Ich schaue ins Leben

Ich schaue ins Leben von Iljin,  Iwan Alexandrowitsch
Ich schaue ins Leben ist das zweite der drei Betrachtungsbücher Iwan Iljins. In den zwischen 1938 und 1945 erschienen Bänden unternimmt Iljin den Versuch, ausgehend vom Einfachen hin zum Komplexen, all jene Fragen zu beantworten, die sich der Mensch im Laufe seines Lebens stellt: Seine Gedanken über das Leben, über die Menschen und deren Schicksal, über Gefühle, über die Seele, über Freiheit, Natur und Gesellschaft, über politische und kulturelle Fragen, über Liebe, Schönheit und Loyalität. Doch statt ein weiteres abstraktes Gedankengebäude zu schaffen, das den Leser in das Gedankensystem eines anderen Menschen einführt und oftmals verwirrt, verfasste Iljin klare – im besten Sinne des Wortes – einfache und für jeden verständliche Betrachtungen des gesellschaftlichen Lebens. Denn, „mit dem kahlen Verstande, mit bloßer Einbildung, gewinnt man recht wenig“, so Iljin. „Man hat die glühende Leidenschaft mit dem Herzen zu erfassen, man hat im zarten Gedicht allen Zephiren zu lauschen, und die große Idee will den ganzen Mann gewinnen.“ Die Lektüre gleicht einem guten Gespräch mit einem weisen, freundlichen Menschen; ein Gespräch über den Menschen und seine Natur, über das Leben und den den Sinn in allem. Die dargelegten Gedanken Iljins gleichen einem wertvollen Rezept für die Seele; sie trachten danach dem Menschen die Fähigkeit zu geben „tief zu fühlen“.
Aktualisiert: 2019-06-07
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Entwendungen

Entwendungen von Nitsche,  Jessica, Werner,  Nadine
„Der Text ist ein Wald, in dem der Leser der Jäger ist“ notierte Benjamin für sein Passagen-Projekt. Das Buch erschließt Benjamins Arbeitsweise erstmals ausgehend von seiner eigenen Lektürepraxis. Als lesender Jäger und Sammler durchforstete Benjamin Texte von Goethe, Marx, Kafka, Freud und vielen weiteren Autoren. Angesichts der Heterogenität seiner Quellen ist erstaunlich, dass sich in der Art seiner Lektüre methodische Eigenheiten wiederholen. Burkhardt Lindner hat diesen Zugriff auf andere Autoren als „Entwendung“ beschrieben, mit der Benjamin „den fremden Text sich anverwandelt oder abstößt und damit in die eigenen Denkerfahrungen einsenkt“. Der Band erkundet verschiedene Dimensionen dieses Verfahrens und schärft den Begriff der Entwendung durch Einzelanalysen. So werden Denk- und Schreibweisen sichtbar, die bislang nicht als ein von Benjamin werkübergreifend angewendetes Verfahren aufgearbeitet wurden.
Aktualisiert: 2019-06-11
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Kulturtechnik Malen

Kulturtechnik Malen von Kupczyk,  Meret, Schwarte,  Ludger, Warsen,  Charlotte
Älter noch als das Rechnen, Schreiben und Lesen gehört Malerei zu den elementarsten Kulturtechniken. Malend erschuf der Mensch Sehweisen und Weltanschauungen aus Farbe und entwickelte die Basis graphischer und bildlicher Systeme. Welche Dimension gewinnt menschliche Wirklichkeit erst durch die Möglichkeit von Malerei? Entlang der Wände jungpaläolithischer Höhlen, durch den von der Interaktion mit Farbe geprägten Alltag der Maya, bis zu heutigen Malverfahren, die der Farbe neue Funktionen und Wirkungen entlocken, folgen die Beiträge der Arbeit des Menschen mit Farbe und fragen nach ihren lebensweltlichen Zusammenhängen und ihrer epistemischen, kulturellen und politischen Bedeutung. Die Orientierung am Begriff der Kulturtechnik soll dabei eine neuartige Sichtweise auf die Malerei ermöglichen, die sie nicht nur im Rahmen kunstgeschichtlicher Entwicklungen betrachtet, sondern allgemeiner nach der Rolle des Malens in der Herausbildung kultureller Räume fragt.
Aktualisiert: 2019-06-11
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Moralische und vermischte Sendschreiben

Moralische und vermischte Sendschreiben von von Ziegler,  Christiana Mariana
Mit dieser Auswahledition werden erstmals die Texte Zieglers zugänglich gemacht, in denen die emanzipatorische, selbstbewusste Haltung der Autorin besonders deutlich wird. Vehement tritt Ziegler für Bildung und Studium von Mädchen und Frauen ein, aber auch in ästhetischen Fragen bezieht sie klar Stellung. Flankiert werden diese Texte durch ausgewählte Lyrik.
Aktualisiert: 2019-06-05
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Alles, was leiden kann

Alles, was leiden kann von Kühn,  Rolf
Wenn Freude und Leid nicht kontingent als Teilaspekte des Erscheinens auftreten, sondern an dessen ursprünglicher Phänomenalisierung im Sinne transzendentaler Lebendigkeit selbst teilhaben, dann ist damit die berechtigte Möglichkeit gegeben, sie in allen Manifestationsweisen unseres leiblich bestimmten Lebens zu befragen. Methodisch ergibt sich daraus das Durchschreiten von gegenseitig sich ergänzenden Disziplinen, die von außen gesehen weit auseinander zu liegen scheinen - nämlich Naturphilosophie, Ästhetik, Ökonomie, Psychoanalyse und postmoderne Dekonstruktion. Wenn wir sie allerdings radikalphänomenologisch unter der Leitfrage eines Pathos oder der Passibilität zusammenführen, die sich qua Affekt oder Leiblichkeit in jedem Phänomen offenbaren, dann gehören Freude/Leid zu einer immanenten Ursprungseinheit, welcher die folgenden Kapitel in ihrer scheinbaren thematischen Heterogenität gewidmet sind. Auf den Leser wartet mithin ein Sich-Durchdringen-Lassen von rein phänomenologischen Erscheinensbedingungen, welchen die ständige Selbstgegebenheit von Freude/Leid in all unserem Empfinden selbst entspricht. Dass daraus eine neue subjektive wie kulturelle Aufmerksamkeit für alle singulär-gemeinschaftlichen Vollzüge erwachsen kann, ist eine begründete Hoffnung, aber keine geschichtliche Garantie für eine andere Zukunft, die dennoch als Herausforderung für alle Individuen heute bereits mit ihrer kaum zu leugnenden Aktualität ansteht. Der Titel "Alles, was leiden kann" besitzt eine dreifache Bedeutung. Er bezeichnet zunächst die grundlegende Tatsache, dass alles, was als "Natur" zu empfinden vermag, dem Pathos unterworfen ist. Daraus ergibt sich ontologisch wie existentiell, dass sich solch originäres Leidenkönnen in allen Vollzügen unseres Lebens - zusammen mit der Freude - einstellen kann. Mit anderen Worten in Arbeit, Eros und Psyche, welche als "Elementarerprobungen" unseres Lebens die beiden Hauptteile dieser Untersuchung bilden. Aber die radikalphänomenologische Sichtweise kann drittens darüber hinaus herausarbeiten, dass das absolute Leben selbst in seinem originären Selbsterscheinen ein "Sich-Erleiden" beinhaltet, welches mit seinem "Sich-Erfreuen" im Sinne von immanent konstitutivem Sich-Geben/Sich-Empfangen eine abgründige Einheit bildet. Gegenüber den tiefenpsychologischen Analysen im II. Teil blieb daher zu verdeutlichen, dass selbst in "Verdrängung" und "Kastration" dieses originäre "Leid" des Lebens als "Passibilität" nicht vernachlässigt werden kann, weil es die Potenzialität jeglicher inneren Verwandlungsmacht als solcher bildet.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Die Musikalisierung des Poetischen Alls

Die Musikalisierung des Poetischen Alls von Deterding,  Klaus
Dieses neue Buch von Klaus Deterding ist, wie der Untertitel ah­nen läßt, ein Überblick, und zwar nicht nur über die deutsche Sprache und Dichtung, sondern zugleich über das ausgedehnte Werk des Autors: eine Zusammenschau in Auswahl dessen, was er den „Zauber der Dichtung" nennt und was ihn über Jahrzehn­te hinweg als Lehrer und Forscher immer wieder beschäftigt und womit er sich auseinandergesetzt hat. So entsteht eine Sammlung von Perlen der deutschen erzählenden Literatur durch Jahrhun­derte, bis hin zu Ricarda Huch. All das hat der Autor gesichtet, geordnet und hat es unter das ästhetische Generalthema des schöpferi­schen Prozesses gestellt: eine Annäherung an die Frage, wie und wodurch eigentlich Dichtung entsteht. Hierbei kommt u.a. auch ein vielseitiger moderner Naturwissenschaftler zu Wort: der amerikanische Chaos- und Systemforscher Fritjof Capra.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Die Zahl Pi, Kreiszahl, Ludophsche Zahl oder Archimedes-Konstante

Die Zahl Pi, Kreiszahl, Ludophsche Zahl oder Archimedes-Konstante von Pi,  Anonymus
Die Kreiszahl Pi, auch Ludolphsche Zahl, Ludolfsche Zahl oder Archimedes-Konstante, ist eine mathematische Konstante, die als Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser definiert ist. Dieses Verhältnis ist unabhängig von der Größe des Kreises. Pi ist eine transzendente und somit auch irrationale Zahl und kommt in zahlreichen Teilgebieten der Mathematik, auch außerhalb der Geometrie, vor. Die Dezimalbruchentwicklung der Kreiszahl beginnt mit 3,1415926535... und endet nie. Die Kreiszahl und manche ihrer Eigenschaften waren bereits in der Antike bekannt, die Bezeichnung mit dem griechischen Buchstaben Pi wurde im 18. Jahrhundert durch Leonhard Euler populär, nachdem sie bereits vorher unter anderem von William Oughtred (Theorematum in libris Archimedis de Sphaera et Cylindro Declaratio, 1647) und William Jones (Synopsis palmariorum matheseos, 1706) verwendet worden war.
Aktualisiert: 2019-05-30
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Bild und Gedanke

Bild und Gedanke von Schweppenhäuser,  Gerhard
Die Beiträge des Bandes loten Tiefe und Wirkung der Schriften des Philosophen Hermann Schweppenhäuser aus. Schweppenhäuser (1928-2015) gehörte zum engsten Kreis um Adorno und Horkheimer, führte die kritische Theorie als dialektische Philosophie weiter und verband sie mit dem Denkstil Walter Benjamins, dessen Schriften er mit Rolf Tiedemann herausgegeben hat. Schweppenhäuser hinterlässt ein vielfältiges philosophisches und schriftstellerisches Werk: Abhandlungen, Essays, Aphorismen und Handbuchartikel, lyrische Formen und kurze Prosa. Die Autorinnen und Autoren geben in diesem Gedenkbuch Resonanz davon, wie sich ihnen die Vielfalt von Schweppenhäusers Denken und Schaffen gezeigt hat; teils in biografischer, teils in thematischer Hinsicht. Dazu kommen unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass.„In der Zeitrechnung der kritischen Theorie endete mit Schweppenhäusers Tod eine Ära.“ Christoph Türcke
Aktualisiert: 2019-05-28
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Handbuch Literatur & Pop

Handbuch Literatur & Pop von Baßler,  Moritz, Schumacher,  Eckhard
Die Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie dokumentieren die einschlägigen interdisziplinären Arbeitsfelder der Literaturwissenschaft umfassend und bilden den aktuellen Forschungsstand auf hohem Niveau für Studierende, Forschende und Lehrende ab. Die Handbücher bieten nicht nur eine verlässliche Synthese des notwendigen Sachwissens, sondern richten den Blick auch auf offene Forschungsfragen und disziplinäre Denkstile.
Aktualisiert: 2019-05-28
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