Freimaurer im Zeichen der Gegenmoderne

Freimaurer im Zeichen der Gegenmoderne von Schüttauf,  Oliver
Der Hass auf die Autorität ist die Plage unserer Zeit: Joseph de Maistres politische Schriften sind ein radikaler Gegenentwurf zur Französischen Revolution und der Aufklärungsphilosophie, die seine Zeitgenossen inspirierten. Geprägt durch seine Zugehörigkeit zum savoyischen Freimaurertum hinterlässt Joseph de Maistre mit Lobeshymnen auf den Scharfrichter und die reinigende Allgegenwart des Krieges einen verstörenden Eindruck beim Leser des 21. Jahrhunderts. Die unerbittliche Kritik an den Gewaltexzessen der französischen Revolutionsregierungen wirft aber zugleich die Frage auf, ob Maistre nicht auch als Vordenker moderner Ideologiekritik oder gar als Wegbereiter der Totalitarismusforschung angesehen werden kann. Angereichert mit zahlreichen französischen Originalzitaten Maistres liefert Oliver Schüttauf einen differenzierten Überblick über das Werk und die ideologischen Fixpunkte dieses Vordenkers der Gegenaufklärung.
Aktualisiert: 2023-02-13
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Leipzig und Sachsen

Leipzig und Sachsen von Czok,  Karl, Mundus,  Doris, Titel,  Volker
Elke Schlenkrich: Leipziger Ratsbücher des 15. und 16. Jahrhunderts Helmut Bräuer: Bürgerschaftsbeschwerde als historische Quelle Manfred Rudersdorf: Von Fürsten und Fürstensöhnen / hessisch-sächsische Erbverbrüderung und das Jahr 1561 Karl Czok: Personalunion als Problem des Monarchen Günter Mühlpfordt: Mitteldeutschland als Sekundärherd kontinentalen Freimaurertums 1738–1817 Volker Titel: Attribute der Buchstadt Leipzig Thomas Adam: Beziehungen zwischen Volkshochschule und Universität in den 20er Jahren Manfred Unger: Das Institutum Judaicum Delitzschianum und seine Stellung zum Antisemitismus Hartmut Zwahr: Der »Kaisen-Bericht« (1946).
Aktualisiert: 2020-12-12
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Karl Benjamin Preusker

Karl Benjamin Preusker
1828 begründete Karl Benjamin Preusker in Großenhain die erste öffentliche Bibliothek Deutschlands. An dieses bildungspolitisch bedeutsame Ereignis erinnert seit 1995 der »Tag der Bibliotheken«, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Die Person Preuskers repräsentiert aber wesentlich mehr: Sie steht für den bemerkenswerten Aufstieg eines Löbauer Handelslehrlings zum königlichen Beamten, für den Aufstieg eines Autodidakten zu einem wegweisenden »Bildungs-Manager«, für einen der produktivsten Altertumsforscher seiner Zeit, für einen praktisch denkenden Philanthropen (Menschenfreund), dessen Ideen bis heute hoch aktuell sind. Zum 225. Geburtstag haben sich das Landesamt für Archäologie Sachsen, die Große Kreisstadt Großenhain und die Große Kreisstadt Löbau zusammengetan, um Karl Preusker mit drei Ausstellungen und einem abgestimmten Veranstaltungsprogramm wiederzuentdecken. Der Begleitband beleuchtet erstmals aus Sicht von 17 Historikern, Archäologen, Kunst- und Literaturwissenschaftlern die Person Preuskers. Sie erklären die Herkunft, seine Rolle als Offizier der Lausitzischen Landwehr und als Freimaurer, das Großenhainer Familienleben, seine Auszeichnungen und die bedeutende archäologische Sammlung. Die Vielfalt der Beiträge und die etwa 120 farbigen Abbildungen machen das Buch zu einer umfassenden Dokumentation über Karl Preusker und seine Zeit. Die Vorstellung des neuen Preusker-Portals zeigt zukünftige Wege der Preusker-Forschung im digitalen Zeitalter auf.
Aktualisiert: 2020-12-12
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Kino Okkult. Eine geheime Weltgeschichte im Zeitalter des Films 1

Kino Okkult. Eine geheime Weltgeschichte im Zeitalter des Films 1 von Hermsdorf,  Daniel
Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 sind ein Schnittpunkt geopolitischer und weltanschaulicher Konflikte, massenmedialer Bildproduktion und zunehmender Zweifel am Realitätsstatus journalistischer Berichterstattung. Vor allem die Twin Towers des World Trade Center in Manhattan sind zu morbiden Ikonen geworden – nachdem sie bei ihrer Eröffnung 1973 als höchste Gebäude der Welt die Macht des kapitalistischen Westens symbolisierten. Beobachter bemerkten vom ersten Schockmoment an, dass die Einschläge von Flugzeugen, wie die meisten sie zuerst auf Fernsehbildschirmen sahen, einem Action-Film US-amerikanischer Provenienz glichen. Beispiele wie „Die Hard“ (USA 1988) oder „Independence Day“ (USA 1996) liegen nahe. Aber es waren 3000 Tote zu beklagen, deren Schicksal keine Fiktion ist. Neben dieser jüngeren Kulturgeschichte zeigen sich bei näherer Betrachtung eine Fülle von Entsprechungen, die historisch weiter zurückreichen. Sie finden sich in Spielfilmen europäischer und US-amerikanischer Produktion und sind zudem verbunden mit einer noch längeren schillernden Tradition: okkultistischen Symbolsystemen der Alchemie, Freimaurerei, des Rosenkreuzertums und der Theosophie. Was in Daniel Hermsdorfs Recherche auf diese Weise Kontur gewinnt, sind Signale geheimgesellschaftlicher Gruppierungen und bildmagischer Spieler. Sie arbeiten verstärkt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, anhebend mit Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“ (1892), an einer Master-Ikonografie 9/11. Neben den populären Bildwelten des Kinos besetzen sie v. a. die New Yorker Skyline mit ihren Monumenten – die in zwei Fällen zum Einsturz gebracht wurden, wie es hartnäckig wiederkehrende Motive in Spielfilmen manchmal unmittelbar, meist aber metaphorisch vorausahnen lassen. Eine film-, kunst- und architekturhistorische Betrachtung wird damit anschließbar an die wuchernden Argumentationslinien der Verschwörungstheorie, die neben Büchern und Filmen die Materialsammlungen und Diskussionsforen des Internets bestimmen. Und sie bringt für diese ganz neue Argumente ins Spiel. Eine Reihe von Tatsachen und Fragen sorgen hier fortgesetzt für Verwunderung: Warum blieb George W. Bush seelenruhig in einer Grundschulklasse, während er vom ersten Anschlag wusste und vom zweiten erfuhr? Was hat es mit den Attentätern auf sich, deren Passbilder ad hoc zu den most wanted men des Erdballs avancierten? Wie wäre ein inside job von US-Machteliten denkbar, der nach bekanntem Muster eine äußere Aggression für Kriegsoffensiven zum Anlass nimmt? Welche Vor-Bilder haben die von Verschwörungstheorien vermuteten Fälschungen des Ereignisses: der Austausch von Verkehrsmaschinen durch unbemannte Drohnen, die Fälschung von Bildern des Anschlags, nachträgliche Lügen über den Tathergang, die Dämonisierung eines globalen Terror-Netzwerks oder auch die unglaublich klingende These von Atombomben, die unter drei eingestürzten WTC-Gebäuden gezündet worden sein sollen? Ohne die üblichen Verdächtigen der verschwörungstheoretischen Tradition seit dem 19. Jahrhundert kann eine solche Geschichte nicht geschrieben werden: Neben den genannten Geheimgesellschaften, über die spekuliert werden muss, sind es Interessen v. a. der Wirtschafts- und Finanzelite generell. Die Rockefeller-Brüder David und Nelson als Planer des World Trade Center sind ebenso notwendig einbezogen in Erwägungen über das Ereignis wie die Dynastie von Bankern, Öl-Produzenten und US-Präsidenten der Bush-Familie oder der WTC-Pächter Larry Silverstein. Hermsdorfs Arbeit kann als singulärer Beitrag zu einer large scale conspiracy theory gewertet werden: In paralleler detaillierter Lektüre von Filmbeispielen zeigt sich, dass nahezu alles, was an diesem Tag geschah und was im Nachhinein über ihn gemutmaßt wurde, bereits in Spielfilmen als Geschichte und bildliche Inszenierung existierte. Was hier sichtbar wird, ist ein Netzwerk von Bezügen, von Begebenheiten und Personen, in denen die Zukunft nach Art von mystischen Systemen in der Vergangenheit präfiguriert. Wenn es kein Vorwissen von diesen Taten gab, dann haben Filmemacher sie 80 Jahre lang erträumt. http://www.kino-okkult.de Zur Aktualisierung und Förderung der Diskussion bietet filmdenken zum Buch ein Wiki: http://filmdenken.de/kino-okkult/wiki
Aktualisiert: 2018-07-12
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Die deutschen und österreichischen Freimaurerbestände im Deutschen Sonderarchiv in Moskau (heute Aufbewahrungszentrum der historisch-dokumentarischen Kollektionen)

Die deutschen und österreichischen Freimaurerbestände im Deutschen Sonderarchiv in Moskau (heute Aufbewahrungszentrum der historisch-dokumentarischen Kollektionen) von Reinalter,  Helmut
Im «Moskauer Sonderarchiv» sind die «Beute-Akten» abgelegt worden, darunter auch die Freimaurer-Akten aus verschiedenen europäischen Staaten, die vorher von den Nationalsozialisten aus den Logen-Archiven und -bibliotheken geraubt, nach Berlin und von dort durch die Rote Armee nach Moskau gebracht wurden. Grundlage dieser Veröffentlichung sind die Findbücher des Bestandes der Freimaurer-Logen-Archive in Deutschland und Österreich.
Aktualisiert: 2023-04-12
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Betrachtungen im Gegenlicht

Betrachtungen im Gegenlicht von Fischer,  Hans A.
Der Autor ist ein bekennender Freimaurer und Freidenker. Er setzt sich mit den grundsätzlichen Fragen nach dem Sinn des Lebens auseinander. In diesem Band beschäftigt er sich mit dem Freimaurertum und deren Spiritualität und fragt sich, was Seele, Geist und Gott sind. Einen großen Teil des Inhaltes widmet sich dem Thema der Zeit, deren menschlichem Erlebnis und Empfinden.
Aktualisiert: 2023-02-08
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Wieland-Studien 9

Wieland-Studien 9 von Manger,  Klaus
Im Mittelpunkt des neunten Bandes der ‚Wieland-Studien‘ steht der politische Wieland. Das Politische in Theorie und Praxis ist zentral für Wielands Leben und Werk, ohne daß man es bislang angemessen berücksichtigt hätte. Aufgrund seiner lebenslangen Reflexion sowie seiner politischen Praxis in Biberach, Erfurt und Weimar steht Wieland im deutschen Sprachraum exemplarisch am Übergang von der humanistischen Funktionselite zum modernen politischen Intellektuellen. Davon zeugen seine gründlichen Auseinandersetzungen mit der politischen Welt in seinen unterschiedlichsten literarischen Werken, in seinen Zeitschriftenbeiträgen wie selbst in seinen Übersetzungskommentaren zu Horaz, Lukian, Aristophanes oder Cicero. Zudem erweist sich Wieland als ein Zuschauer der Zeitgeschichte. Der Band versammelt Studien zu Wielands politischer Aufmerksamkeit, die vorrangig aus einer dem politischen Wieland gewidmeten Tagung aus dem Vorjahr hervorgegangen sind.
Aktualisiert: 2020-12-16
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