«Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!»

«Lassen Sie mein Leben nicht verloren gehen!» von Moliterni Eberle,  Lea
Ulrich Wille war während des Ersten Weltkriegs nicht nur ein strenger General, sondern auch Gnadenherr der Militärjustiz. Über die ganze Kriegsdauer hinweg legten über 3500 im Militärdienst Verurteilte dem General ihr Leben und die Deliktumstände dar und baten um Gnade und Freilassung. Ihre Gesuche zeigen, wie es um die einfache Bevölkerung in den Jahren 1914 bis 1918 stand: Ehefrauen, die um Entlassung ihrer Ehemänner baten, damit sie wieder den Hof bestellen konnten; Wehrmänner, die ihre Ehre wiederherstellen möchten. Das Buch zeigt aber auch ein ganz anderes Bild von Ulrich Wille: das eines hochemotionalen Menschen, der Mitgefühl für die Sorgen und Nöte seiner Soldaten hatte.
Aktualisiert: 2019-04-25
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Rechtsgeschichte der Reichswehr 1918–1933

Rechtsgeschichte der Reichswehr 1918–1933 von Heinemann,  Patrick Oliver
Der Autor zeigt mit der Rechtsgeschichte der Reichswehr 1918–1933 das Spannungsverhältnis auf, in dem die Weimarer Republik zum Militär als Ganzem wie auch dem einzelnen Soldaten stand.Wie und warum die Integration der Streitkräfte in die erste deutsche Republik aus juristischer Perspektive misslang, belegt diese archivalisch fundierte Rechtsgeschichte der Reichswehr erstmals anhand verschiedenster Themenfelder wie der Militärstrafjustiz, dem Ehren- sowie dem Disziplinar- und Beschwerderecht. Das überlieferte Bild vom "Staat im Staate" bildete sich rechtlich gesehen in einer Tendenz der Reichswehr zur "Paralegalität" ab. Sie hatte ihre Wurzeln vor allem im überkommenen preußisch-deutschen Sonderstatus des Militärs im Staatsaufbau, in exzessiven ausnahmerechtlichen Einsätzen im Innern sowie im fortgesetzten Völkerrechtsbruch der Geheimrüstung.
Aktualisiert: 2019-03-20
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Die Schweiz im Ausnahmezustand

Die Schweiz im Ausnahmezustand von Schneider,  Oliver
Wer Schweizer Politik hört, denkt heute an Demokratie, Gewaltenteilung, Volksabstimmungen und sorgsam austarierte Interessen. Fast vergessen ist hingegen, dass die Schweiz im 20. Jahrhundert während Jahrzehnten mit Notrecht regiert wurde, das seinen Ursprung im Ersten Weltkrieg hatte. Denn dieser Krieg fand nicht nur in den Schützengräben und auf den Weltmeeren statt, er erfasste auch die Amtsstuben und Regierungsgebäude. Über Jahre mussten Armeen unterhalten, Wirtschaften auf die Produktion von Rüstungsgütern umgestellt und Engpässe bei der Versorgung bewältigt werden. Die Schweiz bildete hierbei keine Ausnahme. Im August 1914 stattete das Parlament den Bundesrat in einem bislang beispiellosen Akt mit legislativen Kompetenzen aus. Es legte so den Grundstein für das sogenannte Vollmachtenregime, um das sich dieses Buch dreht. Neben den Parlamentariern und dem Volk machten nun Beamte die Gesetze, Militärgerichte dehnten ihre Befugnisse in die Zivilgesellschaft aus und staatliche Institutionen begannen in Wirtschaft und Alltag einzugreifen. Dieses Buch geht den Entscheidungen, Akteuren und Konflikten des Vollmachtenregimes nach. Es stellt die Frage, wie sich die politische Schweiz unter dem Einfluss des Grossen Krieges veränderte.
Aktualisiert: 2019-04-24
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Unter Kriegsrecht

Unter Kriegsrecht von Steiner,  Sebastian
Militärisch blieb die Schweiz zwar von den zerstörerischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs verschont. Die zunehmend intensivere Kriegführung wirkte sich aber stark auf den neutralen Kleinstaat aus. Dessen Exekutivorgane wurden mehr gestärkt als in manchen kriegführenden Ländern, sodass von einer Implosion des Verfassungsrechts gesprochen werden muss. In diesem staatlichen Ausnahmezustand, dem sogenannten Vollmachtenregime, spielte die Militärjustiz eine zentrale Rolle. Untersucht wird die Militärjustiz in einem demokratischen Rechtsstaat, der stark eingeschränkt war. Der Bundesrat übertrug die Ahndung von Vergehen gegen die meisten seiner Notrechtsbeschlüsse zwischen 1914 und 1920 der Militärgerichtsbarkeit, wodurch diese in Bezug auf ein ganzes Spektrum von Delikten auch für die Zivilbevölkerung zuständig wurde. Die Militärjustiz wurde damit zur Basis einer neuen Rechtsordnung, die keineswegs statisch blieb, sondern eine Entwicklung nahm, die tief in die zivile Gesellschaft hineinreichte. Sie wirkte nicht nur als Zentralinstanz zur Festigung und Förderung der Disziplin in einer durch Drill und Schikanen strapazierten Truppe. Vielmehr war sie auch Mittel und Ursache für Skandalisierungsdynamiken im öffentlichen Raum sowie Kristallisationspunkt für sozialen Protest und diente im Gegenzug als Instrument der Einschüchterung und Zurückdrängung der Arbeiterbewegung. Der Autor zeigt, gestützt auf eine reiche Quellenbasis, dass es bei den damit verbundenen Auseinandersetzungen um weit mehr ging als nur um den Modus Operandi einer Sondergerichtsbarkeit.
Aktualisiert: 2019-03-08
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»Was damals Recht war …« – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

»Was damals Recht war …« – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
Die Wanderausstellung »Was damals Recht war ...« – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht informiert über Unrecht und Willkür der nationalsozialistischen Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der rechtlichen Rehabilitation ihrer Opfer, die in der Bundesrepublik erst zwischen 1998 und 2009 erfolgte. Im Zentrum der Darstellung stehen Fallgeschichten von Deserteuren, sogenannten Wehrkraftzersetzern und Volksschädlingen wie auch von Angehörigen des Widerstandes im besetzten Europa. Insgesamt wurden mindestens 22.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere kamen in Lagern oder in Strafeinheiten ums Leben. Die Ausstellung wurde 2007 eröffnet und gastierte in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens bereits an über 40 Stationen in Deutschland, Österreich und Belgien.
Aktualisiert: 2018-07-19
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Der andere Krieg. Die Tiroler Militärgerichtsbarkeit im Ersten Weltkrieg

Der andere Krieg. Die Tiroler Militärgerichtsbarkeit im Ersten Weltkrieg von Überegger,  Oswald
Der Militärjustiz kam im Ersten Weltkrieg vor allem deshalb große Bedeutung zu, weil ihre Kompetenz zu Kriegsbeginn 1914 auch auf politische Strafsachen von Zivilpersonen ausgedehnt wurde und damit garantiert war, dass alle in irgendeiner Weise mit dem Krieg und dem Kriegsstaat in Zusammenhang stehenden strafbaren Handlungen vor Militärgerichten zur Aburteilung gelangten. Abgesehen vom Prozess gegen den Trentiner Cesare Battisti, der 1916 durch ein Standgericht zum Tod verurteilt wurde, hat sich die Tiroler Geschichtsschreibung bisher nicht mit dem Vorgehen der Militärjustiz 1914–1918 beschäftigt. In der vorliegenden Studie werden nun erstmals Tausende Prozessverfahren analysiert, die vor Tiroler Kriegsgerichten verhandelt wurden. Die Ergebnisse zeichnen ein „anderes“ Bild des Krieges, das mit dem „Heldenkrieg“ der Propaganda wenig gemeinsam hat
Aktualisiert: 2016-11-24
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„… und wenn sie mich an die Wand stellen“

„… und wenn sie mich an die Wand stellen“ von Buchterkirchen,  Ralf
„Schade, dass es ihn nicht erwischt hat!“ Diese spontane Reaktion auf die Meldung über das misslungene Attentat auf Adolf Hitler kostet Hubert Breitschaft das Leben. Der Lehrer aus dem bayrischen Cham wird vom Feldgericht verurteilt und in Hannover-Vahrenwald erschossen. Der Hannoveraner Robert Gauweiler, dem zur Last gelegt wurde, im Kameradenkreis gesagt zu haben: „Diesen Krieg verlieren wir“, wird von der Wehrmachtsjustiz in Dänemark zum Tode verurteilt und in Hamburg erschossen. So wie Breitschaft und Gauweiler erging es vielen. Die NS-Militärjustiz verhängte etwa 30.000 Todesurteile gegen Soldaten, die den Gehorsam verweigerten; mindestens 21.000 wurden vollstreckt. Für Hannover – einen der fünf wichtigsten Rüstungsstandorte – hat dieses Kapitel der deutschen Geschichte besondere Relevanz. Am Waterlooplatz wurden Soldaten durch die Militärgerichtsbarkeit verurteilt, in Hannover-Vahrenwald, auf dem Gelände, wo sich heute die Emmich-Cambrai-Kaserne befindet, wurden sie hingerichtet und auf dem Fössefeldfriedhof in Hannover-Linden begraben. In jahrelanger Recherche wurden die Daten von 51 gehorsamsverweigernden Soldaten ermittelt, die aus Hannover kamen oder dort hingerichtet wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Diese Soldaten sind die Hauptpersonen des vorliegenden Buches. Statt sie anzuerkennen, wurden sie nach dem Zweiten Weltkrieg verunglimpft, ihr Schicksal verschwiegen und verdrängt. Bis zum Jahr 2009 hat es gedauert, dass der Bundestag auch wegen Kriegsverrats Verurteilte rehabilitierte. In den Jahren zuvor wurden bereits Verurteilungen durch die Wehrmachtsjustiz wegen Desertion und Wehrkraftzersetzung für nichtig erklärt. Eingereiht in eine Beschreibung der gesellschaftlichen und politischen Situation und im Anschluss auch an neuere Erkenntnisse der Geschlechter- und Männlichkeitsforschung wird nach den individuellen Beweggründen der Gehorsamsverweigerung gesucht. Herausgekommen ist eine facettenreiche Darstellung eines viel zu gern vergessenen Stücks deutscher Geschichte. In Hannover erinnert heute nur ein fast nicht mehr kenntlicher Stein an das Schicksal der Deserteure.
Aktualisiert: 2019-01-01
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Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.

Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. von Dindo,  Richard
Als 'Lackmusprobe' wurde 'Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.' 1976 bei der Uraufführung bezeichnet. Richard Dindo und Niklaus Meienberg griffen in diesem Dokumentarfilm das bis dahin tabuisierte Thema der im Zweiten Weltkrieg erschossenen Landesverräter auf. Die damals Beteiligten haben das Wort, die Brüder von Ernst S., seine Schlummermutter in St. Gallen, der Vormund und ein paar Dienstkameraden, die im November 1942 die Exekution durchführen mussten. Sie zeichnen das Leben eines 'Verschupften' nach, eines apolitischen Lumpenproletariers, der für eine Spionageangelegenheit schwer zu büssen hatte. 'Getragen wird dieser Film von den Interviews mit Zeitzeugen, es sind ethnologische Meisterstudien über Intellektuelle, Arbeiter, Bauern, Richter, Henker und einen Sargmacher. Und in zwei Fällen gelingt es sogar, Verdrängung in Szene zu setzen.' Tages-Anzeiger-Magazin
Aktualisiert: 2019-01-04
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