werner Treß
Aktualisiert: 2017-07-28
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Versteckter Glaube oder doppelte Identität? / Concealed Faith or double Identity?

Versteckter Glaube oder doppelte Identität? / Concealed Faith or double Identity? von Ferruta,  Paola, Ludewig,  Anna-Dorothea, Lund,  Hannah Lotte
Als Marranen werden gemeinhin Juden bezeichnet, die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in Spanien und Portugal zur Verleugnung ihrer Religion gezwungen waren, sie aber heimlich aufrecht hielten. Historisch mit den Zwangstaufen verbunden, hat sich die Bezeichnung Marrane in der Moderne zu einem Identitätsbegriff entwickelt, der im Spannungsfeld zwischen Verfolgung und (Selbst-)Verpflichtung, zwischen Exklusion und Exklusivität anzusiedeln ist. Aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts ist Marranentum ein Weg, ein Narrativ innerhalb des europäisch-jüdischen Identitätsdiskurses, dessen verschiedene Ausprägungen und Entwicklungen sich auch in den Beiträgen dieses Bandes widerspiegeln. *** The term ‘Marranos’ is commonly used to refer to Jews in mediaeval and early modern Spain and Portugal who were forced to deny their religion but continued to practise it in secret. Historically linked with forced baptism, in modern times the term Marrano has developed into a concept of identity established in a space between persecution and (self-)commitment, between exclusion and exclusivity. From a 21st century perspective Marranism is a path, a narrative within the discourse of European-Jewish identity, with a range of its different forms and developments which are reflected by the contributions to this volume.
Aktualisiert: 2017-03-01
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Zweisamkeiten

Zweisamkeiten von Kotowski,  Elke-Vera, Ludewig,  Anna-Dorothea, Lund,  Hannah Lotte
Berlin ist facettenreich, überraschend und scheint sich immer wieder neu zu erfinden oder wird erfunden, von Männern und Frauen, die sich in dieser Stadt beheimatet fühlen, und sei es nur für kurze Zeit. Vor diesem Hintergrund sind viele interessante (zwischenmenschliche) Konstellationen entstanden, manche waren von Dauer, einige hielten nur für eine kurze Zeit, aber alle waren sie prägend – und außergewöhnlich. Zwölf inspirierenden „Zweisamkeiten“ ist dieses Buch gewidmet und natürlich ihrer Stadt, denn Berlin war und blieb immer die Dritte im Bunde. Paare: Henriette und Marcus Herz "Ilse Koch" und Valeska Gert Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth Gabriele Tergit und Georg Käsebier Rosa Luxemburg und Mathilde Jacob Hedwig und Ernst Dohm Margarete Oppenheim und Paul Cézanne Else Lasker-Schuler und Prinz Jussuf von Theben Franz und Helen Hessel Melitta von Stauffenberg und die Sturzkampfbomber Lotte Laserstein und Traute Rose Marlene Dietrich und Josef von Sternberg
Aktualisiert: 2017-07-28
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