MELISSANTES. Johann Gottfried Gregorii (1685-1770). Ein Thüringer Geograph und Universalgelehrter.

MELISSANTES. Johann Gottfried Gregorii (1685-1770). Ein Thüringer Geograph und Universalgelehrter. von Berndt, Carsten, Rockstuhl, Harald

Autor: Carsten Berndt. Festeinband, 496 Seiten mit 144 Abbildungen. Darunter 47 farbige und 7 s/w Fotos, 8 farbige Karten sowie 82 seltene s/w Kupferstiche, Lithographien, Holzschnitte und Handschriften. 3. bearbeitete und erweiterte Auflage 2015. MELISSANTES. Ein Thüringer Polyhistor und seine Berufsbeschreibungen im 18. Jahrhundert. Leben und Wirken des Johann Gottfried Gregorii (1685 – 1770) als Beitrag zur Geschichte von Geographie, Kartographie, Genealogie, Psychologie, Pädagogik und Berufskunde in Deutschland. Der Mitbegründer der Kartenkunde Johann Gottfried Gregorii alias MELISSANTES gewährt durch seine geographischen Lehrbücher, Atlanten, Lexika, Genealogien, Psychologie- und Benimmratgeber sowie Berufsbeschreibungen (Glockengießer, Organist, Orgelmacher, Porzellanfabrikanten, Feldmesser, Kupferstecher, Buchhändler, Imker, Medicus, Bierbrauer, Büchsenmacher, Kaffeehändler u.v.a) einzigartige, authentische und wunderbare Einblicke in die Welt des Barock. Neben den Anfängen deutschsprachiger Fachbücher zur Kartographie schuf MELISSANTES die ersten Burgen- und Regionalführer und verbreitete Sagen von nationaler Bedeutung wie z.B. Der Rattenfänger von Hameln, Kaiser Friedrich I. im Kyffhäuser, Wilhelm Tell oder Luthers Tintenfleck auf der Wartburg. Basierend auf 630 Einzelnachweisen, darunter neu entdeckte Manuskripte, werden erstmals ausführlich das Leben und das Werk des freischaffenden Autors der Frühaufklärung dargestellt, der später von Achim von Arnim, Charlotte von Schiller, den Brüdern Grimm, Ludwig Bechstein, Johann Wolfgang von Goethe, Immanuel Kant u.a. gelesen und teilweise rezipiert worden ist.

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[HEFT 22] Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Amtsgerichtsbezirke RONNEBURG UND SCHMÖLLN 1895

[HEFT 22] Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Amtsgerichtsbezirke RONNEBURG UND SCHMÖLLN 1895 von Lehfeldt, Paul, Rockstuhl, Harald

[XXII. HEFT] – Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens - Bau- und Kunstdenkmäler Ostkreis 1895 – Amtsgerichtsbezirke RONNEBURG UND SCHMÖLLN 1895, Reprint, 148 Seiten mit 18 Abbildungen, darunter 1 Lichtdruckbild sowie je eine Karte von den Amtsgerichtsbezirken RONNEBURG UND SCHMÖLLN 1895, Autor Prof. Dr. Paul Lehfeld. Herausgegeben von den Regierungen von Sachsen-Weimar Eisenach, Sachsen-Meiningen und Hildburghausen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Reuss älterer Linie und Reuss jüngerer Linie, HEFT 22 (von 41), 21 x 14,8 cm, FESTEINBAND. BISHERINGE AUFLAGEN: 1. Auflage – 1895–Verlag von Gustav Fischer, Jena. - 1. Reprintauflage 2013 im Verlag Rockstuhl. Amtsgerichtsbezirk RONNEBURG mit Baldenhain, Beerwalde, Bethenhausen, Braunigswalde, Frankenau, Friedrichsheide, Gauern, Grossenstein, Grossentechau, Hain, Haselbach, Heukewalde, Jonaswalde, Kauern, Korbussen, Linda, Löbichau, Mannichswalde, Mennsdorf, Mückern, Naulitz, Nischwitz, Nöbdenitz, Paitzdorf, Pölzig, Posterstein, Raitzhain, Reichstädt, Reust, Röpsen, Ronneburg, Roschütz, Rückersdorf, Schmirchau, Tannefeld, Vogelgesang SCHMÖLLN mit Altkirchen, Bornshain, Gödissa, Gössnitz, Grossstöbnitz, Grosstauschwitz, Hainichen, Hartroda, Jauern, Illsitz, Lohma, Mohlis, Naundorf, Ponitz, Schmölln, Selka, Sommeritz, Thonhausen, Untschen, Vollmershain, Weissbach, Wettelswalde, Wildenbörten, Zschernitzsch.

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[HEFT 35] Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Kreis Meiningen – Amtsgerichtsbezirk SALZUNGEN 1909.

[HEFT 35] Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Kreis Meiningen – Amtsgerichtsbezirk SALZUNGEN 1909. von Lehfeldt, Paul, Rockstuhl, Harald, Voss, Georg

HEFT XXXV] – Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens - Bau- und Kunstdenkmäler des Kreis MEININGEN - Amtsgerichtsbezirke SALZUNGEN 1909, Reprint, 186 Seiten mit 99 Abbildungen, Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens - HERZOGTHUM SACHSEN-MEININGEN, Autor Prof. Dr. Paul Lehfeld, Nach dem Tode des Verfassers weitergeführt von Prof. Dr. Georg Voss. Herausgegeben von den Regierungen von Sachsen-Weimar Eisenach, Sachsen-Meiningen und Hildburghausen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Reuss älterer Linie und Reuss jüngerer Linie, HEFT 35 (von 41), 21 x 14,8 cm, FESTEINBAND. BISHERINGE AUFLAGEN: 1. Auflage – 1909 –Verlag von Gustav Fischer, Jena. - 1. Reprintauflage 2013 im Verlag Rockstuhl. INHALT Amtsgerichtsbezirk SALZUNGEN: Der Amtsgerichtsbezirk Salzungen. Geschichtliche Einleitung. Karte des Amtsgerichtsbezirks Salzungen., Salzungen, Allendorf Kloster und Dorf, Altenbreitungen, Altenstein, Bairoda, Bernshausen, Craimar, Dietlas, Ettmarshausen, Farnbach, Frankenberg, Der Frankenstein, Frauenbreitungen, Gräfen- und Nitzendorf, Grumbach, Grundhof, Gumpelstadt, Hauenhof, Helmers, Hermannsroda, Hohleborn, Der Jägerstein, Immelborn, Kaltenborn, Jagdhaus Kissel, Knollbach, Langenfeld, Leimbach, Liebenstein, Marienthal, Meimers, Möhra, Neuendorf, Oberellen, Oberrohn, Jagdschloss Pless, Profisch, Rabelsgrube, Schweina, Sorga, Steinbach, Uebelroda, Unterrohn, Waldfisch, Wernshausen, Wildprechtroda, Witzelroda, Nachtrag.

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General-Karte der Provinz Sachsen, 1870/71 [Plano-Reprint]

General-Karte der Provinz Sachsen, 1870/71 [Plano-Reprint] von Handtke, Friedrich, Rockstuhl, Harald

Nachdruck, Kartograph: Friedrich H. Handtke (1815–1879) Außenformat (Breite x Höhe) 64,4 x 74 cm - Darstellungsgröße (Breite x Höhe) 61,1 x 69,3 cm. Grenz-und flächenkolorierte Karte. Reprint. Maßstab 1: 156 000 --- [Lieferung in einer sehr stabilen Pappversandhülse - bis 72 cm lang - 250 g] Auf der Karte die Regierungsbezirke Magdeburg, Merseburg und Erfurt; das Herzogtum Anhalt, der Herzog. Sächsischen Länder Großherzogtum Weimar, die Herzogthümer Altenburg und Koburg-Gotha und die Fürstenthümer Schwarzburg und Reuss GEBIETE AUF DER KARTE: --- Regierungsbezirk 1. MAGDEBURG und dem Kreis Osterburg, Salzwedel, Gardelegen, Stendal, Jerichos I und II, Grabe, Magdeburg, Wollmirstädt, Neuhaldensleben, Wanzleben, Oschersleben, Aschersleben, Halberstadt und die Grafschaft Wernigerode. ---- Regierungsbezirk 2. MESEBURG und dem Kreis Sangerhausen Mansfeld, Querfurt, Eckartsberga, Naumburg, Weissenfels, Zeiz (Zeitz), Merseburg, Delitzsch, Bitterfeld, Wittenberg, Schweinitz, Torgau und Liebenswerte, sowie dem Stadtkreis Halle. --- Regierungsbezirk 3. Erfurt und dem Kreis Nordhessen, Worbis, Heiligenstadt, Mühlhausen, Langensalza, Weißensee, Erfurt, Ziegenrück und Schleusingen Die HERZOGTÜMER ANHALT mit Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg dem GROßHERZOGTUM WEIMAR mit dem Fürstentum Weimar, den Kreis Jena Weimar und Neustadt sowie dem Fürstenthum Eisenach (ist nur teilweise auf der Karte enthalten); das HERZOGTUM KOBURG-GOTHA mit dem Herzogtum Gotha (ist nur teilweise auf der Karte enthalten); dem HERZOGTUM ALTENBURG mit dem Altenburger Kreis und Saal Eisenberger; dem FÜRSTENTHUM SCHWARZBURG-SONDERSHAUSEN mit der Unterherrschaft und der Oberherrschaft; das FÜRSTENTHUM SCHWARZBURG-RUDOLSTADT mit der Unterherrschaft und der Oberherrschaft; dem FÜRSTENTUM REUSS ältere und jüngere Linie und den Fürstentümen Schleiz, Lobenstein-Ebersdorf und Gera.

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Der Thüringer Wald 1830 [Das BUCH]

Der Thüringer Wald 1830 [Das BUCH] von Plänckner, Julius von, Rockstuhl, Harald

Autor Julius von Plänckner, Taschenbuch, 108 Seiten, neu gesetzte Auflage - zum Buch erschien ein Ergänzungsband mit Julius von Plänckner Karte, welche als Ringbuch herausgegeben und auf 220 % vergrößert wurde: Bestellnummer der Karte: ISBN 978-3-86777-884-8 INHALT: Einleitung 5 Folgende Staaten gehören zum Thüringer Wald 10 Ortschaften, Licalitäten und Bemerkungen 14 Höhen im Vergleich zum Thüringer Wald 44 Begrenzung des Thüringer-Waldes. 46 Auf und am Thüringer-Wald selbst, in fortlaufender Reihe von N. W. nach S. O. oder vielmehr der Richtung des Hauptrückens folgend. 47 Vom Thüringer-Wald abfliessenden Gewässer 51 Das klimatische Verhältniss des Thüringer-Waldes 70 Routen, welche über den Thüringer-Wald führen 75 Verzeichniss aller auf der Ansicht des Thüringer-Waldes befindlichen Punkte 85 Alphabethisch geordnet. 97

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Historische Karte: Asiatische Türkei 1859 (Plano)

Historische Karte: Asiatische Türkei 1859 (Plano) von Handtke, Friedrich, Rockstuhl, Harald

Nachdruck, Verlag C. Flemming in Glogau 1859; um 89 % vergrößert zum Original im Verlag Rockstuhl, Lange Brüdergasse 12, D-99947 Bad Langensalza, Deutschland 2013; Entw. u. gez. von Kartograph: Friedrich H. Handtke (1815–1879). Gerollt geliefert. Außenformat (Breite x Höhe) 81 x 59,4 cm; Darstellungsgröße (Breite x Höhe) 77,5 x 55,5 cm Auf der Karte: KLEINASIEN mit Anatoli (Anatolien), Adana, Karaman, Merasch, Siwas, Trebisonde – ARMENIEN mit Erzerum, Wan, Kars– KURDISTAN mit Scheresur – MESOPOTAMIEN mit Dijarbekir (Diyarbekir), Rakka, Mosul – SYRIEN mit Haleb (Aleppo), Damascus, Tarabolus (Tripoli), Akka – GRIECHENLAND – IRAK – NÖRDL. IRAN – ZYPERN

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Historische Karte: Charta von Schlesien und Maehren, 1799 (Plano)

Historische Karte: Charta von Schlesien und Maehren, 1799 (Plano) von Güssefeld, Franz L, Rockstuhl, Harald

Nachdruck, – Weimar 1799/2009, Kartograph: Franz Ludwig Güssefeld (1744–1808). Darstellung 20 % vergrößert zum Original. Außenformat (Breite x Höhe) 52,3 x 60,2 cm - Darstellungsgröße (Breite x Höhe) 48,2 x 56,2 cm. Grenz-und flächenkolorierte Karte. Reprint. --- [Lieferung in einer sehr stabilen Pappversandhülse - bis 72 cm lang - 25 g] Die aufgeführten Ämter: F.G.I. = zum Fürstenthum Glogau; G.K. = zum Guhrauischen Kreise B.K. = Bunzlauer Kreise O.B.K. = Oels Bernstadt Kreis C.P.K. = Creutzburg Pietschen BthK. = Beuthen Kreise P.K. = Plessichen Kreise gehörig F.B.L. = zum Fürstenthum Breslau F.Br. = zum Fürstenthum Brieg F.N. Ein Theil Brieg welcher zum Jägerndorfer Kreise gelegt worden J.K. = Jägerdorfer Kreis Hrsch. = Standes Herrschaft M.H. = Minder Herrschaft

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Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl, Harald, Trinius, August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. Münden

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Das Jugendgesetz der DDR 1974-1990

Das Jugendgesetz der DDR 1974-1990 von Rockstuhl, Harald

Taschenbuch, 62 Seiten, wortgetreue Transkription. GESETZESGESCHICHTE: Gesetz über die Teilnahme der Jugend der Deutschen Demokratischen Republik an der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und über ihre allseitige Förderung in der Deutschen Demokratischen Republik - Jugendgesetz der DDR - vom 28. Januar 1974 aufgehoben durch Einigungsvertrag vom 31. August 1990 (BGBl. II. Seite 889) INHALT: I. Die Entwicklung der Jugend zu sozialistischen Persönlichkeiten 7 II. Die Förderung der Initiative der werktätigen Jugend 13 III. Die Förderung der Initiative der lernenden und studierenden Jugend 22 Bildung und Erziehung der Schuljugend 22 Bildung und Erziehung der Studenten 27 IV. Das Recht und die Ehrenpflicht der Jugend zum Schutz des Sozialismus 31 V. Die Entfaltung eines kulturvollen Lebens der Jugend 34 VI. Die Entwicklung von Körperkultur und Sport unter der Jugend 41 VII. Die Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Jugend 45 VIII. Die Feriengestaltung und Touristik der Jugend 50 IX. Die Leitung der staatlichen Aufgaben sozialistischer Jugendpolitik 53 X. Schlußbestimmungen 58

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Newe vollkommene Thüringische Chronica 1613 [Thüringen Chronik]

Newe vollkommene Thüringische Chronica 1613  [Thüringen Chronik] von Binhard, Johann, Rockstuhl, Harald

Reprint, 640 Seiten mit 10 Abbildungen. Autor Johann Binhard. GESAMTAUSGABE BAND 1-3. ORIGINALTITEL: Das ist: Geschicht und Zeitbuch aller namhafftigsten Historien Sachen und Handlungen von der Geburt und Menschwerdung unsers einigen Erlösers und Seligmachers Jesu Christi an biß auff diß gegenwertige M.DC.XIII. Jahr vollzogen: Darinnen alle Händel, Stifftung und erbawung der meisten und fürnembsten Städte, Kirchen, Clöster, Schlösser, Flecken und Dörffer, im gantzen Thüringer Lande, wenn, wo, durch wen, und worumb sie gebawet. Aus dem Nachwort von Dr. Helmut Roob: Johann Binhards „Thüringische Chronica“ von 1613 ist kein landesgeschichtliches Werk im heutigen Sinne. Im Untertitel nennt er es „Geschicht- und Zeitbuch“ und erläutert dann den Inhalt seines umfangreichen Werkes, das er in drei Bücher gegliedert hat. „Mit grosser Mühe / Fleiss und Arbeit“ hat er zusammengetragen, was dem Leser „auch nützlich zu lesen“ sein soll. Am Ende hat er die drei Bücher seiner Chronik durch drei Register erschlossen. Ausser den Lebensdaten zahlreicher Fürsten und Grafen und ihrer Taten sind es die grossen und kleinen Begebenheiten in den Städten und Dörfern. Da sind vor allem die zahlreichen Brandkatastrophen in jener Zeit, die viele Menschen, die dabei ihr Hab und Gut verloren, obdachlos gemacht haben. Dann sind es die Pestjahre, z. B. 1582, als das Schloss in Tüngeda erbaut wurde, und 1598 und 1611, als in manchen Dörfern über 100 Menschen in einem Jahr starben. Andere Katastrophen verursachten lange, trockene oder kühle und nasse Sommer - aus den Mißernten folgten grosse Teuerungen, weil es an Brotgetreide und Futtermitteln fehlte. Auch Hagelschäden und späte Fröste im Frühjahr, sogar „Pfingesten auf dem Eis“ wurden als ungewöhnliche Witterungserscheinungen registriert. Gerade die Periode des späten 16. Jh. bis gegen Ende des 17. Jh. ist heute in der Klimageschichte Mitteleuropas als „kleine Eiszeit“ bekannt. Erstaunlich ist hier die mehrfache Erwähnung des Weinanbaus, danach war manchmal „der Wein viel und gut“, aber auch erfroren bzw. „verdorben“. Dagegen ist der Anbau des Waids nicht im Register zu finden, obwohl Tüngeda und die umliegenden Ortschaften zu den 300 Waiddörfern in Mittelthüringen gehörten. Heute noch bezeugt in Tüngeda ein Waidstein und der Flurname „Waidmühlenteich“ die einstige Existenz einer Waidmühle, mit der die grossen Blätter der gelbblühenden Waidpflanzen zermahlen wurden, die den Rohstoff für das Waidblau als Textil- und Malerfarbe lieferten. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) sind der Waidanbau und damit auch der weitreichende Exporthandel mit dieser Farbe eingegangen. Später wurde der Waid nur noch in geringem Umfang angebaut und mehr als Heilpflanze als für die Farbgewinnung genutzt. - Von den Unwettern, die grosse Schäden angerichtet haben, finden Gewitter, „grosse Winde“ (Stürme) und außergewöhnliche Regengüsse, darunter die „Thüringer Sintflut“ von 1613 bei Binhard ihre besondere Aufmerksamkeit. Mäuse- und Hamsterplagen werden ebenso registriert wie die Mißgeburten bei Mensch und Vieh in zahlreichen Orten. Dabei fällt auf, dass die Schreibung von Ortsnamen damals oft eine andere ist als heute und teils nach Gehör, teils nach der Mundart erfolgte. Aus dem Vorwort von Dr. Gunter Görner: "Johann Binhards „Newe Vollkommene Thüringische Chronica“, die im Jahre 1613 in Leipzig vom Verleger Christoff Nerlich veröffentlicht wurde, gehört zu den kulturhistorisch interessantesten und detailliertesten und ist zugleich die letzte in der Reihe von Thüringer Chroniken, die bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Druck erschienen sind. Bereits im Spätmittelalter gehörte Thüringen und insbesondere dessen größte und volkreichste Stadt, die Universitätsstadt Erfurt, zu den Zentren der deutschen Geschichtsschreibung. Zunächst waren es die Mönchsorden, vornehmlich die Benediktiner, sowie die zu den Bettelorden gehörenden Franziskaner und Dominikaner, die ältere Handschriften und Urkunden sammelten, abschrieben und durch die Aufzeichnung bedeutsamer religiöser, politischer, kultureller und wirtschaftlicher Ereignisse, sowie außergewöhnlicher Naturphänomene ihrer Zeit ergänzten. So gehört die im Erfurter Peterskloster von Benediktinermönchen im ausgehenden 15. Jahrhundert aufgezeichnete und mehrfach ergänzte „Chronica St. Petri moderna“ 1) zu den herausragenden deutschen Geschichtsquellen des Spätmittelalters. Dieses Kloster besaß bereits vor 1480 eine der ersten Buchdruckerpressen in Thüringen. Auch unter den Weltgeistlichen gab es einige hochberühmte Chronisten. Der bekannteste von ihnen ist zweifellos der aus Kreuzburg an der Werra gebürtige Johann Rothe (um 1365 - 5.5.1434), seit 1387 Priester, später Canonicus, seit 1422 Scholasticus des Marienstifts zu Eisenach und Kapellan der Landgräfin Anna, der Gemahlin Friedrichs des Friedfertigen. Er schrieb seine Chronik gegen Ende seines Lebens. Seine Erinnerung, zusammen mit demjenigen, was er als junger Mensch von Älteren gehört hatte, reichte weit bis ins 14. Jahrhundert zurück. Natürlich stützte sich Rothe darüberhinaus auf zahlreiche schriftliche Quellen, darunter die Werke des Lampertus, des Ekkehardus Uraugiensis mit der Fortsetzung des Chronicon Urspergense, des Annalista Saxo und bei den thüringischen Quellen insbesondere auf die Historia Erphesfordensis anonymi autoris de lantgraviis Thuringiae, die mit dem Jahr 1426 abschließt, das Chronicon Erfurtense Sampetrinum, die Annales Reinhardsbrunnenses und andere Handschriften."

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