David Sealtiel

David Sealtiel von Lorenz,  Ina
David de Benjamin Sealtiel (1903–1969), ein in Berlin geborener Hamburger Sefarde, war früh ein rebellischer Außenseiter, der sich nach Anerkennung sehnte. Das aufsässige Kind, das die väterliche Autorität in Frage stellte, wurde Fremdenlegionär und verteidigte als „Aluf“ Jerusalem im Unabhängigkeitskrieg von 1948. Der orientierungslose Jüngling aus Hamburg, der die Synagoge mied und sich lieber in den Kneipen der Hafenstädte herumtrieb, wurde ein Freund von Martin Buber, Gershom Scholem und Izhak Ben Zvi. Aus dem gescheiterten landwirtschaftlichen Arbeiter in Palästina wurde der Leiter der Hachschara in Frankreich. Und aus dem Funktionär der Haganah, den die Deutschen drei lange Jahre in den Konzentrationslagern folterten und misshandelten und den die Briten zum Tode verurteilten, wurde der Botschafter des Staates Israel in Brasilien, Mexiko und Holland.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Hugo Haase

Hugo Haase von Scholle,  Thilo
Hugo Haase (1863–1919) gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Sozialdemokratie. Der aus einem jüdischen Elternhaus in Ostpreußen stammende Rechtsanwalt war neben August Bebel Vorsitzender der SPD und Reichstagsmitglied. Als Kriegsgegner wurde er Gründungsvorsitzender der USPD und im November 1918 Mitglied im Rat der Volksbeauftragten. Er starb im November 1919 an den Folgen eines Attentats.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Ephraim Salomon Unger

Ephraim Salomon Unger von Pevsner,  Ludmila, Preu,  Otto
Ephraim Salomon Unger (1789 –1870) wurde in Coswig an der Elbe geboren. 1806 zog seine Familie ins napoleonisch besetzte Erfurt. Nach Studium und Promotion an der Erfurter Universität war er als Privatdozent für Mathematik und Philosophie tätig. Er gründete eine private mathematische Lehranstalt, die sich zur Realschule und später zum Realgymnasium entwickelte. Unger konnte damit seine Idee von Erfurt als modernder Schulstadt verwirklichen. Er war Mitarbeiter einer Reihe von Zeitungen und Zeitschriften und Autor zahlreicher mathematischer Lehrbücher. Unger war zudem Mitbegründer der jüdischen Gemeinde Erfurts, Förderer des Synagogenbaus sowie Vorsteher der jüdischen Gemeinde und Leiter der Repräsentantenversammlung. Zu seinen Lebzeiten galt die jüdische Gemeinde Erfurts als wohlhabend, liberal, kulturell assimiliert und wurde von der christlichen Umgebung geachtet. Die Stadt Erfurt zeichnete ihn mit Ehrenbürgerrechten aus.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Das Kreuz des Südens

Das Kreuz des Südens von Eckl,  Marlen, Krausz,  Luis S.
Rolândia, eine landwirtschaftliche Siedlung im brasilianischen Bundesstaat Paraná, wurde in den 1930er Jahren ein Zufluchtsort für mehr als 80 Familien, die aus politischen und/oder rassistischen Gründen vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Sie kamen aus großbürgerlichem, städtischem Milieu und mussten sich in der ungezähmten Natur als Landwirte und Kaffeepflanzer eine neue Existenz aufbauen. Ihre besondere Lebensweise, eine Mischung aus deutscher Kultur, jüdischen Traditionen und brasilianischen Bräuchen, ist Thema dieses Romans, dessen Ich-Erzähler Rolândia in den 1970er Jahren während der Militärdiktatur besucht und den Alltag dieser Familien aus der Sicht eines Nachkommens österreichisch-jüdischer Immigranten aus São Paulo schildert. Er erzählt von Akkulturation und Nostalgie, vom jüdischen Schicksal und Exil und vom Leben zwischen zwei (oder drei) Welten.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Eduard Bernstein

Eduard Bernstein von Rubovitch,  Yuval
Eduard Bernstein (1850–1932) wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Jude im preußischen Berlin geboren. Sowohl im deutschen Kaiserreich als auch aus dem Exil heraus engagierte er sich als SPD-Theoretiker und -Politiker und verstarb zum Ende der Weimarer Republik. Der prominente Sozialdemokrat widmete sich seit dem Fin de Siècle neben der „Revisionismusdebatte“ dem Frieden und der Demokratie, aber auch dezidiert jüdischen Fragen. „Wo der Jude als Jude unterdrückt war, da ließ sie sich nicht durch das tief in ihrer Seele ausgeprägte proletarische Klassengefühl beirren“, schrieb Bernstein 1898 in seinem Nachruf auf Eleanor Aveling-Marx, „da erwärmte sie sich für den Unterdrückten ohne Rücksicht auf Klassenstellung“. Diesem Credo versuchte er seither zu folgen – für die Juden Rumäniens und Osteuropas, für die Ostjuden in Deutschland und schließlich auch für den Zionismus.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Herrin ihrer selbst: Zahnkunst, Wahlrecht und Vegetarismus

Herrin ihrer selbst: Zahnkunst, Wahlrecht und Vegetarismus von Boxhammer,  Ingeborg
Welche Möglichkeiten hatten ledige jüdische Frauen im Deutschen Kaiserreich, ihre eigenen Wege zu gehen und sich selbst zu verwirklichen? Die Biographie von Margarete Herz (1872–1947) setzt neue Akzente zum Engagement in der Frauenstimmrechtsbewegung, der Lebensreformbewegung – und der Zahnheilkunde: Die Dentistin stand im Zentrum eines kleinen Netzwerkes selbstständig arbeitender Frauen. Sie und ihr „lesbian-like“ Freundinnenkreis kämpften für radikaldemokratische Bürgerinnenrechte. Später baute sich Margarete Herz mit einer vegetarischen Gaststätte und einem Reformhaus eine wirtschaftlich unabhängige Existenz auf. Diese wurde jedoch durch erstarkenden Antisemitismus und die nationalsozialistische Diktatur zerstört. 1938 gelang ihr die Flucht in die USA. Mit Hilfe der überlieferten Privatkorrespondenz einer Schwägerin, der Antifaschistin und Pazifistin Alice Herz (1882–1965), entstand ein lebendiges Porträt.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Deutschland braucht jüdischen Religionsunterricht

Deutschland braucht jüdischen Religionsunterricht von Klapheck,  Elisa, Landthaler,  Bruno, Rappoport,  Rosa
Es ist kein neues Fach. Neu ist nur die Debatte über Jüdische Religionslehre als allgemeines Schulfach. In Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden und Religionslehrern haben einige Schulministerien entsprechende Lehrpläne entwickelt. Das heutige Schlagwort heißt „kompetenzorientiert“. Innerjüdisch besteht die Herausforderung darin, wie durch kompetenzorientierten Unterricht die Pluralität des Judentums den Schülerinnen und Schülern dahingehend vermittelt wird, eigenständig mit der jüdischen Tradition umgehen und ihr religiöses Selbstverständnis gestalten zu können. Gegenüber der allgemeinen Gesellschaft stellt sich wiederum die Frage, wie der jüdische Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler befähigt, selbstbewusst ihr Judentum als Teil einer multireligiösen und pluralistischen Wirklichkeit zu leben. Zu diesen Fragen nehmen Bruno Landthaler, Mitherausgeber der Kinder-Tora „Erzähl es deinen Kindern“, und Rosa Rappoport, Mitverfasserin des Lehrplans in Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit Elisa Klapheck Stellung.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Walther Bensemann

Walther Bensemann von Beyer,  Bernd-M.
Walther Bensemann (1873–1934), Fußballpionier und Gründer der noch heute existierenden Sportzeitung Kicker, ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Fußballgeschichte. Ende des 19. Jahrhunderts gründete er die ersten Vereine in Süddeutschland und arrangierte die ersten grenzüberschreitenden Spiele. Gegen engstirnige Funktionäre im Deutschen Fußballbund focht der Kosmopolit während der Weimarer Zeit für die Idee, dass internationale Sportereignisse zur Verständigung und zur Friedenswahrung beitragen könnten. Das erzwungene Exil 1933 und sein früher Tod 1934 ließen eine Stimme verstummen, deren Ideale noch heute aktuell sind.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Magnus Hirschfelds Exil-Gästebuch 1933–1935

Magnus Hirschfelds Exil-Gästebuch 1933–1935 von Bergemann,  Hans, Dose,  Ralf, Dubout,  Kevin, Keilson-Lauritz,  Marita
Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868–1935) führte während seines Exils in Frankreich zwischen 1933 und 1935 ein „Gästebuch“, in das sich nicht nur seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher eintrugen. Er nahm dieses Buch auch gelegentlich mit auf Reisen, wenn er selbst privater Gast war oder an Veranstaltungen teilnahm. Das Gästebuch versammelt Einträge von Freundinnen und Freunden wie von flüchtigen Bekannten; prominente Namen stehen neben uns völlig unbekannten. Hirschfelds „Gästebuch“ wird heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach verwahrt. Es wird hier in einer vollständigen Edition mit den Abbildungen der Originalseiten vorgelegt. Die Einträge wurden transkribiert und, wenn fremdsprachig, auch übersetzt. Die Edition enthält biographische Angaben zu den Personen und zu den Beziehungen, in denen sie zu Magnus Hirschfeld standen. Das Gästebuch umfasst Einträge von mehr als 260 Personen, viele davon ebenfalls deutsche Emigrantinnen und Emigranten. Daneben finden sich zahlreiche Französinnen und Franzosen sowie Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, außerdem fast 90 Erinnerungsfotos. Ausführliche Einleitungstexte geben Informationen zur Entstehungsgeschichte des Buches und zur Situation Hirschfelds im Exil in Frankreich. 182 Kurzbiographien und ein umfangreiches Verzeichnis der verwendeten Literatur machen dieses Gästebuch zu einem wichtigen Nachschlagewerk für die Exilforschung.
Aktualisiert: 2019-06-10
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Eine Träne in die Ewigkeit

Eine Träne in die Ewigkeit von Greenberg,  Irving, Marder,  Samuel, Seeberg,  Ulrich, Yuter,  Alan Y.
Dieses Buch enthält Kurzgeschichten, autobiographische Erzählungen und Gedichte, die zum einen das jüdische Leben vor dem Krieg in Czernowitz – der Heimatstadt des Autors – schildern. Zum anderen handeln sie von Samuel Marders Erfahrungen während der Zeit des Holocaust und der späteren Emigration über Deutschland nach Amerika. Samuel Marder verschweigt den Schmerz nicht, der seinen Lebensweg prägt. Denn er spricht um des Guten willen, das sich auch im Bösen findet. Die Texte des Buches beziehen sich daher in verschiedener Weise auf eine spirituelle Dimension, die Tod und Leben miteinander verbindet. Indem Samuel Marder aus seiner Lebenserfahrung heraus den Schmerz und den Zweifel in dieser Orientierung zur Sprache bringt, lädt er den Leser ein, selbst auf das zu achten, was von bleibender Bedeutung ist.
Aktualisiert: 2019-06-10
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