Sprache ist alles

Sprache ist alles von Scheidgen,  Ilka

Sprache ist alles. Das gilt besonders für das fragilste sprachliche Gebilde: das Gedicht. "Ich schreibe, weil ich keine bessere Form zu schweigen finde" hat die Lyrikerin Ilse Aichinger einmal gesagt. Und Eva Strittmatter: "Die eigentliche Leistung des Dichters ist die Bejahung des Irdischen, seine rücksichtslose Benennung und dennoch schlackenlose Verbrennung zu Sprache und Licht". 23 Lyriker und Lyrikerinnen, alphabetisch geordnet von A bis Z, werden in diesem Band porträtiert. Man kann sich verführen lassen oder aufrütteln durch Sprache oder, wie es der Lyriker Günter Kunert formulierte, "durch das dichterische Wort an das erinnern zu lassen, was wir rettungslos versäumt haben: uns den Traum zu bewahren, der Leben heißt." Dieses Buch ist eine Einladung, sich mit Dichtern und Dichtung zu beschäftigen. Von A bis Z.

Aktualisiert: 2017-05-05
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Hildegard Risch

Hildegard Risch von Scheidgen,  Ilka

Mit der Schmuckkünstlerin Hildegard Risch, 1903 in Halle geboren und 1996, kurz vor Vollendung ihres 93. Geburtstages , gestorben, konnte Ilka Scheidgen intensive Gespräche über einen Zeitraum von knapp drei Jahren bis unmittelbar vor ihrem Tod führen. Mit dieser Publikation liegt erstmals ein Porträt über diese bemerkenswerte Künstlerin vor, das Einblicke in ihr Denken und Schaffen gibt. Hildegard Risch zählt zu den Pionierinnen der Schmuckkunst im 20. Jahrhundert, ausgebildet an der berühmten Kunsthochschule Burg Giebichenstein, die in den zwanziger Jahren ein Pendant zum Bauhaus in Dessau war. Sie hat sie alle gekannt, die berühmten Künstler vom Bauhaus: Klee, Feininger, Kandinski, Schlemmer, Mies van der Rohe. Gemeinsam mit ihrer Freundin Eva Mascher-Elsässer gründete sie in Halle unweit des bekannten Markplatzes ihre erste eigene Werkstatt. Ankäufe von Museen und Ausstellungen zeugen auch heute noch von der Bedeutung dieser Pionierin der Schmuckkunst aus Halle an der Saale. Stilsicherheit, Formgefühl und der Sinn für Schönheit zeichneten die noch im hohen Alter tätige Künstlerin aus.

Aktualisiert: 2017-05-11
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Wie lautlos der Vogel

Wie lautlos der Vogel von Scheidgen,  Ilka

"Anhalten, verweilen/in mich schauen/dann mit/veränderter Blickrichtung/zurückkehren" heißt es in einem Gedicht aus Ilka Scheidgens allerersten Gedichtband "Wenn ein immerwährender Regen auf das Land fällt" (1981), der einen internationalen Lyrikpreis erhielt. Dies könnte auch das Motto für diesen Band sein, der zum Schauen und Verweilen anregen möchte. "Wie lautlos der Vogel" ist ihr zweiter Band mit Bildgedichten. Zu ihrem ersten Band mit Bildgedichten "Dem Unendlichen etwas entleihen" schrieb Georg Magirius: "In jedem Bild finden sich prägnant zusammengestellte Worte, Wortverdichtungen. Die Worte beziehen sich auf Bilder, entfalten sich aus ihnen, könnten ohne sie vermutlich nicht leben. Die Fotos wiederum erweitern sich durch diese Worte. So entsteht ein Dialog." Der Kölner Stadt-Anzeiger lobte die "außergewöhnlichen Bildgedichte", und die Kölnische Rundschau hielt in ihrer Besprechung fest: "Das Lesen ihrer Gedichte gleicht einem Gang durch Leben und Tod, dazu durch die Jahreszeiten und damit einer Suche im Rätsel Leben." Die Dichterin Hilde Domin hob über die Gedichte von Ilka Scheidgen hervor. "Ausgezeichnet die Kürze, mit der Sie auskommen. Einig bin ich mit Ihnen in der Dennoch-Hoffnung." Der Lyriker Peter Rühmkorf meinte zu Scheidgens Gedichten: "Sie sind eine Meisterin der lyrischen Miniatur: lauter kleine gestochene Wahrnehmungen, die dann zielsicher in die Tiefe führen. Es sind auch markante Beispiele, wie man im methodisch eng gehaltenen Rahmen noch Moral wahren kann. Fast möchte ich sagen: leuchten lassen."

Aktualisiert: 2017-04-25
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Von Rimbaud zu Camus

Von Rimbaud zu Camus von Scheidgen,  Ilka

Ilka Scheidgen, Biografin der Dichterin Hilde Domin und der Schriftstellerin Gabriele Wohmann, Verfasserin mehrerer Bücher mit Autorenporträts, stellt in diesem Band "Fünf Autoren des Existentialismus" vor. Ilka Scheidgen gebraucht dabei den Begriff Existentialismus in einem erweiterten Sinne, nicht nur als denjenigen, der die französische philosophische Strömung der Existenzphilosophie meint, zu der Albert Camus gehörte. Dichtung wird hier verstanden als Ausdruck einer existentiellen Notwendigkeit. Arthur Rimbaud mit seiner Aussage "Ich ist ein anderer" wurde zum Vorläufer der modernen Poesie. Angst, Glück, Ekstase und Verzweiflung, Schönheit und Ekel, Hoffnung und Weisheit fließen bei diesen fünf Autoren in ihre Dichtung ein. Sie alle begreifen das Leben als passageren Zustand, dem sie - auch in seiner Absurdität, wie Camus es begreift - mit ihrer Dichtung eine Antwort entgegensetzen. Ilka Scheidgens Biografien, Autorenporträts und literarischen Essays fanden bei Lesern und in der deutschen sowie internationalen Presse ein breites Echo. Zu ihrem Camus-Essay in dem vorliegenden Band schrieb Gabriele Wohmann "Camus! Großartig! Riesen Kompliment und Respekt! Sehr gut geschrieben! (Das meiste wusste ICH nicht)."

Aktualisiert: 2017-04-20
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Das Haus auf der Klippe

Das Haus auf der Klippe von Scheidgen,  Ilka

Ankommen. Ausruhen. Den Alltag vergessen. Die Seele baumeln lassen. Tief unter sich das blaue Meer. Der weite Horizont. Marita und Andreas haben ihr Traumhaus gefunden. Das Haus ist schon von weitem zu sehen. Es steht hoch auf der Klippe einer weitläufigen Bucht. Doch bis es so weit ist, ist noch eine Menge zu tun. Und ganz nebenbei erfahren sie viel über die Bretagne, ihre Menschen und Geheimnisse. "Der Roman nimmt den Leser mit in seine Welt, bringt ihm seine Figuren nahe, ihre Lebenswelt und Wünsche, Gedanken und Tätigkeiten. Mit Leichtigkeit und Souveränität wird die Geschichte erzählt, die nicht zuletzt ein wunderbares Buch über die Bretagne ist". (P.Gropp)

Aktualisiert: 2017-04-13
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Zu Besuch bei Christian Lehnert und Patrick Roth

Zu Besuch bei Christian Lehnert und Patrick Roth von Scheidgen,  Ilka

Christian Lehnert, 1969 in Dresden geboren, wuchs in der DDR-Zeit systemkonform auf. Doch immer mehr fühlte er sich ausgehungert nach einer wahrhaftigen Sprache, die nicht opportunistisch mit zweierlei Zungen redete. So begann für ihn der Weg zum christlichen Glauben, der schließlich zu einem Studium der evangelischen Theologie, Religionswissenschaft und Orientalistik führte. Als Bausoldat auf Prora hatte er traumatische Erfahrungen gemacht, die er verarbeiten musste, in der Sprache mit ersten lyrischen Versuchen und in einem immer tiefer werdenden Glauben. "Religion zielt über die Widersprüche und Zufälligkeiten des Lebens hinaus auf eine fremde Mitte zu, wo jedes Bild, jeder Begriff, jeder Name verstummt". Christian Lehnert war einige Jahre als evangelischer Pfarrer tätig. Danach vier Jahre als Studienleiter an der Evangelischen Akademie in Wittenberg. Seit 2012 ist er Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. Seine Lyrik wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover, 2016 mit dem Eichendorff-Literaturpreis. Patrick Roth, 1953 in Freiburg im Breisgau geboren, wuchs in Karlsruhe auf. Er studierte in Freiburg Germanistik, Anglistik und Romanistik, in Los Angeles Film und Regie und entschloss sich danach, in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Mitte der achtziger Jahre begann er, sich mit der Tiefenpsychologie von C.G. Jung zu beschäftigen und mit der Bibel. "Mit dieser Erfahrung, die man da macht, wird man sich eines zweiten Zentrums bewusst. Da ist etwas anderes, was anordnet, was einen in gewisser Weise in die Schule schickt." Patrick Roths Bücher , seine berühmt gewordenen "Christus-Trilogie" und der fulminante Roman "Sunrise. Das Buch Joseph" sind nicht nur von den Lesern, und dem Feuilleton als herausragend erkannt worden, sondern auch Bestandteil wissenschaftlicher Forschung verschiedenster Disziplinen. Patrick Roth erhielt viele wichtige Preise, u.a.1998 den Preis der Stiftung Bibel und Kultur der deutschen Bibelgesellschaft, 2003 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2006 den Mainzer Stadtschreiber-Preis. Es erscheint nur folgerichtig, diese beiden Autoren, die sich intensiv mit der Bibel beschäftigt und zutiefst existentielle Erfahrungen in ihren Büchern verarbeitet haben, in einem Band zu porträtieren.

Aktualisiert: 2017-04-11
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Martin Walser – Der weise Mann vom Bodensee

Martin Walser – Der weise Mann vom Bodensee von Scheidgen,  Ilka

Ob Martin Walser diese Charakterisierung gefiele, ein weiser Mann zu sein? Vielleicht. Vielleicht jetzt im Alter. Früher ganz sicher nicht. Denn wer weise ist, schreibt nicht. Jedenfalls keine Literatur. Oder muss zumindest nicht schreiben. So wie Martin Walser. Schreiben wie Atmen. Ein Schreibender ist ein Zweifler, ein Suchender, keiner, der Antworten weiß. Die sucht er höchstens. In jedem Buch neu. Nun mit fast neunzig Jahren hat Martin Walser ein Buch vorgelegt mit dem kapriziösen Titel "Statt etwas oder Der letzte Rank" und nennt es Roman. Und man starrt auf das Weiß im goldenen Rahmen auf dem Umschlag und liest einen Satz wie diesen "Unfassbar sein wie die Wolke, die schwebt". Und weiß, das hier ist so etwas wie die Summe, die Quintessenz all seines bisherigen Schreibens. Das Weiß im Weiß ist das Nichts, ist die Leere, ist Alles, ist Mystik, worüber wir uns bei meinem Besuch am Bodensee vor gut zwanzig Jahren unterhalten haben. In einem "Gespräch, das, wie es ja soll, zu weit ging". Da ist Martin Walser wieder angelangt, will mir scheinen. Unglaublich, wie er auf der Klaviatur aller literarischen Genres spielt. Die er schon immer bravourös beherrschte: die Lyrik und die Erzählung, den Roman und Essay, das Theaterstück und den Aphorismus. Alles ist da. "Statt etwas". Die Hilde Domin Biografin Ilka Scheidgen legt zum 90. Geburtstag von Martin Walser am 24. März 2017 mit diesem Buch ein sehr persönliches Porträt des Schriftstellers vor. Ausgehend von ihrer Begegnung in seinem Haus am Bodensee über Essays, Porträts und Rezensionen seiner Bücher fächert sich ein breites Bild von Leben und Schaffen des 1927 in Wasserburg am Bodensee geborenen Dichters und Dramatikers auf. Seit seinen Anfängen bei der Gruppe 47 gehört Martin Walser zu den profiliertesten deutschen Autoren der Nachkriegsgeneration. Er wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. 1981 mit dem Georg-Büchner- Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis und 1998 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels. 2015 erhielt Walser den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Mit mehr als sechzig Prosawerken und zahlreichen Theaterstücken gehört Martin Walser zu den produktivsten deutschen Schriftstellern. Seit seinem Debütroman "Ehen in Philipsburg" 1957 hat Martin Walser 60 Jahre Literaturgeschichte geschrieben.

Aktualisiert: 2017-03-07
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Zu Besuch bei Hans Bender und Arnold Stadler

Zu Besuch bei Hans Bender und Arnold Stadler von Scheidgen,  Ilka

Hans Bender, 1919 in Mühlhausen im Kraichgau geboren, war legendärer Gründer und Herausgeber der noch heute bedeutendsten deutschen Literaturzeitschrift Akzente und war auch als Herausgeber berühmter Anthologien mit nahezu allen Schriftstellern der Nachkriegszeit eng verbunden. Als solcher hat er die Literatur der Bundesrepublik wie kaum ein zweiter geprägt. Viele junge Talente hat er entdeckt und gefördert. Aber Hans Bender war auch selbst Schriftsteller, Verfasser von Lyrik, Kurzgeschichten und Romanen. Im Alter bevorzugte er die für ihn typischen Ausdrucksformen des Vierzeilers und der Aufzeichnung, in denen er seine stille, hintergründige, von feinem Humor gekennzeichnete Sprache wunderbar zum Ausdruck brachte. Arnold Stadler, wurde im Gründungsjahr der Akzente 1954, in Meßkirch in Baden geboren. Wie viele andere hat auch er seine ersten Veröffentlichungen und danach die Einladung ins Literarische Colloquium Berlin dem unermüdlichen Förderer guter Literatur Hans Bender zu verdanken. Schon im Jahre 1999 mit nur 45 Jahren erhielt Stadler den renommiertesten deutschen Literaturpreis, den Georg Büchner Preis, für seine hintergründige, humorvolle, dem Trotzdemschönen des Lebens verpflichtete hinreißende Prosa zuerkannt. Hans Bender und Arnold Stadler verband eine enge Freundschaft. Ilka Scheidgen war mit Hans Bender 35 Jahre lang befreundet bis zu seinem Tod im Jahre 2015. Mit beiden Schriftstellern konnte Ilka Scheidgen ausführliche Gespräche führen, die sich in diesem Doppelporträtband nachlesen lassen. In den Porträts lassen sich Leben, Werk und Wirken zweier bedeutender Schriftsteller nachvollziehen.

Aktualisiert: 2017-03-06
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Zu Besuch bei Zsuzsa Bánk und Peter Härtling

Zu Besuch bei Zsuzsa Bánk und Peter Härtling von Scheidgen,  Ilka

Mehr als eine Generation trennt die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk und den Schriftsteller Peter Härtling voneinander. Und doch verbindet sie eine ganze Menge miteinander. Nicht nur, dass sie in Frankfurt am Main und er sozusagen in einem Vorort von Frankfurt leben. Peter Härtling wurde während seiner Kindheit und Jugend immer wieder aus seinem Lebensumfeld vertrieben, so dass für ihn das Thema Wanderschaft zur prägenden Metapher seiner Dichtung wurde. In seinem umfangreichen Werk bestimmen von Anfang an wiederkehrende Themen - Weg, Fahrt, Ferne, Verwandlung, Vergänglichkeit, Verbannung, Verlorenheit - sowohl seine Gedichte als auch seine Romane. Zsuzsa Bánk wurde in Deutschland geboren, erlebte aber als Kind geflüchteter Ungarn, die nach dem ungarischen Volksaufstand 1956 nach Deutschland gekommen waren, auch, was der Verlust der Heimat für Menschen bedeuten kann. Was Vertreibung, Flucht, Integration in einem zunächst fremden Land betrifft, haben beide erfahren und machen es zum Thema ihrer Bücher. Insofern ist die Beschäftigung mit ihnen - abgesehen von anderen Aspekten innerhalb ihres jeweiligen Werkes - hochaktuell.

Aktualisiert: 2017-02-01
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Brief an mein Pferd

Brief an mein Pferd von Scheidgen,  Ilka

Dies ist eine Geschichte für Jung und Alt. Sie erzählt vom ewigen Traum des Menschen nach einer heilen Welt, von Freundschaft und Achtsamkeit, von Liebe und Tod.

Aktualisiert: 2017-02-03
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Zu Besuch bei Peter Rühmkorf und Dorothee Sölle

Zu Besuch bei Peter Rühmkorf und Dorothee Sölle von Scheidgen,  Ilka

Der Lyriker und Essayist Peter Rühmkorf und die Dichterin und Theologin Dorothee Sölle, beide Jahrgang 1929, wuchsen in die unselige Zeit des Nationalsozialismus hinein. Ihre Sinne wurden schon früh geschärft für die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit und Unterdrückung, politischem Fanatismus und rechtem Gedankengut. Beide engagierten sich in den sechziger Jahren in der Friedens- und Umweltpolitik. Dorothee Sölle gründete mit Mitstreitern in ihrer Geburtsstadt Köln das "politische Nachtgebet". Engagement für Menschenrechte und Solidarität mit den Schwachen waren für Peter Rühmkorf und Dorothee Sölle lebensnotwendiges "Integral". Für Dorothee Sölle bedeutete dies zusätzlich praktische Christusnachfolge. Utopisten sind beide zeitlebens gewesen. Sie wollten nicht aufgeben, an das Gute im Menschen zu glauben, an eine geschwisterliche Welt, die die Schöpfung nicht zugrunde richtet. Es lohnt sich - heute vielleicht noch mehr als zu ihren Lebzeiten - auf die Botschaft dieser beiden unerschrockenen Mahner zu hören. Ilka Scheidgen hat ein Talent, über das nur wenige Schriftsteller verfügen: Sie ist nicht "nur" Lyrikerin und Romanautorin, sondern auch eine gute Gesprächspartnerin. Die Autorin versteht es, die Gespräche geschickt mit Zitaten, mit Hintergrundwissen und kleineren Exkursen zu einem komprimierten, aber sehr essenziellen Porträt zu "verdichten". Nicht das nette Geplauder steht im Vordergrund, sondern es geht medias in res um die wichtigsten Themen des Menschseins. So entstanden gelungene Autorenporträts, die nicht nur informativ, sondern durch ihr hohes Maß an sprachlicher Reflexion auch sehr lesenswert sind. Michael Thalken in Kölner Stadt Anzeiger

Aktualisiert: 2016-12-22
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Der blaue Mann

Der blaue Mann von Scheidgen,  Ilka

Die Geschichten handeln vom Einbruch des Irrealen in die Wirklichkeit, von seltsamen Begegnungen, von Liebe, Tod und Einsamkeit, von Vergangenheit, die in die Zukunft hineinspielt und Gegenwart, die durchsichtig zu sein scheint. Nicht von ungefähr urteilt Martin Walser über die Erzählungen: "Schön unheimlich sind Ihre Geschichten. Und immer wieder so ernst, dass sie über alles Literarische hinausdrängen." Es geht auch um die Themen Überleben, Weiterleben, Hoffnung, Trost, wozu der langjährige Herausgeber der Literaturzeitschrift "Akzente" Hans Bender bemerkte: "Welcher Autor müsste da nicht scheitern? Sie jedoch haben dafür nicht nur Ihren Verstand, Ihre Fassung, sondern vor allem auch Ihre Sprache. Ich nehme an, eine Ihnen angeborene, natürliche Sprache, verschränkt mit der künstlerischen Absicht: kühl zu bleiben, trocken, lakonisch. Eigenschaften, die wir bei den besten short-story-writers bewundern - auch von ihnen gelernt haben." Die Erzählungen habe ich mit Gewinn gelesen. Die Sprache zieht den Leser gleich hinein in das, was es zu erzählen gibt. Sie verwenden eine Sprache, die sich überträgt. Die Geschichten sind perfekt in ihrer Art. Hans Bender Wer sich mit den Erzählungen der Autorin befasst, entdeckt, dass hier jemand mit leisen Tönen, sparsamer Sprache, aber ausdrucksstark, den Leser packend, die Schwierigkeit, mit dem Leben, der Tod und der Liebe reflektiert. Die knappe, fast minimalistische Sprache erzeugt eine Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Ursula Dieckmann (aus der Begründung zur Vergabe des Kulturpreises des Kreises Euskirchen in der Sparte Literatur) Es geht der Autorin, die auch als Lyrikerin hervorgetreten ist, um etwas höchst Schwieriges: die ästhetische Erzeugung von Stille als Einweisung in eine Haltung, die es ermöglicht, Zeit und Tod nicht nur hinzunehmen, sondern dem Leben positiv anzuverwandeln. - Von persönlicher Erfahrung rasch ins Existentielle vordringen zu können, auch das scheint eine spezifische Chance, welche die erzählerischen Kurzformen bereithalten. Professor Norbert Mennemeier in "Neues Rheinland" Selten liest man eine derart dichte, knappe Sprache, die sowohl Inneres und Äußeres, als auch Gegenwärtiges und Vergangenes beinah im selben Atemzug präsent machen kann. Selten auch dramaturgisch so sicher geführte Geschichten, die vom ersten Einstiegsatz an Aufmerksamkeit erzeugen. Charlotte Christoff in der Literaturzeitschrift "Der Literat"

Aktualisiert: 2017-01-18
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Zu Besuch bei Günter Grass und Herta Müller

Zu Besuch bei Günter Grass und Herta Müller von Scheidgen,  Ilka

In seiner "Danziger Trilogie" gestaltete Günter Grass in den Biografien seiner Protagonisten eine als heillos erfahrene Welt, die nur durch das Künstlertum ertragen werden kann. Günter Grass, der seine Frankfurter Poetiklesung 1990 unter das Motto "Schreiben nach Auschwitz" stellte, hat sein poetologisches Credo verwirklicht, dass der Schriftsteller die Vergangenheit nicht ruhen lassen und sich als Zeitgenosse nicht verkapseln dürfe, sondern sich den Wechselfällen der Zeit aussetzen, sich einmischen und Partei ergreifen müsse. Ebenso geht es der Schriftstellerin Herta Müller. Auch sie prangert die menschenverachtenden Methoden einer Diktatur in Prosa und Gedichten an. "Meine Überzeugung ist, dass Literatur insgesamt aus Beschädigungen besteht", erzählt sie im Gespräch mit Ilka Scheidgen. Mit beiden Autoren konnte Ilka Scheidgen ausführliche Gespräche führen. Dieser Band mit den Porträts des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass von 1999 und Herta Müller, der Nobelpreisträgerin für Literatur von 2009, vermittelt nicht nur einen lebendigen Eindruck zweier wichtiger Schriftsteller der neueren Literatur- und Zeitgeschichte, sondern vergegenwärtigt, warum gute Literatur notwendig ist zum Leben. "Ich bewundere Ihre Art, wie Sie einen Autor bzw. eine Autorin in der Beschreibung erfassen und lebendig machen. Vor allem in ihren eigenen Texten lassen Sie sie zu Wort kommen. Und wie gut, dass Sie Ihre persönlichen Begegnungen und Gespräche einbringen können. Ich staune, wie bereitwillig, wie intensiv und engagiert der große Nobelpreisträger mit Ihnen gesprochen hat - und wie genau und zuverlässig Sie es wiedergeben." Hans Bender (1919-2015) Gründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Akzente" in einem Brief an Ilka Scheidgen

Aktualisiert: 2016-12-08
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Vorweggenommen in ein Haus aus Licht

Vorweggenommen in ein Haus aus Licht von Scheidgen,  Ilka

„Wir Schriftsteller des 20. Jahrhunderts werden nie mehr allein sein. Im Gegenteil, wir müssen wissen, dass wir dem gemeinsamen Elend nicht entrinnen können und dass unsere einzige Rechtfertigung, wenn es eine gibt, darin besteht, nach bestem Können für die zu sprechen, die es nicht vermögen. Wir müssen in der Tat für alle die Menschen sprechen, die in diesem Augenblick leiden.“ Dieser Satz von Albert Camus, anlässlich der Nobelpreisverleihung für Literatur an ihn im Jahre 1960, ist programmatisch zu verstehen für Autoren, die sich im 20. und 21. Jahrhundert den existenziell wesentlichen und bedrängenden Fragen gestellt haben und noch stellen. „Dichtung, die eine Not nicht mehr wendet, wird nicht zerschlagen, sondern vergessen“, formulierte Marie Luise Kaschnitz. Wie auch der Autor Patrick Roth in einem Text bekennt: „…abzutragen die Berge. Die Bilder, die uns ins Genick schossen, die Augen schlossen, die Herzen sprungbereit machen aus Angst…unseren Kampf mit der Schuld, mit den Schuldigern und Schuldigen.“ Der vorliegende Band mit dreizehn Dichterporträts möchte hinlenken auf die Tatsache, dass der Mensch ganz allgemein auf ein Transzendentes, auf Gott bezogen ist, auch und gerade trotz Auschwitz, nach dem alle Unschuld verloren ist und der unleugbaren Tatsache, dass der Mensch zu grauenhafter Vernichtungsgewalt fähig ist, der moderne Mensch nach dem Sinn von Gott, Erlösung, Leben nach dem Tod nur noch unter Vorbehalt zu fragen wagt oder ganz aufgehört hat, sich diesen elementaren Sinnfragen zu stellen. Die porträtierten Dichter haben sich den Sinnfragen des Lebens in ihrem Werk gestellt. Sie haben je eigene Antworten gefunden. Die Porträts laden den Leser ein, sich mit Leben und Werk dieser exemplarisch ausgewählten Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts zu beschäftigen und mit ihnen oder durch sie sich offen zu halten für die Fragen, die unser Leben bestimmen. Denn Dichtung „ist immer ein Raum, der sich nicht abschließen lässt, der auf etwas Offenes weist ganz so wie der Glaube, der auf etwas hinweist, was meinen Horizont übersteigt“, wie es der Lyriker Christian Lehnert formuliert.

Aktualisiert: 2016-09-08
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Die große Flut

Die große Flut von Scheidgen,  Ilka

Wer hat nicht schon einmal vom eigenen Haus am Meer geträumt? Andreas und Marita Zingler haben diesen Traum verwirklicht und sich ein Ferienhaus in der Bretagne gekauft, in einem noch weitgehend unentdeckten kleinen Ferienort, nur ein paar Schritte von einem weitläufigen Strand entfernt. Auch ihr ältester Sohn Cornelius folgt ihrem Beispiel. Sein Erspartes reicht allerdings nur für eine Ruine, Teil eines alten Bauernhofes, der nicht weit vom Ferienhaus der Eltern entfernt liegt. Hier will er seine Ideen als zukünftiger Architekt verwirklichen. In den Sommerferien ist eine große Runde beisammen: Andreas und Marita, ihre drei Kinder Cornelius, Leon und Gesa sowie deren Freunde. Sie alle erleben auf dem Hof in enger Nachbarschaft zu der alten Bäuerin Piclet etwas von der urwüchsigen Art des bretonischen Lebens. Das alte Bauernhaus ist Hauptschauplatz von Begegnungen zwischen Alt und Jung. Es wird gemeinsam gearbeitet und ausgiebig gefeiert, Kunst produziert und diskutiert. Andreas ist ein rechter Außenseiter, der es ablehnt, seine Bildwerke zu verkaufen. Umso mehr liebt er Gespräche über seine Ideen von Kunst, seine Vorstellungen von Welt und Zusammenleben. Der raue und melancholische Landstrich der Bretagne, die wechselvolle Unschärfe der Meeresküste sind wie ein Spiegel für die Erfahrungen der Protagonisten. Jeder von ihnen sucht auf seine Weise Erfahrung und Selbstfindung: Es ist bei den Jungen der Weg in die noch unsichere Zukunft. Für die Eltern das Loslassen der Kinder in ihre eigene Verantwortung. Die Bretagne: Land uralter Mythen mit ihren geheimnisvollen Dolmen und Menhiren und den in Granit gehauenen Kalvarienbergen ist auch heute noch ein urwüchsiger Landstrich mit seinen schroffen Felsküsten, den sie umtosenden Meeresgewalten und andererseits der Stille und Melancholie einsamer Dörfer. Diese Extreme sind es, die den Besucher faszinieren. Der Roman ist eine Entdeckungsreise in die raue, aber betörende Landschaft der Bretagne mit ihren reichen Schätzen an kulturellem Erbe. Wie bei einer großen Flut in der Natur wird im Verlaufe des Romans vieles durcheinander gewirbelt, zerstört und verändert. „Denn mit dem Warum der Dinge kommt niemand zu Ende. Die Ursachen allen Geschehens gleichen den Dünenkulissen am Meer: eine ist immer der anderen vorgelagert, und das Weil, bei dem sich ruhen ließe, liegt im Unendlichen.“ (Thomas Mann) Am Ende des Romans bekommt dieses Zitat aus Maritas Josephs-Lektüre eine ungeahnte Bedeutung.

Aktualisiert: 2016-11-11
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Meine Freundin Johanna

Meine Freundin Johanna von Scheidgen,  Ilka

lka Scheidgen zeigt auch in diesem Buch, wie einfühlsam sie einschneidende Ereignisse literarisch zu verarbeiten im Stande ist. Es handelt sich um einen Roman, der Mut macht und einen Beitrag zum Verständnis und Erkennen dieser nicht leicht fassbaren Krankheit liefert. Den wechselvollen Wegen in dieser Lebensbeschreibung zu folgen, liest sich sehr spannend. Erzählt wird von den Jugend- und Studienjahren, dem Elternhaus, der Ehe. Die Bearbeitung der Familiengeschichte in einer Psychoanalyse ermöglicht Johanna langfristig die Gestaltung eines Lebens, das zwar durch große Verluste gekennzeichnet ist, aber schließlich doch aus dem Wechselbad von Manie und Depression hinführt zu einem Alltag, mit dem sie durchaus zufrieden ist. Es ist zudem ein inhaltlich dichtes und literarisch überzeugendes Buch über eine lebenslange Freundschaft: "Vielleicht ist der Grund, weshalb ich diese Geschichte aufschreiben will, der Versuch zu verstehen, warum die Welt ist, wie sie ist. Warum der eine Mensch krank wird und der andere nicht. Warum ein Mensch, den man liebt, verrückt wird.“ Was dem Text darüber hinaus Tiefe verleiht: Das Leben von Johanna spiegelt - von der Krankheit abgesehen - typische Generationsmuster wider: die Dominanz des Vaters, die Unterordnung der Mutter, die Flucht in die Ehe. Das sind biografische Erfahrungen, die viele Frauen teilen. "llka Scheidgen ist mit 'Meine Freundin Johanna' ein Roman gelungen, der sich mit einem komplizierten und in der Gesellschaft leider immer noch tabuisierten Krankheitsbild auf spannende Weise auseinandersetzt. Der aufklärt, ohne zu verurteilen. Erinnert, ohne zu beschönigen. Es wäre viel, wenn durch die stilistische Bandbreite dieser Annäherung Fernstehenden wie Betroffenen ein verständiger Zugang zu dem ermöglicht werden könnte, was Johanna leiden macht. So unerklärlich es auch sein mag. Auf diesen Seiten des Lebens." Die Tagespost "Der Text ist ein eindrückliches Erlebnis einer irrealen Welt, die auch das Elend der Psychiatrie in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg widerspiegelt." Ärzte-Zeitung "Ilka Scheidgen ist es gelungen, fernab von populärer Betroffenheitsliteratur die ergreifende Geschichte einer Frau nachzuerzählen, deren Leben zwar nicht der Normalität entspricht, deren Existenz diese Normalität aber ebenso in Frage stellt." Kölner Stadt-Anzeiger "Johanna", Ihren Roman, riskiere ich, ein 'Hauptwerk' zu nennen. Hans Bender, langjähriger Herausgeber der Literaturzeitschrift 'Akzente'

Aktualisiert: 2016-08-29
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