"Er dachte, falsch gehört zu haben..., er glaubte, falsch verstanden zu haben..., als er zum ersten Mal mit der Ideologie des mexikanischen Indigenismus konfrontiert wurde. Sollten die indigenen Völker seines Landes nur "ein Schauspiel für Touristen und Anthropologen" sein und die wichtigsten Dinge der westlichen Zivilisation ihr Leben lang als Almosen erhalten? Dieser seiner Meinung nach paternalistischen Ideologie wollte José Porfirio Miranda mit aller Macht entgegentreten. Er tat es mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln - seinem durch jahrzehntelange Studien und umfangreiche Recherchen geschärften Verstand und seinem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Das Ergebnis ist das vorliegende Buch Anthropologie und Indigenismus, dessen Erstausgabe in spanischer Sprache 1999, zwei Jahre vor seinem Tod, erschien."
Dr. Peter Haase
"Eingeborene Kulturen erhalten? [...] Es wären Reservate ohne medizinische Versorgung, ohne elektrischen Strom, ohne Wasserleitungen, ohne Kanalisation, ohne Möbel usw. Eine absolute Schande; ein Schauspiel für Touristen und Anthropologen."
"Auch die Bewohner der Dritten Welt sind Personen, die das unveräußerliche Recht, respektiert zu werden, besitzen. Folglich sollte sich der Erstweltler entscheiden: Jene verdienen genau den gleichen Respekt wie ich. Sie verdienen es wie ich, die Vorzüge der Zivilisation zu genießen."
José Porfirio Miranda de la Parra
Aktualisiert: 2023-05-15
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Am 1. Januar 1994 erhoben sich mehrere tausend Indios im südöstlichsten Bundesstaat Mexikos und erklärten dem Staat den Krieg. Wenige Tage nach Ausbruch der Rebellion gingen hunderttausende Demonstranten in Mexiko-Stadt auf die Straßen und forderten eine Einstellung der Kampfhandlungen von Seiten des Militärs. Der damalige Präsident de Gotari musste dem öffentlichen Druck nachgeben und ließ die Kämpfe seitens des Staates beenden. Auch die Aufständischen, bekannt unter dem Namen „Ejercito Zapatista de Liberación Nacional“ – kurz EZLN – erklärten eine Waffenruhe, die bis heute von ihnen eingehalten wird. Die anfängliche Guerilla transformierte sich in der Zeit nach dem Aufstand in eine soziale Bewegung. Aus revolutionären Absichten wurden reformerische. Die EZLN forderte Investitionen im Bereich der Menschenrechte, Bildung, Schulen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, von öffentlichen Einrichtungen, Frauenrechte sowie die Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Da es zu keiner Einigung zwischen dem Staat und den Aufständischen kam, gründeten die Zapatisten innerhalb ihres Einflussgebietes autonome Gemeinden und bauten eigene Strukturen auf wie Schulen, Gesundheitszentren, Kooperativen, Verwaltungsräte und Distributionskanäle für ihre agrarischen Erzeugnisse. Mittlerweile gelten die Zapatisten als innovative „Speerspitze“ der weltweiten Antiglobalisierungsbewegung und als erste postkommunistische Bewegung weltweit. Torben Ehlers untersucht sowohl den genaueren Aufstandsverlauf, als auch die Möglichkeit, ob die EZLN mittels neuerer Ansätze der aktuellen sozialen Bewegungsforschung strukturalistisch genauer zu klassifizieren ist. Dafür werden vier Haupttheorien herangezogen: das neue soziale Bewegungsparadigma, der Ressourcenmobilisierungs-Ansatz, Framing-Konzepte und die Cultural Politics (aus den Cultural Studies).
Aktualisiert: 2020-03-04
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Der Sprachwechsel in literarischen Werken hat im 20. Jh. in mancherlei Hinsicht eine neue Qualität erlangt. Die Studie sucht in Einzelanalysen von Werken verschiedener Gattungszugehörigkeit mit französischer, italienischer, spanischer, portugiesischer und deutscher Trägersprache ein breites Spektrum mehrsprachiger Literatur vom Beginn der klassischen Moderne bis zur Gegenwart zu präsentieren und die Befunde vor dem Hintergrund der Forschung von Verfahren und Funktionen der Mehrsprachigkeit in älteren Werken abzugrenzen.
Ausführlicher betrachtet werden u.a. Texte von Th. Mann, M. de Andrade, A. Schmidt, Cortázar, Semprún, Roche, Jandl, Camilleri, Cabrera Infante, Sanguineti, Goytisolo, Eco, U. Johnson, Vieira, Le Clézio und J. Ríos. Die Vielfalt der Objekte – darunter auch mehrsprachige KZ-Berichte, indigenistische Romane, Chicano-Literatur, mischsprachige Lyrik und Einsprengsel in Phantasiesprachen – soll restriktiven ästhetischen und ideologischen Zuschreibungen des Phänomens entgegenwirken.
Aktualisiert: 2019-01-08
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"Er dachte, falsch gehört zu haben..., er glaubte, falsch verstanden zu haben..., als er zum ersten Mal mit der Ideologie des mexikanischen Indigenismus konfrontiert wurde. Sollten die indigenen Völker seines Landes nur "ein Schauspiel für Touristen und Anthropologen" sein und die wichtigsten Dinge der westlichen Zivilisation ihr Leben lang als Almosen erhalten? Dieser seiner Meinung nach paternalistischen Ideologie wollte José Porfirio Miranda mit aller Macht entgegentreten. Er tat es mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln - seinem durch jahrzehntelange Studien und umfangreiche Recherchen geschärften Verstand und seinem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Das Ergebnis ist das vorliegende Buch Anthropologie und Indigenismus, dessen Erstausgabe in spanischer Sprache 1999, zwei Jahre vor seinem Tod, erschien."
Dr. Peter Haase
"Eingeborene Kulturen erhalten? [...] Es wären Reservate ohne medizinische Versorgung, ohne elektrischen Strom, ohne Wasserleitungen, ohne Kanalisation, ohne Möbel usw. Eine absolute Schande; ein Schauspiel für Touristen und Anthropologen."
"Auch die Bewohner der Dritten Welt sind Personen, die das unveräußerliche Recht, respektiert zu werden, besitzen. Folglich sollte sich der Erstweltler entscheiden: Jene verdienen genau den gleichen Respekt wie ich. Sie verdienen es wie ich, die Vorzüge der Zivilisation zu genießen."
José Porfirio Miranda de la Parra
Aktualisiert: 2023-04-17
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