Der vorliegende Band unternimmt einen Ausblick auf die historische, psychologische, philosophische, psychoanalytische, kulturtheoretische, soziologische Forschung zum »stillen Affekt« Scham. Vor dem Hintergrund der kulturellen Pluralisierungsprozesse der letzten Dekaden kann so herausgearbeitet werden, inwiefern die gegenwärtige politische Spaltung der spätneoliberalen Gesellschaften des Westens auf einer Ressentiment-Ökonomie basiert, die auf die desintegrierende Rolle verweigerter Anerkennung und politisch instrumentalisierter Beschämung verweist.
Der theoretische Rückgriff auf den innerpsychisch-vorbewusst prozessierten Scham-Apparat ersetzt oder ergänzt klassisch-ökonomiebasierte und alternative affektbasierte Erklärungsansätze um Angst und Wut, letztlich allesamt Neuauflagen von Thesen der 1920er und 30er Jahre; fragwürdige Annahmen von angeblichen Abstiegsängsten einer ominösen »Mitte« beziehungsweise einer »Protestwahl«, von renitenten Gelbwesten o. Ä., aber auch vom Nutzen der Beschämung im Zuge gegenwärtiger Klimadebatten werden präzisiert.
Aktualisiert: 2021-01-28
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Ein Erfolgsroman, in dem die Erzählerin genüsslich ihren Analverkehr schildert; eine Pop-Diva, die in einem Kleid aus Rindfleisch ins Rampenlicht tritt; eine knapp dem Tod entronnene Moderatorin, die vor laufender Kamera einen Heiratsantrag stammelt: Leben wir in einer Kultur der Schamlosigkeit? Der Vorwurf moralischer Verwahrlosung gehört zum Repertoire jeglicher Kulturkritik. Aber hat sich nicht doch etwas verändert? Mit klarem Blick spürt Ulrich Greiner Scham- und Peinlichkeitsgefühlen nach, wie sie uns im Alltag und in literarischen Texten begegnen. Denn die Literatur ist ein einzigartiges Archiv der Schamgeschichte. So öffnet dieses elegant geschriebene Buch den Blick für den Wandel der Zeit und die Gesellschaft, in der wir leben.
«Greiner ist ein glänzender Nacherzähler.» Der Tagesspiegel
Aktualisiert: 2022-10-05
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Wie kann ich Menschen aus einer anderen Kultur das Evangelium erklären?
Wir ahnen es längst: Neben unserer individuellen Persönlichkeit bestimmt auch unsere kulturelle Prägung unsere Identität, unser Weltbild und unsere Ethik – und somit auch unser Verständnis der guten Nachricht von Jesus Christus.
Während Christen im Westen traditionell eher die Erlösung von Schuld betonen, sehnen sich die Menschen vieler anderer Kulturen rund um die Welt eher nach Ehre, um Schande abzuwenden, und nach Macht, um ihre Angst zu überwinden.
Die befreiende Botschaft von Jesus gilt allen und umfasst viel mehr, als wir erkennen. Tatsächlich geht die Bibel einfühlsam auf die Bedürfnisse aller drei Kulturtypen ein. Sie zeigt uns, wie wir Menschen durch Gottes Gnade von Scham, Angst und nicht zuletzt auch von unserer Schuld geheilt werden können.
Der Missionswissenschaftler Jayson Georges hilft uns mit diesem Standardwerk, das Evangelium mit anderen Augen zu sehen und selbst tiefer zu verstehen – und es Menschen anderer Kulturen oder auch Generationen zu eröffnen.
Aktualisiert: 2022-10-31
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Beichte und Buße waren zentrales Konfliktfeld im Zeitalter der Reformation. Luthers 95 Thesen nehmen von diesem Thema ihren Ausgang. In einer reformatorisch »gereinigten« Weise hat die lutherische Kirche an Beichte und Buße als wesentlichen Vollzügen christlichen Lebens und Gottesdienstes über Jahrhunderte festgehalten. Erst im Pietismus und im Gefolge der Aufklärung trat die Beichte als elementarer Bestandteil des Gottesdienstes mehr und mehr zurück. Die Frage, wie Menschen – besonders Christen – Schuld erkennen und Schuld bekennen können, bleibt jedoch, nicht zuletzt nach den Erfahrungen des II. Weltkriegs auf der Tagesordnung. Dies gilt auch in einer globalisierten Welt, in der die Verstrickung aller in alles mehr und mehr zu Bewusstsein kommt. Die Diskussion von Beichte und Buße in Exegese, Systematischer und Praktischer Theologie wird von ausgewiesenen Vertretern dieser Fächer dargestellt. Weitere Beiträge des Bandes dokumentieren, wie Prediger aus dem Bereich selbstständiger evangelisch-lutherischer Kirchen sich heute mit diesem fast vergessenen Thema auseinandersetzen und die Gehalte von Selbstbesinnung und Umkehr im Angesicht Gottes verkündigen.
Aktualisiert: 2021-08-13
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In dieser allgemeinverständlich geschriebenen Dissertation geht ein erfahrener Schweizer Afrikamissionar der Frage nach, inwieweit die Unterscheidung zwischen Scham- und Schuldkulturen möglich und sinnvoll ist und was sie für die Missionspraxis und das Leben in anderen Kulturen erbringt.
Aktualisiert: 2020-08-27
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Ein Erfolgsroman, in dem die Erzählerin genüsslich ihren Analverkehr schildert; eine Pop-Diva, die in einem Kleid aus Rindfleisch ins Rampenlicht tritt; eine knapp dem Tod entronnene Moderatorin, die vor laufender Kamera einen Heiratsantrag stammelt: Leben wir in einer Kultur der Schamlosigkeit? Der Vorwurf moralischer Verwahrlosung gehört zum Repertoire jeglicher Kulturkritik. Aber hat sich nicht doch etwas verändert? Mit klarem Blick spürt Ulrich Greiner Scham- und Peinlichkeitsgefühlen nach, wie sie uns im Alltag und in literarischen Texten begegnen. Denn die Literatur ist ein einzigartiges Archiv der Schamgeschichte. So öffnet dieses elegant geschriebene Buch den Blick für den Wandel der Zeit und die Gesellschaft, in der wir leben.«GREINER IST EIN GLÄNZENDER NACHERZÄHLER.»Der Tagesspiegel
Aktualisiert: 2023-03-31
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Aias, herausragender griechischer Heros vor Troia, metzelt im Zustand der Raserei Herdenvieh nieder, in dem er seine Gegner zu erkennen glaubt. Zur Besinnung gekommen, stürzt er sich, beschämt über den Ehrverlust, in sein Schwert. Die 'Entschuldigung', die für Aias nur durch Entleibung zu leisten war, entspricht heute etwa dem medial inszenierten Rückzug aus der politischen Öffentlichkeit, dem Rücktrittsangebot oder dem Fehlereingeständnis. Offensichtlich gibt es nach wie vor ein kollektives Bedürfnis nach solchen stellvertretenden Reinigungsritualen. Anlässe und Reaktionsformen haben sich zwar gewandelt, das Gefühl der Scham aber ist immer noch von existenziell-individueller Bedeutung und besitzt eine öffentlich wirksame Symbolik.
Historisch gesehen reicht der Bogen des Bandes von der (laut Hegel) 'gewissenlosen' griechischen Antike bis in die 'unverschämte' Gegenwart. Systematisch betrachtet konfrontieren die unterschiedlichen Kulturkreise einander in ihren Definitionen und Kompensationen von Fehlverhalten: vom paganen Griechentum über das christliche Abendland bis hin zum Islam. Im 20. und 21. Jahrhundert bestimmen Diskurse der Bewältigung den Umgang mit der Geschichte, mit Fragen der Kriegsschuld oder des Völkermordes. Kulturelle, nationale, historische und gender-spezifische Unterschiede prägen die verbalen Entschuldigungen, das öffentliche und private Verhalten, Kleidercode und Körpersprache.
Während Schamdiskurse dazu dienen, eigenes Fehlverhalten in der Gemeinschaft zu regulieren oder vor dem Selbst zu rechtfertigen, funktionieren umgekehrt Schuldzuschreibungen oder gezielte Beschämungen des anderen als Herrschaftsinstrumente: prominent etwa in den Bildern von Abu Ghraib.
Aktualisiert: 2019-01-08
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Die Theologie hat den Unterschied zwischen primär schamorientierten und primär schuldorientierten Kulturen bisher kaum zureichende Aufmerksamkeit geschenkt. Es ist ein Verdienst der vorliegenden Arbeit von Thomas Schirrmacher, dass er über diese nicht nur für die Missionstheologie und die missionarische Tätigkeit, sondern auch die Religionspädagogik, die Ethik und die Seelsorge wichtige Thematik aus kulturanthropologischer und theologischer Sicht informiert und zeigt, dass eine Entgegensetzung von Scham- und Schuldorientierung der biblischen Botschaft, aber auch der Tradition der abendländischen und der Kirchen reformatorischen Ursprungs nicht entspricht, dass der Aspekt der Scham hier immer auch bedacht und integriert ist. Die Arbeit fordert aber insbesondere dazu heraus, die unbestreitbaren Unterschiede zwischen primär schamorientierten und primär schuldorientierten Kulturen in ihrer Bedeutung für die christliche Lehre von der Sünde und der Versöhnung mit Gott durch Christus näher zu bearbeiten. Prof. Dr. Ulrich Eibach, Professor für Systematische Theologie, Bonn
Aktualisiert: 2020-08-27
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