Soziale Arbeit in ländlichen Räumen

Soziale Arbeit in ländlichen Räumen von Debiel,  Stefanie, Engel,  Alexandra, Hermann-Stietz,  Ina, Litges,  Gerhard, Penke,  Swantje, Wagner,  Leonie
Soziale Arbeit in ländlichen Räumen ist mit spezifischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen konfrontiert. Dabei geht es u.a. um Angebotsdichte und Erreichbarkeit, Netzwerkbildung, Anonymität, verstärkte Abwanderung insbesondere aus peripheren Räumen, politische Strukturen oder Fragen von Zugehörigkeit. Forschungen und Konzepte zur Sozialen Arbeit in ländlichen Räumen sind jedoch Deutschland rar. In diesem Buch wird Soziale Arbeit in ländlichen Räumen historisch, theoretisch und organisatorisch betrachtet. Ziel ist es, eine Verständigung über spezifische Anforderungen an Soziale Arbeit in ländlichen Räumen zu finden und Hinweise und Anregungen für eine gelingende Praxis zu geben.
Aktualisiert: 2023-07-02
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Soziale Arbeit in ländlichen Räumen

Soziale Arbeit in ländlichen Räumen von Debiel,  Stefanie, Engel,  Alexandra, Hermann-Stietz,  Ina, Litges,  Gerhard, Penke,  Swantje, Wagner,  Leonie
Soziale Arbeit in ländlichen Räumen ist mit spezifischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen konfrontiert. Dabei geht es u.a. um Angebotsdichte und Erreichbarkeit, Netzwerkbildung, Anonymität, verstärkte Abwanderung insbesondere aus peripheren Räumen, politische Strukturen oder Fragen von Zugehörigkeit. Forschungen und Konzepte zur Sozialen Arbeit in ländlichen Räumen sind jedoch Deutschland rar. In diesem Buch wird Soziale Arbeit in ländlichen Räumen historisch, theoretisch und organisatorisch betrachtet. Ziel ist es, eine Verständigung über spezifische Anforderungen an Soziale Arbeit in ländlichen Räumen zu finden und Hinweise und Anregungen für eine gelingende Praxis zu geben.
Aktualisiert: 2023-04-01
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Gegen-Macht – Zur Aktualität Kritischer Sozialer Arbeit

Gegen-Macht – Zur Aktualität Kritischer Sozialer Arbeit von Penke,  Swantje
In welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben? „Soll es eine Konkurrenzgesellschaft sein, die Leistungsdruck und Arbeitshetze weiter erhöht, Erwerbslose, Alte und Behinderte ausgrenzt sowie Egoismus, Durchsetzungsfähigkeit und Rücksichtslosigkeit eher honoriert, sich jedoch gleichzeitig über den Verfall von Anstand, Sitte und Moral wundert, oder eine soziale Bürgergesellschaft, die Kooperation statt Konkurrenzverhalten, Mitmenschlichkeit und Toleranz statt Gleichgültigkeit und Elitebewusstsein fördert?“ (Butterwegge 2006) Kritische Soziale Arbeit stellt sich genau diese Frage und untersucht unter anderem, inwiefern SozialarbeiterInnen zum Aufbau der einen oder der anderen Gesellschaft beitragen können. In meiner Diplomarbeit setze ich mich mit Kritischer Sozialer Arbeit auseinander – einer Denkrichtung, die in den 1970er Jahren in Deutschland entstand und gegenwärtig wieder innerhalb von Profession und Disziplin intensiver diskutiert wird. Im Jahr 2005 hat sich der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit wieder gegründet, und in der wissenschaftlichen Diskussion um Sozialpolitik und Globalisierung werden kritische Stimmen wieder lauter. Doch warum lässt sich ein derartiges Wiedererwachen Kritischer Sozialer Arbeit beobachten? Ist eine kritische Haltung heute besonders wichtig? Welchen historischen und theoretischen Hintergrund hat Kritische Soziale Arbeit? Besitzen Konzepte Kritischer Sozialer Arbeit aus den 1970er Jahren heute noch Relevanz und Aktualität? Diese Fragen leiten durch die vorliegende Arbeit und beschreiben den theoretischen Rahmen Kritischer Sozialer Arbeit. Zusätzlich stelle ich die Frage, welche Implikationen sich für sozialarbeiterische Praxis heute ergeben. Ich selbst arbeite hauptsächlich mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und möchte daher ergründen, wie die praktische Ebene Kritischer Sozialer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aussieht und welche konkreten Praxiskonzepte es gibt. Mein Ziel ist es zum einen, eine Begriffbestimmung Kritischer Sozialer Arbeit vorzunehmen, und zum anderen zu erläutern, warum sie gerade heute wichtiger denn je ist. Ich werde aufzeigen, dass es die gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind, die ein neues kritisches Bewusstsein in der Sozialen Arbeit notwendig machen. Das Thema Kritische Soziale Arbeit ist aus meiner Sicht nicht nur fachlich, sondern auch gesellschaftspolitisch hochaktuell, wie die Darstellung der aktuellen Entwicklungslinien verdeutlichen wird. Meine persönliche Motivation, mich mit Kritischer Sozialer Arbeit auseinanderzusetzen, ziehe ich sowohl aus Erfahrungen der Praxis als auch aus Erfahrungen meiner Ausbildung. Erstens: Ich erlebe sozialarbeiterisches Handeln in der Praxis häufig dort als unbefriedigend – sowohl für Professionelle als auch für AdressatInnen – wo äußere Rahmenbedingungen, Richtlinien, gesetzliche Bestimmungen etc. eine pädagogisch als wichtig erachtete Intervention oder Maßnahme verhindern. Daher interessiert mich neben der fachlichen Aktualität des Themas die grundsätzliche Frage danach, wie es in der Sozialen Arbeit besser gelingen könnte, mit Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und sozialem Ausschluss angesichts scheinbar unabänderlicher äußerer Zwänge umzugehen. Zweitens: In meiner Ausbildung habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass politische Inhalte und Diskussionen in Seminaren von Studierenden und Lehrenden als zweitrangig beurteilt wurden. Eine sachliche Auseinandersetzung mit der politischen Dimension von Sozialer Arbeit habe ich daher vermisst und möchte sie mit dieser Arbeit umsetzen. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil nehme ich über die Darstellung von Definitionen, der historischen, aktuellen und internationalen Entwicklungslinien von Kritischer Sozialer Arbeit und schließlich der Beschreibung kritischer Traditionen der Bezugswissenschaften eine Begriffsbestimmung Kritischer Sozialer Arbeit vor. Daran anschließend erörtere ich die Notwendigkeit Kritischer Sozialer Arbeit heute anhand der Darstellung aktueller gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und ihrer Folgen für die Soziale Arbeit. Im letzten Teil untersuche ich historische und aktuelle Konzepte Kritischer Sozialer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Methodisch habe ich das Thema über eine Literaturauswertung und den Vergleich verschiedener Positionen und Theorien erschlossen. Da ich im Verlauf der Arbeit Kritische Soziale Arbeit von einer sozialen Arbeit unterscheiden möchte, die ich nicht als „kritisch“ betrachte und die sich selbst nicht als „kritisch“ bezeichnet, werde ich in diesen Fällen von traditioneller Sozialer Arbeit sprechen. Mit dem Begriff traditioneller Sozialer Arbeit verbinde ich eine Soziale Arbeit, die sich nicht primär als gesellschafts- und sozialkritisch versteht, sondern, eingebettet in die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, ‚mit dem Strom schwimmt’. Eine derartige Polarisierung ist sicherlich nicht unproblematisch, doch wollte ich mich für eine zweckmäßige Terminologie entscheiden, um Unterschiede aufzeigen zu können. Ein weiterer Aspekt, der mir wichtig erscheint, betrifft ebenfalls meine Wortwahl: Ich spreche im Folgenden nur von SozialarbeiterInnen, nicht von SozialpädagogInnen. Soziale Arbeit besteht aus beiden Traditionen – Sozialarbeit und Sozialpädagogik –, und es soll keine Richtung als bedeutender oder dominanter dargestellt werden. Mit meiner Festlegung beabsichtige ich lediglich, das Lesen zu vereinfachen. Meine Ausführungen gelten daher für die Soziale Arbeit im Allgemeinen. Den LeserInnen dieser Arbeit möchte ich für die nun folgende Lektüre – und für die Auseinandersetzung mit Kritischer Sozialer Arbeit – noch einmal die Eingangsfrage in Erinnerung rufen: In was für einer Gesellschaft möchten wir eigentlich leben?
Aktualisiert: 2022-12-31
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Geschlechtergerechtigkeit, lokale Identität, Kooperation und Bildung als Schlüssel zur Fachkräfteentwicklung in ländlichen Räumen

Geschlechtergerechtigkeit, lokale Identität, Kooperation und Bildung als Schlüssel zur Fachkräfteentwicklung in ländlichen Räumen von Engel,  Alexandra, Kaschlik,  Anke, Penke,  Swantje, Stratmann-Berthold,  Heike
Das vorliegende Buch ist Ergebnis eines 18-monatigen Forschungsprozesses in der Region Holzminden. Unser Ziel war es, die Fachkräftebedarfe und dafür notwendigen Bildungsprozesse heraus zu arbeiten und zwar aus Sicht der Fachkräfte bzw. potentiellen Fachkräfte und der UnternehmerInnen. Dabei nahmen geschlechtsspezifische Analysen einen breiten Raum ein, weil die Ausgangslagen vermuten ließen, dass geschlechtsspezifische Segregationen sowohl die einzelnen beruflichen Biografien von Frauen, als auch die Entwicklung der Region behindern. Dafür wurden verschiedene Methoden genutzt: explorative ExpertInneninterviews mit Drehpunktpersonen in Zivilgesellschaft und Wirtschaft ebenso wie zwei große Online- Unternehmens- und Bevölkerungsbefragungen. Parallel haben wir drei Tagungen in der Region veranstaltet: Als Start-up thematisierten wir Arbeitszeiten aus Gender-Gesichtspunkten, in der Mitte des Projekts haben wir insbesondere Frauen eingeladen, sich zum Thema "Was gewinne ich, wenn ich arbeiten gehe?" auseinander zu setzen. Dabei war die Soziologie der Arbeit ebenso Thema wie das neue Unterhaltsrecht. In Workshops zu beruflicher Neuorientierung und Qualifizierung im mittleren Lebensalter, Existenzgründung, beruflicher Orientierung für Migrantinnen und Arbeitszeitmodellen sowie Verhandlungstechniken bei Einstellungsgesprächen konnten konkrete berufliche Perspektiven entwickelt und Tipps mitgenommen werden. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung haben wir die Forschungsergebnisse zu den Themen Berufswahl, Weiterbildung, regionale Identität sowie Potenziale und Arbeitskräftebedarfe mit ExpertInnen aus Wirtschaft, Bildung, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft diskutiert. Mit diesem Buch bilden wir also einen Forschungsprozess ab, den wir als HAWK gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule und flankierend mit dem Gleichstellungsbüro des Landkreises Holzminden gemeinsam mit vielen anderen AkteurInnen gegangen sind. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an all diejenigen, die diese Forschung so aktiv mit gestaltet haben! Die ReferentInnen in unseren Workshops, die VertreterInnen der Wirtschaft und ihrer Kammern, an diejenigen, die unsere Fragebögen beantwortet haben. Ihre Ideen, Kommentare, Inputs und Aktionen machen sehr deutlich, dass diese Region viele Potenziale hat, weil sie „MacherInnen“ hat! Ergebnis dieser Studie ist, dass wir uns für die Region wünschen würden, dass sie partizipativ vier Cluster diskutiert und strategische Entwicklungsentscheidungen trifft: Investitionen dafür, dass junge Menschen bleiben, Investitionen in bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Stärkung strategischer Wirtschaftsförderung und Arbeit an einem positiven regionalen Selbstbild. Setzen wir die Brille der Analyse regionaler Strukturen nach Geschlecht auf, so stellen wir fest: Wenn wir die Bedürfnisse beider Geschlechter in strategische Planungsprozesse differenziert einbeziehen, bekommt die Region neue Entwicklungspotenziale! Aus sozialpolitischer Sicht ist die berufliche Qualifikation und Integration beider Geschlechter (unabhängig voneinander) eine notwendige Voraussetzung der Existenzsicherung und Armutsprävention. Dieses Ziel erreicht ist nur, wenn die Bildungsvoraussetzungen dafür in der Region gegeben sind. Erst auf Basis dieser beider Faktoren kann Wirtschaft sich entwickeln und innovativ wirken. In einer modernen Gesellschaft ist aber nie eine Dimension ausreichend für differenzierte Problemlösung, das wird an diesem Punkt und viel mehr vorliegenden Bericht deutlich. Zwei Botschaften liegen uns zentral am Herzen, daher möchten wir sie an dieser Stelle aus der differenzierten Betrachtung herauslösen und Ihnen mit auf den Weg geben: Familien brauchen die Chance auf zwei voneinander unabhängige Einkommen, um ihre Leben flexibel und gewinnbringend gestalten und Armutssituationen vermeiden zu können. D.h., dass Männer wie Frauen unabhängig voneinander wirtschaftliche Existenzen aufbauen müssen, um im System der sozialen Sicherung verankert zu sein. Die Ehe, insbesondere wenn sie scheitert, sichert wirtschaftlich und sozial nicht adäquat ab und eine existenzsichernde Rente erhalten nur die Personen, die entsprechend eingezahlt haben. Langfristige Zukunftsplanung und soziale Absicherung von Frau wie Mann sollte also zentrales Kriterium für Entscheidungen zur Arbeitsteilung in Familien sein. Wer in Holzminden lebt und dort gerne lebt (das tun unserer Befragten), gibt als Grund gute soziale Beziehungen und Wohnqualitäten an. Bei aller peripheren Lagen und wirtschaftlicher Probleme sollte dies nicht aus den Augen verloren werden. Sprechen Sie darüber, warum Sie gerne in der Region leben und was Sie stolz auf diese Region macht: Dies ist eine anregendere Basis für Innovationen und neue Impulse und schafft Zukunft. Junge Menschen müssen innerlich wie äußerlich mobil sein und ihre Lebensplanung selbst in die Hand nehmen. Aber die Zukunft der Region hängt auch davon ab, ob man diesen jungen Menschen sagt: „Ich finde, du bringst tolle Kompetenzen mit. Wenn du bleiben möchtest, schauen wir gemeinsam, was geht und initiieren etwas! Ich würde mich freuen!“ oder ob die Botschaft ist „Wenn du Karriere machen möchtest, gehst du besser woanders hin“. In diesem Buch müssen wir mit unseren Analysen auch den Finger in die Wunde legen: das ist unsere Aufgabe als Forschende. Ziel es ist dabei aber, herauszufinden, wo ein Schlüssel für positive Veränderungen zu finden ist und Kritik als Ausgangslage für eine positive Wendung zu verstehen. Die Kurzfassung: Die Region braucht Investitionen in Bildung mit weniger geschlechtsspezifischer Segregation und mehr Breite in Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, neue Kulturen der partnerschaftlichen Arbeitsteilung, mehr Zusammenarbeit in der Wirtschaft in neuen Formen, Förderung von Existenzgründungen und an Wirtschaftsbedürfnisse angepasste vernetzte Maßnahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In allen Handlungsfeldern ist eine an den lokalen Gegebenheiten anknüpfende Weiterentwicklung zentral, die insgesamt ein positives Selbstbild und darauf aufbauend ein positives lokales/regionales Image befördern kann. In diesem Sinne: Wir arbeiten gerne weiter mit und für die Region. Zuletzt ein ganz herzliches Dankeschön an die N-Bank die mit ihrem FIFA-Förderschwerpunkt, die dieses Projekt mit ESF- und Landsmitteln ermöglicht haben, an Sigrun Brünig vom Gleichstellungsbüro und Angela Schürzeberg von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Holzminden, an Frau Ohm für die Verwaltung und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Projektes, Dr. Anke Kaschlik, Swantje Penke und Antje Geißler.
Aktualisiert: 2022-12-31
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Soziale Arbeit in ländlichen Räumen

Soziale Arbeit in ländlichen Räumen von Debiel,  Stefanie, Engel,  Alexandra, Hermann-Stietz,  Ina, Litges,  Gerhard, Penke,  Swantje, Wagner,  Leonie
Soziale Arbeit in ländlichen Räumen ist mit spezifischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen konfrontiert. Dabei geht es u.a. um Angebotsdichte und Erreichbarkeit, Netzwerkbildung, Anonymität, verstärkte Abwanderung insbesondere aus peripheren Räumen, politische Strukturen oder Fragen von Zugehörigkeit. Forschungen und Konzepte zur Sozialen Arbeit in ländlichen Räumen sind jedoch Deutschland rar. In diesem Buch wird Soziale Arbeit in ländlichen Räumen historisch, theoretisch und organisatorisch betrachtet. Ziel ist es, eine Verständigung über spezifische Anforderungen an Soziale Arbeit in ländlichen Räumen zu finden und Hinweise und Anregungen für eine gelingende Praxis zu geben.
Aktualisiert: 2023-04-04
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