Gesetzgebung und Rechtspolitik.

Gesetzgebung und Rechtspolitik. von Krawietz,  Werner, Narits,  Raul
Unter den drei baltischen Staaten hat sich die Republik Estland wohl am zielstrebigsten den vielfältigen Problemen eines strukturellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels in der modernen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft gestellt. Daß dabei das Recht als eine normative Struktur der Gesellschaft, aber auch als Medium und Mittel tiefgreifender Reformen eine maßgebende und bestimmende Rolle spielte und auch weiterhin innehat, wird nur denjenigen wundern, der - fälschlicherweise - geneigt ist, den genuin normativen Funktionsprimat zu ignorieren, der dem Recht beim Aufbau und bei der Schaffung moderner sozialer Gemeinschafts- und Systembildungen zukommt. Die Rechtswissenschaft in Estland, so wie sie an der Rechtsfakultät in Tartu gepflegt wird, hat sich seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihren analytischen wie in ihren rechtspolitischen Bemühungen verstärkt nicht nur mit dem bereits geltenden Recht, sondern vor allem mit den notwendigen grundlegenden Rechtsreformen befaßt. Im Zentrum standen und stehen dabei, wie aus dem hier vorliegenden Band ersichtlich wird, nachhaltige Bestrebungen, große Bereiche des geltenden Rechts nicht bloß zu reformieren, sondern soweit wie irgend möglich zu kodifizieren. Diese Entwicklung ist gegenwärtig in vollem Gange. Dies geschieht auch und zugleich im Hinblick auf das Erfordernis, den Zugang zur Europäischen Union zu erleichtern und das estnische Rechtssystem - mit Blick auf die Entwicklung des nationalen und des europäischen Rechts! - hinreichend reagibel und responsiv zu halten. Aber nicht nur Challenge, sondern auch Response wollen rechtzeitig und hinreichend bedacht, reflektiert und dann ins Werk gesetzt werden. Eben dies ist der estnischen Rechtswissenschaft allem Anschein nach hervorragend gelungen. Auf Einladung der Estnischen Rechtsfakultät in Tartu fand vom 28.-30. September 2000 ein von ihr und der Estnischen Landessektion der IVR organisiertes und veranstaletes Symposium "Gesetzgebung und Rechtspolitik" statt. Die Referate dieser Tagung werden, zum Teil in überarbeiteter Fassung, mit diesem Band als SONDERHEFT ESTLAND vorgelegt. Aus dem Editorial
Aktualisiert: 2023-06-20
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Gesetzgebung und Rechtspolitik.

Gesetzgebung und Rechtspolitik. von Krawietz,  Werner, Narits,  Raul
Unter den drei baltischen Staaten hat sich die Republik Estland wohl am zielstrebigsten den vielfältigen Problemen eines strukturellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels in der modernen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft gestellt. Daß dabei das Recht als eine normative Struktur der Gesellschaft, aber auch als Medium und Mittel tiefgreifender Reformen eine maßgebende und bestimmende Rolle spielte und auch weiterhin innehat, wird nur denjenigen wundern, der - fälschlicherweise - geneigt ist, den genuin normativen Funktionsprimat zu ignorieren, der dem Recht beim Aufbau und bei der Schaffung moderner sozialer Gemeinschafts- und Systembildungen zukommt. Die Rechtswissenschaft in Estland, so wie sie an der Rechtsfakultät in Tartu gepflegt wird, hat sich seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihren analytischen wie in ihren rechtspolitischen Bemühungen verstärkt nicht nur mit dem bereits geltenden Recht, sondern vor allem mit den notwendigen grundlegenden Rechtsreformen befaßt. Im Zentrum standen und stehen dabei, wie aus dem hier vorliegenden Band ersichtlich wird, nachhaltige Bestrebungen, große Bereiche des geltenden Rechts nicht bloß zu reformieren, sondern soweit wie irgend möglich zu kodifizieren. Diese Entwicklung ist gegenwärtig in vollem Gange. Dies geschieht auch und zugleich im Hinblick auf das Erfordernis, den Zugang zur Europäischen Union zu erleichtern und das estnische Rechtssystem - mit Blick auf die Entwicklung des nationalen und des europäischen Rechts! - hinreichend reagibel und responsiv zu halten. Aber nicht nur Challenge, sondern auch Response wollen rechtzeitig und hinreichend bedacht, reflektiert und dann ins Werk gesetzt werden. Eben dies ist der estnischen Rechtswissenschaft allem Anschein nach hervorragend gelungen. Auf Einladung der Estnischen Rechtsfakultät in Tartu fand vom 28.-30. September 2000 ein von ihr und der Estnischen Landessektion der IVR organisiertes und veranstaletes Symposium "Gesetzgebung und Rechtspolitik" statt. Die Referate dieser Tagung werden, zum Teil in überarbeiteter Fassung, mit diesem Band als SONDERHEFT ESTLAND vorgelegt. Aus dem Editorial
Aktualisiert: 2023-06-15
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Gesetzgebung und Rechtspolitik.

Gesetzgebung und Rechtspolitik. von Krawietz,  Werner, Narits,  Raul
Unter den drei baltischen Staaten hat sich die Republik Estland wohl am zielstrebigsten den vielfältigen Problemen eines strukturellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels in der modernen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft gestellt. Daß dabei das Recht als eine normative Struktur der Gesellschaft, aber auch als Medium und Mittel tiefgreifender Reformen eine maßgebende und bestimmende Rolle spielte und auch weiterhin innehat, wird nur denjenigen wundern, der - fälschlicherweise - geneigt ist, den genuin normativen Funktionsprimat zu ignorieren, der dem Recht beim Aufbau und bei der Schaffung moderner sozialer Gemeinschafts- und Systembildungen zukommt. Die Rechtswissenschaft in Estland, so wie sie an der Rechtsfakultät in Tartu gepflegt wird, hat sich seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihren analytischen wie in ihren rechtspolitischen Bemühungen verstärkt nicht nur mit dem bereits geltenden Recht, sondern vor allem mit den notwendigen grundlegenden Rechtsreformen befaßt. Im Zentrum standen und stehen dabei, wie aus dem hier vorliegenden Band ersichtlich wird, nachhaltige Bestrebungen, große Bereiche des geltenden Rechts nicht bloß zu reformieren, sondern soweit wie irgend möglich zu kodifizieren. Diese Entwicklung ist gegenwärtig in vollem Gange. Dies geschieht auch und zugleich im Hinblick auf das Erfordernis, den Zugang zur Europäischen Union zu erleichtern und das estnische Rechtssystem - mit Blick auf die Entwicklung des nationalen und des europäischen Rechts! - hinreichend reagibel und responsiv zu halten. Aber nicht nur Challenge, sondern auch Response wollen rechtzeitig und hinreichend bedacht, reflektiert und dann ins Werk gesetzt werden. Eben dies ist der estnischen Rechtswissenschaft allem Anschein nach hervorragend gelungen. Auf Einladung der Estnischen Rechtsfakultät in Tartu fand vom 28.-30. September 2000 ein von ihr und der Estnischen Landessektion der IVR organisiertes und veranstaletes Symposium "Gesetzgebung und Rechtspolitik" statt. Die Referate dieser Tagung werden, zum Teil in überarbeiteter Fassung, mit diesem Band als SONDERHEFT ESTLAND vorgelegt. Aus dem Editorial
Aktualisiert: 2023-05-15
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Kulturen und Gedächtnis

Kulturen und Gedächtnis von Rexheuser,  Rex
Von der russischen Geschichte ausgehend, erschließt sich Rex Rexheuser den Blick auf Ostmitteleuropa, nimmt dann seine Rolle als „deutscher Osteuropahistoriker“ bewusster in Augenschein und wendet sich in vollem Bewusstsein der Spannung zwischen „Geschichte“ und „Gedächtnis“ dem besonderen Verhältnis von Deutschen, Polen und Juden zu, um schließlich dem Verhältnis von Christen und Juden in der westpolnischen Stadt Poznan/Posen seit dem Mittelalter genauer nachzuforschen. Die Intensität und die Dichte der Beschreibung machen es dem Leser schwer, sich dem Bann der Gedankenführung zu entziehen, ohne dass ihm jedoch je einfache Antworten suggeriert würden. Der Band vereint eine Auswahl von historischen Studien, Essays und Reflexionen, die in den letzten 30 Jahren entstanden sind. Ihr zeitlicher Rahmen reicht vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert. Räumlich fallen die Themen in die Einzugsgebiete der polnischen, russischen und ukrainischen, gelegentlich auch der baltischen und tschechischen Geschichte. Ein deutlicher Akzent liegt dabei auf Deutschen und Juden, die bis zum Zweiten Weltkrieg in der Gesamtregion heimisch gewesen sind. Das Nordost-Institut, mit dessen Vorläufer in Lüneburg Rexheuser beruflich eng verbunden war, gibt dem Leser die Gelegenheit, die verstreuten und zum teil schwer zugänglichen oder noch unbekannten Texte Rexheusers aus Anlass seines 75. Geburtstags in der überraschenden Verbindung ihrer Vielfältigkeit sowie inneren Folgerichtigkeit kennen zu lernen.
Aktualisiert: 2020-01-03
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Gesetzgebung und Rechtspolitik.

Gesetzgebung und Rechtspolitik. von Krawietz,  Werner, Narits,  Raul
Unter den drei baltischen Staaten hat sich die Republik Estland wohl am zielstrebigsten den vielfältigen Problemen eines strukturellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels in der modernen Wissens- und Kommunikationsgesellschaft gestellt. Daß dabei das Recht als eine normative Struktur der Gesellschaft, aber auch als Medium und Mittel tiefgreifender Reformen eine maßgebende und bestimmende Rolle spielte und auch weiterhin innehat, wird nur denjenigen wundern, der - fälschlicherweise - geneigt ist, den genuin normativen Funktionsprimat zu ignorieren, der dem Recht beim Aufbau und bei der Schaffung moderner sozialer Gemeinschafts- und Systembildungen zukommt. Die Rechtswissenschaft in Estland, so wie sie an der Rechtsfakultät in Tartu gepflegt wird, hat sich seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihren analytischen wie in ihren rechtspolitischen Bemühungen verstärkt nicht nur mit dem bereits geltenden Recht, sondern vor allem mit den notwendigen grundlegenden Rechtsreformen befaßt. Im Zentrum standen und stehen dabei, wie aus dem hier vorliegenden Band ersichtlich wird, nachhaltige Bestrebungen, große Bereiche des geltenden Rechts nicht bloß zu reformieren, sondern soweit wie irgend möglich zu kodifizieren. Diese Entwicklung ist gegenwärtig in vollem Gange. Dies geschieht auch und zugleich im Hinblick auf das Erfordernis, den Zugang zur Europäischen Union zu erleichtern und das estnische Rechtssystem - mit Blick auf die Entwicklung des nationalen und des europäischen Rechts! - hinreichend reagibel und responsiv zu halten. Aber nicht nur Challenge, sondern auch Response wollen rechtzeitig und hinreichend bedacht, reflektiert und dann ins Werk gesetzt werden. Eben dies ist der estnischen Rechtswissenschaft allem Anschein nach hervorragend gelungen. Auf Einladung der Estnischen Rechtsfakultät in Tartu fand vom 28.-30. September 2000 ein von ihr und der Estnischen Landessektion der IVR organisiertes und veranstaletes Symposium "Gesetzgebung und Rechtspolitik" statt. Die Referate dieser Tagung werden, zum Teil in überarbeiteter Fassung, mit diesem Band als SONDERHEFT ESTLAND vorgelegt. Aus dem Editorial
Aktualisiert: 2023-04-15
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Revolution in Nordosteuropa

Revolution in Nordosteuropa von Henning,  Detlef
Kann „Revolution“ als historischer Grund- und Diskursbegriff zu einem tieferen Verständnis der Geschichte Nordosteuropas – pragmatisch verstanden als die Länder Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen – führen? Lassen sich anhand des Phänomens „Revolution“ zwischen 1789 und der ostmitteleuropäischen „Wende“ von 1989 gemeinsame Strukturmerkmale dieser Länder herausarbeiten, die den seit den 70er Jahren diskutierten Regionsbegriff „Nordosteuropa“ deutlicher profilieren? Dieser Frage gehen die elf Beiträge des Bandes nach. Im Mittelpunkt stehen Revolutionen, Aufstände und Umbrüche, die im 19. und 20. Jahrhundert den Verlauf der Geschichte und die Strukturen der Gesellschaften in der nordeuropäischen Region verändert haben. Weitere Beiträge widmen sich der revolutionären Geschichte Russlands und Deutschlands, beides hegemoniale Mächte, die einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklungen in diesem Raum ausgeübt haben. Neben Ursachen, Verläufen und Prozessen bilden dabei auch die jeweiligen nationalen Diskurse um den Revolutionsbegriff in den genannten Ländern einen wichtigen und neuen Aspekt der Überlegungen.
Aktualisiert: 2020-06-09
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Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa

Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa von Tuchtenhagen,  Ralph
Die Untersuchung beleuchtet das Interaktionsverhältnis von Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa am Beispiel der schwedischen und russländischen Herrschaft über die „Ostseeprovinzen“ Estland, Livland, Ingermanland, Kexholms län und Alt-Finnland vom 16. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Darstellung steht die Frage, ob und mit welchen Mitteln der frühneuzeitliche schwedische und russländische Staat in der Lage waren, die Ostseeprovinzen für ihre Zwecke funktional einzubinden und die dort lebende Bevölkerung in das Staatsganze zu integrieren. Beantwortet wird diese Frage mit Hilfe eingehender Analysen der administrativen, rechtlichen, justiziellen, militärischen, religiösen, edukativen, ökonomischen und sozialen staatlichen Maßnahmen. Diese werden anschließend im Rahmen eines durch die Theorie sozialer Systeme angeleiteten Funktionsschemas interpretiert, in dem die Beherrschten von den Herrschern ebenso abhängig sind wie die Herrscher von den Beherrschten. Die Studie gibt auf diese Weise überraschende und faszinierende Einblicke in die Mechanik frühneuzeitlicher Machtverhältnisse und zeichnet das Panorama einer frühneuzeitlichen europäischen Region, die von der Fachhistoriografie bisher nur selten und häufig unter eingeschränkten Perspektiven erfasst worden ist.
Aktualisiert: 2020-06-09
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Kulturen und Gedächtnis

Kulturen und Gedächtnis von Rexheuser,  Rex
Von der russischen Geschichte ausgehend, erschließt sich Rex Rexheuser den Blick auf Ostmitteleuropa, nimmt dann seine Rolle als „deutscher Osteuropahistoriker“ bewusster in Augenschein und wendet sich in vollem Bewusstsein der Spannung zwischen „Geschichte“ und „Gedächtnis“ dem besonderen Verhältnis von Deutschen, Polen und Juden zu, um schließlich dem Verhältnis von Christen und Juden in der westpolnischen Stadt Poznan´ /Posen seit dem Mittelalter genauer nachzuforschen. Die Intensität und die Dichte der Beschreibung machen es dem Leser schwer, sich dem Bann der Gedankenführung zu entziehen, ohne dass ihm jedoch je einfache Antworten suggeriert würden. Der Band vereint eine Auswahl von historischen Studien, Essays und Reflexionen, die in den letzten 30 Jahren entstanden sind. Ihr zeitlicher Rahmen reicht vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert. Räumlich fallen die Themen in die Einzugsgebiete der polnischen, russischen und ukrainischen, gelegentlich auch der baltischen und tschechischen Geschichte. Ein deutlicher Akzent liegt dabei auf Deutschen und Juden, die bis zum Zweiten Weltkrieg in der Gesamtregion heimisch gewesen sind. Das Nordost-Institut, mit dessen Vorläufer in Lüneburg Rexheuser beruflich eng verbunden war, gibt dem Leser die Gelegenheit, die verstreuten und zum teil schwer zugänglichen oder noch unbekannten Texte Rexheusers aus Anlass seines 75. Geburtstags in der überraschenden Verbindung ihrer Vielfältigkeit sowie inneren Folgerichtigkeit kennen zu lernen.
Aktualisiert: 2021-09-21
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Esten und Deutsche in den baltischen Provinzen Russlands

Esten und Deutsche in den baltischen Provinzen Russlands von Plath,  Ulrike
Über 700 Jahre waren Deutsche und Esten im Baltikum ständisch und kulturell voneinander getrennt. Während die Deutschen die Oberschicht bildeten, waren die „undeutschen“ Esten (und Letten) als Leibeigene in Stadt und Land an ihre Herren gebunden. Durch die Aufhebung der Leibeigenschaft 1816−1819 und die allmähliche Umverteilung des Landbesitzes wurden aus den alten Abgrenzungen nationale. In deutschsprachigen Erinnerungen, Briefen, Reise- und Länderberichten sowie in Zeitungen und Zeitschriften und in wissenschaftlichen Abhandlungen wurde die Rolle der Esten und Deutschen während des Umbruchs zur Moderne zwischen 1750 und 1850 unterschiedlich reflektiert. Die an ein breites Publikum, Wissenschaftler wie Laien, gerichtete Studie zur baltischen Kulturgeschichte verbindet Diskursanalyse, Sozial- und Alltagsgeschichte. Sie schlägt einen Bogen von der Analyse der baltischen National- und Regionalstereotypen über die Zivilisationstheorien der Zeit der Aufklärung bis hin zu den deutschen Kolonialphantasien und dem spezifisch deutschbaltischen Kolonialdiskurs. Zugleich rekonstruiert sie alltägliche Formen des Kulturtransfers, die Bedeutung kultureller Mittler und die Orte des Kulturkontakts. Sie stellt Ideologie und Lebenswelt gegenüber und weist neue Wege der transnationalen Baltikumforschung auf.
Aktualisiert: 2021-09-21
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Nation und Sprache in Nordosteuropa im 19. Jahrhundert

Nation und Sprache in Nordosteuropa im 19. Jahrhundert von Maier,  Konrad
Im „langen 19. Jahrhundert“ (1789–1914) wurde in der europäischen Geschichte die Begrifflichkeit von „Nation“/„Nationalismus“ endgültig verankert. Die Entwicklung Nordosteuropas war aufgrund der polyethnischen und multilingualen Konstitution des Raumes mit ganz neuen Problemstellungen konfrontiert, und bei der Bestimmung ethnisch-kultureller, politischer oder nationaler Identität spielte Sprache eine eminent wichtige Rolle. Sie diente zur Ausgrenzung anderer, zur Abgrenzung von Minderheiten. Drohender Sprachverlust oder Sprachlosigkeit schufen Konfliktpotenziale, Fremd-Sprachen entwickelten sich zu Feind-Sprachen. Monolingualität sollte das „Chaos“ in Ordnung verwandeln, Vielsprachigkeit galt als Gefahr für die mühsam sich entwickelnde nationale Identität. Dieser Band präsentiert die Beiträge einer wissenschaftlichen Tagung des Nordost-Instituts zum gleichen Thema und bietet darüber hinaus weitere Abhandlungen von internationalen Fachwissenschaftlern. Der zeitliche Rahmen reicht von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, wobei überwiegend das „lange 19. Jahrhundert“ thematisiert wird. Der geografi sche Raum reicht vom Preußenland über polnisch-, litauisch- und lettischsprachige Regionen bis in die estnischen/fi nnischen Siedlungsräume, doch auch Reflexionen über Sprache und Nation in Russland bzw. dem südosteuropäischen Raum erschließen die konfliktreiche Dimension einer europäischen historischen Region.
Aktualisiert: 2021-09-21
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Lebenswelten von Frauen der deutschen Oberschicht im Baltikum (1800-1939)

Lebenswelten von Frauen der deutschen Oberschicht im Baltikum (1800-1939) von Wilhelmi,  Anja
Auf der Basis von über 160 Autobiografien erweitert der in dieser Untersuchung herangezogene und von der Historiografie zu den Deutschen in den Ostseeprovinzen des Russischen Reichs bislang vernachlässigte Genderansatz die Forschungen, indem erstmalig der Fokus auf die Lebens- und Erfahrungswelten von Frauen der deutschen Oberschicht gelegt wird. Gerade das „lange 19. Jahrhundert“ bietet im Untersuchungskontext den vor allem politischen und ökonomischsozialen Rahmen, der voller Einbrüche und Veränderungen seine Wirkungsmacht auf die untersuchten „Generationen“ von Frauen spürbar werden lässt. Neben Modernisierung, Technisierung und Nationalisierungsprozessen lassen sich aus den Autobiografien Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen lesen, die die Auswirkungen der politischen, kulturellen und z.T. ökonomischen Entmachtung der deutschen Minderheit im Laufe des Untersuchungszeitrahmens auf das Genderkonstrukt belegen. Beim Aufbau einer Vergleichsebene mit Zeitgenossinnen im Inneren des Russischen Reichs und in Westeuropa konnte eine erstaunlich deutliche Nähe zu den Lebenswelten von Frauen des Bürgertums und des Adels in weiten Teilen Deutschlands herausgearbeitet werden. Regionale Spezifika andererseits konnten aufgrund der sozial-politischen Minderheitenposition in ein Erklärungsmodell gebettet werden.
Aktualisiert: 2021-09-21
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