Flying High

Flying High von Brugger,  Ingried, Gómez,  Edward M., Gruber,  Elmar R., Lombardi,  Sarah, Rieger,  Hannah, Röske,  Thomas, Rudorfer,  Veronika, Safarova,  Barbara, Steinlechner,  Gisela
Kunst und Emanzipation: Das Kunstforum Wien rückt erstmals weibliche Positionen der Art Brut in den Blickpunkt der Kunstöffentlichkeit. Der Art-Brut-Begriff geht heute über den ausschließlichen Fokus von Arbeiten aus Psychiatrien hinaus und umfasst auch »mediumistische« (von einem Geist geführte) Künstlerinnen und Künstler, sogenannte »Einzelgänger« und Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum Wien widmet sich erstmals umfassend weiblichen Positionen der Art Brut und führt in über 300 Werken von 93 Künstlerinnen deren Vielfalt, Internationalität sowie die historischen und gegenwärtigen Dimensionen vor Augen. Ausstellung und Buch rücken die Künstlerinnen der Art Brut ins Zentrum der Aufmerksamkeit und laden zum Entdecken eines schier unendlichen Spektrums künstlerischer Produktion von Frauen ein. Denn wie überall gilt auch in der Kunst: Nur das, was wahrgenommen werden kann, existiert.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Anna Gaskell

Anna Gaskell von Ismail,  Nadia
Anna Gaskell arbeitet seit Mitte der 1990er-Jahre mit dem Medium der inszenierten Fotografie. Stilmerkmal ihrer analog aufgenommenen und unbearbeiteten Einzelfotografien ist der explizite Bezug zur soziokulturellen Prägung des Betrachters. Die Künstlerin schafft in ihren Arbeiten die Suggestion einer chronologisch erzählten Geschichte, die trotz der klar erkennbaren, gegenständlichen Bildsprache rätselhaft, erotisch und unheimlich erscheint. Hauptakteure sind Mädchen an der Schwelle zum Frausein, deren Handlungen diffus und ohne Auflösung bleiben. Nadia Ismail untersucht die künstlerischen Strategien der 1969 geborenen Amerikanerin anhand einer Auswahl ihrer fotografischen Serien mit Schwerpunkt auf den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren. Die Aufnahmen werden in von der Forschung noch nicht berücksichtigte Analogien gestellt und dadurch in einen neuen fotohistorischen, literarischen sowie kunsthistorischen Kontext gesetzt. In den bewusst weit gefassten, interdisziplinären und medienübergreifenden Exkursen erörtert Ismail, welchen Anteil an der Bildgenese der Betrachter besitzt und welchen die fotografische Aufnahme selbst offenbart. Sie zeigt auf, dass Anna Gaskell Stilmittel aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und verschiedenen historischen Epochen auf ihre Fotografien anwendet, mit dezidiertem Schwerpunkt auf dem Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Neben kunsthistorischen Bezügen werden künstlerische Strategien primär aus Literatur sowie Film und überdies Krankheitsbilder aus der Psychologie und Psychopathologie in Exkursen beschrieben, als Einflussfaktoren herausgearbeitet und in den betrachteten Werkserien verortet. Die Dissertation bildet die erste umfängliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den fotografischen Serien.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Betty Tompkins

Betty Tompkins von Pernegger,  Karin, Tompkins,  Betty
Etwas Intimes in etwas Monumentales verwandeln1969 startete die heute in New York lebende Betty Tompkins (*1945) mit ihren großformatigen, fotorealistischen und detailgenauen Ölbildern von Penetrationen und Masturbationen weiblicher Genitalien. Wie sie selbst sagte, bot das große Format die schöne Möglichkeit, gleichzeitig Abstraktion zu erzielen und sexuelle Freizügigkeit zu erzeugen, also ließ sie fortan alles weg, was eine Zuordnung erlaubte: Köpfe, Hände und Füße. 1973 wurden zwei ihrer Arbeiten dennoch bei der Einfuhr nach Frankreich vom Zoll beschlagnahmt. 2003 lud Harald Szeemann sie auf die erste Lyon-Biennale ein, zeigte genau jene Bilder – und noch im selben Jahr erwarb sie das Centre Pompidou in Paris für seine Sammlung. Viele Museen, darunter auch amerikanische, sind seither der zeitgenössischen Sammlung der französischen Kapitale gefolgt, oder haben, wie das PS1 in New York, die Arbeiten von Betty Tompkins ausgestellt. Dabei stehen die Werke wie so viele Beispiele ihrer amerikanischen Kolleginnen und Kollegen eben nicht nur für den generationenübergreifenden Aufbruch und die Rebellion gegen die sexuelle Unterdrückung und den Rassenhass der 1960er Jahre, sondern auch ganz profan für die Entdeckung und Anwendung neuer technischer Mittel und Wege in der Malerei. So hat Betty Tompkins Versuche mit Airbrush unternommen, mit Stempeln, Grafitpulver oder auch mit Fingerprints. Eine Erfahrung ist für sie jedoch entscheidend geblieben: dass sie etwas Intimes in etwas Monumentales hat verwandeln können, so wie es normalerweise nicht zu sehen und erfahren ist ... und wie wir es auch nicht erwarten. Die Vorhaltungen zu entkräften, ihre Arbeiten seien schlüpfrig oder gar pornografisch, fällt daher der Künstlerin mit dem Hinweis auf deren abstrakte Momente leicht.Ausstellung:Kunstraum Innsbruck, 2. September – 28. Oktober 2017
Aktualisiert: 2017-12-29
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Maki Na Kamura: o lala, von was für glänzenden liebhabereien ich träumte!

Maki Na Kamura: o lala, von was für glänzenden liebhabereien ich träumte! von Brock,  Bazon, Kehayoff,  Gina, Wagenfeld-Pleister,  Gertrude
Und so lauschte ich von der BordsteinkanteMaki Na Kamura ist eine in Deutschland lebende Künstlerin mit japanischen Wurzeln, 2012 erhielt sie den »Prix Marcel Broodthaers – en peinture« und 2013 den Falkenrot Preis des Künstlerhaus Bethanien, Berlin. Ihre Malerei entlehnt sie traditioneller westlicher Malerei und nennt als Beispiele Giorgione oder Millet. Christoph Tannert schreibt, ihre »Bilder sind ein Bekenntnis zum Unabgeschlossenen. Dazu gehört immer auch der Triumph des Romantikwillens samt der Flucht in Labyrinth-Strukturen und Ausweglosigkeiten. Der Reiz dieser Malerei verdankt sich nicht zuletzt dem Einsatz spezieller Malmittel und der Arbeit nach sehr eigenen Methoden, die die Malerei undogmatisch in ihrer Auffassung, flüssig, luftig und lichtdurchdrungen wirken lassen. Maki Na Kamura lässt die Dinge nur anklingen – und erzielt gerade dadurch Wirkung. So werden ihre Bilder zu sanften Variationen über das Bild als Welt stimulierendes Ferment und Weltabdruck.« Die Künstlerin paraphrasiert dazu frei nach Mishima das Element Zeit in japanischen Gärten: Dort, wo man eine dunkle Erinnerung erwartet, erscheint plötzlich eine heitere Aussicht, und man meint, bereits in die Zukunft eingetreten zu sein. Ausstellung: Oldenburger Kunstverein, 12/9–2/11/2014
Aktualisiert: 2016-08-02
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Patricia Bucher: Schlachtenpanorama

Patricia Bucher: Schlachtenpanorama von Bucher,  Patricia, Marburger,  Marcel René
VisionärIn über drei Jahren hat Patricia Bucher das imposante 360°-Panorama einer immerwährenden Schlacht durch die Jahrhunderte geschaffen. Die junge Schweizer Künstlerin erhält dafür den renommierten Manor Kunstpreis und zeigt im Kunstmuseum Luzern in einem Rundbau mit etwa 10 Metern Durchmesser ihr 30 Meter langes und 60 cm hohes, am Computer gezeichnetes und coloriertes Werk. Aus über 2.000 Kriegsdarstellungen der Malerei, Zeichnung, Reportage, von Computergames und Comics hat sie ein einzigartiges ineinander schwappendes Getümmel generiert, in dem durch alle Jahrhunderte die verschiedensten Ethnien, Kampfstile und Bewaffnungen aufeinanderprallen. Panoramabilder haben Geschichte in Luzern, der Stadt mit einem Kunstmuseum, vor dessen Haustüre sich das einzigartige Alpenpanorama am Vierwaldstättersee auftürmt und wo es mit dem Bourbaki-Panorama und dem Gornergrat-Diorama im Alpineum bereits aktuelle Besuchermagnete gibt. Gilt dort jedoch vor allem der Landschaft das Hauptaugenmerk, lässt das Bild von Patricia Bucher in einer einzigartigen soghaften Bewegung Menschheitsgeschichte zu einer immerwährenden Geschichte ­bewaffneter Auseinandersetzungen gerinnen. Ausstellung: Kunstmuseum Luzern, 27/02–01/05/2011 Städtische Galerie Waldkraiburg, 26/9–16/11/2014
Aktualisiert: 2018-12-27
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Sarah Ortmeyer – Internationalismus

Sarah Ortmeyer – Internationalismus von Ortmeyer,  Sarah
Der Neffen drei Es darf durchaus als ein internationales Phänomen gelten, wie sich die Geschichten eines gewissen Herrn Duck aus Entenhausen in der Welt verbreitet haben. Heute scheint unstrittig, und das bestätigt der informative Blog von Andreas Platthaus auf FAZnet vom 8. April 2010, dass die Neffen dieser genialen Figur der Comicserie ihre Namen der deutschen Übersetzerin Erika Fuchs zu verdanken haben. Sie war es, welche die Überlegungen 1951 ausschlug, die dänischen Spardosenbezeichnungen Rip, Rap und Rup – so wie etwa in Island geschehen, dort heißen unsere Neffen Ripp, Rapp und Rupp – als Namen für die kleinsten der Familie Duck zu übernehmen. Erika Fuchs blieb, laut Andreas Platthaus, bei der Wahrheit, bei Tick, Trick und Track, denn, so Platthaus weiter, »die deutschen Hefte haben schließlich die Wahrheit gepachtet«. Auch das vielleicht ein Wesenszug des Internationalismus, Deutsche haben immer recht. Daneben aber gibt es ja noch eine beziehungsweise viele andere Welten, und diese simple Wahrheit macht Sarah Ortmeyer mit ihrem genialen Buch auf sehr humorvolle Weise klar; eine kleine Auswahl: Knatte, Fnatte, Tjatte (Schweden), Kwik, Kwek, Kwak (Niederlande), Bulik, Dulik, Kulik (Tschechien) …
Aktualisiert: 2018-12-27
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MISS.YOU

MISS.YOU
Einerseits veraltete Anrede für junge Frauen, andererseits Ausdruck des Vermissens eines konkreten "Du", eröffnet Miss.You. viele Assoziationsräume. Orte der Kindheit, Erinnerungen, Sehnsüchte spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Geschlechtsidentitäten. „Gender“ ist in diesem Sinne jedoch nichts Festge- setztes, Unabhängiges, sondern etwas, das sich verändert und ständig verschiebt. Zum Vorschein kommt eine radikale Vielheit, die die binäre Opposition männlich-weiblich durchbricht. Statt nach einer weiblichen Identität zu suchen, werden gesellschaftliche Zusammenhänge inszeniert und Wahrnehmungen irritiert. In den vorgestellten künstlerischen Positionen kommen Kategorien wie Maskerade, Ironie und Kontext ebenso zum Zug wie Metaphorik, Sinnlichkeit und Intimität. Mit Arbeiten von: Miriam Cahn, Dellbrügge & de Moll, Sandra Eades, Valie Export, Marica Gojevic, Ulrike Grossarth, Birgit Jung-Schmitt, Viola Keiser, Astrid S. Klein, Anna Löbner, Katharina Mayer, Cristina Ohlmer, Karin Sander, Corinna Schnitt, Sandra Schuck, Andrea Scrima, Chiharu Shiota, Pia Stadtbäumer und Simone Westerwinter.
Aktualisiert: 2018-11-23
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