Der Dichter Hermann Bahr schrieb 1906 in seiner Wien-Monographie, dass die Stadt „im Qualm und Dunst der Vergangenheit“ ächze – eine Diagnose, die auf die damals starke Präsenz von Geschichts- und Erinnerungskultur verweist. Entsprechend bietet die vorliegende Studie ein Panorama musikbezogener Spielarten der Auseinandersetzung mit Vergangenheit in Wien um 1900.
Anhand einer großen Quellenvielfalt wird die zentrale Bedeutung von Geschichtsvergewisserung für die Musikkultur der Wiener Moderne insbesondere im Zusammenhang mit dem Urbanisierungsprozess der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Dabei werden Musikausstellungen genauso betrachtet wie verschiedene musikalische Erzeugnisse, unter anderem Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals „Rosenkavalier“.
Aktualisiert: 2022-11-01
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Der Dichter Hermann Bahr schrieb 1906 in seiner Wien-Monographie, dass die Stadt „im Qualm und Dunst der Vergangenheit“ ächze – eine Diagnose, die auf die damals starke Präsenz von Geschichts- und Erinnerungskultur verweist. Entsprechend bietet die vorliegende Studie ein Panorama musikbezogener Spielarten der Auseinandersetzung mit Vergangenheit in Wien um 1900.
Anhand einer großen Quellenvielfalt wird die zentrale Bedeutung von Geschichtsvergewisserung für die Musikkultur der Wiener Moderne insbesondere im Zusammenhang mit dem Urbanisierungsprozess der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Dabei werden Musikausstellungen genauso betrachtet wie verschiedene musikalische Erzeugnisse, unter anderem Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals „Rosenkavalier“.
Aktualisiert: 2022-11-01
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Elsa Bienenfeld (1877–1942) wurde in einer Wiener jüdischen Familie als Älteste von vier Kindern geboren. Bereits in ihrem achten Jahr wurde ihr besonderes musikalisches Talent festgestellt. Sie erhielt zuerst privaten Musikunterricht. Von 1889/90 bis 1893/94 studierte sie am damaligen Conservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, im Hauptfach Klavier und schloss dieses praktische Musikstudium im Alter von 17 Jahren als Pianistin mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Da der Besuch eines öffentlichen Gymnasiums in der österreich-ungarischen Monarchie erst ab dem Jahre 1906 möglich war, maturierte sie als Externistin im Juli 1898 am k. k. Akademischen Gymnasium Wien I. Im Wintersemester 1898 begann sie zunächst ein naturwissenschaftliches Studium an der Universität Wien. Gleichzeitig hörte sie aber auch Vorlesungen von Guido Adler über musikwissenschaftliche Themen an der damaligen Historischen Lehrmittelsammlung, dem heutigen Institut für Musikwissenschaft an der Universität Wien, das Adler damals erst aufbaute. Nach einer dieser Vorlesungen entschied sie sich für das Studium der Musikwissenschaft. Sie schloss ihr Studium als erste Frau mit der Promotion zum Doktor der Philosophie im Mai 1903 mit einer Dissertation über „Das Liederbuch des Wolfgang Schmeltzl“ mit Auszeichnung ab. 1904 wurde sie von der leitenden Kommission zum wirkenden Mitglied der „Denkmäler der Tonkunst in Österreich“, herausgegeben von ihrem Doktorvater Guido Adler, ernannt. Anschließend war sie als Wien-Korrespondentin der „Frankfurter Zeitung“ tätig. Ab 1905–1931/32 war sie Musikkritikerin im „Neuen Wiener Journal“. Ihre Lebenssituation in Wien wandte sich 1938 zum Negativen. Sie wurde nachweislich denunziert, war von Januar 1939 bis Juli 1939 inhaftiert, davon die meiste Zeit im Inquisitenspital, da sich ihr Gesundheitszustand rapide verschlechtert hatte. Im Juli 1939 wurde sie wegen Devisenvergehen verurteilt, im Oktober 1939 vom Amtsgericht Josefstadt wegen Geistesschwäche „beschränkt entmündigt“. Im November 1941mußte sie in die Sammelwohnung Dominikanerbastei 22/2/4, Wien I übersiedeln, wurde am 20. Mai 1942 von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort am 26. Mai 1942 ermordet.
Aktualisiert: 2020-01-08
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Wer war Guido Adler? Warum und wie gründete er ein "Institut für Musikwissenschaft"? Warum existiert kein "Gründungsakt"? Wer lehrte dort? Welche Theorien über die Musikwissenschaft entwarfen die Lehrer? Wer waren die StudentInnen? Was und wie viel mussten sie lernen? Wer und wie konnte dort promovieren? Womit befassten sich die Dissertationen? Wie beeinflussten die Monarchie, der I. Weltkrieg, und die danach folgenden Regierungen das Institut? Was wurde zu einem Gegenstand der Musikwissenschaft und warum? Wer und wie hat die Systematik und die Methoden der Musikwissenschaft bestimmt?
Aktualisiert: 2019-01-05
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Guido Adler war ein österreichischer Musikwissenschaftler, Begründer der Wiener Musikwissenschaft und des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Wien, dessen Leitung er bis 1927 übernahm. Das Musikwissenschaftliche Institut wurde zum Zentrum der österreichischen Musikforschung, Guido Adler wurde von der Gesellschaft der Musikfreunde zum Ehrenmitglied ernannt. Zwischen 1894 und 1938 war er Herausgeber des 83-bändigen Werkes "Denkmäler der Tonkunst in Österreich". Guido Adler war ein Vertrauter des berühmten österreichischen Komponisten Gustav Mahler und verfasste im Jahr 1916 dessen Biographie.Hier liegt nun seine eigene Biographie vor: Adler berichtet von seiner Jugend, von seinem Besuch des Konservatoriums, von Liszt, Wagner, Bruckner, Mahler. Er erzählt von Problemen, mit denen er in seiner musikwissenschaftlichen Karriere zu kämpfen hatte, von der Gründungen des Institus, von Kongressen und Vorlesungen, vom musikalischen Kulturleben in Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Geschichte wird von ihm stets mit unterhaltsamen Anekdoten und Dialogen von erstaunlichen Begebenheiten erweitert und lässt den faszinierten Leser staunend zurück vor dem reichen Leben und der großartigen Arbeit dieses leidenschaftlichen Musikwissenschaftlers.Vorliegende Neuausgabe ist ein Nachdruck der Originalausgabe von 1923.
Aktualisiert: 2019-10-29
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