Vom Geheimen und Verborgenen

Vom Geheimen und Verborgenen von Möller,  Melanie, Müller,  Sabine, Nagenborg,  Michael, Rosentreter,  Michael
Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt, so Jean Paul. Diese Erkenntnis findet sich auch in dem Titel des vorliegenden Bands reflektiert, in dem Aspekte des „Verborgenen“ und „Geheimen“ in der Medizin interdisziplinär untersucht werden. Aus verschiedenen Perspektiven werden die Kommunikation von und Politiken des Umgangs mit dem medizinischen (Noch-(Nicht-))Wissen sowie die Organisation von Wissenshierarchien betrachtet: Wer soll, darf, kann wann was wissen? Aber auch: Wer soll, darf, kann wann was verschweigen? Wie wird medizinisches Wissen gedeutet? Wann wird es enthüllt oder gar zensiert? Hier spielen rechtliche Aspekte ebenso eine Rolle wie kulturelle Unterschiede im Umgang mit Wissen. Formen des Aufklärens, des behutsamen in Kenntnissetzens des Noch-Nicht-Wissenden spielen hierbei freilich nicht nur in der Arzt-Patienten-Aufklärung eine Rolle. So sind etwa die ärztliche Schweigepflicht und die Entwicklung neuer Technologien zur Diagnose zwei zentrale Themen des Bands. Insgesamt kann es auch um ein „Zuviel“ des Enthüllens gehen: Wie beeinträchtigt die Enthüllung oder Nicht-Enthüllung die Gesundheit des Patienten? Diese Frage stellt sich zum Beispiel in rezenten Diskussionen um den tatsächlichen Nutzen der intensivierten Screenings zur Brustkrebsvorsorge.
Aktualisiert: 2018-04-10
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Gastrosophical Turn

Gastrosophical Turn von Hoffstadt,  Christian, Nagenborg,  Michael, Peschke,  Franz, Schulz-Buchta,  Andreas
Das Thema Essen ist, ob wir wollen oder nicht, unser täglich’ Brot. Was Essen ist, scheint klar zu sein: Man steckt sich etwas in den Mund, kaut es oder auch nicht und schluckt es runter. Das kann Nahrung sein, muss es aber nicht; es kann vornehmlich dazu dienen, zu überleben, kann aber auch reiner Genuss sein. Nahrung wird aus verschiedenen Gründen und auf zahllose Arten aufgenommen, auch aus etlichen Gründen abgelehnt oder verweigert, zudem werden Dinge „geschluckt“, die eigentlich nicht zum Essen gedacht sind, etwa Informationen, Medizin, Gift, Worte, die nicht gesagt werden, Gefühle, die man nicht äußert. Der Komplex „Essen“ ist ein Kessel, in dem ständig der Kampf zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Verpflichtungen brodelt, das Essen ist – wie alle Grund-bedürfnisse des Menschen – moralisch schwer belastet, ein Labyrinth von Geboten und Verboten, die sich historisch oder in philosophischen Diskursen entwickeln und die Sache in der Regel nicht einfacher, sondern immer wirrer machen: Dürfen, Sollen, Können und ihre Gegenteile finden sich an der Tafel ein und greifen munter zu. Was Natur und Kultur beim Essen erlauben und vorschreiben, anders gesagt: was die richtige Art ist, sich das Richtige in den Mund zu stecken, wird von den menschlichen Gesellschaften immer neu wiedergekäut, verdaut und ausgeschieden. Die Künste und Gebrauchsmedien machen eigene Vorschläge und spiegeln Überlieferung wider. Wirtschaftliche, medizinische, kulturelle und moralische Interessen durchziehen das Thema „Essen“ mit einem Netz von Fäden, das dringend eines Wegweisers bedarf. Aber bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. In diesem Sinn – und nicht im Sinn der vielen Köche, die den Brei verderben – bemühen sich die Autoren des vorliegenden Bandes um mehr Klarheit in dieser Kloßbrühe, nicht ohne das nötige Salz in der Suppe, versteht sich.
Aktualisiert: 2018-07-11
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Dekadenzen

Dekadenzen von Hoffstadt,  Christian, Nagenborg,  Michael, Peschke,  Franz, Schulz-Buchta,  Andreas
Der fünfte Band der Reihe Aspekte der Medizinphilosophie lotet in erprobter interdisziplinärer Manier das Thema Dekadenz aus. Diesen trotz oder gerade wegen seiner Allgegenwart unklaren Begriff umkreisen die Autoren diesmal zumeist mit geisteswissenschaftlichen Methoden. Von den Ursprüngen unseres heutigen Dekadenzbegriffs im alten Griechenland spannt sich der Bogen über die Hauptfiguren der "Décadence" um 1900 (Nietzsche, J. K. Huysmans, Weininger oder auch F. Rosenzweig) und über moderne, mittlerweile historische Erscheinungen wie den vermeintlichen Werteverfall der Gesellschaft aus zahnmedizinischer Sicht oder sozialistische Eugenik-Phantasien bis in unsere Zeit. Die Aufsätze zur Gegenwart beleuchten philosophisch die Grundlagen der medizinischen Machbarkeit und der problematisch gewordenen Nahrungsaufnahme, analysieren die Suche nach einer sublimierten individuellen Apokalypse im modernen Horrorfilm und in Werken deutscher Popliteratur, diskutieren Phänomene der stets an der Grenze zum Zusammenbruch stehenden Selbstverbesserung, -erweiterung und -entgrenzung wie Doping im Sport, geistiges "Enhancement" oder die Sammelleidenschaft der japanischen "Otakos" und untersuchen schließlich die Gefährdung der kapitalistischen Gesellschaft durch ihre eigenen Grundsätze.
Aktualisiert: 2018-07-11
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Unentbehrliche Begegnungen

Unentbehrliche Begegnungen von Gzyl,  Sonya, Julmi,  Christian, Nagenborg,  Michael, Rappe,  Guido
Zur Moral als einer wichtigen Lebensdimension gehört die Anerkennung der Realität des anderen Menschen. Dies ist der Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit, die eine Interpretation der Begegnung mit dem Anderen als grundlegendes moralisches Ereignis entfaltet, in dem der Mensch eine elementare moralische Forderung vernimmt, seine eigene Moralität auf eine spezifische, bedeutsame Weise erlebt und in dem das Streben zur moralischen Entwicklung zu einem wichtigen Teil begründet liegt. Dabei werden die leibliche Empfänglichkeit und die emotionale Sensibilität des Menschen als wichtige Anlagen heraus-gearbeitet, welche die zwischenmenschliche Beziehung als moralische Grundrelation ermöglichen. Die hier angedeutete Auffassung entwickelt sich in der Interaktion bestimmter eigener Grundgedanken und Annahmen über moralische Phänomene auf der einen Seite mit den Auslegungen einer heterogenen Liste von Denkern auf der anderen. Die These der Begegnung mit dem Anderen als unentbehrliche Grundrelation spiegelt sich somit auch im Aufbau der Arbeit, in der Entwicklung einer Anschauung durch Auseinandersetzung mit verschiedenen Perspektiven wider. Diese Methode stellt sich als genauso wichtig heraus wie die inhaltliche Präzisierung der Auffassung und führt zu einem Plädoyer für die Bildung eines Verständnisses moralischer Phänomene im Rahmen von Verständigung, Diskussionen und Dialogen zwischen den Vertretern verschiedener Ansätze.
Aktualisiert: 2018-04-16
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Was bewegt uns?

Was bewegt uns? von Hoffstadt,  Christian, Nagenborg,  Michael, Peschke,  Franz, Schulz-Buchta,  Andreas
Bewegung ohne Leben ist möglich, aber kein Leben ohne Bewegung. Bewegung kann uns dienen und uns versklaven. Der Mensch hängt von der vegetativen Bewegung seiner inneren Systeme ab, seine eigene, von Neugier und Willen gesteuerte Mobilität im Raum brachte ihn dorthin, wo er heute steht. Körperliche Bewegung kann direkt auf die Gesundheit einwirken, Geist und Leib aktivieren und bilden, kann sie aber auch lähmen, verformen und abtöten. Die Beweglichkeit des Körpers dient der Kommunikation, sie wird absichtlich symbolisch eingesetzt und setzt sich unfreiwillig der Deutung aus. Nicht nur die Lebenswelt verlangt nach einer aktiven Erschließung durch Bewegung, auch unbekannte Denkräume erfordern geistige Spaziergänge, Wanderungen und Gewaltmärsche. Der neunte Band der Aspekte der Medizinphilosophie erkundet das Terrain mit der gewohnten methodischen Beweglichkeit in neunzehn Beiträgen.
Aktualisiert: 2018-07-11
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Ethik der Informationsgesellschaft

Ethik der Informationsgesellschaft von Brödner,  Peter, Isenmann,  Ralf, Nagenborg,  Michael, Werle,  Raymund, Woesler,  Martin
Das eigentlich wertneutrale Medium Internet bringt als exponiertestes Instrument des menschlichen Geistes die menschliche Zivilisation schneller, direkter und effektiver voran als alle Erfindungen zuvor. Das Internet hat Grenzen eingerissen, Gesellschaften transformiert und eine virtuelle Parallelwelt geschaffen, in der alles möglich scheint. Diese neue Form mit Inhalt zu erfüllen, ist Aufgabe menschlicher Kreativität. Das Potential, auch das Zerstörerische zu erkennen, ist Aufgabe eines wachsamen Bewusstseins. Diese neue Dimension der Macht zu kontrollieren, ist Aufgabe der Ethik. Das Thema “Ethik und Informationsgesellschaft” wird in diesem Sammelband aus folgenden Perspektiven beleuchtet: Privatheit und Datenschutz, Nachhaltigkeit, Human-, Sozial- und Naturverträglichkeit, Interessen- und Wertekonflikte, Urheber- und Menschenrechte
Aktualisiert: 2018-07-12
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Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime

Wissensarten, Wissensordnungen, Wissensregime von Nagenborg,  Michael, Spinner,  Helmut, Weber,  Karsten
Zur Grundlegung des Wissensarten-Projekts erläutert Helmut F. Spinner das modulare Wissenskonzept des Karlsruher Ansatzes für eine differentielle Wissenstheorie und dokumentiert in einem zusammenfassenden Bericht die Entwicklung. Ergebnisse, Planungen des Gesamtprojekts. In Beiträgen der beiden anderen Herausgeber sowie von Vertretern der Informatik und Mathematik, Philosophie und Geisteswissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und anderen Sozialwissenschaften werden Weiter-, Fehl- und Gegenentwicklungen zu aktuellen Problemlagen diskutiert (Informationsgesellschaft, Internet, alte und neue Medien, Technikregime, Eigentumsformen für Wissen, Rechtsfragen u.a.).
Aktualisiert: 2018-04-07
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