Mallarmé. Der Würfelwurf

Mallarmé. Der Würfelwurf von Wehle,  Winfried
Mallarmé ist ein Phänomen: so groß sein Ansehen, so gering weithin die Kenntnis seines Werkes. Das ist Absicht. Seine Dunkelheit sollte ungebetene Gäste fernhalten. Dies gilt besonders für sein letztes Gedicht, den ‚Coup de dés‘. Es trägt ein verschlüsseltes Manifest der zweiten Moderne vor. Seiner Kühnheit wegen nannte es der Autor selbst einen ‚acte de démence‘. Es breitet verbale Fragmente einer Geschichte aus, die hätte ausführen können, warum es diese Geschichte nur noch als ‚verworfene‘ geben kann. Sie dreht sich um einen Würfelwurf des Denkens und Dichtens, der nicht stattfindet, und einen gelungenen Schiffbruch der Schrift. Darin ist das ganze ‚System‘ Mallarmé aufgegangen, seine libidinösen Motive ebenso – wie eine alternative Ethik. Namhafteste Stimmen des 20. Jahrhunderts ließen sich davon inspirieren.
Aktualisiert: 2022-11-02
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[…] zum Wozu des Ethnologischen Museums Berlin im künftigen Humboldt-Forum

[…] zum Wozu des Ethnologischen Museums Berlin im künftigen Humboldt-Forum von Wickli,  Urs Andreas
Ein Ethnologisches Museum Berlin im künft igen Humboldt- Forum – wozu? Diese Frage spiegelt und bricht der Band in den verschiedensten Facetten und Hinsichten. Durchs Kaleidoskop betrachtet wird sie ans Kollektiv zurückgegeben und diesem zur Beantwortung anempfohlen. Um die Frage in dieser off enen Form zu stellen, bedurft e es weitreichender Kontextualisierungen. Auch Ausuferungen der unterschiedlichsten Art lässt der Text zu, der so fast zu einem Buch von allem wurde: «mit Scharf – mit allem».
Aktualisiert: 2020-07-23
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Nach der Literatur

Nach der Literatur von Agostini,  Giulia
‚Nach der Literatur‘ unternimmt Grenzgänge zwischen Literatur und Philosophie. Dabei geht es nicht um die Herausarbeitung einer historischen Differenz, sondern vielmehr um das Auffinden einer Familienähnlichkeit und die Entfaltung einer Theorie zweiter Ordnung. Es gilt daher, Literatur als Literatur zu verstehen: die Erkenntnis des Selbst in seiner Fremdheit, die eine andere Form der Erkenntnis bedeutet. So verstehen sich die vorliegenden einander berührenden Annäherungen an die Literatur als Belege für eine Literaturtheorie als spekulative, transfinite und dabei doch immanente poetische Metaphysik. Das Anliegen der Untersuchung ist es, sich in wiederholten, bewusst jeder Chronologie widerstrebenden Anläufen auf diese poetische Metaphysik hin zu bewegen.
Aktualisiert: 2021-05-20
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Poetik der Inschrift

Poetik der Inschrift von Rehm,  Ulrich, Simonis,  Linda
Als eine bis in die Antike zurückreichende Kulturtechnik zeichnet sich die Inschrift durch eine besondere Vielfalt und Variabilität ihrer Erscheinungsformen aus. Die Beiträge des vorliegenden Bandes versuchen die spezifische Eigenart und das besondere Wirkungspotenzial der Inschrift näher zu beleuchten, indem sie diese in einem zugleich historischen und systematischen Zugang aus der Perspektive unterschiedlicher Fächer, der Klassischen Philologie, der mittelalterlichen und neueren Kunstgeschichte, der Komparatistik, Mediävistik, Religionsphilosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft, in den Blick nehmen. Es sind nicht zuletzt Prozesse der Übertragung und Umschrift, die die lange Geschichte dieser kleinen Form, die sich über die mediengeschichtliche Schwelle des Buchdrucks hinaus in die Moderne und Gegenwart fortsetzt, ermöglichen. Die Inschrift ist zudem nicht ablösbar von ihrer Poetik, von der Art ihres Gemachtseins, die sie in ihrem Formenspiel oft selbst reflektiert.
Aktualisiert: 2019-11-14
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Gelegenheit macht Dichter. L’Occasione fa il poeta

Gelegenheit macht Dichter. L’Occasione fa il poeta von Küpper,  Joachim, Oster,  Patricia, Rivoletti,  Christian
Die Lyriktheorie hat das Gelegenheitsgedicht kaum gewürdigt. Deshalb versteht der vorliegende Band, Goethe folgend, dagegen gerade das Gelegenheitsgedicht als eigentliche Mitte der lyrischen Dichtung. Seit den Anfängen der Dichtung gibt es Gelegenheitsdichtung. In dem in hohem Maß kodierten, einem Regelwerk von Topoi folgenden Gelegenheitsgedicht bleibt das poetische Moment selbst oft sekundär. Dagegen gibt es eine freie, im eigentlichen Sinne poetische Dichtung der Gelegenheit, in der das innovative Moment der Gelegenheit zu seiner die Gelegenheit überdauernden Gestalt kommt. Der Band vereint Interpretationen exemplarischer Gelegenheitsgedichte und stellt dabei immer neu die Frage nach dem inneren Zusammenhang zwischen dem konkreten Anstoß der Gelegenheit und ihrer Verwandlung in die Eigengesetzlichkeit des Poetischen. Er liefert damit zugleich Bausteine zu einer noch ausstehenden Theorie des Gelegenheitsgedichts.
Aktualisiert: 2019-01-21
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Unendlichkeit und Poiesis

Unendlichkeit und Poiesis von Hübschmann,  Susanna
Das ‚infini‘, die ‚Unendlichkeit‘, gehört zu den zentralen Begriffen im Denken Valérys. Sowohl in seinen theoretischen Schriften als auch in seiner Dichtung verwendet Valéry diesen Begriff, um sein Wirklichkeitsverständnis zu beschreiben, das Wesen des menschlichen Geistes zu kennzeichnen oder das Meer als Sinnbild für die Unendlichkeit der Zeit poetisch zu erfassen. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Bedeutung, die Valéry dem ‚infini‘ verleiht, zu rekonstruieren und die Kontexte, in denen er den Begriff verwendet, zu identifizieren und zueinander in Bezug zu setzen. Auf diese Weise wird ein noch weitgehend unberücksichtigt gebliebenes Kernstück seines Kunst- und Dichtungsverständnisses herausgearbeitet und über den Begriff des ‚infini‘ die Komplementarität von Philosophie, Ästhetik und Poetik im Denken Valérys aufgezeigt.
Aktualisiert: 2019-01-08
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Dissemination

Dissemination von Derrida,  Jacques, Engelmann,  Peter, Gondek,  Hans-Dieter
Mit dem Erscheinen von Dissemination wird die älteste Lücke in der deutschen Ausgabe der Hauptwerke Jacques Derridas geschlossen. Das im Original 1972 erschienene Werk enthält ebenjene Texte, die Derridas Ruhm als Grenzgänger zwischen Philosophie und Literatur begründet haben und ist insofern für Philosophen und Literaturwissenschaftler gleichermaßen eine Herausforderung.Dissemination ist nicht nur eine Textsammlung, die scheinbar disparate Studien über Platons ambivalente Haltung zur Schrift, Mallarmés Entwurf einer theatralischen Darstellung ohne vorgegebenen Text und Philippe Sollers’ Revolutionierung des Romans mit Hilfe eines „Vorworts“ über den Status des Vorworts lose verknüpft. Vielmehr stellt sich eine Integrität über das sich durchziehende Problem der Mimesis her, deren klassisch-platonische Konzeption Mallarmé und Sollers je spezifisch überwinden wollten, Versuche, die alsdann von Derridas luzider Lektüre über ihre Voraussetzungen befragt werden. Nicht zuletzt fördert die Anlage des Buches mit diversen Subtexten eine untergründige Verwebung von Themen und Denkfiguren, in denen unter anderem Derridas Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse fortgeschrieben wird.
Aktualisiert: 2022-01-14
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Teleskopagen, wahlweise

Teleskopagen, wahlweise von Bischof,  Rita
Die These, die diese Arbeit zu erweisen sucht, ist, dass der Surrealismus wie auch die anderen europäischen Avantgarden ihren Ursprung im Geist der modernen Lyrik finden. Die Emphase, die sie auf den Bildbegriff legten, widerspricht dem nicht, wird damit doch in erster Linie das Wortbild oder die verbale Anschauung akzentuiert: es geht um ein Bild, das zunächst nicht gesehen, sondern gehört und gelesen sein will. In diesem Buch wird mit der herrschenden Praxis, sich den Avantgarden von außen zu nähern und die Erkenntnismittel anderen bereits geprägten Zusammenhängen zu entlehnen, gebrochen. Vielmehr werden die von den Werken selbst angebotenen Kategorien analysiert und auf ihre Tauglichkeit für eine Erkenntnis des in Frage stehenden Phänomens geprüft. Einige der hier vereinigten Studien sind eher theoretischer Natur: sie skizzieren das intellektuelle Kräftefeld, innerhalb dessen die Avantgarden in Erscheinung getreten sind. Andere analysieren dagegen sehr genau konkrete ästhetische Einzelphänomene wie acte gratuit, écriture automatique, hasard objectif, humour noir, jeux de mots, machine celibataire, méthode paranoiaque-critique, objet trouvé etc., die sowohl in ihrer Genese, Struktur und Bedeutung erfasst als auch so miteinander konfiguriert werden, dass sie darin zugleich das kategoriale Fundament für ein Verstehen der europäischen Avantgarden bilden.
Aktualisiert: 2021-12-21
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Yves Bonnefoy, ‚Tombeau de Stéphane Mallarmé‘

Yves Bonnefoy, ‚Tombeau de Stéphane Mallarmé‘ von Agostini,  Giulia
Wie eine ganze Reihe Mallarmé huldigender Dichter evoziert auch Bonnefoy in seinem Grabgedicht 'Tombeau de Stéphane Mallarmé' zunächst das Bild des in seinem Segelboot über die Seine bei Valvins gleitenden Mallarmé. Doch Bonnefoys Gedicht erschöpft sich nicht in der Evokation dieses beinahe schon stereotypen Erinnerungsbildes des Dichters, das auch Mallarmé selbst in autobiographischer Absicht von sich zeichnet. Vielmehr wird es von einer Fülle weiterer Mallarméscher Verfahren und Topoi, bis zur Verwendung Mallarmé heraufbeschwörender Vokabeln bestimmt. Der Kommentar verfolgt darüber hinaus die verborgene photographische Spur und zeigt, wie Dichtung und Photographie einander zur Metapher werden.
Aktualisiert: 2019-01-08
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„Wir graben den Schacht von Babel“

„Wir graben den Schacht von Babel“ von Bost,  Harald
Die traditionelle Kafkaforschung steckt in einer Sackgasse. Immer wieder wird die Uninterpretierbarkeit Kafkas festgestellt. Und so beständig, wie die Möglichkeit eines Schlüssels zu seinem Verständnis verworfen wird, so regelmäßig geben Verlage Lektüreschlüssel heraus. So gilt in ihnen beispielsweise das Paradoxon der Türhüterlegende ""Vor dem Gesetz"" als nicht lösbar, eine Lösung für das Verständnis des Romans, in dem sie steht, aber als unerlässlich. Harald Bost löst das Paradoxon mit gleich zwei Schlüsseln, dem Wortspiel und dem Mythos. Kafka konstruiert wortgewandt Figuren von mythischer Bedeutung: Karl Roßmann der Kentaur, Brunelda die Io-Kuh, Kafka die Dohle. Die Ergebnisse von Bosts Enthüllungen verblüffen und regen hin und wieder zum Lachen oder wenigstens zum Kopfschütteln an. Mit der Konzentration auf das Wort und der Auffassung von Kafkas Werk als ""Wort""kunstwerk gelingt ihm eine schlüssige, umfassende Deutung von Kafkas Leben und Schreiben.
Aktualisiert: 2023-04-04
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