Über die Berliner Luft

Über die Berliner Luft von Luft,  Friedrich, Schoeller,  Wilfried F.
Für seine Kritiken ist der Rundfunk- Solitär Friedrich Luft berühmt, seine Feuilletons warten noch auf die Wiederlektüre: Wir wollen die Schätze aus den Archiven heben. Die Trümmerlandschaft im Berlin der Nachkriegszeit – das war die Umwelt, in der Friedrich Luft unmittelbar nach Kriegsende, zur »Stunde Null«, mit seinem publizistischen Wirken auf allen Kanälen begann, in Tageszeitungen und Rundfunk zugleich. Die empathische Haltung und der ungekünstelte Stil, an die sich Berliner Radiohörer bis heute erinnern, bestimmen gleichfalls die Feuilletonartikel, die Luft zwischen Zweitem Weltkrieg und Wende für etliche Berliner Blätter verfasst hat. Mit seiner Aufmerksamkeit bedenkt der nimmermüde Journalist die Gewohnheiten und Alltagserscheinungen in einer Stadt nach der Katastrophe, im Wiederaufbau und während der Teilung. Sichtbar wird das Leben in einer Stadt im steten Wandel. Ob der plötzliche Wechsel der Firmenfarbe der Post, das Schlangestehen der Käufer und Konsumenten in jeder Lage oder auch das Ansehen der Ruine der Gedächtniskirche im Staub der Schuttberge: In jedem beobachteten Detail wird ein ganzes zeitgeschichtliches Panorama erfahrbar. Über die Berliner Luft versammelt die eindrücklichsten, erst noch zu entdeckenden Feuilleton-Texte von Friedrich Luft, der über die Grenzen seiner Stadt hinaus bis heute für eine Art des Journalismus und der Kritik steht, die in der heutigen Medienlandschaft keine Nachfolger hat.
Aktualisiert: 2018-04-24
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Franz Marc

Franz Marc von Schoeller,  Wilfried F.
Mit Franz Marc zog die moderne Kunst auf Postkarten und Postern in Deutschlands Wohnzimmer ein. Gelbe Rehe, rote Kühe: Vom künstlerischen Aufbruch blieb am Ende die Dekoration. Doch nichts lag Franz Marc ferner, als den Alltag mit dekorativen Bildern zu verschönern. Auf der Suche nach einer neuen, kompromisslosen Kunst brach er mit der Vergangenheit. Wilfried F. Schoeller stellt Marc als Individualisten vor, der in enger Beziehung zu den europäischen Künstlerkollegen seiner Zeit stand, sich aber von keiner Mode vereinnahmen ließ – bestimmt die beste Perspektive, um ihn als radikalen Künstler neu zu entdecken.
Aktualisiert: 2018-04-19
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Das Abseits als belebter Ort

Das Abseits als belebter Ort von Schoeller,  Wilfried F.
20 Essays aus 30 Jahren versammelt der Literaturkritiker Wilfried F. Schoeller in diesem Band. Allesamt beziehen sie sich auf verschollene Gestalten aus dem letzten Jahrhundert und um entlegene Reviere, in denen ihre Werke und ihre Lebensspuren zu finden sind. Porträts und Reportagen, Plädoyers für Bücher und Lobreden auf Schriftsteller, Erkundungen von Schattenfiguren im Literaturbetrieb ergeben den Grundriss eines Ortes, den Verjährte, Flüchtlinge in ihrer eigenen Fremde, Pendler über Grenzen und Liebhaber des Inkognito bevölkern. Das Abseits ist ihr Wunsch- und Zwangsland zugleich.
Aktualisiert: 2018-02-08
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Ernst Jandl: Das Öffnen und Schließen des Mundes. Frankfurter Poetik-Vorlesungen 1984/1985

Ernst Jandl: Das Öffnen und Schließen des Mundes. Frankfurter Poetik-Vorlesungen 1984/1985 von Quenzel,  Rolf, Schoeller,  Wilfried F.
Frankfurter Poetik-Vorlesungen 1984/1985 Erstmals seit der Aufnahme vor 25 Jahren in voller Länge zugänglich Wintersemester 1984/1985: Vor einem begeisterten Publikum hält Ernst Jandl seine Frankfurter Poetik-Vorlesungen. Seit den sechziger Jahren zählte Jandl zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellern experimenteller Lyrik und Theaterstücke, hier nun filmt ihn die Kamera im Hörsaal: beim Sprechen, Pfeifen, Wangenaufplustern, Grimassieren. Wir sehen den Autor mit Rasanz, Ironie, Boshaftigkeit und Lust an Lauten und Tönen seine »visuellen lippengedichte« darbieten, bei geschlossenem Mund seinen »beitrag zur neuen innerlichkeit« zu Gehör bringen oder liebevoll Kurt Schwitters »Kleines Gedicht für große Stotterer« vortragen (»Ein Fischge, Fisch, ein Fefefefefischgerippe / Lag auf der auf, lag auf der Klippe«). Und er verhöhnt – natürlich – die Spießermoral der vermeintlichen Humanisten, indem er ihnen ihre Unmenschlichkeit in »heruntergekommener Sprache« lyrisch verwandelt entgegenschleudert (»ich sein sprachenkunstler, sprachenkunstler / ich dir zitieren einen goethen«). Wir haben Teil an den bis heute wohl heitersten Poetik-Vorlesungen, die Jandl selbst in ein Kunstwerk verwandelt und die - so lautete das begeisterte Urteil so gut wie aller, die dabei waren und damals oder seither darüber gesprochen oder geschrieben haben -: »man einfach gesehen haben muss!« Und zwar im Doppelsinn: einmal mit Betonung auf dem »muss«, ist dies doch die umfassendste, facettenreichste Positionsbestimmung und zugleich auch Werkschau des populärsten deutschsprachigen Avantgardedichters der Nachkriegszeit; zum anderen aber mit Betonung auf »gesehen«, denn wenn es je eine Vorlesung gegeben hat, die so sehr selber Poesie und deren eigentliche Werkform nicht der Text, sondern die Bild-Ton-Wiedergabe ist, dann Jandls »Öffnen und Schließen des Mundes«. »Es bedarf eines hörbaren und sichtbaren Sprechers, und es bedarf eines Publikums. Auf Videoband bekommt jeder es ebenfalls komplett; auf Schallplatte nur noch einen Teil davon; noch viel weniger auf der Buchseite.« Ernst Jandl, Das Öffnen und Schließen des Mundes »um eine vorlesung zu halten / habe ich alles //. vor allem ein thema. zu diesem kam es aus rein organisatorischen gründen. es läßt sich indes aus sich selbst begründen. vor allem als zeichen des fleißes, des mangels an faulsein. ich rieche, rieche - menschenfleiß! ein faulsein / ist nicht lesen kein buch / ist nicht lesen keine zeitung / ist überhaupt nicht kein lesen // ein faulsein ist nicht lernen kein lesen und schreiben / ist nicht lernen kein rechnen / ist überhaupt nicht kein lernen // ein faulsein ist nicht rühren keinen finger / ist nicht tun keinen handgriff / ist überhaupt nicht kein arbeiten // ein faulsein / solang mund geht auf und zu / solang Luft geht aus und ein / ist überhaupt nicht //. Dies - unser motto, unser thema: das öffnen und schließen des mundes.« Ernst Jandl
Aktualisiert: 2017-04-20
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Deutschland vor Ort

Deutschland vor Ort von Schoeller,  Wilfried F.
Was macht Deutschland aus? Wilfried F. Schoeller hat 33 Orte bereist, die einen bestimmten Aspekt Deutschlands repräsentieren: die Drosselgasse in Rüdesheim, die Paulskirche in Frankfurt, Schloss Lichtenstein, der Asperg, Buchenwald, Wandlitz und viele andere. Er beschreibt die Orte in wunderbar anschaulichen Essays und setzt dabei ein Mosaik deutscher Geschichte, Mythen und Erinnerungen zusammen.
Aktualisiert: 2018-01-16
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Jorge Semprún

Jorge Semprún von Oesterhelt,  Renate, Schoeller,  Wilfried F.
Jorge Semprún (1923-2011) gehört zu den herausragenden Schriftstellern, die von den politischen Leidenschaften und der Tragik des 20. Jahrhunderts erzählen. Sein Werk bildet ein einzigartiges Zeugnis über Exil und Fluchten, Verfolgung, Illegalität und Widerstand. Es verbindet diese Erfahrungen mit künstlerischer Gestaltungskraft und einer unaufhörlichen Reflexion über die Arbeit der Erinnerung, die nie enden will. Die Monografie entwickelt die Stadien seines Werks in jener eigentümlichen Verschränkung von politischer und ästhetischer Reflexion, die seine Souveränität ausmacht.
Aktualisiert: 2018-04-04
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Martin Kessel (1901-1990)

Martin Kessel (1901-1990) von Adam,  Franz, Becker,  Sabina, Delabar,  Walter, Hanuschek,  Sven, Japp,  Uwe, Kaiser,  Gerhard, Scherer,  Stefan, Schoeller,  Wilfried F., Stockinger,  Claudia, Wegmann,  Thomas
Der Berliner Autor Martin Kessel ist heute weitgehend vergessen. Dabei hatte er es zu Beginn der 1930er Jahre gewagt, mit dem Angestelltenroman Herrn Brechers Fiasko gegen die zeitgenössischen Großprojekte von Thomas Mann, Alfred Döblin oder Robert Musil anzutreten – und zwar auf fulminante Weise: Mit aphoristischem Sprachwitz und essayistischer Beobachtungsgenauigkeit läßt der Roman die Realität der Angestelltenwelt im geistreich-zynischen Sprechen der Figuren über diese Welt entstehen und gibt dadurch eine kongeniale literarische Antwort auf soziologische Zeitdiagnosen, wie sie etwa Kracauers Artikelserie Die Angestellten (1929) versucht hatte. Doch Kessel ist nicht nur als Autor von Herrn Brechers Fiasko hervorgetreten – immerhin umfaßt seine Werkbiographie beinahe das gesamte 20. Jahrhundert, und er ist für dieses Werk mit den wichtigsten Literaturpreisen wie z.B. dem Georg-Büchner-Preis 1954 ausgezeichnet worden. Der Band gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Facetten von Kessels Autorschaft und über zentrale Aspekte seines Gesamtwerks: über den Philologen Kessel und seine Arbeit Studien zur Novellentechnik Thomas Manns, über Kessels Poetologie und Die epochale Substanz der Dichtung, über Kessels Verhältnis zu Geschichte und Anthropologie, über Autorstrategien im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit, über den Lyriker und Erzähler Kessel im literarhistorischen Kontext, über die Bedeutung der Werbung für Kessels Erzählen, über die Erzählungen während der NS-Zeit und über Kessels Nachkriegsroman Lydia Faude.
Aktualisiert: 2018-04-03
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