Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. Münden

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Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch

Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch von Holbein,  Friedrich, Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a.d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg – Schulpforta – Almerich – Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg – Zur Henne – Luisenhöhe – Groß-Jena – Freiburg – Zscheiplitz – Weischlitz – Laucha – Tröbsdorf – Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen – Carsdorf – Reinsdorf – Vitzenburg – Zingst – Nebra – Groß-Wangen – Memleben – Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein – Roßleben – Wiehe – Hechendorf – Donndorf – Nausitz – Gehofen – Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth – Heygendorf – Mönchspfiffel – Allstedt – Der Hagen – Artern – Reinsdorf – Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen – Oldisleben – Seehausen – Frankenhausen – Barbarossa-Höhle – Die Falkenburg – Rathsfeld – Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg – Die Rothenburg – Tilleda – Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz.Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! – –So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um´s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt.Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)

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Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. 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Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch

Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch von Holbein,  Friedrich, Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a.d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg – Schulpforta – Almerich – Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg – Zur Henne – Luisenhöhe – Groß-Jena – Freiburg – Zscheiplitz – Weischlitz – Laucha – Tröbsdorf – Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen – Carsdorf – Reinsdorf – Vitzenburg – Zingst – Nebra – Groß-Wangen – Memleben – Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein – Roßleben – Wiehe – Hechendorf – Donndorf – Nausitz – Gehofen – Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth – Heygendorf – Mönchspfiffel – Allstedt – Der Hagen – Artern – Reinsdorf – Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen – Oldisleben – Seehausen – Frankenhausen – Barbarossa-Höhle – Die Falkenburg – Rathsfeld – Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg – Die Rothenburg – Tilleda – Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz.Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! – –So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um´s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt.Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)

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Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. Münden

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Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch

Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch von Holbein,  Friedrich, Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a.d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg – Schulpforta – Almerich – Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg – Zur Henne – Luisenhöhe – Groß-Jena – Freiburg – Zscheiplitz – Weischlitz – Laucha – Tröbsdorf – Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen – Carsdorf – Reinsdorf – Vitzenburg – Zingst – Nebra – Groß-Wangen – Memleben – Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein – Roßleben – Wiehe – Hechendorf – Donndorf – Nausitz – Gehofen – Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth – Heygendorf – Mönchspfiffel – Allstedt – Der Hagen – Artern – Reinsdorf – Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen – Oldisleben – Seehausen – Frankenhausen – Barbarossa-Höhle – Die Falkenburg – Rathsfeld – Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg – Die Rothenburg – Tilleda – Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz.Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! – –So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um´s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt.Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)

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Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. 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Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch

Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch von Holbein,  Friedrich, Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a.d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg – Schulpforta – Almerich – Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg – Zur Henne – Luisenhöhe – Groß-Jena – Freiburg – Zscheiplitz – Weischlitz – Laucha – Tröbsdorf – Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen – Carsdorf – Reinsdorf – Vitzenburg – Zingst – Nebra – Groß-Wangen – Memleben – Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein – Roßleben – Wiehe – Hechendorf – Donndorf – Nausitz – Gehofen – Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth – Heygendorf – Mönchspfiffel – Allstedt – Der Hagen – Artern – Reinsdorf – Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen – Oldisleben – Seehausen – Frankenhausen – Barbarossa-Höhle – Die Falkenburg – Rathsfeld – Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg – Die Rothenburg – Tilleda – Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz.Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! – –So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um´s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt.Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)

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Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch

Durch’s Unstruttal 1892. Ein Unstrut Wanderbuch von Holbein,  Friedrich, Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

2. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 398 Seiten, Reprint 1892/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung von Naumburg a.d.Saale bis zum Kyffhäuser. Durchs Unstruttal Inhalt Am Vorabend der Wanderung: Von der Rudelsburg vos Naumburg a. d. Saale Rudelsburg – Schulpforta – Almerich – Naumburg a. d. Saale Erster Wandertag: Von Naumburg bis Burgscheidungen Naumburg – Zur Henne – Luisenhöhe – Groß-Jena – Freiburg – Zscheiplitz – Weischlitz – Laucha – Tröbsdorf – Kirch- und Burgscheidungen Zweiter Wandertag: Von Burgscheidungen bis Wendelstein Burgscheidungen – Carsdorf – Reinsdorf – Vitzenburg – Zingst – Nebra – Groß-Wangen – Memleben – Wendelstein Dritter Wandertag: Vom Wendelstein bis Kalbsrieth Wendelstein – Roßleben – Wiehe – Hechendorf – Donndorf – Nausitz – Gehofen – Kalbsrieth Vierter Wandertag: Von Kalbsrieth bis Heldrungen Kalbsrieth – Heygendorf – Mönchspfiffel – Allstedt – Der Hagen – Artern – Reinsdorf – Heldrungen Fünfter Wandertag: Von Sachsenburg zum Kyffhäuser Die Sachsenburgen – Oldisleben – Seehausen – Frankenhausen – Barbarossa-Höhle – Die Falkenburg – Rathsfeld – Kyffhäuser Im Kyffhäusergebirge Die Numburg – Die Rothenburg – Tilleda – Der Kyffhäuser Vorwort Der kleine Theil des deutschen Vaterlandes, welchen zu beschreiben sich dieses Wanderbuch zur Aufgabe gestellt hat, ist bis heute noch wenig bekannt und noch weniger durchwandert worden. Auch die Bahn, welche seit ein paar Jahren, als der Gruß einer modernen Zeit, durch das romantische Unstrutthal sich ihren Eisenweg gezogen hat, hat doch nur wenig an dieser Weltabgeschiedenheit zu ändern vermocht. Und das ist, wenigstens in den Augen selbstsüchtiger Poeten, noch ein Glück. Denn gerade dieses Abgeschlossensein von allem, was uns draußen nimmer zur Rast und Einkehr kommen lässt, leiht dieser Wanderung ihren tiefen Zauber und lässt die Stunden friedvoll ineinandern klingen. Wen aber eigenes Geschick mit diesem Boden noch enger verknüpfte, der hat an seinem Herzen doppelt die stille Schönheit, die sonnige Poesie dieser Scholle deutscher Erde erfahren. Der Wanderer, welcher zwischen Naumburg und Kyffhäuser auf oder ab zieht, erwarte nicht immer landschaftlichen Reiz hervorragender Art. Streckenweise sind es nur Einzelbilder, welche sein Aug` und Herz erfreuen werden. Wer aber geschichtlich zu empfinden vermag, für den hat fast jeder Schritt längs der Unstrut Werth und Bedeutung. Für den beleben sich diese stillen Wälder und Fluren, Berge und Ruinen; dem rauscht die Unstrut seltsame Sagen und Mären zu, und erfüllt dünkt ihm alles von Gestalten, hehr und farbenprächtig anzuschauen. Denn es ist zum Theil klassischer Boden, über den sein Fuß hinwegschreitet. Blutig und furchtbar schrieb sich hier die Geschichte ein. Das giebt diesem Thale seinen unvergleichlichen poetischen Glanz.Hier erhob sich einst die Burg der stolzen thüringer Könige, auf welcher sich das Schlußdrama in der Geschichte dieses durch Verrath und Blut zu Macht gelangten Geschlechts abspielte. Die Pfalzen in der Güldenen Aue erzählen uns von den alten sächsischen Kaisern, die so manchmal hier ausruhten von Kampf und Sorgen. Auf steilem Ufer ragt noch trutzig das graue Bergschloß der ersten thüringer Landgrafen, deren Heldengestalten die Sage leuchtend verklärt hat. Aus zahlreichen Ruinen, verfallenen Klöstern und verwetterten Denkmalen spricht es zu uns von vergangener Tage Luft und Leib. Alte und neue Zeit lösen sich hier ab; die Muse der Dichtkunst ruft uns manch hellen Namen in die Erinnerung. Und am Endziel der Wanderung grüßt uns des Kyffhäusers waldumrauschte Stätte, zu der das schwergeprüfte deutsche Volk durch Jahrhunderte sehnend blickte! – –So manchmal bin ich die Unstrut auf und ab gezogen: zur Flühlingszeit, wenn im funkelnden Sonnenregen die Erde freudig zu beben schien ob allen Blühens und Singes ringsumher, oder auch an stillen, klaren Herbsttagen, wenn in unerschöpflich reicher Segensfülle Thal und Rebenhügel schimmerten. Und immer ist es mir um´s Herz dabei warm geworden, ob all des innigen Glückes, das ich zu sehen meinte, weil es selbst mich in diesen Stunden heimlich umfangen hielt.Das wünsche ich auch allen Wanderleuten, die nach mir desselben Weges ziehen. Reines Glück empfinden zu dürfen ist das Schönste, was das eng begrenzte Menschenleben in sich schließt.(Walterhausen, am Osterabend 1892. A. Trinius.)

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Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung

Durch’s Werratal 1910 – Ein Wanderbuch von der Quelle bis zur Mündung von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

4. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 282 Seiten, Reprint 1910/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Werra von der Quelle bis zur Mündung. Durchs Werratal Inhaltsverzeichnis: Enleitung Von der Quelle bis Eisfeld Talab bis Meiningen In der Harfenstadt Die Werra abwärts bis Salzungen Durch stilles Land bis Lauchräden Von der Ruine Brandenburg bis zum Heldrastein Über Treffurt bis Wanfried Weine Wallfahrt zum Hülfensberge Über Eschwege nach Sooden-Allendorf Burg Hanstein und Witzenhausen Der letzte Wandertag bis Münden Im Banne des Wesersteines Einleitung -- Meinen Wanderbüchern, welche insbesondere deutsche Flusstäler schildern, wie Mosel, Saale und Unstrut, füge ich hiermit noch ein neues hinzu, das den Lauf der Werra von der Quelle an bis zu ihrer Verbindung mit der Fulda feiern soll. Und wie gern würde ich den Leser und Wanderer weiter führen, bis ihm die dunklen Wogen der Nordsee feierlich entgegenrauschen! Denn Werra und Weser sind ein und dasselbe, und nur die Wirrungen und Verschiebungen der Sprache im Lauf der Jahrhunderte hat dem Thüringer Wald die Ehre geraubt, einen der vier großen Ströme Deutschlands dem ewigen Meere zuzuführen. Aus den gigantischen Felskammern des Walles, der Deutschland von dem sonnigen Italien trennt, bricht der Rhein in wilden Sprüngen hervor. Von den Sudeten rinnen die Quellfäden der Oder, nahe echter Baudenpoesie des Riesengebirges tritt die Elbe zutage. Und die Weser? Das ist das fast tragische an ihr, dass sie dem modernen und geschichtsunkundigen Menschen heimatlos erscheinen muß. Wer kenn ihre Wiege? Sind die nicht immer noch gezählt, die zur Quelle der Weser einmal wandern? Und wenn sie nun droben stehen, umflüstert von den leis wogenden Waldkronen, wenn ihnen das helle, frische Naß aus umgrüntem Fels entgegenspringt: ein anderer Name leuchtet ihnen droben entgegen. Als man vor Jahren daran ging, die Quelle würdig zu fassen, da folgte man nicht geschichtlichem Rechte. Man beugte sich der seit Jahrhunderten gepflegten Überlieferung und entschied sich für den Namen, welcher der Heimat längst zur lieben Gewohnheit geworden war, ihr in Fleisch und Blut überging. Und ich gebe zu, dass heute etwas Fremdes würde in das heimatliche Empfinden getragen worden sein, hätte man in der Quellinschrift den traut gewordenen Namen Werra plötzlich in Weser gewandelt. Nicht umsonst haben Thüringer Dichter immer wieder das Werratal besungen und Schriftsteller den Ruf seiner Schönheit in die Welt getragen! – Doch müde sollen wir darum doch nicht werden, immer wieder mit Wort und Schrift darauf hinzuweisen, dass die Weser dem Thüringer Walde entströmt, eine Tochter unserer grünen Berge ist. Der aufhorchenden Jugend in der Schule müssen wir es künden, dass vielleicht doch noch einmal eine Zeit kommt, die wieder gutmacht, was frühere Jahrhunderte leichtsinnig opferten. Da würde ein Klingen von Berg zu Berg gehen, und noch stolzer würden die Tannen längs des heiligen Höhenpfades des Thüringer Waldes, dem Rennstiege, aufrauschen! –Werra und Fulda tragen heute nach ihrer Vereinigung beim Hann.-Münden den gemeinsamen Namen Weser. Die Werra zeigt nicht nur den kräftigeren Wasserstrom von beiden, auch ihre Länge (269 km) übertrifft die der Fulda. Vom Thüringerwalde bis zur Nordsee hieß sie in grauen Zeiten einst nur die Weser. Die Römer, voran der erste Schilderer Germaniens, Tacitus, sie nennen den Thüringer Fluß „Visurgis“. In einer Schenkungsurkunde Karls des Großen vom Jahre 775 wird der Fluß „Wisera“ genannt. In dieser Urkunde wird dem Kloster Hersfeld der zehnte Theil des königlichen Reichsortes Salzungen überlassen. Die Bezeichnung Wisera kehrt dann in kaiserlichen Urkunden wieder. Spätere Urkunden bezeichnen den Fluß wechselnd mit „Uuisera“, „Uuisora“, „Uuisara“, dann taucht „Wisara“ auf. Die ursprünglichste Schreibweise ist „Wisaraha“ bzw. „Unisaraha“. Das Doppel-u ist nur nach Professor Hertel eine besondere Form für das altdeutsche w, wie sie uns in der für südthüringische Geographie wichtigen Markbeschreibung der Breitunger Kirche vom Jahre 933 aufbewahrt blieb. Im Jahre 1016 taucht dann zum erstenmal das Doppel-r auf. Eine Urkunde Kaiser Heinrichs führt bei Beschreibung des Wildbannes die Form „Wirraha“ auf. Ein deutsch geschriebener Lehnsbrief des Abtes Heinrich von Hersfeld aus dem Jahre 1329 bringt dann zum erstenmal den heutigen Namen Werra. Wirraha und Wisera sind also eines Ursprunges. Werra und Weser sind eins. Auf mitteldeutschem Gebiete war so der Name Werra geprägt und verbliebt fortan. Das behendliche Wesen des Thüringers bezeugte sich auch hier mal wieder. In Niederdeutschland hingegen bewärte sich die festere und seßhaftere Art der Westfalen. Man hielt treu zum alten Worte Wisera. So muß es denn besonders den Thüringer schmerzen, dass eine Teilung des Flusses stattfinden konnte. Von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee nur ein einziger Name! Wird dieser Wunsch ein Traum bleiben? Dem Thüringer Walde würde eine Anziehungskraft mehr und erhöhter Ruhm zuteil werden. Im Herzogtume Sachsen-Meiningen, dem Lande des ehrwürdigen Fürsten, dessen Name in der Kunstwelt noch lange fortleben wird, entspringt die Werra, hoch droben, unweit des uralten Grenzpfades, dem Rennstiege, der Thüringen von Franken trennt. Sie ist der Hauptfluß des Landes, und auch die Bahn, welche von Eisenach nach Lichtenfels streicht, trägt den Namen Werra-Bahn. Zwei Quellfäden speisen die junge Werra: die Saar oder „Trockene Werra“ und die „Nasse Werra“. Letztere, als die längere, ist an ihrer Quelle am Zeupelsberge als die eigentliche Werraquelle monumental gefasst worden. Unvermerkt darf freilich nicht bleiben, dass sowohl unter den Chronisten wie den Anwohnern des Quellegebietes bis vor nicht langer zeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten insofern sich geltend machten, dass man bald diesen, bald jenen Bach als die „Trockene“ bzw. „Nasse“ Werra ansprach. Heute scheint nun eine endgültige Auffassung endlich Platz gegriffen zu haben. Man kennt nur noch eine Werra (deren Quell man fasste“) und eine Saar. Und Saar? Die Annahme liegt sehr nahe, dass dies eben auch nur Werra-Weser heißt. „Wisara“ war die älteste Bezeichnung des Flusses. Die Umwohner an der einen Quelle hielten an der Urform fest, indem sie die Endsilben „sara“ in Saar wandelten, im Mittellaufe formte man sich Werra, während man in Niedersachsen treu Wisara-Weser beibehielt. So stellen Saar, Werra, Weser nur gleichsam Wurzel, Stamm und Krone ein und desselben Baumes dar: als die eigentliche Quelle der Werra-Weser ist für alle Zeiten jetzt die am Zeugelsberge entspringende anzusehen, wie solche auch die Messtischblätter und geologischen Karten anführen. Den Thüringer Wald südwestlich nun niedereilend, tritt dann der Bach in das eigentliche breite Werratal, berührt innerhalb Meiningen die Städte Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Meiningen, Wasungen und Salzungen, streift ein Stück durch den weimarischen Kreis Eisenach, dann durch preußisches Gebiet, grüßt bei Berka und Kreuzburg nochmals weimarisches Land, um sich dann durch Preußen zu winden, die Privinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover durcheilend, und endlich bei Münden, mit der Fulda vereint, als Weser ihre breiten Fluten dem Meere entgegenzuführen.Durch die Jahrhunderte hindurch ist der Fischreichtum der Werra hervorgehoben worden. Selbst aus einer Reihe von Ortsnamen klingt uns diese Eigenschaft entgegen. Doch, eine Fangvorrichtung, mutmaßlich ein Wehr mit Netz, kehrt des öfteren in diesen Namen wieder. So in Vachdorf bei Meiningen, Vacha, Kleinvach bei Allendorf, Vaake (niederdeutsche Form) bei Münden und endlich in Dockerhagen. Höher und weiter aber reicht der Ruhm, den sich das Werratal ob seiner herzgewinnenden Schönheit erwarb. Wälder und Berge begleiten den Lauf des Flusses. Altertümliche Städtlein und grün gebettete Dörfer, Schlösser und Kirchen ragen auf, und aus Ruinen von Burgen und Klöstern weht uns der Flügelschlag der Geschichte, singt und klingt es noch aus den Tagen der Minnezeit. Treten im unteren Werratale die begleitenden Waldberge näher zum Flusse heran, oft eine majestätische Felsndgasse bildend, durch welche das silbrig schimmernde Wasser in schier launenhaften Windungen sich vor Jahrtauschenden gewaltsam einen Weg bahnte, so zeigt sich im allgemeinen das obere Werratal breiter. Saftige Wiesen polstern es aus, an den Ufern reiht sich Siedelung an Siedelung, und die herrlichen Bergzüge des Thüringer Waldes wie die Basaltkuppen der Vorderröhn geben dem Gesamtbilde den Stimmungsvollen Rahmen. Und noch eins wirkt hier mit: der Atemzug der Kunst, der uns hier immer wieder begeisternd anrührt. Poesie und Musik haben diesem Stückchen deutscher Erde unvergängliche Weihe verliehen. Wer hier sinnenden Herzens wandert und weilt, den grüßen Schatten, den umtönen Lieder, die längst Gemeingut unseres Volkes geworden sind. Das macht den unvergleichlichen Zauber des Werratales aus. Die Liebe zu ihm sitzt dem Volke tief im Herzen. Sein Werratal geht ihm über alles. Wenn der Abend niedersinkt, das Rauschen von Fluß und walt sacht hinüber in die nahende Nacht leitet, dann schreiten noch heute die dunkeläugigen Mädchen Arm in Arm durch die Dorfstraßen, mehrstimmig die Lieder zum Preise der Heimat singend, die ihnen Rudolf Baumbach und andere als schönstes Vermächtnis zurückließen. – – – Ortschaften an der Werra: - Sachsenbrunn - Eisfeld - Veilsdorf - Hildburghausen - Reurieth - Grimmelshausen - Themar - Henfstädt - Leutersdorf - Vachdorf - Belrieth - Einhausen - Obermaßfeld-Grimmenthal - Untermaßfeld - Meiningen - Walldorf - Wasungen - Schwallungen - Schmalkalden-Wernshausen - Fambach - Breitungen/Werra - Immelborn (l) und Barchfeld - Bad Salzungen - Leimbach - Tiefenort - Merkers - Dorndorf - Vacha - Philippsthal - Heringen - - Dankmarshausen - Berka - Gerstungen - Herleshausen - Göringen - Wartha - Neuenhorf - Hörschel - Pferdsdorf-Spichra - Creuzburg Ebenau - Mihla - Ebenshausen - Frankenroda - Treffurt - Wanfried - Meinhard - Eschwege -Bad Soden-Allendorf - Wahlhausen - Lindewerra - Witzenhausen - Blickershausen - Hedemünden - Hann. Münden

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Thüringer Wanderbuch 1890 – Band 4 [von 8]

Thüringer Wanderbuch 1890 – Band 4 [von 8] von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

Broschur, 382 Seiten, altdeutsche Schrift, Reprint der 1. Auflage 1890 - J.C.C.Bruns’ Verlag, Minden i.W. durch den Verlag Rockstuhl 2012 Vorwort Der thüringer Heimath und ihren Freunden biete ich hiermit den vierten Band meines Wanderbuches dar. Nicht ohne Dank! Die fast überall gefundene freundliche Anerkennung Dessen, was ich bisher zur Verherrlichung Thüringens mitwirkte, ist ein eifriger Ansporn gewesen, das so umfangreich geplante Werk mit freudiger Kraft fortzusetzen. Der hier und da erhobenen Einwand einer „veralteten Naturschwärmerei“ hat mich weder befremdet noch bestimmt, andere Töne anzuschlagen. Jeder Vogel singt sein eigenes Lied, und wem die Weise nicht behagt, der mag vorübergehen und lächeln. Religion und Vaterlandsliebe erscheinen heute ja auch bereits so Manchem nur noch als veraltete Begriffe, warum da nicht auch die Sprache eines Herzens gegenüber der Natur? Wer mit mir fühlt, der wird mich auch verstehen, daß ich nicht anders schreiben kann, und er wird auch fürderhin Nachsicht mit gewissen Mängeln und Eigenheiten meiner Darstellung üben. In dem vorliegenden Band wird der Leser und Wanderer über das eigentliche zum Theil hiausgeführt, indem ich das Werragebiet bis zur hessischen Grenze und bis zur Vorderrhön mit den Rahmen meiner Darstellung zog. Alle wackeren Wandersleute so hoffe ich, werden mir Dank dafür wissen. Denn gerade dieses Stück Werragebiet nördlich zwischen Eisenach und der alten Hessengrenze gleicht noch in seiner unberührten Schönheit und verschlafenen Einsamkeit einem Dornröschensitz. Architektur und Geschichte, Landschaft und Sagenpoesie klingen hier noch zu einem volltönigen Akkord zusammen. Unberührt vom fieberhaften Verkehr unserer Neuzeit, halb vergessen und in unverdienten Bann gethan, hat sich dieser schöne Erdenwinkel noch den vollen, frischen Zauber anheimelnder Natürlichkeit bewahrt. Dies gilt von dem Werragelände nördlich Eisenach wie längs der Basaltterrassen der Vorderrhön. Wer hier einmal schauend und sinnend zog, kehrt dankbaren Herzens gern zurück. - - - So zieh` hinaus, Wanderbuch, und wirb zu den alten Freunden der thüringer Heimath neue treue an! Waltershausen, im Juli 1890 A. Trinius Inhalt Nazza Treffurt Der Heldrastein Kreuzburg Dorf Hörschel und Neuenhof Ruine Brandenburg Von Lauchröden bis Klausberg: Lauchröden – Unterellen – Oberellen – Klausberg Von Förtha bis Attchenbach: Förtha – Epichnellen – Unkeroda – Wolfsburg – Eckardtshausen – Milmesberg – Attchenbach Möhra Marksuhl Berka an der Werra Frauensee Auf der Brandenburg Vacha Durch`s Oechsenthal zum Bayer Im Rosengrunde: 1. Roßdorf. Das Gefecht bei Roßdorf (4. Juli 1866) 2. Von Roßdorf bis Helmers Auf dem Bleßberge Salzungen Bad Liebenstein Auf der Hohen Kissel Altenstein

Aktualisiert: 2017-04-17
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Thüringer Wanderbuch 1894 – Band 6 [von 8]

Thüringer Wanderbuch 1894 – Band 6 [von 8] von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

Broschur, 330 Seiten, altdeutsche Schrift, Reprint der 1. Auflage 1896 - J.C.C.Bruns’ Verlag, Minden i.W. durch den Verlag Rockstuhl 2012. Inhalt Eine Maienfahrt zum Gabelbache Durch´s Schortethal nach Frauenwald Schmiedefeld Auf dem Stutenhause Suhl Schleusingen Kloster Veßra Hildburghausen: Der Dunkelgraf von Eishausen Die Gleichberge Römhild Ruine Straufhain Veste Heldburg Im Bannkreise der „Fränkischen Krone“: Die Veste Koburg Schloß Rosenau Neuseß, der Musensitz Rüderts Auf dem Kallenberge Kloster Sonnefeld Vorwort Der bisher erschienenen Reihenfolge meines „Thüringer Wanderbuches“ schließe ich hiermit den sechsten Band an. Wer sich mir darinnen zum Weggenossen macht, den geleite ich aus dem Ilmthale quer über den Rennstieg, hier hinab zum deutschen Damaskus Suhl, dort zum einstigen Herrensitze der Henneberger, der malerischen Bertholdsburg, um dann, der Schleuse folgend, das Werrathal zu gewinnen und durch den alten Grabfeldgau hinab zur schimmernden Koburg zu wandern. Im buntfarbigen Spiele ziehen dabei die Bilder wechselnd vorüber: Waldwildnis mit leis rauschenden Quellen und schwankenden Baumkronen, verwaiste Fürstensitze und zerbrochene Klosterpracht. Wir wandeln einsam zwischen dem Riesensteinmal eines unbekannten, verschollenen Wolfes, träumen im Banne verschlafener Burgen und blicken von den Zinnen stolzer Schlösser weit hinaus über das sonnenbeglänzte Land, das zwischen Thüringer Wald, Rhön und den leuchtenden Höhen des Mainthales duftumflossen sich breitet. Manch einsame Stunde Weges ist uns da bescheert. Denn wer durch das stille Gelände des Grabfeldgaues zieht, ist mit sich und den Erinnerungen, die ihn hier umwehen, allein. Dem echten Wanderpoeten wird das aber doppelter Genuß bedeuten. Und dann lockt ihn als das Endziel die Fränkische Krone, der köstliche, weite Garten mit feinen Schlössern und Wäldern, feinen Kapellen, Dörfern und Fluren, durch welche die Flüssen aufblitzend sacht dahingehen; jene lachende Landschaft, wie sie sich in gesegneter und gepriesener Schönheit, so weit das Auge reicht, rings um die thronende Veste Koburg spannt. Das ist dann ein Trunk wie goldflüssiger, edler Wein. – Auch diesem neuen Wanderbuche kann ich nur den Wunsch mit auf den Weg geben, daß es dem Thüringer Lande neue, begeisterte Freunde gewinnen möge, die mit offenen Augen und warmen Herzen sich Dessen freuen, was die thüringer Heimath an Schätzen und Schönheit birgt. Waltershausen, im März 1896

Aktualisiert: 2017-04-17
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Thüringer Wanderbuch 1889- Band 3 (von 8)

Thüringer Wanderbuch 1889- Band 3 (von 8) von Rocktuhl,  Harald, Trinius,  August

Broschur, 386 Seiten, altdeutsche Schrift, Reprint der 1. Auflage 1889 - J.C.C.Bruns’ Verlag, Minden i.W. durch den Verlag Rockstuhl 2012. Vorwort Den Freunden Thüringens biete ich hiermit ein neues Wanderbuch, das sich als dritter Band soll dem geplanten Werke über diese schöne Heimath einreihen. Auch diesmal will das Buch weniger Führer, denn treuer Weggenoß sein, die fröhlichen Mühen frischer Bergwanderung zu theilen und beim Rasten bescheidentlich von diesem oder jenen Geschauten oder Gelesenen zu berichten. Ueber die Höhen und durch die Schluchten zwischen Inselberg und Eisenach führt der Weg, aber auch in die Qualm dampfender Schlote überschleierten Dörfer diesseits und jenseits des alten Rennstiegs geht`s hinab, die Arbeit bei Hammerschlag und Funkensprühen, Webstuhl und Drehbank aufzusuchen und bereits halbverklingenden Sagen noch einmal wehmüthig zu lauschen. Es ist der gefeiertste Theil des Thüringer Waldes, den wir durchwandern wollen, der in der siegreich leuchtenden Wartburg seine Krönung empfing. Hier steigt am malerischsten und in den bewegtesten Formen das Gebirge auf; in königlicher Pracht wölben sich hier rauschend die Buchen. Inhalt Der Inselberg Der ungeheure Grund: Ungeheure Grund – Uebelberg – Hexenbank – Aschenberg – Glückhahnsprung – Falkenstein – Triefstein – Simmetsstein – Tanzbuche Tabarz und Cabarz Im Laucha-Grunde: Laucha-Grund – Thorstein – Felsenthal – Strenge Wiese Zwischen Laucha und Inselwasser: Großer Weißenberg – Grenzwiese – Großer Jagdberg – Althal Brotterode Klein-Schmalkalden: Mommelstein – Klein-Schmalkalden – Zum Heuberg aufwärts Der Mühlbach-Grund: Im Mühlbach-Grund – Datenberg – Leuchtenburg – Stolzenburg – Hübel – Windlöcher Im Sembachthale: Sembachthal – Kilianstein – Treppenstein – Kreuzwiese – Fischbach – Hopfenberg Winterstein Schwarzhausen: Das untere Thal der Emse – Sondra – Das Laucha`sche Holz – Deubach – Deuberg – Schwarzhausen Von Winterstein bis Steinach: Wintersteiner Grund – Drehberg – Kleiner und Großer Weißenberg – Kroaten-Grund – Dreiherrenstein – Hirschbalz – Steinbacher Grund Steinbach Zwischen Steinbach und Gerberstein: Lutherbuche – Walper (Wallfahrt) – Glöckner – Gerberstein Zwischen Winterstein und Ruhla: Meisenstein – Königshäuschen – Breitenberg – Tolljungferstein – Gömichenstein – Emiliensruhe Auf dem Wartberge Seebach: Der Wunderdoktor Johannes Dicel Zwischen Wutha und Thal: Wutha – Farnroda – Kittelsthal – Der Wittgenstein Thal Kloster Weißenborn und Heiligenstein Ruhla Von Ruhla zum Wachstein: Engestieg – Bärenhaide – Thüringer Braat – Zollstock – Wachstein – Hangstein – Mosbach Wilhelmsthal Hohe Sonne: Hohe Sonne – Hochwaldsgrotte – Hirschstein – Drachenschlucht – Annathal Drachenstein und Umgebung: Landgrafenschlucht – Drachenstein – Zimmerburg – Johannisthal Das Marienthal: Marienthal – Elisabethenruh – Elisabethenbrunnen – Sängerweg – Verfluchtes Jungfernloch – Königstein – Karthausgarten – Villa Reuter Westlich vom Marienthale: Knöpfelseiche – Wilde Sau – Kanapee – Teufelskanzel – Eli`s Höhle – Mönch und Nonne – Metilenstein Die Wartburg

Aktualisiert: 2017-04-17
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Thüringer Wanderbuch 1888 – Band 2 (von 8)

Thüringer Wanderbuch 1888 – Band 2 (von 8) von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

von August Trinius mit 436 Seiten, Paperback Vorwort Dem ersten Bande meines Thüringer Wanderbuches füge ich hiermit einen neuen zu. Auch dieser will nur ein fahrender Geselle sein, der das Leben liebt mit seinen Freuden und Sorgen, seinen Liedern und Sonnenblicken, der wanderlustig durch Thäler und Wälder hellen Auges streift, hier rastend in traulicher Schenke, dort alten Mären und Sagen nachspürend oder sinnend die vergilbten Chroniken ehrwürdiger Stätten durchblätternd. Möchte auch diesem Buche der Name des Fürsten, den es in seinem Banner führt, zum guten Geleitswort allüberall auf seinen Wanderungen werden! Ein längst genährter Wunsch, die heitere Anmuth des Thüringer Landes auch weiteren Kreisen zu erschließen, ließ mich dieses Werk beginnen. Wenn ich mich nun in meinem ersten Bande in einen Gegensatz zu gewissen thüringischen Vereinsbestrebungen stellte, trotzdem diese demselben Boden der Heimathsliebe entsprossen und gleiche Ziele wie ich anzubahnen scheinen, so waren es allein die Mittel und Wege derselben, welche Widerspruch und Bedauern in mir weckten. Fieberhaft ist ja der Pulsschlag unserer Zeit. Mit fliegendem Athem erledigt sie gleichmäßig Arbeit wie Vergnügen. Bis in die entlegensten Theile der Erde strecken bereits Kultur und Verkehr tastend ihre Fühlhörner aus und rettungslos geht die langgehütete Romantik auch des einsamsten grünen Erdenwinkels ihrem Untergange entgegen. Unaufhaltsam wird sich dieser Wandel vollziehen. Um so wichtiger aber ziemt es dem Naturfreund, ihn noch zu beschleunigen. Wer die Natur gleichsam unter Kuratel stellt, ihren geheimsten Reizen rücksichtslos auf Schritt und Tritt seinen Vereinsstempel aufdrückt, der ist auf dem besten Wege, selbst zuerst die Hand zu ihrer Vernichtung anzulegen. Vielleicht wird eine spätere Zeit mir Recht geben und erkennen, daß nur die herzlichste Liebe zur Heimath mir die Feder führte. – Es ist wieder einmal Mai. Auf den Straßen singen die Kinder und in den ihre ersten grünen Blätter vorsichtig entfaltenden Zweigen der Platanen lärmen die Spatzen voll behaglichem Uebermetuhe. Ueberall keimt`s und knospet`s. Warm geht die Luft. Ein süßes Drängen und schwermuthsvolles Ahnen durchschauert die Erde. Natur und Menschen begehen nach langem Winterschlafe dankbewegt die Frühlingsfeier. Möchte es auch dir, schlichtes Wanderbuch, beschieden sein, überall, wo du Einkehr hältst, einen Hauch von Frühlingsluft und stillem Menschenglücke zu verbreiten! Berlin, im Mai 1888. A. Trinius. Inhalt Der Hörselberg Friedrichswerth Schloß Friedenstein: Der Friedenstein einst und jetzt. – Die Grumbach`schen Händel Molsdorf Ichtershausen Im Tambuch Ohrdruf Nauendorf: Fr. Jacob Müller, ein Dichter aus dem Volke Georgenthal Dietharz: Apfelstedter Grund – Dietharz – Schmalwasser Grund – Waldenfels – Drachenburg – Falkenstein Tambach: Vierpfennigshaus (Neues Haus) – Finsterbergen – Spitter Grund – Spitterfall – Spießberg Der Kandelaber: Katterfeld – Altenbergen – Engelsbach – Der Kandelaber Schnepfenthal Reinhardsbrunn Friedrichroda: Friedrichroda – Gasthof zu Reinhardsbrunn – Büchig – Marienglashöhle – Abtsberg – Schorn – Körnberg – Gottlob – Kesselgraben – Kühle Thal – Heuberg Die Schauenburg Waltershausen

Aktualisiert: 2017-04-17
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Geschichte des Krieges gegen Frankreich 1870/71. 2. Teil (von 2)

Geschichte des Krieges gegen Frankreich 1870/71. 2. Teil (von 2) von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

Autor: August Trinius, 654 Seiten mit 57 Abbildungen, darunter 52 Zeichnungen und 5 Karten. Festeinband, Reprint (Altdeutsche Schrift). Deutsch - Französische Krieg 1870/71. Geschichte der Einigungskriege 1864. 1866. 1870/71. (Band 4 von 4) Inhalt 1. Unsere deutsche marine während des Feldzuges 1870-71. – Die französische Flotte läuft schon vor der Kriegserklärung aus Cherbourg gegen den Feind aus. – Wie das kleine deutsche Geschwader den Jade-Busen erreichte. – eine Kriegslist des „Arminius“. – Vergebliches Hoffen auf einen Angriff seitens der französischen Seeübermacht. – Eine deutsche Antwort auf französische Raubgelüste. – Die französische Ost- und Nordsee-Flotte kehrt nach Frankreich zurück. – Kleine Seegefechte in der Ostsee. – Kecke Seemannsstückchen unserer Korvette „Augusta“. – Die Socialdemokratie wird mundtot gemacht. – Johann Jacoby wird durch Vogel v. Falckenstein nach der Festung Lötzen gebracht. 2. Geschichte, Lage und Befestigung von Toul. – Unser erster Versuch am 14. August, Toul zur Übergabe zu bewegen. – Die Besatzung von Toul schießt auf unsere Parlamentäre. – Unser kühner Handstreich am 16. August, Toul zu nehmen, scheitert ebenfalls. – Verschiedene Wechsel in dem Cernierungskorps vor Toul. – die Beschießung der Festung am 23. August vom Mont St. Michel aus. – Die 17. Mecklenburgisch-hanseatische Division nimmt unter dem Großherzg von Mecklenburg-Schwerin die Belagerung von Toul wieder auf. – Das Bombardement vom 23. September. – Toul kapituliert. – Schilderung eines Teilnehmers über den Einzug in Festung und Stadt Toul. 3. Die badische Division wendet sich bei Wörth über Hagenau aus Straßburg. – Proklamation des Generals v. Beyer an die Bewohner des Elsaß. – Zwei preußische Divisionen treffen noch vor Straßburg ein. – General v. Werder übernimmt den Oberbefehl. – Straßburgs Lage und Befestigung. – General Uhrich und die Besatzung von Straßburg. – Verwirrung bei dem Annähern deutscher Truppen. – General Uhrichs Erlaß an die Bevölkerung von Straßburg. – Die erste Beschießung am 15. August. – Die zweite Beschießung am 18. August. – Das furchtbare Bombardement vom 24. August. – Was Straßburg und die gebildete Welt in diesen Tagen verlor. – Straßburg nach dem Bombardement. – Aushebung von vier Parallelen. – Hüben und drüben entspinnt sich ein erbitterter Artilleriekampf mit schweren Mörsern. – Beginn des Beschießens. – Lünette 53 und 52 wird gestürmt. – Bericht eines Teilnehmers am Sturm. 4. Unser Vorgehen gegen die Bastionen 11 und 12. – Was wir an Kugeln und Wurfgeschossen gegen Straßburg schleuderten. – Friedrich Gerstäcker in den Parallelen vor Straßburg am Tage der Kapitulation. – Eindruck auf die deutschen Krieger, Als Straßburg kapitulierte. – Straßburg am 27. September 1870. – Kapitulations-Bedingungen. – Die französische Besatzung verläßt Straßburg. – Unsere Truppen besetzen Straßburg. – Der Einzug des Generals v. Werder. – „Lieb` Vaterland, kannst ruhig sein!“ – Wie Straßburg die deutschen Krieger empfing. – General-Lieutenant v. Ollech wird zum Gouverneur von Straßburg ernannt. – Graf Bismarck-Bohlen empfängt die Behörden von Straßburg. – Aus der Verteidigungsschrift des Generals Uhrich. – Straßburg ist wieder eine deutsche Stadt. 5. Ein Bild der Stadt Metz. – Stellungen unserer Korps bei Metz in den ersten Tagen der Cernierung. – Deutsche Observationsposten im Kreise von Metz. – Ein landschaftliches Rundbild um Metz. – Zusammensetzung der bei Metz eingeschlossenen Rhein-Armee und Stellung derselben. – Die Tage vor der Schlacht bei Noisseville. – Einbringung 6. Dispositionen des Marschall Bazaine für einen Durchbrechungsversuch. – Mac Mahon entsendet einen Spion nach Metz. – General von Manteuffell meldet die Bewegungen des Feindes. – Bazaines Plan für eine Eroberung des Plateaus von St. Barbe. – Zusammensetzung der Division Kummer. – Diesseitige Besetzung des rechten Moselufers am 31. August. – Der Feind besetzt Nouilly und die Brasserie. – Der Kampf um St. Poix und Servigny. – Forstsetzung der Schlacht am 1. September. – Der Feind wird auf allen Punkten geworfen und flüchtet nach Metz. – Bazaines Meldung von der verlorenen Schlacht. – Verluste hüben und drüben. – Stimmung in Metz nach dem vereitelten Durchbrechungsversuch. – Luftballons als Verkehrsmittel. 7. Leiden und Strapazen unserer Truppen vor Metz. – Prinz Friedrich Karl verlegt sein Hauptquartier nach Corny. – Bazaine fährt fort, uns durch kleinere Gefechte zu beunruhigen. – Ladenchamps, Colombey, Crépy, Peltre und Merch le Haut werden vom Feinde überfallen und geplündert. – Bericht eines Teilnehmers über den Raubzug gegen Peltre. – Bourbaki begiebt sich in geheimer Mission zur Kaiserin Eugenie. – Der Kampf bei Bellevue am 7. Oktober. – Schilderung eines augenzeugen über den letzten Ausfall Bazaines. – Beiderseitige Verluste am 7. Oktober. – Ein Lob unserer Landwehr. – General Boyer versucht umsonst, günstige Bedingungen für die Rhein-Armee zu vermitteln. – Metz empört sich gegen Bazaine. – Elend und Hunger steigert sich in Metz. – Changarniers erste Verhandlung wegen der Übergabe. – Die Kapitulationsverhandlungen im Schlosse Frescaty. – Die Kapitulationsverhandlungen für die Rhein-Armee. – Was mit dem Falle Metz in unsere Hände kam. – Auszug der Rhein-Armee aus Metz. – Transport der Gefangenen nach Deutschland. – Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich Karl werden zu General-Feldmarschällen ernannte, Moltke in den Grafenstand erhoben. – Armeebefehl König Wilhelms. 8. Vormarsch der Sieger von Sedan auf Paris. – Das Große Hauptquartier auf dem Wege nach Paris. – Rheims wird von den Unsrigen besetzt. – König Wilhelm hält in Rheims Einzug und besucht das Lager von Châlons. – Schilderungen aus der Umgebung der Hauptstadt. – Der Vormarsch der III. Armee und ihres Hauptquartiers. – Kronprinz Friedrich Wilhelm in Rheims. – Über die Kathedrale von Rheims. – Die „Deutsche Invaliden-Stiftung“ wird begründet. – Öde und Verlassenheit rings um Paris. – Der Vormarsch der IV. Armee und ihres Hauptquartiers. – Die Vorgänge in Laon. – Stellungen unserer Truppen am 18. September abends rings um Paris. 9. Die ersten Wochen in Paris nach der Katastrophe von Sedan. – Gambettas Rundschreiben an die Präfekten Frankreichs. – Die Antwort der „roten“ Partei darauf. – Victor Hugos zweites Manifest. – Wie Paris sich verproviantiert. – Das Bois de Boulogne wird vernichtet. – Die Verteidigungskräfte der französischen Hauptstadt. – Der Sitz der Regierung wird nach Tours verlegt. – Paris in den ersten Tagen der Belagerung. – Paris am Abend des 19. September. – Jules Favre begiebt sich zum Grafen Bismarck in das Große Hauptquartier. – Berichte von Jules Favre wie des Grafen Bismarck über die Verhandlungen in Haute Maison und Ferrières. – Thiers unternimmt eine Rundreise durch Europa, Schutz für Frankreich bei den europäischen Großmächten zu suchen. 10. Marschordres unserer III. und IV. Armee für den 19. September. – Die Gefechte von Valenton und Bonneuil am 17. September. – Das Gefecht bei Petit Bicêtre. – Das Gefecht bei Plessis-Piqnet und die Wegnahme der Schanze von Châtillon. - Ein Lorbeerblatt dem II. bayerischen Korps und seinem Führer General v. Hartmann. – Die völlige Einschließung von Paris ist mit den Erfolgen des 19. Septembers bewerkstelligt. – Die Befestigungen der französischen Hauptstadt. – Das preußische Generalstabswerk über die Lage und Befestigung von Paris. – Stellung unserer Truppen rings um Paris. 11. In und um Paris bis zum Ausfall bei Chevilly den 30. September. – Stellung und Stärke des XII. und XIV. französischen Korps. – Verstärkung der Schutzmittel hüben und drüben. – Mangel an Lebensmitteln droht den Einschließungsarmeen. – Unsere Maßnahmen, den Verkehr und das Nachrichtenwesen unter einander zu heben. – Vinoys Vorschlag eines kecken Handstreichs wird von Trochu in einen ernsten Angriff umgewandelt. – Dispositon für den 30. September. – Das Gefecht bei Chevilly. – Französischer und deutscher Bericht darüber. – Unsere Verluste am 30. September. – Das Korps Vinoy flüchtet in aufgelösten Scharen hinter die Forts von Paris. 12. General Trochu erteilt dem General Vinoy den Befehl, einen größeren Rekognoszierungsangriff nach Süden hin zu unternehmen. – Stellung der Bayern am 13. Oktober. – Das Gefecht bei Bagneux und Châtillon. – Bericht des Generals Vinoy über den Verlauf des Gefechtes. – Verluste hüben und drüben. – Die französischen Generale planen einen ernsten Durchbrechungsversuch nach Norden hin. – Der Brand des Schlosses von St. Cloud. – Das Gefecht bei Malmaison am 21. Oktober. – Beiderseitige Verluste am 21. Oktober. – Französischer Bericht über das Gefecht bei Malmaison. – Kriegsgerechte Erschießung zweier Bauern aus Malmaison. 13. Versailles bis Ende Oktober. – Das Hauptquartier des Kronprinzen von Preußen trifft in Versailles ein. – Das Schloß in Versailles ist zum Hospitale umgewandelt worden. – Kronprinz Friedrich Wilhelm verteilt an die Offiziere eiserne Kreuze. – Einzug König Wilhelms in Versailles. – Eine interessante Begegnung zwischen Graf Bismarck und William Russell, dem berühmten Berichterstatter der „Times“. – Ein Brief Ludwig Pietsch an die „Gartenlaube“ über die Tage in Versailles während der Belagerung. 14. Im Norden von Paris. – Stellungen der IV. (Maas-) Armee. – Befehle preußischer Feldgeistlichen über Gottesdienste und Festfeiern im Feindeslande. – Die Vorpostengefechte um den Besitz von Pierrefitte vom 19. Und 26. September. – Kesseltreiben auf Franktireurs. – Tagebuchblätter eines Offiziers aus dem idyllischen Lagerleben des IV. Korps. – Typhus und Ruhr beginnen ihren unheimlichen Umzug durch die deutschen Armeen. – Beschreibung eines deutschen Feldlazarettes nördlich von Paris. – Wie sich die preußischen Garden vor Paris ihre Quartiere einrichteten. 15. Le Bourget, seine Lage und Besatzung. – General Bellemare verjagt am 28. Oktober unsere Vorposten und besetzt Le Bourget. – Französischer Bericht über die erste Überrumpelung von Le Bourget. – Der Kronprinz von Sachsen befiehlt die Stürmung von Le Bourget. – General v. Budritzki rückt mit 3 Kolonnen gegen Le Bourget vor und stürmt mit fliegender Fahne die nördliche Barrikade. – Französischer Bericht über den Kampf innerhalb des Dorfes. – Das Vorgehen unserer beiden Seitenkolonnen. – Der Tod mäht reihenweise in der Dorfstraße. – Der Schlußkampf um Le Bourget nach dem Tagebuch eines französischen Arztes. – Unsere Verluste und Gewinne. – Graf Waldersee fällt als Opfer eines Verbrechens. – Über die Stunden nach dem blutigen Ringen um Le Bourget. 16. Niedergeschlagenheit in Paris nach der Niederlage von Le Bourget. – Thiers begiebt sich wegen Waffenstillstandsverhandlungen nach Paris. – Bismarcks Rundschreiben bezüglich seiner Verhandlungen mit Thiers. – Die rote Revolution erhebt ihr freches Haupt wieder und versucht die bisherige Regierung zu stürzen. – Der Putsch vom 31. Oktober nach den Schilderungen Labouchères in „Daily News“. – Ein Armeebefehl des Generals Vinoy. – Die Neu-Organisation der Verteidigungskräfte von Paris. – Der „Plan“ Trochus. – Thiers` vereitelte Mission in Versailles wird beknannt. – Stimmung in Paris anfangs November. 17. „Le plan de Trochu.“ – Die würtembergische Feld-Division und ihr Führer General-Lieutenant v. Obernitz. – Das Terrain innerhalb der Marne-Schleife und seine Besetzung deutscherseits. – Trochu läßt den Mont Avron armieren. – Die Generalordre Trochus für den 30. November. – Disposition des Generals Ducrot für den Angriff der Schlacht. – Bry und Chamoigny wird uns entrissen. – Die Korps Renault und Blanchard stürmen vergeblich gegen Vielliers und Coeilly. – General Renault fällt am Eisenbahndamm. – Das Korps d`xea versucht Villiers zu stürmen. – Ein französischer Bericht über diesen letzten Sturm. – Das Ende des Kampfes um Villiers. – Verluste hüben und drüben. 18. Die Scheinangriffe der Franzosen vom 29. Bis 30. November rings um Paris. – Das Gefecht bei L´Hay. – Das Gefecht am Mont Mesly. – Das Gefecht bei Choisy le Roi. – Das Gefecht am Bièvre-Bach. – Das Gefecht zwischen St. Cloud und Malmaison. – ‚Das Gefecht bei Epinay. – Das Gefecht auf der Linie Le Bourget-Drancy. – Das Gefecht auf der Linie Sevran-Clichy-Chelles. – Tours schwelgt in Siegesfreuden. – Am 1. Dezember. – Der zweite Schlachttag von Villiers am 2. Dezember. – Der Kampf um Bry und Champigny. – Blutiges Ringen im Zentrum. – Beiderseitige Verluste am 2. Dezember. 19. Im Dezember vor Paris bis zum Gefecht bei Le Bourget am 21. Dezember. – König Wilhelm befiehlt den Mont Avron vom Feinde zu säubern. – Diesseitige Vorbereitungen gegen erneute feindliche Ausfälle. – Die kleinen Ausfallgefechte am 21. Dezember. – Das Gefecht bei Le Bourget. – Verluste hüben und drüben. – Unsere Beschießung des Mont Avron. – Der Feind räumt die Höhe des Mont Avron. – Diesseitige Vorbereitungen zu einem Bombardement südlich von Paris. – Weihnachtsfeier vor Paris. 20. Die Lage und Befestigung von Soissons. – Die Belagerung und Kapitulation von Soiffons. – Die Bildung und der Vormarsch der 4. Landwehr-Division. – Die Belagerung und Kapitulation von Schlettstadt und Neu-Breisach. – Verdun kapituliert. – Die Belagerungen und Kapitulationen von Thionville (Diedenhofen), La Fère, Pfalzburg, Montmédy und Mèziéres. 21. Armee-Neubildungen nach der Kapitulation von Metz. – Neubildungen von französischen Korps nach dem Sturze des Kaiserreichs. – Die Armee-Abteilung des Generals v. d. Tann und deren Vordringen gegen die Loire. – Das Gefecht bei Artenay. – General v. d. Tann beschließt die Einnahme von Orléans. – Dispositionen für den 11. Oktober. – Die Einnahme von Orléans. – Unruhige Wochen in Orléans. – General v. d. Tann lehnt jede weitere Operation südlich über Orléans hinaus ab. – Das Gefecht bei Chateaudun. – Das Anrücken der Loire-Armee. – Der Kampf um Coulmiers. – Orléans wir aufgegebene. – Beiderseitige Verluste bei Coulmiers. 22. Neu-Bildung einer „Armee-Abteilung“ unter dem Großherzog von Mecklenburg. – Der Vormarsch der II. Armee von Metz bis Troyes. – Stellung unserer Truppen nördlich Orléans am 27. November. – Das Gefecht bei Beaune la Rolande. – Die 5. Division giebt den Ausschlag. – Das Gefecht bei Villepoin am 1. Dezember. – Das Doppelgefecht bei Loigny und Pourpry am 2. Dezember. – Verluste hüben und drüben bei Loigny-Porpry. – Aus dem „Tagebuche des Kommandeuers der 22. Division, General v. Wittich. 23. Der Vormarsch unserer Armee gegen Orléans am 3. Dezember. – Die Gefechte bei Artneay und Chevilly. – Das Eingreifen der 17. Und 22. Division. – Die Gefechte am 4. Dezember. – Das IX. Korps nimmt unter Führung des Generals v. Manstein Cercottes im Sturme. – La Borde und La Touche werden dem Feinde entrissen. – Der Vormarsch des I. bayerischen Korps. – Die 17. Division zwingt Orléans zur Kapitulation. – Der Einzug in Orléans. – Unsere Verluste während des 3. Und 4. Dezembers. – Ruhetage in Orléans. 24. Die französische Loire-Armee teilt sich in eine I. (Bourbaki) und II. (Chanzy) Armee. – Rücktritt des Oberkommandeurs, General Aurelle de Paladines. – Diesseitige Dispositionen für die nächsten Tage. – Das Gefecht bei Meung. – Das Defièe der Loire und dem Walde von Manchenoir. – Die dreitägige Schlacht bei Beaugency-Cravant. – Unsere Gefechte und Erfolge am 8. Dezember. – Diesseitige Behauptung der eroberten Linie Beaugency-Cravant am 10. Dezember. – Die II. französische Loire-Armee flüchtet sich nach Vendôme. – Unser Verluste am 8.- 9. Und 10. Dezember. 25. Das I,. Bayerische Korps, v. d. Tann, scheidet aus der „Armee-Abteilung“ aus und begiebt sich über Orléans nach Paris. – Unser Vormarsch auf Bendôme-Chateaudun. – Gefechte bei Morée und Fréteval. –Die Loir wird erreicht. – Unsere Einschüchterung von Tours. – Rückkehr unserer Truppen nach Orléans. – Wiederaufnahme der Operationen gegen die II. loire-Armee. – Die „Armee-Abteilung“ wir der II. Armee einverleibt. – Beginn der vier Marschtage auf Le Mans. – Das Doppelgefecht bei Azay und Mazagne. – Die Gefechte des 7. Januars längs des Braye-Baches. – Der 8. Januar. – Das Gefecht bei Chagheines und bei Ardenay am 9. Januar. 26. Ein Wort über die Strapazen unserer Truppen anfangs Januar. – Der erste Schlachttag bei Le Mans. – Kämpfe des II. Korps bei Parigné, Champagne und Changé. – Die Vorgänge an unserem rechten Flügel, XIII. Korps. – Das Vorgehen der 17. Division bis Pont de Gènes. – Die 22. Division nimmt Château Couleon und Le Chêne. – Der 2. Schlachttag bei Le Mans. – Das III. Korps gewinnt die Linie Le Tertre-Noyers Château-Le Arches. – Das Vorgehen des IX. Korps im Zentrum. – Das Vorgehen unseres linken und rechte4n Flügels, X. und XIII. Korps. 27. Der dritte Schlachttag von Le Mans. – Vorgänge bei den französischen Korps. – Unser III. Korps verteidigt die Linie Noyers Château bis Le Tertre. – Das X. Korps besetzt Pontlieu und Le Mans. – Das XIII. Korps überschreitet die Linie Montfort-Lombron, ficht bei St. Corneille und La Croix und besetzt die Straße Bonnetable-Le Mans. – In Le Mans! – Unsere Erfolge und Verluste. – Demoralisierung der II. Loire-Armee. – Armeebefehl des Generals Chanzy. – Unsere Detachements verfolgen den Feind bis Laval. – Veränderungen in der II. Armee am 21. Januar 1871. 28. Bildung des XXII. Französischen Korps. – Der Vormarsch unserer I. Armee von Metz nach Amiens. – Die „erste Schlacht bei Amiens“ am 27. November 1870. – Die Nordarmee sucht das Weite. – Die Kapitulation der Citadelle von Amiens. – Unser Vormarsch auf Rouen. – Rouen wird besetzt. – Fünf größere deutsche Detachements säubern das Land jenseits Rouen bis zum Meere. – General Faidherbe übernimmt das Oberkommando über die verstärkte Nordarmee. – Überrumpelung von Ham. – Die „Zweite Schlacht von Amiens“ am 23. Dezember. – Verlust hüben und drüben. – Die Nordarmee zieht sich zurück. 29. Einleitung der Belagerung von Péronne. Unsere I. Armee konzentriert sich bei Bapuame. – Der erste Schlachttag von Bapaume, 2. Januar 1871. – Der zweite Schlachttag, 3. Januar. – Verluste hüben und drüben an beiden Schlachttage. – Die Festung Péronne kapituliert. – General v. Goeben übernimmt an Stelle des Generals v. Manteuffel die Führung unserer I. Armee. – Die Schlacht bei St. Quentin am 19. Februar. – Die Gefechte an unserem linken und rechten Flügel. – Das allgemeine Vorrücken längs der Gesamtlinie. – St. Quentin wird gestürmt. – Beiderseitige Verluste am 19. Januar. - Der Rückzug der französischen Nordarmee. 30. Bildung eines XIV. Korps. – Der Aufbruch des XIV. Korps von Straßburg. – Das Gefecht bei Etival. – Das XIV. Korps wendet sich nach Süden. – Das Gefecht bei Dijon am 30. Oktober. – Dijon kapituliert. – Garibaldi bietet seine Dienste Frankreich an und wird abgewiesen. – Bordones Verwendung für Garibaldi. – Garibaldi verläßt Caprera und landet in Marseille. – Seine Aufnahme in Tours. – Garibaldi empfängt den Oberbefehl über die Vogesen-Armee. – Garibaldi begiebt sich von Dôle nach Autun. – Der Überfall von Châtillon sur Seine. – Frankreich feiert Siegesfeste. – Das Schreiben Ricciottis an Prinz Friedrich Karl. 31. Garibaldi bricht mit seiner Vogesen-Armee von Autun auf. – Der nächtliche Überfall von Dijon scheitert. – Das Gefecht von Prénois. – Zweiter vergeblicher Versuch, Dijon zu überrumpeln. – Das Gefecht bei Pâques. Das Gefecht bei Autun. – Ein Kriegsgericht unter Garibaldi. – General Cremer bei Chateauneuf (3. Dezember). – General Cremer besetzt mit seine neugebildeten Division Nuits. – Angriff der Brigaden Prinz Wilhelm und Degenfeld. – Das zweite Gefecht bei Nuits (18. Dezember). – Verluste hüben und drüben. 32. General v. Werder räumt mit seinem XIV. Korps freiwillig die Stellung bei Dijon. – Die Bildung der französischen Ost-Armee unter General Bourbaki. – Das Treffen bei Villerflexel. – Die Vorgänge im Schlosse zu Villerflexel und der nächtliche Kampf um Stadt und Schloß. – Das Korps Werder der französischen st-Armee. – Der erste Schlachttag vor Belfort am 15. Januar 1871. – Der Kampf an unserem linken Flügel. – Das Ringen im Zentrum unserer Stellung bei Héricourt. – Der Kampf auf unserem rechten Flügel. – Schluß des ersten Kampftage. 33. Der zweite Schlachttag vor Belfort. – Schloß Montbéliard weigert sich zu kapituieren. – Das Gefecht bei Bethoncourt und Bussurel. – Der Kampf im Zentrum bei Héricourt. – Der Kampf an unserem rechten Flügel. – Chenebier geht uns verloren. – Der dritte Schlachttag vor Belfort. – Das Gefecht längs unseres linken Flügels. – Das Gefecht bei Héricourt. – Das Ringen um Chenebier an unserem rechten Flügel. – Schluß der dreitägigen Schlacht vor Belfort. – Die Ost-Armee tritt den Rückzug an. – Telegramm aus Versailles. – Verluste hüben und drüben während der Schlachttage am 15., 16. Und 17. Januar. 34. Die Bildung unserer Süd-Armee. – General v. Manteuffel beschließt, die französische Ost-Armee gegen die Schweizer Grenze zu drängen. – Die Kämpfe der Brigade Kettler vor Dijon am 21. Und 23. Januar. – Unser Verlust einer Bataillonsfahne vom 61. Regiment. - König Wilhelm ehrt das 61. Regiment durch Übersendung einer neuen Fahne. – Disposition des Generals v. Manteuffel. – General Bourbaki, sich eingeschlossen sehend, unternimmt einen Selbstmordversuch. – General Clinchant übernimmt das Kommando der Süd-Armee. – Die letzten Kämpfe bei Pontalier. – Die französische Süd-Armee überschreitet bei Verriéres die Schweizer Grenze. 35. Unser Bombardement südlich von Paris. – Der 18. Januar in Versailles. – Sachsen überläßt die anregung der deutschen Kaiseridee Bayern. – Das Schreiben Ludwigs II. an König Wilhelm. – Die Adresse des Norddeutschen Bundes an König Wilhelm. – Der Spiegelsaal im Schlosse zu Versailles. – Schilderung der Kaiserproklamation durch Russel, Berichterstatter der „Times“. – Offizieller Bericht über die Kaiserproklamation. – Armeebefehl König Wilhelms am 18. Januar 1871. – Die Proklamation an das deutsche Volk. 36. Trochu plant einen neuen Ausfall. – Die Proklamation an die Pariser. – Die Schlacht am Mont-Valérien am 19. Januar 1871. – Zusammensetzung der feindlichen Streitkräfte. – Der Kampf gegen unsere 9. Division. – Die Montretour-Schanze. – Der Kampf gegen unsere 10. Division. – Der Nachmittagskampf längs unserer Linie. – Verluste hüben und drüben. – Schilderung eines gefangenen preußischen Vice-Feldwebels. – Paris hat seine letzte Hoffnung begraben. 37. Paris, Anarchie und Hungersnot vor Augen, entscheidet sich für die Revoluiton. – Europa als Schiedsmann. – Trochu tritt den Oberbefehl über die Pariser Armee an Vinvoy ab. – Jules Favre knüpft die ersten Verhandlungen mit Versailles an. – Aus dem Buche des Grafen Hérisson. – Wie die Fahnen der Armee von Paris für Frankreich gerettet wurde. – Die Übereinkunft betreffs des Waffenstillstandes. – Unsere Leute in Paris. – Proklamation der Regierung an die Bevölkerung von Paris. – Gambetta tritt zurück. – Belfort kapituliert. – Zusatz zur Waffenstillstands-Konvention. – Thiers in Versailles. – Der Friedenspräliminarien-Vertrag. – Telegramm des Königs Wilhelm und Ludwig II. – Unser Einzug in Paris. – Rückkehr der deutschen Truppen aus Paris. – Paris am Abend unseres Ausmarsches. 38. Kaiser Wilhelm verläßt Versailles, hält bei Villiers Parade ab und begiebt sich über Nancy nach Berlin. Abschied Kaiser Wilhelms von seiner Armee. – Kaiser Wilhelms Rückkehr nach Berlin. – Die Eröffnung des ersten Deutschen Reichstages. – Die Revolution bricht in Paris aus. – Der Kampf zwischen der Kommune und National-Regierung in Paris. – Gräuelscenen in der französischen Hauptstadt. – Paris wird unterworfen. – Der Friedensvertrag am 10. Mai 1871 in Frankfurt am Main. – Unsere Verluste und Kriegsbeuten während des Feldzuges 1870-71. – Was hatte Deutschland sonst noch errungen? 39. Die Friedenskunde daheim im deutschen Vaterlande. – Berlin rüstet sich zum Empfang seiner Helden. – Die Ausschmückung der Via triumphalis vom Tempelhofer Berg bis zum Lustgarten. – Die Ordnung des Festzuges. – Der Einzug am 16. Juni 1871. – Der Empfang des Kaisers am Brandenburger Thor und dem Eingang der Linden. – Ein historischer Vorgang am Blücher-Denkmal. – Die Dankfeier im Lustgarten. – Die Enthüllung des Standbildes Friedrich Wilhelm III. Schluß der Feierlichkeiten. – Ein Wort an das deutsche Volk.

Aktualisiert: 2017-04-17
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Geschichte des Krieges gegen Dänemark 1864

Geschichte des Krieges gegen Dänemark 1864 von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

Autor: August Trinius, 490 Seiten mit 53 Abbildungen, darunter 48 Zeichnungen und 5 Karten. Festeinband, Reprint (Altdeutsche Schrift). Der Deutsch-Dänische Krieg vom 16. Januar bis 30. Oktober 1864. Geschichte der Einigungskriege 1864. 1866. 1870/71. (Band 1 von 4) INHALT: 1. Der Traum deutscher Einheit. – Vom deutschen Michel. – Deutsche Kaisergestalten. – Der alte Barbarossa. – Vom deutschen Geiste. – Wie alles kam. – „Schleswig-Holstein, meerumschlungen“. – Land und Leute in Schleswig-Holstein. 2. Die ersten Bewohner Schleswig-Holsteins. – Unter den Schauenburgen. – Gerhard der Große. – Die „constitutio Waldemariana“. – Freie Wahl der Landesstände. – „Up ewig ungedeelt“. – Dänemarks Könige, Lehnsherren und Lehnsträger zugleich. – Nationale Gegensätze. – Ein „offener Brief“. – Europäisches Sturmeswesen. – Rüstungen hüben und drüben. – Der erste schleswig-holsteinische Krieg. – Sein schmachvolles Ende. – Stilles Hoffen auf Erlösung. 3. Regierungssorgen. – Das Londoner Protokoll. – Dänemarks *Übermut wächst. – Alte Schandthaten. – Neue Demütigungen. – Der Flensburger Löwe. – Deutsche Gräber in Schleswig. – Der Laubfrosch bläht sich. – Das März-Patent. – Friedrich VII. stirbt. – Der erste Regierungsrat des „Protokoll-Prinzen“. – Deutschland besinnt sich auf sich selbst. – Neue Zwistigkeiten. – Wer soll der Rächer sein? – Die Exekution von Holstein. – Das Gewitter kündet sich an. 4. Festtage in Holstein. – Napoleon III. als Schirmherr bedrückter Völker. – Neue Zweifel. – Die Ohnmacht des deutschen Bundes. – Rivalität zwischen Preußen und Östreich. – Der Kampf zwischen Preußens Volk und Regierung. – Minister v. Roon`s Antwort im Abgeordnetenhause auf die Verweigerung der Kriegsanleihe. – Bismarck und die Hofparteien. – Die Gesandten der deutschen Großmächte verlassen Kopenhagen. – Rüstungen zum Kampfe. – Armeebefehl des Prinzen Friedrich Karl. – Lord Russels vergebliche Einmischung. – Vorrücken in Holstein. – Major v. Stiehle überbringt an den feindlichen Oberbefehlshaber General de Meza eine letzte Aufforderung, Schleswig zu räumen. – Eine stolze dänische Antwort. – „In Gottes Namen drauf!“. 5. Prinz Friedrich Karl. – Feldmarschall-Lieutenant v. Gablenz. – Feldmarschall v. Wrangel. – Die verbündete Armee. – General de Meza. – Die dänische Armee. – Das Danewerk. – Blick auf die Stellung des Feindes. 6. Das 1. Armeekorps überschreitet die Eider. – Vorpostengefechte. – Der erste dänische Verlust. – „Esbern Snare“ und „Thor“ suchen das Weise. - Einzug der Preußen in Eckernförde. – Trophäen des 1. Februar. – Der Morgen des 2. Februar. – Marsch auf Missunde. – Der Müller von Ornum. – Aufstellung der Truppen vor Brudermord. – Sagen aus jener Zeit. – Das Schanzensystem von Missunde. – Das Infanterie-Gefecht. – Der erste preußische Offizier fällt. – Die Kanonade beginnt. – Tollkühnes Vorgehen der Brigade Canstein. – Deutscher Edelmut. – Der Rückzug wird geblasen. – Opfer hüben und drüben. – Umsonst gefochten und geblutet. – Der Eindruck in deutschen Landen. – Ein stolzes Lob aus hohem Munde 7. Die Östreicher rücken in Rendsburg ein und überschreiten die Eider. – Brückenstellung über die Sorge und Übergang derselben. – Das III. Armeekorps und seine Zusammensetzung. – Vormarsch auf Jagel und Ober-Selk. – Das Gefecht bei Jagel. – Das Regiment Martini rückt vor Ober-Selk ins Feuer. – Die Einnahme von Ober-Selk. – Der Sturm auf den Königsberg. – Der 3. Februar, ein Ruhmestag für Östreichs wackere Söhne. – Brief eines Offiziers. – Siegesrausch und Festlust im östreichischen Lager. – Nächtliche Beratung der Feldherren im „Hahnenkrug“. 8. Marsch des I. Armeekorps die Schlei abwärts. – Schloß Carlsburg als Hauptquartier. – Neue Rekognoszierung. – Ein Bivouak im Schnee. – Der Übergang nach Arnis und Capplen wird beschlossen. –Seltsame Botschaft. – Die ersten Boote setzen über die. – Der Brückenschlag erfolgt. – Die Truppen ziehen hinüber. – Einzug in Arnis. – Eine Meldung des Hauptquartiers. – Die Verfolgung des Feindes beginnt. – Vorbereitungen zum Sturm auf das Danewerk. – ein feindlicher Parlamentär. – de Meza beschließt, das Danewerk zu räumen. – Was bestimmte ihn zu diesem Schritt? – Die Instruktion des Kriegsministeriums. – Der Kriegsrat tritt zusammen. – Sein Beschluß. – Die Dänen fliehen auf Düppel zu. 9. Erste Verwirrung im Lager der verbündeten Armee. – Die Garde-Division hat das Nachsehen. – Die Verfolgung des fliehenden Feindes beginnt. – Einzug in Schleswig. – Begeisterung der befreiten Stadt. – Die landschaftliche Schönheit Schleswigs. – Schloß Gottrop. Fortsetzung der Verfolgung. – Erste Husarenattacken. – Die Dänen setzen sich hinter Översee fest. – Der Husarenangriff der Östreicher wird zurückgeschlagen. – Die Infanterie rückt an. – Blutiges Gefecht am Sankelmark-See. – Der Feind kommt ins Weichen und tritt den Rückzug an. – Verluste hüben und drüben. – Ein trauriges Leichenfeld. – Der Einzug der Verwundeten in Schleswig. – Schloß Gottrop wird zum Lazarett umgewandelt. 10. Der Erfolg des Kampfes bei Översee. – Kriegsbeute im Danewerk. – Der König besucht das Grab seines Vaters in Schleswig. – Nochmaliger Besuch Christians IX. bei seiner Armee. – Monrad drängt zur Rückkehr. – Die Proklamation von Sonderburg. – Wirkung im Lande. – Volksaufstand in Kopenhagen. – De Meza und Oberst Kaufmann werden entlassen. – Moralische Wirkung auf die dänische und die verbündete Armee. – Brief des Feldzeugmeisters Bendek an den östreichischen Befehlshaber General-Lieutenant v. Gablenz. – Deutschland jubelt seinen Kriegern im Norden zu. – Festgesang zur Feier der Waffenbrüderschaft zwischen Preußen und Östreich … 11. Die Reserve-Kavallerie des 1. Armeekorps erhält Befehl, den fliehenden Feinden nachzusetzen. – Das Land Angeln in seiner Landschaft. – Marsch der Truppen durch Angeln. – Strapazen und Hindernisse des nordischen Winters. – Die ersten Ulanen reiten in Flensburg ein. – Geplänkel mit dem Feinde vor den Thoren Flensburgs. – Die Kriegsbeute in Flensburg. – Generalfeldmarschall v. Wrangel hält mit dem Kronprinzen Einzug in Flensburg. – Die Truppen beziehen ihre Quartiere. – Der „dänische Laubfrosch“ fällt vom Postament. – Proviant-Kolonnen bleiben im Schnee stecken. – Rückblick auf den ersten Abschnitt dieses Feldzuges. – Was war errungen worden? – und was nicht? – Der politische Himmel verfinstert sich aufs neue. – Dänemarks Stolz läßt die Waffenbrüderschaft der Großmächte auch fernerhin bestehen. 12. Rekognoszierungen der Garden von Flensburg aus. – Die verbündete Armee teilt sich. – Vormarsch des II. Armeekorps. – Kolding wird besetzt. – Unerwünschte Waffenruhe. – Gefechte bei Baelke und Vorbasse. – Der Einmarsch in Jütland erfolgt. – Gefangennahme einer dänischen Kompagnie bei Snophöi. – Dragonergefechte vor Weile. – Besetzung des Petersholmer Gehölzes. – Der Angriff auf Veile beginnt. – Straßenkampf und Einnahme der Stadt. – Sturm auf die nördlichen Höhen, Flucht der Dänen. – Schreckensbilder in Veile. – Ein junges Heldenleben. – Die Bedeutung dieses Tages. – Die Dänen ziehen sich nach dem Limfjord zurück. – v. Gablenz rückt zur Unterstützung der Garden nach Fridericia ab. 13. Land und Leute auf Sundewitt. – Die Düppeler Schanzenstellung. – Alsen und Sonderburg. – Schloß Gravenstein. – Kurzes Batteriegefecht bei Hollnis. – Beschwerlicher Marsch durch Sundewitt. – Stellung des I. Armeekorps vor Düppel. –Der Brückenschlag bei Alnoer. – Brigade Canstein setzt auf Broacker über. – Der 18. Februar. – Rekognoszierungsgefecht bei der Büffelkoppel. – „Rolf Krake“ erscheint vor Alnoer. – Artilleriegefecht der Strandbatterie. – „Rolf Krake“ weicht zurück. – Brief eines dänischen Seeoffiziers vom „Rolf Krake“. – Erfolge des Tages. 14. Die Lage des I. Armeekorps. – Sammlung von Liebesgaben daheim im Vaterlande. – Der Humor wird zum Tröster. – Berliner Kinder auf einer Patrouille gegen den Feind. – Sie und Verbrüderung. – „General Danske“ als Schlachtenlenker. – „O Hannemann, du Hampelmann!“ – Herstellung neuer Strandbatterien. – Rekognoszierungsgefechte. – Der 22. Februar. – Das Gefecht an der Büffelkoppel. – Der Kampf auf dem linken preußischen Flügel. – Verluste hüben und drüben. – Episoden aus diesem Gefechte. 15. Die Truppen beziehen vor Düppel ein befestigtes Lager. – Scheinbare Unthätigkeit des I. Armeekorps. – Politische Wolken und Sonnenlichter. – Dänische Thatenlosigkeit. – Streifzüge der Brigade Goeben. – Spionenverkehr zwischen Angeln und Salsen. – Vorbereitungen zu einer ernstlichen Belagerung. – Der Überfall von Lillemölle und Rackebüll. – Der Kampf bei Kirch-Düppel und Rackebüll. – Die Vorposten werden weiter vorgeschoben. – Eintreffen der Festungsgeschütze. – Der Batteriebau bei Gammelmark. – Die Kanonade wird daselbst eröffnet. – England wird zum Sittenprediger. – Verfrühtes und verfehltes Bombardement. – Die Dänen verstärken ihre Schanzen. – Preußische Vorposten auf Sundewitt. 16. Der 17. März. – Das Gefecht bei Rackebüll. – Der Kampf um Düppel. – Kirch-Düppel wird im Sturm genommen. – Einnahme und Besetzung des Spitzberges. – Wester- und Oster-Düppel fallen ebenfalls in preußische Hände. – Ruhe vor dem Sturme. – Erneuter Ausfall der Dänen. – Das Kriegsglück schwankt. – Eingreifen neuer Hülfstruppen erfolgt hüben und drüben. – Sieg auf der ganzen preußischen Linie. – Beiderseitige Verluste. – Brief eines 64ers aus Düppel. – Das Seegefecht bei Jasmund, zugleich der Stiftungstag der preußischen Marine. - Schuß des Reichstages in Kopenhagen. – Christian IX. besucht noch einmal seine Truppen auf Alsen, in Fridericia und Jütland. 17. Truppenverhältnisse in Holstein. – Einnahme der Insel Fehmarn. – Brigade Raven rückt in Sundewitt ein. – Verstärkung der dänischen Truppen. – Dänemark verharrt in stoischer Defensive. – Neue Batterieanlagen des I. Armeekorps. – Frühling im Sundewitt. – Der 28. März. – Brigade Raven empfängt die Feuertaufe vor Düppel. – Der alt Yorksche Geist lebt noch. – Heißer Kampf auf allen Punkten. – „Rolf Krake“ erscheint im Wenningbund. – Die Opfer des Tages. – Grund der schweren preußischen Verluste. – Die erste Paralelle wird aufgehoben. – Ein Nachtbild auf Sundewitt. 18. Das Projekt von Ballegaard. – Ernste Erwägungen. – Vorzüge und Nachteile eines solchen Überganges. – Stille Vorbereitungen für denselben. – Truppeneinteilung für diese Tage. – Das Bombardement von Sonderburg. – Wirkung desselben. – Brief eines englischen Berichterstatters. – Transport der Geschütze und Pontons nach Ballegaard. – Abbruch der Brücke bei Eckensund. – Nächtlicher Batterienbau an der Küste von Ballegaard. – Ein heldenmütiges Anerbieten. – Der Sturm der Elemente läßt alles scheitern. – Rückzug in die alten Stellungen. – Erneutes Bombardement gegen die Schanzen. – Friede und Freude vor dem Schanzensturme. 19. Das ausheben neuer Parallelen beginnt. – Festtage vor dem Sturme. – Wechselspiel von Ernst und Scherz im Felde. – Briefe aus dem Kriegslager. – Nächtliches Zurückwerfen feindlicher Vorposten beim Parallelenbau. – Neue Batterien entstehen auf der gesamten Angriffslinien. – Rackebüll geht in Flammen auf. – Einstellung der feindlichen Kanonade. – Die Düppelmühle stürzt zusammen. – Verkehr zwischen den Vorposten. – Die zweite Parallele wird angelegt. – Ein neuer Vorposten- und Trancheendienst tritt in Kraft. – Das königliche Handschreiben. – Die dritte Paralelle wird ausgehoben. – Major von Jena`s Heldentod. – Dänische Befestigungen. – Fertig zum Sturme. – Instruktion für denselben. – Disposition für den 18. April 1864. – Gebet vor dem Sturme. – Ein preußischer Siegestag bricht an. 20. Stellung der Dänen hinter den Schanzen am 18. April. Die Nacht vor dem Sturme. – Erwachen des Tages. – Eröffnung der Kanonade. – Der Sturm bricht los. – Erstürmung der Schanze 1. – „Rolf Krake“ sucht das Weite. – Erstürmung der Schanze 2. – Pionier Klinke und Lieutenant Anker, ein preußischer und ein dänischer Held. – Erstürmung der Schanze 3. – Erstürmung der Schanze 4. – Launische Tücke des Schicksals. – Niedermetzelung der Besatzung von Schanze 4. – Lieutenant Stöphasius rettet das Leben der Sturmkolonne. – Brief eines Offiziers vom 53. Regiment. – Kapellmeister Piefke spielt heldenmütig zum Sturme auf. 21. Erstürmung der Schanze 5. – Feldwebel Probst stirbt den Heldentod. – Kampf um die Fahne. – Erstürmung der Schanzen 6 und 7. – Major v. Beeren fällt an der Spitze seiner Sturmkolonne. – Erstürmung der Schanze 8. – Brigade Raven rückt in die feindliche Schanzenlinie ein. – Sekonde-Lieutenant Kerlen erklimmt mit seiner kleinen Heldenschar bereits die dritte Schanze. – Erstürmung der Schanzen 9 und 10. – Von sämtlichen Schanzen wehen preußische Fahnen. – Die Trümmer der dritten Brigade retten sich in voller Flucht nach dem Brückenkopfe hinab. 22. die 2. Dänische Verteidigungslinie, Lünetten A, B, C und D, wird genommen. – Gefecht bei Horlück. – Hauptmann v. Kameke fällt. – Kampf um die Düppelmühle. – General du Plat empfängt 10 ½ Uhr erst die Nachricht von dem Sturm auf Düppel. – Der Vorstoß der 8. Brigade erfolgt. – Die Preußen weichen langsam zurück. – Brigade Canstein tritt entscheidend in den Kampf ein. – Jähe Flucht der 8. Brigade. – General du Plat fällt. – Umzingelung des Brückenkopfes. – Die 3. Dänische Brigade rettet sich über den Brückenkopf. – General de Raven fällt bei der Verfolgung. – Lieutenant Graf v. d. Schulenburg besetzt zuerst den Brückenkopf. – Letzte Opfer des Tages. – Kein Däne mehr auf Sundewitt. – Schleswig ist frei!. 23. Kehrseite des Siegesrausches. – Verlust der Dänen an Trophäen, Mannschaften und Offizieren. – Die preußischen Verluste. – Thätigkeit des Sanitätskorps und des Johanniterordens. – Waffen- und Gottesstreiter vereint vor dem Feinde. – Theodor Fontane singt vom 18. April. – Gottesdienst nach dem Sturme. – Verwüstung im Sundewitt. – Briefe von Besuchern des Schlachfeldes. – Festtage in den Herzogtümern. – Die Wallfahrt nach dem Sundewitt und Düppel beginnt. 24. Berlin in den Tagen vor dem Sturme auf Düppel. – König Wilhelm empfängt die erste Depesche auf der Rückkehr von der Parade. – Depeschen auf Depeschen künden neue siege. – Berlin im Jubelrausche. – König Wilhelm reist nach dem Kriegsschauplatze ab. – Paraden im Sundewitt. – Ein königlicher Dank. – Rückkehr des Königs. – Ansprache des Bischofs Koopmann in Altona an König Wilhelm. – Der 4. Mai in Berlin. – Feierlicher Einzug der Trophäen von Düppel unter dem Ehrengeleite der Tapfersten vom 18. April. 25. Einschließung von Fridericia. – Rekognoszierungen seitens der preußischen Garden. – Der Batterienbau beginnt. – Stadt und Festung Fridericia. – Das Bombardement beginnt. – Einäscherung der Stadt. – Antwort des dänischen Kommandanten auf Wrangels`s Aufforderung zur Übergabe. – Zurückziehen der Belagerungstruppen. – Marsch der Garden nach dem Sundewitt. – Der Überfall bei Affendrup. – Eintreffen des Belagerungsparkes und der Brigade Bornstedt. – Die Dänen räumen Fridericia. – Einzug in die Festung. – Trophäen des Tages. – Proklamation in Kopenhagen. – Friedericia wird geschleift. – Aufbruch zum Norden. 26. Das Einlaufen östreichischer und preußischer Kriegsschiffe in Kuxhafen. – Seltsame englische Neutralität. – Linienschiffs-Kapitän Freiherr Wilhelm v. Tegetthoff. – Aufsuchen von drei dänischen Kriegsschiffen bei Helgoland. – Der Kampf beginnt. – „Schwarzenberg“ gerät in Brand. – Abbruch des Seegefechtes. – Bericht des Kapitäns v. Tegetthoff. – Was hielt die Dänen vom leichten Siege schließlich ab? – Dänische und deutsche Verluste. – Deutschland jubelt den Helden zu. – eine kaiserliche und bürgerliche Auszeichnung. 27. England beruft die europäischen Staaten wieder einmal zum Kongreß nach London. – Dänemarks Übermut bleibt ungebrochen. – Beweggründe der alliierten, den Kampf fortzusetzen. – Eintritt der Waffenruhe. – Veränderungen in den Oberkommandos und Truppenstellungen der alliierten Armee. – Veränderungen bei der dänischen Armee. – Verlauf der Londoner Konferenz. – Rückzug auf allen Linien. – Dänemark steht allein. – Des dänischen Dramas letzter Akt beginnt. 28. Ablauf des Waffenstillstandes. – Das I. Armeekorps rückt wieder in Sundewitt ein. – General Karl Eberhard Herwarth v. Bittenfeld. – Befestigungen und Stellungen der dänischen Truppen auf Alsen. – Transport von Flachbooten durch Schleswig nach dem Sundewitt. – Errichtung neuer preußischer Batterien. – Verwerfung des Projektes von Ballegaard. – Der Ritt nach Gravenstein. – Herwarth v. Bittenfeld entrollt im Rathause von Gravenstein seinen Übergangsplan. – Der Prinz verweigert die Annahme. – Ein eidschwur um Leben und Tod. – Prinz Friedrich Karl erteilt zögernd seine Zustimmung. – die „Disposition für den 29. Juni 1864“. – Ein heißes Gebet im stillen Fischerhause. 29. Die Nacht des Überganges. - Enthusiasmus der Truppen. – ein Bild des Überganges nach Alsen. – Die vier Übergangspunkte auf Sundewitt. – Landung der Kolonne A. – Bericht des Hauptmanns Adler. – Landung der Kolonne B. – Generalmajor v. Roeder stürmt eine dänische Schanze. – Landung der Kolonne C. – Brief eines Offiziers dieser Kolonne. – die Fohlenkoppel wird genommen. – „Rolf Krake“ erscheint am Sunde und wird nach halbstündigem Kampfe zur Flucht gezwungen. – General-Lieutenant v. Manstein ordnet den Vormarsch auf Rönhof an. 30. Vormarsch auf Rönhof. – Besitznahme von Rönhof und Fortsetzung des Marsches auf Kjär. – Einzelgefechte und Gefangennahme von feindlichen Truppen. – General v. Goeben bleibt westlich von Kjär stehen. – Dispositionen des dänischen Oberkommandeurs General Steinmann. – Kämpfe der Brigade Roeder. – Die drei dänischen Kolonnen der Brigade Kaufmann werden auf allen Punkten geschlagen und in wilder Flucht zurückgeworfen. – Brigade Groeben rückt gegen Sonderburg vor. – Ein Teil der Brigade Bülow wird vom Jäger-Bataillon der Brigade Goeben zum Rückzug gezwungen. – Eine reitende Batterie vertreibt den „Rolf Krake“ aus der Augustenburger Föhrde. – Lage der dänischen Armee. – General Steinmann entschließt sich zum Rückzuge. – Die Windmühlenhöhen werden gestürmt. – Besetzung von Sonderburg. – Herwarth v. Bittenfeld trifft in Sonderburg ein. – Das Detachement Witzleben wirft die Dänen aus Ulkebüll. – Rückzug auf allen Punkten. – Zwei reitende Batterien schließen sich der Verfolgung an. – Das Gefecht bei Höruphaff. – Die Dänen fliehen auf Kekenis. – Alsen ist unser!. 31. König Wilhelm verleiht dem Sieger von Alsen telegraphisch mit seinem Dank den Orden pour le mérite. – Trophäen und Siegesbeute des 29. Juni 1864. – Verlust hüben und drüben. – Vernichtung der Batterien. – Verteilung der Truppen des I. Armeekorps. – Versuch eines Übergangs nach Kekenis. – Der Norden Alsens wird auch von den Dänen geräumt. – In der Kirche zu Ulkebüll. – Konnte Alsen gehalten werden? – Der eindruck in Kopenhagen. – Dänemark ruft nach Frieden. – Das Ministerium Monrad stürzt. – Begeisterung in allen deutschen Landen. – Ein freies, stolzes Wort ward eingelöst. – Brief des Siegers von Alsen, Herwarth v. Bittenfeld. 32. Stellung des II. und III. Armeekorps nach Ablauf der Waffenruhe. – General vogel v. Falkenstein. – Feldmarschall Blücher läßt sich den jungen Falkenstein beim Übergang von Caub vorstellen. – Major und Glasmaler zugleich. – Falkenstein während der Märzrevolution in Berlin. – Dänische Schiffe führen Truppen vom Limfjord nach dem Süden hinab. – Das Aussenden von drei Rekognoszierungs-Detachements erfolgt. – Gefechte bei Sönder-Tranders und Lundby. – Der Übergang des Limfjords wird beschlossen. 33. Vorbereitungen zum Übergange über den Limfjord. – Beschreibung des Limfjords, seine Lage und Geschichte. – Besetzung von Aalborg. – Der Übergang des preußischen Armeekorps über den Limfjord. – Frederikshavn wird von den Dänen geräumt. – Besetzung von Thistedt. – Der Übergang des östreichischen Armeekorps nach der Insel Mors. – Das Einrücken in die Stadt Nykjöbing. – General-Lietutnant v. Falkenstein unternimmt einen Ausflug nach Kap Skagen. – Bericht eines Teilnehmers darüber. – Stellung des preußischen Armeekorps in Jütland. 34. Kapitän Hammer, der Tyrann der westfriesischen Inseln. – Gewaltthätigkeiten dieses dänischen Schergen gegen deutsche Patrioten. – Das Wattenmeer und seine Inseln. – Stärke der dänischen und alliierten Streitkräfte im Wattenmeer. – Steiermärkische Jäger-Kompagnien versuchen einen Übergang nach Sylt. – Kriegslist des Lootsen Andersen. – Sylt wird genommen und besetzt. – Sämtliche Schlupflöcher des dänischen Fuchses werden gesperrt. – Die Einnahme von Föhr. – Das Kesseltreiben auf Hammer beginnt. – Kapitulation der dänischen Flottille. – Der Tyrann ist gefangen. – Schleswig ist wieder ganz in deutschen Händen. – Der Eintritt des neuesten Waffenstillstandes. 35. Dänemark sehnt sich nach Frieden. – Der neue Ministerpräsident Bluhme bittet um Einstellung der Feindseligkeiten. – Vereinbarungen der vorläufigen Waffenruhe. – Excesse der Bundestruppen in Rendsburg. – General v. Goeben besetzt Rendsburg. – Tumult bei den Bundesstaaten. – Preußens Erwiderung darauf. – Der definitive längere Waffenstillstand. – Die Friedenspräliminarien. – Rückkehr der Truppen in die Heimat. – Herwarth v. Bittenfeld besetzt mit einem neugebildeten Korps die Herzogtümer. – Der Krieg ist beendet. – Wer soll der Herrscher sein? – Preußen als Testamentsvollstrecker des deutschen Einheitsgedankens.

Aktualisiert: 2017-04-17
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Durch’s Saaletal 1890

Durch’s Saaletal 1890 von Rockstuhl,  Harald, Trinius,  August

1. Band der vierbändigen Ausgabe der Flußwanderführer von August Trinius, Broschur, 254 Seiten, Reprint 1890/2011 (Altdeutsche Schrift) - Eine historische Wanderung entlang der Saale von der Quelle bis zur Dornburg und Rudelsburg nahe Naumburg - Durchs Saaletal Inhalt I. Von der Saalquelle bis Hof II. Von Hof bis NeuhammerIII. Von Saaldorf bis Walsburg IV. Thalab bis Eichicht V. Seitlich in´s Loquitzthal VI. Von Eichicht bis Saalfeld VII. Zwischen Saalfeld und Rudolstadt VIII. Von Rudolstadt bis zur Lobdaburg IX. Jena und Umgebung X. Zwischen Dornburg und Rudelsburg (Auszug) Von der Saalquelle bis Hof. --- nter den Flußthälern Mitteldeutschlands ist das Saalthal wohl unstreitig eines der schönsten und wechselreichsten. Landschaftensbilder ganz hervorragender Art drängen sich da oft aneinander. Ernst und heitere Anmuth, Einsamkeit und lebensfröhliches Gewimmel lösen sich ab. Burgen reihen sich an Burgen; stolze Herrensitze grüßen leuchtend nieder. Versunkene Klosterglocken läuten traumhaft herauf, und in Mondesnächten sieht man still Frau Sage die Hügel entlang schreiten. Sie horcht in die Hütten hinein und lauscht den vorübermurmelnden Wellen. Und dann sitzt sie an Ruinen nieder und blickt ernst in die duftschimmernde Nacht. Dröhnend schritt hier einst die Kriegsfurie dahin. Die Erde zitterte, die Berge schienen im Donner der Geschütze zu schwanken, wie schnittreife Garben unter der Sense Schwung sanken lange Reihen todtwunder Krieger nieder. Mit ehernen Würfeln ward über Preußens Geschick entschieden. Siegdurstig schwang sich der korsische Aar immer höher. Trübe und herrliche Erinnerungen sind mit dem Saalthal für immer verknüpft. Hier entfaltete sich Schillers inniges Liebesleben; hier wandelte einstens Goethe. Wer mit sehendem Auge und sinnendem Gemüthe an diesem Flusse entlang zieht, den umquillt eine Fülle der Gesichte, und unvergessliche Bilder werden sich ihm dauernd in die Seele prägen.Durch das Saalthal wandern, bleibt noch immer ein Zug durch das Lang der Romantik. In unendlichen, ungezählten Krümmungen, launisch und schier unberechenbar hat die Saale sich ein tief eingerissenes Bett eingegraben. Ueber breite Wehre stürzend, brausend, über Geröll und Geschiebe schäumend jagend, durch hohe, felsumstarrte Pässe sich zwängend, jetzt weit ausholend, innehaltend, sich duckend, zurückziehend, schnellt sie dann wieder in ausgelassener Luft vorwärts, breit, rauschend, in ihren klaren Fluthen das Spiel der Fische im Sonnenlichte offenbarend. Mißhandelt von den Menschen, beschmutzt, eingezwängt in Joch und Frohne, reißt sie sich immer wieder los, sich abklärend, verstärkt durch neue Bäche, und wandelt sich wieder in den schmucken Fluß, in welchem Städte und Dörfer, Ruinen und Fürstensitze, Klöster wie Kapellen sich beschauen, von dem einst Franz Kugler so begeistert sang: „An der Saale hellem Strande Stehen Burgen stolz und kühn; Ihre Dächer sind zerfallen, Und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen drüber hin.“Der Charakter des Saalthales ist in seinem oberen Theile völlig verschieden von dem unteren Theile. Unterhalb Hof bis ungefähr Saalfeld zwängen steile Schieferfelsen den Fluß ein. Seine Wände sind bis oben hin zum Theil mit üppigen und prächtigen Waldungen bedeckt, soweit die Cellulosefabriken, diese unbarmherzigen Verwüster jeder Landschaft, solche nicht niedergelegt haben. Da oben kann man oft stundenlang in tiefster Einsamkeit wandern. Niemand begegnet uns. Keine Hütte, kein Schornstein. Nirgends das Anschlagen eines Hundes, das Gackern eines Huhns. Dann und wann lugt eine Mühle herauf. Durch das Gezweig der Wipfel unter uns schimmert ein weißer Giebel. Das Klappern der Räder dringt durch die Stille. Dann ist Alles wieder versunken, entflohen. Es kam und ging wie ein Traumbildniß. In diesen Einöden füllt der Fluß oft den ganzen Thalgrund aus, oder moorig-feuchte Wiesenstreifen begleiten ihn Streckenweise. Kein Pfad führt da unten hin. Wer dann treulich dem Schlängellaufe folgen will, der muß auf und nieder die schroffen Bergwände klettern und braucht zum nächsten Ziele oft mehr denn die gedoppelte Stundenzahl, als wer den bequemen Landweg jenseits der Höhenwand inne hält.Sobald die Saale in den breiten Thalkessel tritt, in dem das so anziehende Städtchen Saalfeld sich hingelagert hat, die Schwarza, kurz vorher noch durch die Rinne verstärkt, aus einem weit sich öffnenden Seitenthale herangerauscht kommt, verändert sich mit einem Schlage der Charakter der Landschaft. Der Kalkfelsen, kahl und leuchtend, tritt in seine Rechte. Weit treten die Uferlehnen zurück, Waldesdämmer und Idyll hören auf. Voll und oft unbarmherzig strahlt da die Sonne auf Fluß und Thal nieder, auf die nackten, mit Ruinen gekrönten, breitgebuckelten Höhen, die nur hier und da Buschholz oder ein Stück Hochwald aufweisen. Hier ist nur gut wandern im Frühling oder Herbst, wenn die Trauben in den Weinbergen unter der Sonne Kuß der letzten Reife entgegenglühen. Dann bechert es sich auch gut unter Rebenlauben, im Schatten der Ruinen, während der Strom seine Grüße emporsendet.Der Saalwein ist ja eine Eigenart dieses Thales. Darf er auch nicht auf Charakter Anspruch erheben – ist seine Blume auch nur bescheiden – besser als sein Ruf ist er noch immer gewesen, und in Jahren schlechter Ernte gesellt er sich zu den Schaaren namenloser Hülfstruppen, die nach Westen marschiren, um dort einen Verwandlungsprozeß durchzurmachen.Lieblos ist dem Saalwein ja recht oft mitgespielt worden. Das wird Niemand läugnen. Schon der „Wandersbecker Bote“, der sonst so schlichte und anspruchslose Matthias Claudius, sang einmal, den Rheinwein preisend: „Thüringens Berge zum Exempel bringen Gewächs, sieht aus wie Wein, Ist´s aber nicht; man kann dabei nicht singen. Dabei nicht fröhlich sein.“Wir wollen´s dem alten Herrn heute nicht mehr nachrechnen, in welch starkem Irrthum er sich da verfing. Auch zwischen Jena und Naumburg läßt´s sich vergnüglich lachen, singen und träumen, bechern und schwärmen. – – –(. Auszug.)

Aktualisiert: 2017-04-17
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