»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-06-03
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»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-06-02
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»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-05-11
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»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-05-11
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»Peter war wie eine Sternschnuppe in meinem Leben ...« Angelika Schrobsdorff
Die Briefe Peter Schwieferts an die Mutter, die mit den Töchtern Angelika und Bettina im bulgarischen Exil lebt, sind ein einzigartiges Dokument: Es sind die Briefe eines jungen Mannes, der mit zärtlicher Sehnsucht an seiner Mutter hängt und nichts mehr erhofft als ein Wiedersehen, während der Krieg die beiden für immer trennt.
Peter, der junge einundzwanzigjährige Sohn aus bürgerlichem, assimiliertem Haus, verlässt Deutschland 1938. Er, der ›Halbjude‹, erklärt sich als Jude und begibt sich auf eine Odyssee durch halb Europa und den Nahen Osten, bevor er schließlich mit den Truppen des Freien Frankreich gegen Hitler kämpft. Ein politischer Kampf, aber auch ein persönlicher – für das, was für ihn größte Bedeutung hat: neben Kunst und Schönheit, Freiheit und Würde.
- Ein einzigartiges, intimes und zeitgeschichtliches Dokument – mit zahlreichen Photographien und Faksimiles
Aktualisiert: 2023-05-11
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»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-05-11
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Helmut Clahsen ist 14 Jahre, jüdischer Abstammung, ohne Schulbildung und kehrt im Juni 1945 aus Belgien, wo er die letzten Jahre der NS-Zeit mit seinem jüngeren Bruder überlebt hat, nach Aachen zurück. Seine jüdischen Verwandten sind tot, deportiert, verschollen. Der katholische Vater, dessen Schwestern und die noch jüngere Schwester der beiden Brüder haben überlebt. Willkommen sind die Brüder keineswegs. Die Schwestern des -Vaters sehen im Überleben der beiden eine Bedrohung und -fürchten, für ihr Verhalten gegen die jüdischen Familienange-hörigen in der NS - Zeit zur Verantwortung gezogen zu werden. Sie wollen die beiden so schnell als möglich endgültig los werden. Der gegenseitige Hass wird trotz Hunger und allgemeiner Nachkriegsnot aufrecht erhalten. Ohnmächtige Wut erfüllt den minderjährigen Helmut, der -nirgendwo Gehör und Beistand zu finden scheint. Seine Art sich verständlich zu machen, erschwert diese Situation besonders. Eine Wende zum Besseren tritt für ihn erst ein, als Tante Mary aus der Evakuierung nach Aachen zurück kehrt und sich, wie schon während der NS-Zeit, für ihn einsetzt.
Aktualisiert: 2023-05-10
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Dieses vierte Buch und der erste Roman des Autors Eberhard B. Freise ist Teil der niemals endenden Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit und damit im 62. Jahr nach Kriegsende noch hochaktuell. Freise alias Sasse, Jahrgang 1933 und Halbjude, nennt seine verdichtet autobiografische Arbeit einen 'dokumentarischen' oder 'zeitgeschichtlichen Roman' mit 'Episoden aus dem Leben eines Mischlings'.
Seine Geschichte spielt im Weimar der Kriegs- und Nachkriegszeit und an anderen deutschen Schauplätzen (Thüringer Wald, Erfurt, Halle, Leipzig, Minden) zwischen 1938 und 1953 – im Spannungsbogen zwischen Reichskristallnacht und Juniaufstand, zwischen Goethe und Buchenwald, Ariern und Juden, Amerikanern und Russen, Spießern und Intellektuellen und trägt damit bewusst zeitkritische Züge.
In der Rahmenhandlung erzählt der gealterte Halbjude Ebel seiner Partnerin Sandra erstmals von den Bindungen an seine Mutter und fehl geschlagenen Bindungsversuchen an Ersatzmütter. Er macht ihr schmerzlich bewusst, wie die Ermordung dieser Mutter Beziehungsstörungen zu Frauen ausgelöst hat, die ihm seelisch so zusetzen, dass sie ihn schließlich umbringen. Es ist das große Thema der Suche nach Mutterliebe, beispielhaft dargestellt an einer wahren Kriegs-Nachkriegs-Geschichte.
'Der Mischling' ist dennoch ein politischer Roman, der Juden-Verfolgung, Bombenterror, Kollektivschuld, Nazi-Repressalien, DDR-Indoktrination und den Aufstand des 17. Juni 1953 aus unmittelbar eigenem Erleben authentisch schildert. Dabei kann er auf erst kürzlich entdeckte private und noch unveröffentlichte Dokumente (wie einen Schriftwechsel mit Hermann Göring und eine Sterbeurkunde des NS-Standesamts Auschwitz) zurückgreifen.
Der Roman erzählt in 39 Episoden das zeitgeschichtlich symptomatische Erleben eines Heranwachsenden, wobei jede Episode wie eine Kurzgeschichte einzeln lesbar ist, aber am roten Faden einer durchgehenden Handlung hängt. Der Text wechselt spannungsreich zwischen Tatsachenbericht und kritischer Reflexion.
Der Autor verwendet eine eindringliche und einfühlsame, sehr dichte und bilderreiche, aber dennoch ganz einfache Sprache und vermag intensiv und anrührend zu erzählen. Er zeigt, wie schön, wie subtil und wie facettenreich seine deutsche Umgangssprache sein kann. Mit fortschreitendem Älterwerden des Ich- Erzählers wächst die literarische Diktion allmählich aus einer kindlichen Erzählweise heraus in eine intellektuell geleitete, humorvoll-sarkastische Prosa.
Prof. Dr. Eckhard Freise, Historiker (Wuppertal):
„Der Mischling“ ist das liebevoll gepinselte, stilsichere und atmosphärisch sehr dichte Genre-Bild einer aus den Fugen geratenen, mühsam um ihre Contenance, um ihr letztes Habe in Geist und Besitz oder auch nur ums Überleben kämpfenden bürgerlichen Gesellschaft. Normalerweise wird in Autobiographien gelogen, was das Zeug hält. Beim „Mischling“ hatte ich den durchgehend bleibenden Eindruck: Hier schreibt sich der Autor Traumata und Obsessionen von der Seele - ganz nach dem Geschmack des alten George Bernard Shaw. Man hüte sich vor älteren Männern; sie haben nichts mehr zu verlieren. Man könnte ergänzen: Erst im Alter sind schmerzhafte Wahrheiten über sich und andere erträglich. Also: Chapeau! Und eine Menge offen eingestandenen Neides ob dieser eleganten und bewegenden Schreibkünste. Die besseren Literaten und Lebensinterpreten sind eben doch die Journalisten.
Aktualisiert: 2022-07-28
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Dr. W. Dieter Bergman, geb.1920 in Leipzig, gest.1997 in Hayward, Kalifornien.
Die eine Hälfte des Lebens auf dem Alten, die andere auf dem Neuen Kontinent, ein halbes Leben für die Musik, ein halbes für die Medizin. Halb konservative politische Überzeugung, halb rebellisch-liberale.Weder Jude noch Arier, sitzt der Autor zwischen Stuhl und Bank und wandert ein paar Jahre zwischen zwei Welten. Der Zwang, sich mit Überlegungen, Anpassungen, Infragestellungen und Erinnerungen auseinandersetzen zu müssen, lässt ihn im reifen Alter mit sich selbst ins Reine kommen. Und er braucht keinerlei Stuhl oder Bank mehr.
Aktualisiert: 2022-04-29
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»Peter war wie eine Sternschnuppe in meinem Leben ...« Angelika Schrobsdorff
Die Briefe Peter Schwieferts an die Mutter, die mit den Töchtern Angelika und Bettina im bulgarischen Exil lebt, sind ein einzigartiges Dokument: Es sind die Briefe eines jungen Mannes, der mit zärtlicher Sehnsucht an seiner Mutter hängt und nichts mehr erhofft als ein Wiedersehen, während der Krieg die beiden für immer trennt.
Peter, der junge einundzwanzigjährige Sohn aus bürgerlichem, assimiliertem Haus, verlässt Deutschland 1938. Er, der ›Halbjude‹, erklärt sich als Jude und begibt sich auf eine Odyssee durch halb Europa und den Nahen Osten, bevor er schließlich mit den Truppen des Freien Frankreich gegen Hitler kämpft. Ein politischer Kampf, aber auch ein persönlicher – für das, was für ihn größte Bedeutung hat: neben Kunst und Schönheit, Freiheit und Würde.
- Ein einzigartiges, intimes und zeitgeschichtliches Dokument – mit zahlreichen Photographien und Faksimiles
Aktualisiert: 2023-03-14
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»Wer ist fremder, ihr oder ich?«
Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.
Aktualisiert: 2023-01-28
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Helmut Clahsen ist 14 Jahre, jüdischer Abstammung, ohne Schulbildung und kehrt im Juni 1945 aus Belgien, wo er die letzten Jahre der NS-Zeit mit seinem jüngeren Bruder überlebt hat, nach Aachen zurück. Seine jüdischen Verwandten sind tot, deportiert, verschollen. Der katholische Vater, dessen Schwestern und die noch jüngere Schwester der beiden Brüder haben überlebt. Willkommen sind die Brüder keineswegs. Die Schwestern des -Vaters sehen im Überleben der beiden eine Bedrohung und -fürchten, für ihr Verhalten gegen die jüdischen Familienange-hörigen in der NS - Zeit zur Verantwortung gezogen zu werden. Sie wollen die beiden so schnell als möglich endgültig los werden. Der gegenseitige Hass wird trotz Hunger und allgemeiner Nachkriegsnot aufrecht erhalten. Ohnmächtige Wut erfüllt den minderjährigen Helmut, der -nirgendwo Gehör und Beistand zu finden scheint. Seine Art sich verständlich zu machen, erschwert diese Situation besonders. Eine Wende zum Besseren tritt für ihn erst ein, als Tante Mary aus der Evakuierung nach Aachen zurück kehrt und sich, wie schon während der NS-Zeit, für ihn einsetzt.
Aktualisiert: 2023-02-13
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Der Redakteur der Frankfurter Zeitung und Herausgeber der FAZ war einer der bedeutendsten deutschen Journalisten des 20. Jahrhunderts.
Benno Reifenbergs Vita ist auf das Engste verbunden mit der Geschichte der »Frankfurter Zeitung«, die im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik zu den wichtigsten Stimmen des deutschen Liberalismus zählte. In der NS-Zeit konnte das Blatt als Vorzeige-Zeitung für das Ausland bis 1943 weiter erscheinen und genoss dabei größere Freiräume als die meisten anderen deutschen Medien. Dennoch musste die Redaktion täglich einen heiklen Balanceakt zwischen Anpassung und Widerstand leisten. Als »Halbjude« war Reifenbergs Situation dabei besonders prekär. Von 1945 bis 1958 wirkte er als Herausgeber der Halbmonatsschrift »Die Gegenwart«, die sich in der rasch wandelnden Medienlandschaft der jungen Bundesrepublik nicht behaupten konnte. Nach der Fusion der »Gegenwart« mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« war Reifenberg von 1959 bis 1966 FAZ-Herausgeber und zählte damit erneut zu den tonangebenden Publizisten in Deutschland.
Dagmar Bussiek porträtiert Reifenberg als politischen Kommentator und leidenschaftlichen Feuilletonisten, der fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte schreibend mitgestaltet hat. Reifenberg war Demokrat und zugleich mental verankert in der Bürgerwelt des 19. Jahrhunderts. Seine Mission war die Bewahrung der bürgerlichen Lebenswelt und Deutungsmacht über historische Zäsuren hinweg.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Der Redakteur der Frankfurter Zeitung und Herausgeber der FAZ war einer der bedeutendsten deutschen Journalisten des 20. Jahrhunderts.
Benno Reifenbergs Vita ist auf das Engste verbunden mit der Geschichte der »Frankfurter Zeitung«, die im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik zu den wichtigsten Stimmen des deutschen Liberalismus zählte. In der NS-Zeit konnte das Blatt als Vorzeige-Zeitung für das Ausland bis 1943 weiter erscheinen und genoss dabei größere Freiräume als die meisten anderen deutschen Medien. Dennoch musste die Redaktion täglich einen heiklen Balanceakt zwischen Anpassung und Widerstand leisten. Als »Halbjude« war Reifenbergs Situation dabei besonders prekär. Von 1945 bis 1958 wirkte er als Herausgeber der Halbmonatsschrift »Die Gegenwart«, die sich in der rasch wandelnden Medienlandschaft der jungen Bundesrepublik nicht behaupten konnte. Nach der Fusion der »Gegenwart« mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« war Reifenberg von 1959 bis 1966 FAZ-Herausgeber und zählte damit erneut zu den tonangebenden Publizisten in Deutschland.
Dagmar Bussiek porträtiert Reifenberg als politischen Kommentator und leidenschaftlichen Feuilletonisten, der fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte schreibend mitgestaltet hat. Reifenberg war Demokrat und zugleich mental verankert in der Bürgerwelt des 19. Jahrhunderts. Seine Mission war die Bewahrung der bürgerlichen Lebenswelt und Deutungsmacht über historische Zäsuren hinweg.
Aktualisiert: 2022-09-13
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Der Redakteur der Frankfurter Zeitung und Herausgeber der FAZ war einer der bedeutendsten deutschen Journalisten des 20. Jahrhunderts.
Benno Reifenbergs Vita ist auf das Engste verbunden mit der Geschichte der »Frankfurter Zeitung«, die im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik zu den wichtigsten Stimmen des deutschen Liberalismus zählte. In der NS-Zeit konnte das Blatt als Vorzeige-Zeitung für das Ausland bis 1943 weiter erscheinen und genoss dabei größere Freiräume als die meisten anderen deutschen Medien. Dennoch musste die Redaktion täglich einen heiklen Balanceakt zwischen Anpassung und Widerstand leisten. Als »Halbjude« war Reifenbergs Situation dabei besonders prekär. Von 1945 bis 1958 wirkte er als Herausgeber der Halbmonatsschrift »Die Gegenwart«, die sich in der rasch wandelnden Medienlandschaft der jungen Bundesrepublik nicht behaupten konnte. Nach der Fusion der »Gegenwart« mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« war Reifenberg von 1959 bis 1966 FAZ-Herausgeber und zählte damit erneut zu den tonangebenden Publizisten in Deutschland.
Dagmar Bussiek porträtiert Reifenberg als politischen Kommentator und leidenschaftlichen Feuilletonisten, der fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte schreibend mitgestaltet hat. Reifenberg war Demokrat und zugleich mental verankert in der Bürgerwelt des 19. Jahrhunderts. Seine Mission war die Bewahrung der bürgerlichen Lebenswelt und Deutungsmacht über historische Zäsuren hinweg.
Aktualisiert: 2022-09-13
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„Eigentlich können einem die Juden leidtun“, sagte ich im Badezimmer als Vierjähriger auf dem Nachttopf sitzend zu meiner älteren Schwester Uschi, die ihrerseits auf dem Klo saß. „Wir sind doch auch Juden!“, antwortete die.
Mit diesem Moment und einem deutlich empfundenen Schrecken beginnen die Erinnerungen von Max Karlemann, der 1927 in Breslau geboren wurde. Weil sein Vater Jude ist, gerät die Familie nach der Etablierung des nationalsozialistischen Regimes immer stärker unter Druck, bis sie auseinandergerissen wird: Der Vater muss 1939 nach Schanghai emigrieren, die Ehe der Eltern wird 1943 zwangsweise geschieden. Die Kinder- und Jugendjahre von Max sind geprägt von Verdächtigungen, Ausgrenzung und der Angst, als „Halbjude“ bloßgestellt und der NS-Vernichtungsmaschinerie ausgeliefert zu werden. Vor diesem Hintergrund lernt Max schon sehr früh, sich mit den Themen Recht und Unrecht, Freundschaft und Feindschaft, Solidarität und Verrat auseinanderzusetzen.
Berührend und in den tragischen Momenten immer auch humorvoll schildert der Autor, wie ihn das Hören von Musik alles Schreckliche und Ängstigende für Augenblicke vergessen ließ. Und wie er nach Kriegsende fast schon trotzig die ihm verwehrte Bildung als eine Form des Widerstandes gegen das NS-Regime aufholte. Die Erzählung von Max geht schließlich auch der Frage nach, welche Konsequenzen es hat, einen jüdischen Vater zu haben: von der Zeit des Nationalsozialismus über die bundesdeutsche Nachkriegszeit bis heute.
Aktualisiert: 2019-02-28
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DVD zum gleichnamigen Buch von Ulrich Rabe "Der Uli, der ist ein Jude!"
In der Nazizeit wurde Ulrich Rabe als "Halbjude" verfolgt und 1944 zur Zwangsarbeit nach Frankreich deportiert.
Durch eine abenteuerliche Flucht in die amerikanische Gefangenschaft gelang ihm schließlich1945 die Heimkehr in seine sächsische Heimat. Vom Betriebsschlosser zum Wissenschaftsattaché der DDR-Botschaft in Tokio bis hin zum Dozenten an der Hochschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow war es ein langer Weg. Seit 69 Jahren engagiert er sich in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.
Aktualisiert: 2022-03-24
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Der Erfurter Willy Wiemokli (1908–1983), Sohn einer evangelischen Mutter und eines zum Protestantismus konvertierten jüdischen Vaters, wird im Nationalsozialismus zum „jüdischen Mischling“ erklärt. Der Rassenhass nimmt ihm beide Eltern. Seine Mutter leidet so unter der Verfolgung ihrer Familie, dass sie 1942 einem Schlaganfall erliegt. Sein Vater wird 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Zum Rettungsanker wird für Willy Wiemokli das Erfurter Familienunternehmen J. A. Topf & Söhne, das ihn nach seiner Buchenwald-Haft im Januar 1939 als Buchhalter einstellt und vor der Gestapo in Schutz nimmt. Nur Monate später beginnt diese Firma Leichenverbrennungsöfen nach Buchenwald und in andere Konzentrationslager zu liefern. Das Unternehmen geht so weit, die Krematorien im Vernichtungszentrum Auschwitz-Birkenau mit Öfen und Gaskammer-Lüftungstechnik auszurüsten. Willy Wiemokli weiß von den Geschäften mit der SS und engagiert sich trotzdem – auch nach Kriegsende und nun in leitender Funktion – für den Betrieb. In der DDR der 1950er Jahre wird er erneut ein Opfer des Antisemitismus, nun stalinistischer Prägung.
Aktualisiert: 2021-11-14
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Artur Lauinger, geboren 1879 als Sohn einer Hopfenhändlerfamilie in Augsburg, wird 1937 als vermutlich letzter jüdischer Journalist in Deutschland entlassen. Dreißig Jahre lang hat er für die Frankfurter Zeitung gearbeitet. Als er zwei Jahre später nach London emigriert, lässt er seinen damals 20-jährigen Sohn Wolfgang in Deutschland zurück, damit dieser „dem Vaterland“ – sprich: der Wehrmacht – diene. Als Wolfgang Lauinger nach wenigen Wochen als „Halbjude“ aus der Wehrmacht entlassen wird, schließt er sich in Frankfurt einer Gruppe von Swingjugendlichen an, die sehr schnell die Aufmerksamkeit der Gestapo auf sich zieht. Doch auch nach der Befreiung ist die Verfolgung für ihn nicht zu Ende. 1950 wird er wegen des Verdachts, gegen den § 175 verstoßen zu haben, erneut verhaftet.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Aktualisiert: 2017-03-01
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