Schloss Altgolßen

Schloss Altgolßen von Scheidgen,  Ilka
Das Herrenhaus Altgolßen, im Kreis Dahme-Spreewald gelegen, stellt ein beredtes Dokument großbürgerlicher Wohnkultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar. Der Bau ist an der nobel zurückhaltenden Formensprache frühklassizistischer Architektur der Zeit um 1800 orientiert. Es ist ein aussagekräftiges Beispiel für die Stilwahl im Villen- wie im Herrenhausbau der Zeit um 1905/1915. Bemerkenswert sind die harmonisch in Proportionen und Details aufeinander abgestimmten Gestaltungselemente am Außenbau, die das Gebäude zu einem individuellen Ganzen formen. Dem Herrenhaus und seinem Park kommt neben städtebaulicher, gartenhistorischer, orts- und regionalgeschichtlicher, gartenhistorischer und kultur- und sozialgeschichtlicher Bedeutung insbesondere ein künstlerischer Wert zu. Davon erzählt anschaulich dieser ansprechende farbig illustrierte Band.
Aktualisiert: 2017-08-08
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Sprache ist alles

Sprache ist alles von Scheidgen,  Ilka
Sprache ist alles. Das gilt besonders für das fragilste sprachliche Gebilde: das Gedicht. "Ich schreibe, weil ich keine bessere Form zu schweigen finde" hat die Lyrikerin Ilse Aichinger einmal gesagt. Und Eva Strittmatter: "Die eigentliche Leistung des Dichters ist die Bejahung des Irdischen, seine rücksichtslose Benennung und dennoch schlackenlose Verbrennung zu Sprache und Licht". 23 Lyriker und Lyrikerinnen, alphabetisch geordnet von A bis Z, werden in diesem Band porträtiert. Man kann sich verführen lassen oder aufrütteln durch Sprache oder, wie es der Lyriker Günter Kunert formulierte, "durch das dichterische Wort an das erinnern zu lassen, was wir rettungslos versäumt haben: uns den Traum zu bewahren, der Leben heißt." Dieses Buch ist eine Einladung, sich mit Dichtern und Dichtung zu beschäftigen. Von A bis Z.
Aktualisiert: 2017-06-01
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Hildegard Risch

Hildegard Risch von Scheidgen,  Ilka
Mit der Schmuckkünstlerin Hildegard Risch, 1903 in Halle geboren und 1996, kurz vor Vollendung ihres 93. Geburtstages , gestorben, konnte Ilka Scheidgen intensive Gespräche über einen Zeitraum von knapp drei Jahren bis unmittelbar vor ihrem Tod führen. Mit dieser Publikation liegt erstmals ein Porträt über diese bemerkenswerte Künstlerin vor, das Einblicke in ihr Denken und Schaffen gibt. Hildegard Risch zählt zu den Pionierinnen der Schmuckkunst im 20. Jahrhundert, ausgebildet an der berühmten Kunsthochschule Burg Giebichenstein, die in den zwanziger Jahren ein Pendant zum Bauhaus in Dessau war. Sie hat sie alle gekannt, die berühmten Künstler vom Bauhaus: Klee, Feininger, Kandinski, Schlemmer, Mies van der Rohe. Gemeinsam mit ihrer Freundin Eva Mascher-Elsässer gründete sie in Halle unweit des bekannten Markplatzes ihre erste eigene Werkstatt. Ankäufe von Museen und Ausstellungen zeugen auch heute noch von der Bedeutung dieser Pionierin der Schmuckkunst aus Halle an der Saale. Stilsicherheit, Formgefühl und der Sinn für Schönheit zeichneten die noch im hohen Alter tätige Künstlerin aus.
Aktualisiert: 2017-06-01
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Wie lautlos der Vogel

Wie lautlos der Vogel von Scheidgen,  Ilka
"Anhalten, verweilen/in mich schauen/dann mit/veränderter Blickrichtung/zurückkehren" heißt es in einem Gedicht aus Ilka Scheidgens allerersten Gedichtband "Wenn ein immerwährender Regen auf das Land fällt" (1981), der einen internationalen Lyrikpreis erhielt. Dies könnte auch das Motto für diesen Band sein, der zum Schauen und Verweilen anregen möchte. "Wie lautlos der Vogel" ist ihr zweiter Band mit Bildgedichten. Zu ihrem ersten Band mit Bildgedichten "Dem Unendlichen etwas entleihen" schrieb Georg Magirius: "In jedem Bild finden sich prägnant zusammengestellte Worte, Wortverdichtungen. Die Worte beziehen sich auf Bilder, entfalten sich aus ihnen, könnten ohne sie vermutlich nicht leben. Die Fotos wiederum erweitern sich durch diese Worte. So entsteht ein Dialog." Der Kölner Stadt-Anzeiger lobte die "außergewöhnlichen Bildgedichte", und die Kölnische Rundschau hielt in ihrer Besprechung fest: "Das Lesen ihrer Gedichte gleicht einem Gang durch Leben und Tod, dazu durch die Jahreszeiten und damit einer Suche im Rätsel Leben." Die Dichterin Hilde Domin hob über die Gedichte von Ilka Scheidgen hervor. "Ausgezeichnet die Kürze, mit der Sie auskommen. Einig bin ich mit Ihnen in der Dennoch-Hoffnung." Der Lyriker Peter Rühmkorf meinte zu Scheidgens Gedichten: "Sie sind eine Meisterin der lyrischen Miniatur: lauter kleine gestochene Wahrnehmungen, die dann zielsicher in die Tiefe führen. Es sind auch markante Beispiele, wie man im methodisch eng gehaltenen Rahmen noch Moral wahren kann. Fast möchte ich sagen: leuchten lassen."
Aktualisiert: 2017-06-01
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Von Rimbaud zu Camus

Von Rimbaud zu Camus von Scheidgen,  Ilka
Ilka Scheidgen, Biografin der Dichterin Hilde Domin und der Schriftstellerin Gabriele Wohmann, Verfasserin mehrerer Bücher mit Autorenporträts, stellt in diesem Band "Fünf Autoren des Existentialismus" vor. Ilka Scheidgen gebraucht dabei den Begriff Existentialismus in einem erweiterten Sinne, nicht nur als denjenigen, der die französische philosophische Strömung der Existenzphilosophie meint, zu der Albert Camus gehörte. Dichtung wird hier verstanden als Ausdruck einer existentiellen Notwendigkeit. Arthur Rimbaud mit seiner Aussage "Ich ist ein anderer" wurde zum Vorläufer der modernen Poesie. Angst, Glück, Ekstase und Verzweiflung, Schönheit und Ekel, Hoffnung und Weisheit fließen bei diesen fünf Autoren in ihre Dichtung ein. Sie alle begreifen das Leben als passageren Zustand, dem sie - auch in seiner Absurdität, wie Camus es begreift - mit ihrer Dichtung eine Antwort entgegensetzen. Ilka Scheidgens Biografien, Autorenporträts und literarischen Essays fanden bei Lesern und in der deutschen sowie internationalen Presse ein breites Echo. Zu ihrem Camus-Essay in dem vorliegenden Band schrieb Gabriele Wohmann "Camus! Großartig! Riesen Kompliment und Respekt! Sehr gut geschrieben! (Das meiste wusste ICH nicht)."
Aktualisiert: 2017-07-26
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Das Haus auf der Klippe

Das Haus auf der Klippe von Scheidgen,  Ilka
Ankommen. Ausruhen. Den Alltag vergessen. Die Seele baumeln lassen. Tief unter sich das blaue Meer. Der weite Horizont. Marita und Andreas haben ihr Traumhaus gefunden. Das Haus ist schon von weitem zu sehen. Es steht hoch auf der Klippe einer weitläufigen Bucht. Doch bis es so weit ist, ist noch eine Menge zu tun. Und ganz nebenbei erfahren sie viel über die Bretagne, ihre Menschen und Geheimnisse. "Der Roman nimmt den Leser mit in seine Welt, bringt ihm seine Figuren nahe, ihre Lebenswelt und Wünsche, Gedanken und Tätigkeiten. Mit Leichtigkeit und Souveränität wird die Geschichte erzählt, die nicht zuletzt ein wunderbares Buch über die Bretagne ist". (P.Gropp)
Aktualisiert: 2017-06-01
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Zu Besuch bei Christian Lehnert und Patrick Roth

Zu Besuch bei Christian Lehnert und Patrick Roth von Scheidgen,  Ilka
Christian Lehnert, 1969 in Dresden geboren, wuchs in der DDR-Zeit systemkonform auf. Doch immer mehr fühlte er sich ausgehungert nach einer wahrhaftigen Sprache, die nicht opportunistisch mit zweierlei Zungen redete. So begann für ihn der Weg zum christlichen Glauben, der schließlich zu einem Studium der evangelischen Theologie, Religionswissenschaft und Orientalistik führte. Als Bausoldat auf Prora hatte er traumatische Erfahrungen gemacht, die er verarbeiten musste, in der Sprache mit ersten lyrischen Versuchen und in einem immer tiefer werdenden Glauben. "Religion zielt über die Widersprüche und Zufälligkeiten des Lebens hinaus auf eine fremde Mitte zu, wo jedes Bild, jeder Begriff, jeder Name verstummt". Christian Lehnert war einige Jahre als evangelischer Pfarrer tätig. Danach vier Jahre als Studienleiter an der Evangelischen Akademie in Wittenberg. Seit 2012 ist er Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig. Seine Lyrik wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover, 2016 mit dem Eichendorff-Literaturpreis. Patrick Roth, 1953 in Freiburg im Breisgau geboren, wuchs in Karlsruhe auf. Er studierte in Freiburg Germanistik, Anglistik und Romanistik, in Los Angeles Film und Regie und entschloss sich danach, in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Mitte der achtziger Jahre begann er, sich mit der Tiefenpsychologie von C.G. Jung zu beschäftigen und mit der Bibel. "Mit dieser Erfahrung, die man da macht, wird man sich eines zweiten Zentrums bewusst. Da ist etwas anderes, was anordnet, was einen in gewisser Weise in die Schule schickt." Patrick Roths Bücher , seine berühmt gewordenen "Christus-Trilogie" und der fulminante Roman "Sunrise. Das Buch Joseph" sind nicht nur von den Lesern, und dem Feuilleton als herausragend erkannt worden, sondern auch Bestandteil wissenschaftlicher Forschung verschiedenster Disziplinen. Patrick Roth erhielt viele wichtige Preise, u.a.1998 den Preis der Stiftung Bibel und Kultur der deutschen Bibelgesellschaft, 2003 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2006 den Mainzer Stadtschreiber-Preis. Es erscheint nur folgerichtig, diese beiden Autoren, die sich intensiv mit der Bibel beschäftigt und zutiefst existentielle Erfahrungen in ihren Büchern verarbeitet haben, in einem Band zu porträtieren.
Aktualisiert: 2017-06-01
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Martin Walser – Der weise Mann vom Bodensee

Martin Walser – Der weise Mann vom Bodensee von Scheidgen,  Ilka
Ob Martin Walser diese Charakterisierung gefiele, ein weiser Mann zu sein? Vielleicht. Vielleicht jetzt im Alter. Früher ganz sicher nicht. Denn wer weise ist, schreibt nicht. Jedenfalls keine Literatur. Oder muss zumindest nicht schreiben. So wie Martin Walser. Schreiben wie Atmen. Ein Schreibender ist ein Zweifler, ein Suchender, keiner, der Antworten weiß. Die sucht er höchstens. In jedem Buch neu. Nun mit fast neunzig Jahren hat Martin Walser ein Buch vorgelegt mit dem kapriziösen Titel "Statt etwas oder Der letzte Rank" und nennt es Roman. Und man starrt auf das Weiß im goldenen Rahmen auf dem Umschlag und liest einen Satz wie diesen "Unfassbar sein wie die Wolke, die schwebt". Und weiß, das hier ist so etwas wie die Summe, die Quintessenz all seines bisherigen Schreibens. Das Weiß im Weiß ist das Nichts, ist die Leere, ist Alles, ist Mystik, worüber wir uns bei meinem Besuch am Bodensee vor gut zwanzig Jahren unterhalten haben. In einem "Gespräch, das, wie es ja soll, zu weit ging". Da ist Martin Walser wieder angelangt, will mir scheinen. Unglaublich, wie er auf der Klaviatur aller literarischen Genres spielt. Die er schon immer bravourös beherrschte: die Lyrik und die Erzählung, den Roman und Essay, das Theaterstück und den Aphorismus. Alles ist da. "Statt etwas". Die Hilde Domin Biografin Ilka Scheidgen legt zum 90. Geburtstag von Martin Walser am 24. März 2017 mit diesem Buch ein sehr persönliches Porträt des Schriftstellers vor. Ausgehend von ihrer Begegnung in seinem Haus am Bodensee über Essays, Porträts und Rezensionen seiner Bücher fächert sich ein breites Bild von Leben und Schaffen des 1927 in Wasserburg am Bodensee geborenen Dichters und Dramatikers auf. Seit seinen Anfängen bei der Gruppe 47 gehört Martin Walser zu den profiliertesten deutschen Autoren der Nachkriegsgeneration. Er wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. 1981 mit dem Georg-Büchner- Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis und 1998 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels. 2015 erhielt Walser den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Mit mehr als sechzig Prosawerken und zahlreichen Theaterstücken gehört Martin Walser zu den produktivsten deutschen Schriftstellern. Seit seinem Debütroman "Ehen in Philipsburg" 1957 hat Martin Walser 60 Jahre Literaturgeschichte geschrieben.
Aktualisiert: 2017-03-07
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Zu Besuch bei Hans Bender und Arnold Stadler

Zu Besuch bei Hans Bender und Arnold Stadler von Scheidgen,  Ilka
Hans Bender, 1919 in Mühlhausen im Kraichgau geboren, war legendärer Gründer und Herausgeber der noch heute bedeutendsten deutschen Literaturzeitschrift Akzente und war auch als Herausgeber berühmter Anthologien mit nahezu allen Schriftstellern der Nachkriegszeit eng verbunden. Als solcher hat er die Literatur der Bundesrepublik wie kaum ein zweiter geprägt. Viele junge Talente hat er entdeckt und gefördert. Aber Hans Bender war auch selbst Schriftsteller, Verfasser von Lyrik, Kurzgeschichten und Romanen. Im Alter bevorzugte er die für ihn typischen Ausdrucksformen des Vierzeilers und der Aufzeichnung, in denen er seine stille, hintergründige, von feinem Humor gekennzeichnete Sprache wunderbar zum Ausdruck brachte. Arnold Stadler, wurde im Gründungsjahr der Akzente 1954, in Meßkirch in Baden geboren. Wie viele andere hat auch er seine ersten Veröffentlichungen und danach die Einladung ins Literarische Colloquium Berlin dem unermüdlichen Förderer guter Literatur Hans Bender zu verdanken. Schon im Jahre 1999 mit nur 45 Jahren erhielt Stadler den renommiertesten deutschen Literaturpreis, den Georg Büchner Preis, für seine hintergründige, humorvolle, dem Trotzdemschönen des Lebens verpflichtete hinreißende Prosa zuerkannt. Hans Bender und Arnold Stadler verband eine enge Freundschaft. Ilka Scheidgen war mit Hans Bender 35 Jahre lang befreundet bis zu seinem Tod im Jahre 2015. Mit beiden Schriftstellern konnte Ilka Scheidgen ausführliche Gespräche führen, die sich in diesem Doppelporträtband nachlesen lassen. In den Porträts lassen sich Leben, Werk und Wirken zweier bedeutender Schriftsteller nachvollziehen.
Aktualisiert: 2017-03-06
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