Membra disiecta

Membra disiecta von Pozzo,  Annette
Die Büchersammlung des Göttinger Universitätsprofessors und reformierten Pastors Lüder Kulenkamp (1724-1794) bildet mit über 9.000 Handschriften, Abschriften, Inkunabeln und Drucken ab 1501 die viertgrößte private Gelehrtenbibliothek Göttingens im 18. Jahrhundert. Die Sammlung ist ausschließlich über den 1796 gedruckten Auktionskatalog sowie zwei, mit Käufer- und Preisangaben versehene durchschossene Exemplare dokumentiert. Über inhaltliche Aussagen hinaus, die den hybriden Charakter der Sammlung als Arbeitsinstrument und bibliophile Kollektion zugleich offenlegen, versucht die Arbeit, unter Einbeziehung von Marginalien und handschriftlichen Einträgen Kulenkamps sowie von in Vorlesungen benutzten bzw. in eigenen Publikationen zitierten Titeln, ein Bild des gelehrten Büchersammlers und -lesers an seinem Standort und zu seiner Zeit zu vermitteln. Die durchschossenen Exemplare des Versteigerungskatalogs bilden quellenorientiert die Basis für bibliothekarisch motivierte Käufe seitens der Bodleian Library, der herzoglichen Bibliothek Gotha und der Universitätsbibliothek Göttingen sowie für privat motivierte Käufe seitens Studenten, Buchantiquariaten und akademischen Sammlern, die das Erstellen gesellschaftlicher und individueller Rezeptions- und Leserbiographien ermöglichen. Der in Bibliotheken gelangte Bestand der Büchersammlung wird darüberhinaus im Sinne einer Provenienzaufarbeitung per Autopsie erschlossen.
Aktualisiert: 2023-05-15
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wohlgeordnet aufgestapelt – Privatbibliotheken im 19. Jahrhundert

wohlgeordnet aufgestapelt – Privatbibliotheken im 19. Jahrhundert von Kühne,  Monika
Im 19. Jahrhundert erfuhren die schriftgestützten Medien im Rückblick auf die vorangegangenen Epochen eine enorme Pluralisierung und Ausbreitung. Dies beeinflusste die Privatbibliotheken, die sich zunehmend individualisierten und keinen zuvor üblichen einheitlichen Schematas mehr folgten. Die vorliegende Arbeit versucht anhand zweier Vorarlberger Privatbibliotheken zu ergründen, in welcher Weise sich diese Individualisierung bemerkbar macht. Neben der Analyse der Systematik des Sammlungsaufbaus, dem Vergleich der verzeichneten Bücher, sowie der Untersuchung unterschiedlicher Schriftbilder spielen auch die Biografien, Berufe, Interessen und Herkunftsregionen der beiden Vorarlberger Bibliotheksbesitzer eine bedeutende Rolle.
Aktualisiert: 2021-03-31
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Meine Bücher

Meine Bücher von Häfner,  Ralph
Johann Gottfried Herder fertigte im Blick auf die Übersiedlung von Bückeburg nach Weimar ein auf den 21. Juni 1776 datiertes Verzeichnis seines Buchbestandes an. Der vorliegende Band enthält das komplett transkribierte Verzeichnis der im Herder-Nachlass (Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz) aufbewahrten Handschrift XXXIV 2 mit Titelnachweisen sowie Nachweisen im Versteigerungskatalog ‚Bibliotheca Herderiana‘ (Weimar 1804) und in der Korrespondenz. Sie werden ergänzt durch Hinweise zur realen und digitalen Zugänglichkeit der Werke. Herder verfügte über eine der bedeutendsten Privatbibliotheken seiner Zeit, die den Umfang der Bibliotheken Goethes, Schillers und Wielands deutlich übertraf. Anhand des Verzeichnisses von 1776 lassen sich nicht nur seine durch das geistliche Amt geprägten Arbeitsschwerpunkte im engeren Sinne nachvollziehen; es gibt mit den thematisch weit ausgreifenden natur- und zivilisationsgeschichtlichen Interessen vielmehr zugleich ein plastisches Bild der intellektuellen Signatur der Epoche.
Aktualisiert: 2021-07-01
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Bibliothek und Wissenschaft 45 (2012)

Bibliothek und Wissenschaft 45 (2012) von Tremp,  Ernst
BuW 45 (2012) präsentiert die Ergebnisse einer gemeinsamen Tagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte und der Stiftsbibliothek St. Gallen zum Thema „Klosterbibliotheken in der frühen Neuzeit“. Im Zentrum stehen die Klöster und geistlichen Orden in Süddeutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Diese waren in der Barockzeit durch eine gemeinsame Kultur geprägt und pflegten einen regen, vielfältigen Austausch, der erst mit der Revolutionszeit, den Säkularisationen und dem Aufkommen der Nationalstaaten im 19. Jahrhundert zum Erliegen kam. Die Spannweite der 15 Beiträge reicht von umfassenden Überblicksdarstellungen bis hin zu Detailstudien über Teilbereiche frühneuzeitlicher Klosterbibliotheken, darunter Sammeltätigkeit und Anschaffungspolitik, das Amt des Klosterbibliothekars und dessen wissenschaftliche Tätigkeiten, den Umgang mit verbotener Literatur und die Zensur, barocke Gelegenheitsliteratur, Privatbibliotheken gelehrter Mönche oder Annexeinrichtungen wie Klosterdruckereien. Aus dem Inhalt (insgesamt 15 Beiträge): Magda Fischer, Reichenauer Kulturerbe. Das Kloster und seine Bücherschätze im 18. Jahrhundert Angela Karasch, Die Bibliothek der Benediktinerabtei St. Peter auf dem Schwarzwald, ihre Büchersammlung und ihr historischer Katalog P. Odo Lang OSB, Die Stiftsbibliothek Einsiedeln zwischen 1500 und 1800 Ernst Tremp, Klöster als Bücherproduzenten. Die St. Galler Stiftsdruckerei in der Barockzeit (1633–1800) Christine Paschen, Der Umgang mit verbotener Literatur in der Amberger Jesuitenbibliothek
Aktualisiert: 2021-09-09
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Sammelkultur im Geist der Aufklärung

Sammelkultur im Geist der Aufklärung von Adam,  Wolfgang, Crusius,  Gabriele, Junge,  Cornelia, Priever,  Andreas
In dem Begleitbuch zu einer von der Landesbibliothek Oldenburg erstmals veranstalteten Präsentation der Privatbibliothek des hannoverschen Sammlers Georg Friedrich Brandes (1719-1791), die in Oldenburg überliefert ist, wird vor der Figur des weithin unbekannten Bibliophilien eine charakteristische Auswahl aus dem Bestand (insgesamt ca. 22.000 Bände) vorgeführt und kommentiert. Leitthemen sind dabei die Aspekte "Bibliophilie", "Aufklärung" und "Anglophilie - Deutsch-Englischer Kulturtransfer". Auch der Kunstsammler Brandes tritt erstmals mit einigen in die Bibliothek integrierten Klebebänden, die teils hervorstechende Druckgrafik in besonderen Zuständen enthalten und eine Vorstellung von der Qualität der verschollenen Kupferstichsammlung vermitteln, in Erscheinung. Der mit reichem Bildmaterial und vor allem auch Dokumenten zur historischen Lektüre ausgestattete Katalog würdigt einen der bedeutendsten deutschen Bücher- und Kupferstichsammler des 18. Jahrhunderts.
Aktualisiert: 2021-02-23
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Aufklärung und Bibliophilie

Aufklärung und Bibliophilie von Crusius,  Gabriele
Die Privatbibliothek des hannoverschen Beamten Georg Friedrich Brandes (1719-1791) bildet den Kern des Altbestandes der heutigen Landesbibliothek Oldenburg und hat sich dort, wenn auch nicht in ihrer ursprünglichen Form, im wesentlichen erhalten. Aus den Quellen erarbeitet wurde einerseits die Biographie des Sammlers einschließlich seines sozialen und kulturellen Umfeldes, andererseits die Gestalt des Brandesschen Bücherensembles sowie dessen private und öffentliche Nutzung. Im Kontext der Analyse der Bibliothek exemplarisch untersucht wurden die beiden Kernfächer der Sammlung "Histoire" und "Belles lettres". Deren inhaltliche Interpretation ermöglichte auch ihre Einordnung in bestimmte wissenschaftshistorische - sowie geistig-kulturelle zeitgenössische Zusammenhänge. Vergleichbare Ergebnisse erbrachte auch die Untersuchung der Brandesschen Lektürepräferenz sowie die Herausarbeitung der Konditionen der zeitgenössischen Bibliotheksnutzung.
Aktualisiert: 2019-01-08
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„Wie würde ich ohne Bücher leben und arbeiten können?“

„Wie würde ich ohne Bücher leben und arbeiten können?“ von Bürger,  Karin, Sonder,  Ines, Wallmeier,  Ursula
Der Band dokumentiert das wechselvolle Schicksal der privaten Bibliotheken bedeutender deutschsprachiger jüdischer Intellektueller und Gelehrter des 20. Jahrhunderts, darunter Hannah Arendt,Walter Benjamin, Hilde Domin, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud,Magnus Hirschfeld, Erich Mendelsohn und Jürgen Kuczynski. Die siebzehn Einzelbeiträge befassen sich mit der Entstehung dieser Bibliotheken, mit Sammelschwerpunkten und bibliophilen Neigungen ihrer Besitzer wie auch mit ihrer Exilgeschichte, ihrem Verbleib oder Verlust.
Aktualisiert: 2020-01-24
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Membra disiecta

Membra disiecta von Pozzo,  Annette
Die Büchersammlung des Göttinger Universitätsprofessors und reformierten Pastors Lüder Kulenkamp (1724-1794) bildet mit über 9.000 Handschriften, Abschriften, Inkunabeln und Drucken ab 1501 die viertgrößte private Gelehrtenbibliothek Göttingens im 18. Jahrhundert. Die Sammlung ist ausschließlich über den 1796 gedruckten Auktionskatalog sowie zwei, mit Käufer- und Preisangaben versehene durchschossene Exemplare dokumentiert. Über inhaltliche Aussagen hinaus, die den hybriden Charakter der Sammlung als Arbeitsinstrument und bibliophile Kollektion zugleich offenlegen, versucht die Arbeit, unter Einbeziehung von Marginalien und handschriftlichen Einträgen Kulenkamps sowie von in Vorlesungen benutzten bzw. in eigenen Publikationen zitierten Titeln, ein Bild des gelehrten Büchersammlers und -lesers an seinem Standort und zu seiner Zeit zu vermitteln. Die durchschossenen Exemplare des Versteigerungskatalogs bilden quellenorientiert die Basis für bibliothekarisch motivierte Käufe seitens der Bodleian Library, der herzoglichen Bibliothek Gotha und der Universitätsbibliothek Göttingen sowie für privat motivierte Käufe seitens Studenten, Buchantiquariaten und akademischen Sammlern, die das Erstellen gesellschaftlicher und individueller Rezeptions- und Leserbiographien ermöglichen. Der in Bibliotheken gelangte Bestand der Büchersammlung wird darüberhinaus im Sinne einer Provenienzaufarbeitung per Autopsie erschlossen.
Aktualisiert: 2023-04-17
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